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Veröffentlicht am 29.04.2026

Schulbus oder Methlabor?

Das 8. Geständnis - Women's Murder Club
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Dieser Thriller von James Patterson und Maxine Paetro, dem achten Teil der Womans-Murder-Club-Serie, erwartet euch mehr als nur ein blutiger Thriller; es ist eine emotionale Achterbahnfahrt mit unerwarteten ...

Dieser Thriller von James Patterson und Maxine Paetro, dem achten Teil der Womans-Murder-Club-Serie, erwartet euch mehr als nur ein blutiger Thriller; es ist eine emotionale Achterbahnfahrt mit unerwarteten Wendungen, schaurigen Charakteren und einem Hauch von Selbstzufriedenheit. Also schnallt euch an und lasst uns gemeinsam in die chaotische Welt des „Clubs der Ermittlerinnen“ eintauchen!

Natürlich folgt dieser Thriller wieder der Regel der Serie: Drei Fälle werden parallel bearbeitet und gelöst.

In einem Viertel, das für seine Drogenabhängigen und Obdachlosen bekannt ist, hat eine riesengroße Explosion die Nachbarschaft erschüttert. Besonders tragisch: Bagman Jesus, ein obdachloser Mann, der von vielen geliebt und respektiert wurde, wurde ermordet. Die Gerichtsreporterin Cindy Thomas ist tief berührt von der Trauer und Verehrung der Menschen für ihn und beschließt, sich dem Fall anzunehmen. Denn bei ermordeten schwarzen Obdachlosen wird oft nicht ermittelt, und Cindy will sicherstellen, dass seine Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Die Staatsanwältin Yuki Castellano saß nervös am Tisch im Gerichtssaal, während die ehemalige Schönheitskönigin mit einem selbstbewussten Lächeln die Zuschauer anblickte. Yuki war fest entschlossen, die Frau, die ihre Eltern brutal mit einem Stemmeisen ermordet hatte, hinter Gitter zu bringen. Mit einer Fülle an Beweisen und einer Liste potenzieller Zeugen fühlte sie sich sicher, dass dieses Mal Gerechtigkeit walten würde. Doch als die Verhandlung begann, schien sich das Blatt unerwartet zu wenden, und Yuki spürte, wie die Zweifel in ihr aufkeimten.

Lindsay Boxer und ihr Partner Rich Conklin werden zu einem mysteriösen Mordfall gerufen, der sie vor Rätsel stellt. In einem luxuriösen Herrenhaus liegt ein wohlhabendes Ehepaar tot in ihrem Bett, als wäre es einfach eingeschlafen. Die Haushälterin, die die grausame Entdeckung gemacht hat, ist völlig aufgelöst, während die Spurensicherung und die Gerichtsmedizinerin Claire Washburn ratlos sind. Ohne jegliche Anzeichen eines Verbrechens stehen die beiden Ermittler im Dunkeln und müssen sich schnell eine Strategie ausdenken, um das ominöse Geheimnis zu lösen.

Der Roman „Das 8. Geständnis“ führt durch spannende Ermittlungen und aufregende Liebesabenteuer bei einigen Freundinnen, in dem die Kapitel über die Seite rasen wie beim Daumenkino. Mit einer brillanten Konstruktion und einem so lebhaften Schreibstil, dass man das Gefühl hat, man genießt eine TV-Serie, zieht er sofort in den Bann. Die Kapitel von ein bis drei Seiten ermöglichen ein Lesetempo, das man selbst nicht für möglich gehalten hätte. Lindsay schildert ihre Erfahrungen aus ihrer Persepektive, während die Erzählperspektive immer wieder zu anderen Figuren in der dritten Person wechselt, wenn Lindsesy nicht dabei ist. Häufig folgen drei bis fünf Kapitel nacheinander in einer Szene oder in einer Erzählstrang, und ehe man sich versieht, blättert man die Seiten um, als würde man sich sofort die nächste Folge der TV-Serie anschauen.

Im aufregenden Figurenmix des „Club der Ermittlerinnen“ tummeln sich nicht nur die vier Hauptfreundinnen, sondern auch eine ganze Riege an Lebensgefährten und ehemaligen Kollegen, die regelmäßig auftauchen – wie alte Bekannte, die man auf einer Party wiedertrifft und sich fragt, wie man eigentlich miteinander verwandt ist. Jeder neue Band kommt mit einem kurzen „Hallo, wir sind die Hauptfiguren“ daher, sodass selbst Neulinge ohne jegliche Ahnung sofort ins Geschehen einsteigen können, als wären sie schon immer dabei gewesen. Diese gelungene Mischung aus bekannten Gesichtern und frischen Abenteuern sorgt dafür, dass jeder Teil der Reihe immer frisch und einladend ist und nie wirklich langweilig wirkt!

