Die Reise des Hundertjährigen geht weiter
Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu rettenAllan Karlssons Reiselust hatte zwischenzeitlich ein wenig nachgelassen, nachdem er im ersten Teil auf Bali angekommen war, und sich zum Teil in Faulheit verwandelt. Doch Allan wäre nicht Allan, wenn ihn ...
Allan Karlssons Reiselust hatte zwischenzeitlich ein wenig nachgelassen, nachdem er im ersten Teil auf Bali angekommen war, und sich zum Teil in Faulheit verwandelt. Doch Allan wäre nicht Allan, wenn ihn dieses triste Leben auf Dauer zufrieden gestellt hätte. Außerdem ist er mittlerweile auch deutlich offener, was die aktuelle Politik und Geschehnisse in der Welt anbelangt, über die ihn sein neues "Tablett" nun täglich unterrichtet.
Mehr oder weniger freiwillig verlässt er dann gemeinsam mit seinem alten Freund Julius in einem Heißluftballon sein vorübergehendes Heim und landet - mitten im Ozean. Nun wäre ein normaler Mensch relativ schnell in Panik verfallen, ob der ausweglosen Situation. Doch auch hier beginnt einmal mehr das Glück im Unglück, welches Allan auf seinem weiteren Weg wieder treu begleiten wird.
Er schafft es wieder sich in die unmöglichsten Situationen zu begeben - und sich zu retten. So folgt er der Spur von mehreren Kilogramm angereicherten Urans nach Nordkorea. Nun ist dieser Staat nicht gerade ein Vorbild der Demokratie, was der Autor auch gekonnt und mehr oder weniger subtil immer wieder einfließen lässt, und es lauern an jeder Ecke Stolpersteine. Und diese zum Schreien komische Kritik an Nordkorea, aber auch anderen Staaten bzw. Staatsmännern und -frauen ist es, was mir an diesem Buch am besten gefallen hat. Die Beschreibungen sind sehr aktuell und werden einfach perfekt in die Handlung eingeflochten.
Dieter Hallervorden ist eine außerordentlich gelungene Besetzung als Sprecher und schafft es auch den verschiedenen Figuren die jeweils passende Stimmung und Betonung zu verleihen.
Leider lässt in meinen Augen die Handlung in der zweiten Hälfte ein wenig nach, weshalb dieser Band für mich nicht ganz an den ersten Band heran reicht. Nichts desto trotz kann ich es wärmstens Hörern empfehlen , die den ersten Band mochten oder auch Menschen, die sich gern humoristisch mit aktueller Politik beschäftigen.