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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

⭐ Tod auf Hohenzollern – Spannung zwischen Tradition, Adel & Abgründen

Tod auf Hohenzollern
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In diesem Krimi von Yvette Eckstein geht es um Vertrauen, alte Freundschaften und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einen seit Jahren begleiten. Die Geschichte spielt auf der Burg Hohenzollern, ...

In diesem Krimi von Yvette Eckstein geht es um Vertrauen, alte Freundschaften und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einen seit Jahren begleiten. Die Geschichte spielt auf der Burg Hohenzollern, wo Hannah und ihr Vater Wolfgang Kramer arbeiten. Die beiden sind dort nicht zufällig – ihre Liebe zur Burg und zu diesem besonderen Ort hat sie dorthin geführt.

Gleich zu Beginn wird der Sicherheitsmann tot in der Kirche gefunden – ein Mann, der nicht nur Kollege, sondern ein sehr guter Freund von Wolfgang war. Ausgerechnet dort, wo Wolfgang so oft den Blick zum farbigen Fenster richtet, das ein altes Geheimnis seiner Familie birgt. Dieser Fund trifft ihn tief und lässt ihn nicht los.

Kurz darauf verschwindet Hannahs Freundin Clara, und ab diesem Moment wird klar, dass hier vieles zusammenhängt, was lange im Verborgenen lag.
Es geht um Erpressung, zu viel Alkohol, alte Verletzungen und falsche Loyalitäten. Manche Figuren zeigen Seiten, die man ihnen nicht zugetraut hätte – und genau das macht den Krimi eher dramatisch.

Was mir persönlich gefallen hat:
Es ist einfach schön, dass so viel auf der Burg Hohenzollern spielt. Nicht übertrieben, aber nah genug, dass man sich alles gut vorstellen kann. Und weil die Burg für mich ein Stück Vergangenheit ist – Schulausflug, Verwandte in der Nähe, und später oft am Fuß der Burg gesessen, gegessen, hinaufgeblickt und die Gedanken schweifen lassen – wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Dieses stille Wiedererkennen hat mir gefallen.

📚 Mein – Lesezeichenfees – Fazit
Tod auf Hohenzollern ist ein Krimi, der ernste und dramatische Töne anschlägt – eigentlich nicht das, was ich sonst gern lese. Aber Hannah, Wolfgang und die Burg haben mich durch die dunkleren Momente getragen. Die Figuren wirken menschlich, ihre Verbundenheit ist spürbar, und die Burg gibt der Geschichte etwas Eigenes, das mich angesprochen hat.

Nicht jede Wendung sitzt perfekt, aber vieles hat mich berührt: die Freundschaften, die Zweifel, die kleinen Einblicke in das Burgleben und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einen seit Jahren begleiten.
Und das Ende hat mich überrascht, was ich an einem Krimi immer schätze.

Ein Buch, das mich vor allem durch seine Atmosphäre und meinen eigenen Bezug zur Burg erreicht hat – freundlich, leise und auf eine persönliche Weise.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

⭐⭐⭐⭐ Krimi mit historischem Bezug

Altmühlhexen
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Altmühlhexen – Richard Auer

Ein Politiker wird ermordet, und er ist der letzte Nachfahre des Fürstbischofs von Westerstetten, der im Altmühltal Hexen verbrennen ließ. Die Ermittler Morgenstern und Hecht ...

Altmühlhexen – Richard Auer

Ein Politiker wird ermordet, und er ist der letzte Nachfahre des Fürstbischofs von Westerstetten, der im Altmühltal Hexen verbrennen ließ. Die Ermittler Morgenstern und Hecht übernehmen den Fall und ermitteln im Umfeld des Opfers. Dabei stoßen sie auf Spuren, die bis in die Zeit der Hexenverfolgung im Altmühltal zurückreichen.

