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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Wendungsreicher Psychothriller

Meine tote Schwester: Psychothriller
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Mia hat aus ihrem Zimmer einen direkten Blick zu der seit Jahren leerstehenden Nachbarvilla, in der vor elf Jahren ihre Schwester starb. Jetzt zieht eine alleinerziehende Mutter mit ihrem jugendlichen ...

Mia hat aus ihrem Zimmer einen direkten Blick zu der seit Jahren leerstehenden Nachbarvilla, in der vor elf Jahren ihre Schwester starb. Jetzt zieht eine alleinerziehende Mutter mit ihrem jugendlichen Sohn dort ein und die Vergangenheit erwacht.

Für mich ungewohnt, stehen bei diesem Buch Jugendliche im Mittelpunkt und die Ermittler tauchen nur sporadisch als Randfiguren auf. Überraschenderweise habe ich sie auch gar nicht vermisst. Ob das auch bei den Folgebänden der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Wäre aber mal eine Reihe, die nicht an einem Ermittler oder Team festgemacht ist.

Wie von Catherine Shepherd gewohnt, beginnt es direkt spannend und schon der Prolog hat mir eine Gänsehaut beschert. Es folgen weitere Gruselmomente, viele Verdächtige und ebenso viele Wendungen. Bei einem durchgehend hohen Spannungsbogen klären sich viele Fragen erst zum Schluss. Auch wenn die kurzen Kapitel es mir ermöglicht hätten, Pausen einzulegen, so fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Nur noch ein Kapitel, ach ich schaffe noch schnell ein weiteres sorgte für wenig Schlaf.

Mir hat der Auftakt zu dieser neuen Reihe von Psychothrillern sehr gut gefallen und ich freue mich auf mehr aus der Feder von Catherine Shepherd.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Einfach mal raus und entspannen

52 kleine & große Eskapaden in Deutschland – Für die Seele
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Seit mein Mann und ich im (Un)Ruhestand sind, gönnen wir uns immer mal wieder kleine oder größere Auszeiten, aber möglichst abseits vom Trubel. Inspirationen erhoffte ich mir von diesem Reiseführer von ...

Seit mein Mann und ich im (Un)Ruhestand sind, gönnen wir uns immer mal wieder kleine oder größere Auszeiten, aber möglichst abseits vom Trubel. Inspirationen erhoffte ich mir von diesem Reiseführer von DUMONT. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern ganz im Gegenteil! Ich fand nach den Regionen Norden, Mitte und Süden aufgeteilt 52 Vorschläge für Ausflüge und Miniurlaube. Egal ob zu Fuß, per Rad oder mit dem Boot alle Orte versprechen eine besondere Auszeit, Erholung und Lebensfreude. Mal etwas Neues entdecken oder ausprobieren oder auch einfach nur entspannen in der Natur oder beim Yoga, alles ist möglich.

Jedem Vorschlag wurden vier informative Seiten gewidmet. Die Routenbeschreibung, die auch auf einem Kartenausschnitt eingezeichnet ist, beinhaltet neben Aussichtspunkten, Sehenswürdigkeiten auch Einkehrmöglichkeiten. Anhand der schönen Fotos konnte ich mich direkt von der landschaftlichen Schönheit, interessanten Bauwerken oder kulinarischen Köstlichkeiten überzeugen.

Gefallen hat mir auch das Fazit zu jedem Ausflug und der Infokasten zum Schluss. Neben der Anfahrt erfährt man wann die beste Reisezeit ist und die Länge der Touren, deren GPX -Daten übrigens kostenlos bei DUMONT zum Download zur Verfügung stehen. Ebenso gibt es Vorschläge wo man abends sein müdes, aber bestimmt glückliches Haupt betten kann. Und die Übernachtungsvorschläge sind teilweise ziemlich cool, Beispiele gefällig? Schlafen im Heu, im Baumhotel, in einem Hängezelt, im Turmzimmer eines mittelalterlichen Turms oder in einem umgebauten Schäferwagen.

Auch wenn ich einige der aufgeführten Orte bereits kenne, habe ich doch viele neue Reiseziele für uns entdeckt und wer sagt, dass wir nur ein oder zwei Tage dort verbringen dürfen? Genau, niemand und bei einer längeren Anreise lohnt sich das ja auch nicht. Wer auf der Suche nach Auszeiten für die Seele ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 10.04.2026

Abenteuerliche Verfolgungsjagd

Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung
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Ausgerechnet in die Cousine der unliebsamen Nachbarschafe von der Eddingbörg-Farm verliebt sich Mäc Mief. Als er seiner besten Freundin, der Hütehündin Bonnie das Schafmädchen vorstellen will, ist Malvina ...

Ausgerechnet in die Cousine der unliebsamen Nachbarschafe von der Eddingbörg-Farm verliebt sich Mäc Mief. Als er seiner besten Freundin, der Hütehündin Bonnie das Schafmädchen vorstellen will, ist Malvina spurlos verschwunden. Macht sie nur einen Spaziergang oder wurde sie entführt? Mäc Mief und Bonnie starten die Suche und erleben ein spannendes Abenteuer.

So schnell wie sich Miefi in Malvina verliebt hat, so schnell haben wir uns in Mäc Mief verliebt als wir ihn damals kennen gelernt haben. Inzwischen haben er und seine Freundin Bonnie einen festen Platz in unserem Herzen. Aber auch die rotzfrechen Nachbarschafe möchten wir in den Geschichten nicht mehr missen. Wir waren sehr gespannt auf das neueste Abenteuer und haben ordentlich mitgefiebert.

