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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2026

Nicht unbedingt für jeden Tag

Easy Morning - Frühstück & Brunch
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Das Cover hat mich sofort angesprochen. Alles sieht appetitlich aus und ist so hübsch angerichtet. Ich sitze sehr gerne etwas länger am Frühstückstisch, am liebsten in Gesellschaft und habe eine mehr oder ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Alles sieht appetitlich aus und ist so hübsch angerichtet. Ich sitze sehr gerne etwas länger am Frühstückstisch, am liebsten in Gesellschaft und habe eine mehr oder minder große Auswahl.

Gegliedert ist das Buch nach der Einführung in folgende sechs Bereiche: Basics, Getränke, Brot & Gebäck, für jeden Tag, Sharing Plates / Brunch und Frühstücksrezepte aus aller Welt. Anschließend gibt es neben dem alphabetischen Register noch eine Sortierung der 70 Rezepte nach Jahreszeit oder einem Motto-Brunch.

Zu fast jedem Rezept findet sich neben der Zutatenliste und der Anleitung ein ansprechendes Foto und manchmal ein Extra-Tipp. Zu meiner Überraschung gibt es nur vegetarische und vegane Rezepte in diesem Buch. Bei den Hauptmahlzeiten verzichte ich zwar meistens auf Fleisch, aber beim Frühstück oder gerade beim Brunch nehmen wir doch gerne mal etwas Frühstücksspeck, Wurst oder ein kleines Würstchen dazu.

Ich habe für mich einige Anregungen aus den Vorschlägen mitnehmen können. Da das Buch insgesamt sehr modern aufgemacht ist, mag es auch an meinem Alter liegen, dass für mich persönlich die Rezepte aus diesem Buch überwiegend eher etwas für einen Brunch mit Freunden sind als etwas für jeden Tag.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Familienurlaub voller neuer Erkenntnisse

Andere nennen es Urlaub
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Die alleinerziehende Netti kann sich und ihren Sohn gerade so über Wasser halten, aber jetzt wird ihr der Job im Call-Center gekündigt. Hinzu kommt die Trauer um die kürzlich verstorbene Mutter und der ...

Die alleinerziehende Netti kann sich und ihren Sohn gerade so über Wasser halten, aber jetzt wird ihr der Job im Call-Center gekündigt. Hinzu kommt die Trauer um die kürzlich verstorbene Mutter und der Stress mit dem fast achtzigjährigen Vater. Da kommt das Angebot für einen kostenlosen Urlaub incl. Mitfahrgelegenheit nach Italien gerade recht. Aber nun will der Vater unbedingt mit.

Was als humorige Geschichte beginnt, entpuppt sich im weiteren Verlauf als tiefgründige Familiengeschichte. Jedes Familienmitglied, Vater Bruno, die Töchter Netti und Ellen sowie der Enkel Luis, hat ein eigenes Päckchen neben der Trauer zu tragen. Auch in den Beziehungen untereinander gibt es ausreichend Konfliktpotential, Konflikte die teilweise schon lange schwelen. Hinzu kommen die Eskapaden von Bruno, die für Aufregung sorgen.

Der Schreibstil von Franka Bloom ist locker und lässt sich flüssig lesen. Ihre Charaktere sind gut gezeichnet und kommen sehr authentisch rüber. Ich kann mir diese Familie mit ihren Problemen im wirklichen Leben genauso vorstellen.

Obwohl ich nicht mit diesem Tiefgang gerechnet habe, hat mir der Roman sehr gut gefallen, vielleicht aber auch gerade deshalb.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Auf unbekannten Wegen zur Selbstfindung

The Journey. Die Reise meines Lebens
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Mit 29 Jahren steht Carina vor einem Scherbenhaufen. Nach 10 Jahren beendet ihr Lebensgefährte die Beziehung, ihr Buchprojekt wird gecancelt und kurz danach verliert sie auch noch ihren Job. Wenn nicht ...

Mit 29 Jahren steht Carina vor einem Scherbenhaufen. Nach 10 Jahren beendet ihr Lebensgefährte die Beziehung, ihr Buchprojekt wird gecancelt und kurz danach verliert sie auch noch ihren Job. Wenn nicht jetzt, wann dann? Und so begibt Carina sich auf die Reise über Bangkok nach Bali, Indien, Neuseeland und nochmal nach Indien.

Für ihren Mut habe ich Carina meinen Respekt gezollt. Niemals würde ich mich allein, mit wenig Geld und nur mit einem Rucksack auf den Weg in ferne Länder wagen, ohne mindestens vorher eine Unterkunft gebucht zu haben. Aber sie macht sich auf den Weg, trifft interessante Menschen und ist für alles offen, seien es spirituelle Sitzungen oder andere Religionen. Diese Personen und Erlebnisse sind hilfreich auf ihrem Weg zur Selbstfindung.

Interessant fand ich wie prägend Erlebnisse in der Kindheit auf das spätere Leben sein können, sei es in Bezug auf Beziehungen oder immer wiederkehrende Verhaltensweisen.

Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und ließ mich an Carinas Gedanken und Gefühlen teilhaben. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch dargestellt. Toll fand ich die detaillierten und bildhaften Landschaftsbeschreibungen.

Die esoterischen und religiösen Passagen waren nicht so mein Ding, aber sie gewährten mir einen Einblick in mir unbekannte Bereiche. Außerdem gehörten sie unbedingt zu Carina und ihrem Weg zur Selbstfindung dazu.

Mir hat es gefallen, Carina auf dieser Reise zu begleiten. Manchmal habe ich mich an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt und einige der am Seitenrand hervorgehobenen Sätze haben mich zum Nachdenken angeregt. Wer weiß wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich mich irgendwann aus meiner sicheren Komfortzone mit doppeltem Netz und Boden herausgewagt hätte.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Alles läuft aus dem Ruder

Das Gehöft
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Bisher kannte ich von dem Autor seine Krimireihe, die er allerdings unter einem anderen Namen veröffentlicht. Ich war sehr gespannt auf seinen ersten Ausflug in die Welt der Thriller. Außerdem hat mich ...

Bisher kannte ich von dem Autor seine Krimireihe, die er allerdings unter einem anderen Namen veröffentlicht. Ich war sehr gespannt auf seinen ersten Ausflug in die Welt der Thriller. Außerdem hat mich das Cover gecatcht; eine Hallig, die den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert ist, ließ auf eine atmosphärische Szenerie schließen.

Lara zieht mit ihrem Partner Henry, ihrem autistischen Bruder Malte und einem weiteren befreundeten Paar auf eine ansonsten menschenleere Hallig, um diese ökologisch zu bewirtschaften. Was sich nach einer schönen Unternehmung anhört, entpuppt sich auf dem begrenzten Raum und mit den sehr unterschiedlichen Charakteren von Beginn an als eine Zeit des Grauens.

Schon der Prolog schafft eine düstere Atmosphäre und sorgte bei mir für die erste Gänsehaut. Es bleibt unklar, um welche Personen es sich hier handelt. Sowohl Atmosphäre als auch diese Ungewissheit ziehen sich durch die ganze Geschichte. Dauerregen, Sturmflut, ausgefallenes Telefonnetz, kein WLAN und keine Möglichkeit, die Hallig zu verlassen. Dazu das Verschwinden eines Gruppen-Mitglieds und die Frage wer lügt bzw. wem man trauen kann, sorgen für blankliegende Nerven.

Zum einen konnte ich es nicht fassen wie blauäugig und relativ unvorbereitet die Gruppe an diese Unternehmung herangegangen ist und zum anderen schwankte ich ständig zwischen möglichen Verdächtigen hin und her. So blieb es bis zum Ende für mich spannend.

Ich würde sagen, Leo Brandt ist sein erster Thriller ganz gut gelungen, aber ehrlicherweise mag ich seine Krimis lieber.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Verzwickter Fall mit neapolitanischem Lokalkolorit

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Ich kannte bisher weder den Autor Fabio Nola noch Commissario Gaetano und war daher sehr gespannt was mich erwartete. Das Cover mit dem Hafenbecken und dem Vesuv im Hintergrund versetzte mich schon in ...

Ich kannte bisher weder den Autor Fabio Nola noch Commissario Gaetano und war daher sehr gespannt was mich erwartete. Das Cover mit dem Hafenbecken und dem Vesuv im Hintergrund versetzte mich schon in die richtige Stimmung, um ins italienische Leben einzutauchen. Und vom italienischen bzw. neapolitanischem Leben/Flair bekommt man bei diesem Krimi richtig viel mit. Unterstrichen wurde das noch durch sehr viele italienische Ausdrücke und Flüche. Mir gefällt das, denn so wirkt die Geschichte noch viel authentischer.

Salvatore Gaetano machte nicht gerade einen sympathischen Eindruck auf mich. Er blafft nicht nur seine Mitarbeiter sondern auch Zeugen und Verdächtige ständig an, wenn ihm etwas gegen den Strich oder nicht schnell genug geht. Er hat aber trotzdem das Herz auf dem rechten Fleck. Bei diesem Fall erinnert Gaetano mich an einen Terrier, der sich in etwas verbissen hat. Dabei nimmt er auf nichts und niemanden Rücksicht und legt sich sogar mit seinem Vorgesetzten an.

Nicht nur Gaetano finde ich sehr authentisch beschrieben, sondern auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet. Der Schreibstil ist einfach, flüssig und sorgt für einen guten Lesefluss. Der Fall ist spannend, weist einige Wendungen auf und bleibt lange undurchsichtig. Letzteres nicht nur für mich, sondern auch für die Ermittler. Durch die detaillierten und bildhaften Beschreibungen von Neapel und seinen Bewohnern habe ich einen kleinen Einblick in diese Stadt bekommen können.

Mir hat dieser zweite Fall von Commissario Gaetano gut gefallen und ich werde ihn und Fabio Nola im Auge behalten.

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