Sehr schön fand ich die Episode mit den Tieren von Morgenstern und Hecht. Morgenstern holt für seinen Sohn zum Geburtstag eine Katze, und sein Kollege Oberkommissar Hecht entscheidet sich daraufhin für einen Kater. Besonders mochte ich die humorvolle Szene, in der Morgensterns Katze ausbüxt und wieder eingesammelt werden muss – eine kleine, auflockernde Episode im Krimi. Am Anfang nimmt Hecht seinen Kater sogar mit ins Büro, der Chef ist begeistert. Später taucht der Kater immer wieder auf, lockert die Stimmung, tröstet und hilft, Vertrauen bei Befragten zu schaffen. Das wirkt natürlich und passt gut in die Geschichte.

Der Lokalkolorit im Altmühltal ist da, aber ich hätte mir noch etwas mehr davon gewünscht. Fiona, die Frau des Kommissars, mag ich einfach nicht – das bleibt bei mir so. Sehr gelungen finde ich dagegen das ruhige Kapitel nach dem Höhepunkt. Ein Ausklang, wie ich ihn mag: rund und angenehm nachhallend.

Ich lese 2026 meinen Emons‑SUB, und Altmühlhexen war eines der Bücher daraus. Nach Lammauftrieb war es mein zweites Buch von Richard Auer – und die Reihe gefällt mir weiterhin gut.

📚 Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Altmühlhexen ist für mich ein stimmiger, angenehm zu lesender Krimi, der historische Elemente und Gegenwart gut miteinander verbindet. Besonders die kleinen Alltagsmomente – allen voran die Szenen mit Katze und Kater – geben der Geschichte Wärme und Humor, ohne den Fall zu überdecken. Die Ermittler funktionieren für mich, die Atmosphäre passt, und der Ausklang nach dem Höhepunkt hat mir richtig gut gefallen.
Ein rundes, sympathisches Leseerlebnis. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Zwei besondere Figuren, viel Atmosphäre – und ein Ende, das mich nicht ganz zufrieden lässt

Ziemlich beste Verbrecher
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„Ziemlich beste Verbrecher“ von Sunil Mann punktet vor allem mit seinen beiden Hauptfiguren: Berta Bartok, eine Köchin, die exzellent und luxuriös kocht, und Alois Mistelzweig, ein gescheiterter Pianist, ...

„Ziemlich beste Verbrecher“ von Sunil Mann punktet vor allem mit seinen beiden Hauptfiguren: Berta Bartok, eine Köchin, die exzellent und luxuriös kocht, und Alois Mistelzweig, ein gescheiterter Pianist, der als Gesellschafter für seine verstorbene ehemalige Chefin tätig war. Die beiden leben gemeinsam in einer Zürcher Villa und versuchen, ihren Alltag dort finanziell zu stemmen. Ihre Lösung: erst kleine Diebstähle, später der Versuch, sich als Privatdetektive zu behaupten.

Besonders gefallen hat mir, wie klar und lebendig alle Figuren beschrieben sind – nicht nur Berta und Alois, sondern auch die Nebenfiguren. Man hat sofort Bilder im Kopf, und genau das trägt die Geschichte.

Der Krimi ist unterhaltsam, atmosphärisch und angenehm anders, mit ruhigem Erzähltempo und viel Schweizer Flair. Manche Passagen lesen sich etwas gemächlicher, stellenweise sogar leicht langatmig, aber das passt insgesamt gut zur Stimmung des Buches. Der Humor ist dezent und unaufdringlich.

Was mich persönlich stört: Das Ende ist ein Cliffhanger, und so etwas mag ich überhaupt nicht. Genau deshalb gibt es von mir vier statt fünf Sterne – nicht wegen der Figuren oder der Handlung, sondern weil ich mir eine vollständige Auflösung gewünscht hätte.

Mein‑Leszeichenfees‑Fazit:
Ein charmanter, atmosphärischer Krimi mit wunderbar vorstellbaren Figuren und einer ruhigen, unterhaltsamen Erzählweise. Sehr lesenswert – nur das offene Ende ist nicht meins. Vier Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Humorvoller Krimi, der langsam startet und dann richtig Fahrt aufnimmt

Lammauftrieb
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⭐⭐⭐⭐ Rezension zu Lammauftrieb von Richard Auer

Bei Lammauftrieb hat es für mich ein wenig gedauert, bis der Krimi in Schwung kam. Doch sobald die Handlung Fahrt aufnimmt, geht es Schlag auf Schlag – ...