Carola Becker schreibt diese Reihe so liebevoll, charmant, mit viel Herzwärme und einer ordentlichen Portion Humor, so dass jedes Buch das reinste Lesevergnügen ist. Die kurzen Kapitel eignen sich super sowohl zum Vor- als auch Selberlesen. Perfekt ergänzt wird die Geschichte durch die vielen farbigen und ausdrucksstarken Illustrationen von Ina Krabbe. Ich bin jedes Mal begeistert wie gekonnt sie Befinden und Gefühle mimisch einfängt.

Wir haben das Buch mit einem wohligen, aber auch etwas traurigem Seufzer geschlossen, denn nun heißt es wieder warten auf Mäc Miefs nächstes Abenteuer.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Ein neuer Fall für Irina & Co.

Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?
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Es handelt sich hier bereits um den 2. Band. Ich kannte den 1. Band nicht, hatte aber keine Verständnisprobleme. Trotzdem ist es sicherlich sinnvoll, die Reihe von Anfang an zu lesen.

Es sind Ferien und ...

Es handelt sich hier bereits um den 2. Band. Ich kannte den 1. Band nicht, hatte aber keine Verständnisprobleme. Trotzdem ist es sicherlich sinnvoll, die Reihe von Anfang an zu lesen.

Es sind Ferien und Irinas Freunde sind alle nicht in der Stadt. So vergnügt sie sich mit ihrer Ferienhündin Gloria im Stadtpark. Hier trifft sie auf Annabelle, die sich dort jeden Tag zum Schachspiel einfindet. Als Annabelle plötzlich verschwindet, hat Irina ein ungutes Gefühl und das wird durch das Auffinden persönlicher Gegenstände von Annabelle noch verstärkt. Zum Glück kehren nun nach und nach ihre Freunde zurück und die Großstadt-Detektive begeben sich auf Spurensuche.

Eine wirklich spannende Detektivgeschichte aus der Feder von Eva Lezzi. Auch wenn die kurzen Kapitel es ermöglichen, die Geschichte immer mal wieder zu unterbrechen, so ist es doch so spannend erzählt, dass man das Buch, wenn überhaupt, nur ungern zur Seite legen mag. Der Spaß am Miträtseln wird noch durch das rätselhafte Gedicht und das Geheimnis der Schachfiguren erhöht. Beides eine coole und tolle Idee. Man fiebert richtig mit den Kindern mit, denn es wird nicht ganz ungefährlich.

Was mir besonders gefallen hat, ist dass die Kinder der Bande aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen und das überhaupt kein Problem darstellt. Als Leser bekommt man so ganz nebenbei einen kleinen Einblick in diese Kulturen. Die eingeflochtenen jiddischen, russischen und türkischen Ausdrücke lassen es noch authentischer wirken. Keine Sorge im Anhang gibt es eine Übersetzung dazu.

Gefallen hat mir auch das jiddische Gedicht In Majrew, zu Deutsch Im Westen, welches man sich über einen QR-Code vorlesen lassen kann.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Überzeugt auf ganzer Linie

Ostseehölle
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Dies ist bereits der 21. Band der Reihe mit der engagierten Hauptkommissarin Pia Korittki. Und genauso oft habe ich sie schon bei ihren Ermittlungen begleitet. Dieses Mal geht es um eine ermordete Frau, ...

Dies ist bereits der 21. Band der Reihe mit der engagierten Hauptkommissarin Pia Korittki. Und genauso oft habe ich sie schon bei ihren Ermittlungen begleitet. Dieses Mal geht es um eine ermordete Frau, die bei einer Turmbegehung in der Lübecker Marienkirche gefunden wird.

Pia ist eine Frau mit Ecken und Kanten, die mit Leib und Seele in ihrem Beruf aufgeht. Zur Zeit leitet sie die Dienststelle kommissarisch, da ihr Chef erkrankt ist. Obwohl es einige Verdächtige in dem Fall gibt, ergeben sich zunächst keine konkreten Anhaltspunkte. Zusätzlich ergeben sich Störungen in der Beziehung zu einer Kollegin. Und als ihr der Fall dann entzogen und ausgerechnet ihrem Lebensgefährten vom LKA übergeben wird, ziehen dunkle Wolken am Beziehungshimmel auf.

Ich mag diese Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatleben sehr. Inzwischen ist Pia schon eine sehr gute alte Bekannte und ich bin an ihrer Person und ihrem Privatleben mindestens genauso interessiert wie an dem jeweiligen Fall. Auch die lokalen Beschreibungen möchte ich seit einem ausgedehnten Urlaub in und um Lübeck herum nicht mehr missen.

Der flüssige Schreibstil und der durchgehende Spannungsbogen sorgen für spannende Lesestunden. Ich liebe es, kleinste und versteckte Hinweisen aufzuspüren, um den Täter zu entlarven. Dieses Mal konnte Eva Almstädt mich wirklich überraschen, denn die Person hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Das Geschehen welches zu der Tat geführt hat, hat mich entsetzt und ist mir an die Nieren gegangen.

Ein rundum gelungener Krimi, bei dem es am Ende keine offenen Fragen mehr gibt.

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