Im bunten Figurenensemble des „Club der Ermittlerinnen“ sind nicht nur die vier Freundinnen präsent, sondern auch eine Vielzahl von Partnern und ehemaligen Kollegen, die immer wieder auftauchen – wie vertraute Gesichter, die man wiedersieht und sich fragt, wie man miteinander verbunden ist. Jeder neue Teil beginnt mit einem kurzen „Hallo, wir sind die Hauptcharaktere“, sodass selbst Neueinsteiger ohne Vorkenntnisse sofort ins Geschehen eintauchen können, als wären sie seit jeher Teil der Geschichte. Diese gelungene Kombination aus vertrauten Figuren, spannenden Fällen und Konflickten gewährleistet, dass jeder Band, einschließlich „Das 8. Geständnis“, stets frisch und einladend bleibt und niemals langweilig wirkt!

Jede der vier Damen im Ermittlerinnen-Club hat in diesem spannenden Thriller ihre ganz eigene Mission. An dieser Stelle verweise ich gerne auf meinen Artikel über die Thriller-Reihe um den »Women’s Murder Club« von James Patterson. Dort gebe ich euch einen allgemeinen Überblick über die Hauptfiguren und das Setting. Lasst euch das nicht entgehen!

Die Nervenkitzel in diesem Thriller sind der Wahnsinn! Wie bereits oben erwähnt, hat man beim Lesen das Gefühl, man sitzt mitten in einem spannenden Film mit Popcorn in der Hand. Kein Wunder, dass mir die Thriller dieser Reihe ständig Erinnerungen an coole US-Polizeiserien wie Criminal Minds, The Mentalist oder FBI wecken. Wenn du also auf der Jagd nach einer fesselnden Lektüre bist, dann schnapp dir unbedingt »Das 14. Verbrechen« – ein Thriller, den man einfach empfehlen muss!

Der Nervenkitzel in diesem Thriller ist unglaublich! Wie vorher erwähnt, hat man beim Lesen den Eindruck, als wäre man Teil eines fesselnden Films, während man Popcorn nascht. Kein Wunder, dass mir die Thriller dieser Reihe immer wieder Gedanken an großartige US-Polizeiserien wie Criminal Minds, The Mentalist oder FBI hervorrufen. Wenn du also nach einer packenden Lektüre suchst, solltest du auf jeden Fall »Das 8. Geständnis« in die Hand nehmen – ein Thriller, den man einfach empfehlen kann!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

Veröffentlicht am 14.04.2026

Spannend und humorvoll: mysteriöser Mordfall in Whitby

Moornacht
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Dieser Krimi eröffnet die stimmungsvolle North York Moor-Serie von Ian Bray, dem Pseudonym des Mönchengladbacher Schriftstellers Arnold Küsters. Dieser Kriminalroman, der unverkennbar im britischen Stil ...

Dieser Krimi eröffnet die stimmungsvolle North York Moor-Serie von Ian Bray, dem Pseudonym des Mönchengladbacher Schriftstellers Arnold Küsters. Dieser Kriminalroman, der unverkennbar im britischen Stil gehalten ist, entführt die Leser in das ruhige englische Küstenstädtchen Whitby.

In der frostigen Umarmung des Winters findet sich das charmante Städtchen Whitby wieder, als DCI Bolton, kurz vor dem großen Ruhestand, zu einem unliebsamen Einsatz gerufen wird. Inmitten einer moorigen Nacht entdeckt man im dichten Nebel die verbrannte Leiche eines Herrn, der offenbar tiefer im Glücksspiel und im schillernden Rotlichtmilieu steckte, als es ihm lieb gewesen wäre.

Zur gleichen Zeit taucht seine neue Kollegin, die etwas andere Samantha Fox, auf – ausgestattet mit ihren unkonventionellen Ansätzen und einem feinen Gespür für geheime Verbindungen. Als eine Dame ins Spiel kommt und behauptet, ihr Freund sei vor Jahren genau an diesem Ort das Zeitliche gesegnet, beginnt Fox, heimlich ihre eigenen Nachforschungen anzustellen. Dabei entfaltet sich ein Netz aus Lügen und düsteren Geheimnissen, das selbst in der finstersten Moornacht nicht zur Ruhe kommt. Denn eines ist für das kleine Whitby klar: jeder weiß etwas weiß, aber niemand will etwas sagen.

