Bewegend schön
Trotzdem zuhauseTupoka Ogette ist den meisten Menschen, die sich mit Antirassismus beschäftigen ein Begriff, wahrscheinlich nicht zuletzt durch de Begriff „Happyland“.
In ihrem neusten Buch schreibt die Aktivistin & ...
Tupoka Ogette ist den meisten Menschen, die sich mit Antirassismus beschäftigen ein Begriff, wahrscheinlich nicht zuletzt durch de Begriff „Happyland“.
In ihrem neusten Buch schreibt die Aktivistin & Autorin über ihr Aufwachsen und Leben als Schwarze in einem (damals noch) geteilten Deutschland. Mit weißer Mutter (& schnell abwesendem Schwarzen Vater) und einem Leben, indem sie mit ihrer Mutter immer wieder in einem kleinen Mikrokosmos voller Geborgenheit, Vielfalt und freien Gedanken aufwuchs und einer Welt drum herum, die ganz anders war.
Tupoka Ogette schreibt von ersten rassistischen Erfahrungen, aber auch von Sexismus und Missbrauch.
Das Buch lässt sich leicht lesen und tut gleichzeitig an manchen Punkten ganz schön weh.
Es ist interessant zu erfahren, welchen Weg Tupoka Ogette gegangen ist, welche Erfahrungen sie gemacht hat und welche Richtung(en) sie eingeschlagen hat, bis sie dort angekommen ist, wo sie nun ist.
Gleichzeitig ist es auch augenöffnend und man hat noch mal andere Einblicke in das Leben der DDR.
Ein Zitat recht am Ende, ihr Weg rein in die antirassistische Arbeit, durch ihren Sohn, hat mich sehr berührt und das habe ich sehr verstanden.
Eine wirklich lesenswerte Biografie!