⭐⭐⭐⭐ Rezension zu Lammauftrieb von Richard Auer

Bei Lammauftrieb hat es für mich ein wenig gedauert, bis der Krimi in Schwung kam. Doch sobald die Handlung Fahrt aufnimmt, geht es Schlag auf Schlag – mit viel Witz, Humor und einer angenehm leichten Erzählweise. Auch mit den Ermittlern wurde ich erst nach und nach warm, aber genau das macht den Reiz aus: Sie entwickeln sich, wachsen einem langsam ans Herz und funktionieren im Team immer besser.

Der Lokalkolorit ist solide und stimmig eingebaut. Besonders sympathisch fand ich die Szene auf Seite 106 mit dem „Zigeunerschnitzel“ – einfach, weil hier klar wird, dass es um eine Zubereitungsart geht und nicht um irgendwelche modernen Fehlinterpretationen. Da weiß man, was man bekommt, ohne künstliche Aufregung.

Das Finale ist ein echtes Highlight: spannend, rund, mit einem schönen Ausgang. Und das zusätzliche Kapitel zum Durchschnaufen danach hat mir richtig gut gefallen – ein angenehmer Ausklang nach einem turbulenten Krimi.

Ich werde auf jeden Fall noch ein weiteres Buch des Autors lesen.

📚 Mein‑Lesezeichenfees‑Fazit:
Ein Krimi, der langsam anläuft, dann aber mit Humor, Tempo und einem starken Finale überzeugt. Sympathische Ermittler, ein Schuss Lokalkolorit und ein Ende, das richtig Spaß macht. Perfekt für alle, die regionale Krimis mit Augenzwinkern mögen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp – Cozy-Krimi mit Herz und Gesundheitstipps

Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp
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Dorist Fürk-Hochradl liefert erneut eine charmante Mischung aus Krimi, Familienschnipseln und kulinarischem Wissen. In diesem Band wird Kräuterrosi zu einem Besuch bei ihrer Freundin, einer Nonne, gerufen ...

Dorist Fürk-Hochradl liefert erneut eine charmante Mischung aus Krimi, Familienschnipseln und kulinarischem Wissen. In diesem Band wird Kräuterrosi zu einem Besuch bei ihrer Freundin, einer Nonne, gerufen – und prompt stolpert sie in einen spannenden Fall rund um Kirche, Nonnen und mysteriöse Ereignisse.
Mehr als die Krimihandlung faszinieren jedoch die privaten Einblicke: Kräuterrosi teilt Zeit mit Familie und Freunden, wir erfahren, wie ihr hoffentlich zukünftiger Schwager bei der Polizei arbeitet, seine Partnerin ein Kind erwartet, und es gibt viel Herz und Humor im Alltag. Besonders köstlich ist der Spruch ihrer Tochter:
"Füttere deinen Mann, lass ihn ausreichend schlafen und streichle ihn hin und wieder… wenn er dann noch unzufrieden ist, guck nach, ob er nicht doch eine Frau ist."
So viel Witz und Wärme findet man selten in einem Krimi.
Ein besonderes Highlight sind die „alten“ Rezepte und Gesundheitstipps, die jedem Kapitel vorangestellt sind – darunter ein traditionelles Keksrezept von Hildegard von Bingen – die charmant zwischen Handlung und Familiengeschichten eingestreut werden. Das verleiht dem Buch einen eigenen, gemütlichen Charme.
Kritikpunkt bleibt: Wer einen klassischen Nervenkitzel-Krimi erwartet, wird hier etwas enttäuscht sein – die Spannung tritt hinter die private und kulinarische Ebene zurück. Dafür bekommt man jede Menge Herz, Humor und kleine Aha-Momente rund ums Leben, Familie und gute alte Gesundheitstipps.
Mein – Leszeichenfees – Fazit: Ein vergnüglicher Cozy-Krimi mit Herz, Humor und kulinarischem Einschlag. Perfekt für alle, die Krimis mit persönlicher Note und alten Rezepten lieben.

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