Obwohl der Autor aus Deutschland stammt, hat er sehr viel Lokalkolorit mit Pub-Besuchen und Folkmusik in diesen Krimi hineingelegt, was ihn zu einer sehr unterhaltsamen und interessanten Lektüre macht. Bislang war Ian Bray mit seinen Cornwall-Krimis bekannt, nun hat er sich auf eine nördliche Region, Yorkshire, zubewegt, und bringt den Lesern auch diesse Gefilde nahe. Damit folgt er durchaus den humorvoll angelegten Krimis der Dales Tetectives von Julia Chapman oder auch den Thrillern von M.W. Craven.

Besonderen Spaß macht das Verhältnis der beiden Protagonisten. Detective Chief Inpector George Bolton, der kurz vor seinem Ruhestand nach einem Ersatz ausschaut und sowieso mehr Personal in seinem CID benötigt, auf der einen Seite. Und dann die ihm zugeteilte Detective Sergeant Samantha Fox, die aus Scarborough hierher versetzt wurde. Fox ist Punkerin und spielt in ihrer Freizeit Schlagzeug. Feste Regeln sind keinesfalls ihr Ding, weshalb sie auch ihren vorherigen Arbeitsplatz verlassen musste, obwohl sie sehr erfolgreiche Ermittlungsarbeit geleistet hat.

Der Konflikt zwischen Bolton und Fox ist vorgegeben und wird in der Folge der Ermittlungen ein höchstbekömmliches und spannendes Amüsement. Die Schranken, die der DCI manifestieren will, scheinen keine Wirkungh beim DS zu erzielen. Und dennoch kann auch Bolton sie nicht in allem verurteilen. Diese Konflikt und das Voranschreiten der Beziehung von Chef und neuer Mitarbeiterin lässt so manches Mal den Kriminalfall in Vergessenheit geraten.

Der allerdings ist ebenso mit sehr vielen Wendungen und Überraschungen gespickt, so dass es kaum Sinn macht, zwischendurch mitzurätseln, denn meist kommt es doch anders als gedacht.

»Moornacht« von Ian Bray ist ein fesselnder Krimi, der nicht nur die Krimifans begeistert. Das Ermittlerpärchen bringt frischen Wind in die Ermittlungen und sorgt für die nötige Prise Humor. Besonders amüsant ist DS Waters, ein Sukkulenten-Sammler, der mehr über Pflanzen weiß als über die menschliche Natur. Private Konflikte zwischen den Hauptfiguren machen die Geschichte lebendiger und fesselnder.

Die Vielzahl an Verdächtigen hält die Leser auf Trab, während das Lokalkolorit und das Pub-Leben für eine authentische Atmosphäre sorgen. Man kann förmlich den Geruch von frisch gezapftem Bier und die Geschichten der Stammgäste riechen. „Moornacht“ ist nicht nur ein Krimi, sondern eine unterhaltsame Reise durch eine skurrile Welt voller Charaktere und Geheimnisse. Empfehlenswert für alle, die einen spannenden Abend mit einem Lächeln verbringen möchten!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Die Sehnsucht nach einem Zuhause

Die Sehnsucht, die bleibt
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Der Roman von Kerstin Lange spielt in der jüngeren Vergangenheit und beschreibt die Geschichte eines sogenannten Caritas-Mädchens, eines Mädchens welches aus gesundheitlichen Gründen und teils auch wegen ...

Der Roman von Kerstin Lange spielt in der jüngeren Vergangenheit und beschreibt die Geschichte eines sogenannten Caritas-Mädchens, eines Mädchens welches aus gesundheitlichen Gründen und teils auch wegen Unterernährung zusammen mit tausend anderen Kindern nach Portugal verschickt wurde, um dort in einer Pflegefamilie aufgepäppelt zu werden.

Renis Geschichte beginnt in Wien 1953. Reni stimmt stammt aus ärmlichen Verhältnissen und ist gerade zehn Jahre alt. Sie hat noch zwei Brüder, aber der Altersunterschied zu denen ist so enorm, dass sie eigentlich keinen Kontakt zu ihnen hat. Die Mutter ist depressiv und melancholisch und verlässt kaum das Bett. Aber die Großmutter sorgt für die Kinder. Sie wohnt bei Ihnen und kümmert sich um alles.

Als Reni vom Pfarrer und von der Großmutter erfährt, dass sie nach Portugal geschickt werden soll, ist sie tief traurig. Sie möchte nicht dorthin, denn sie fühlt sich verantwortlich für ihre Familie und sie möchte nicht ihre Oma alleine zurücklassen.

Als sie dann aber schließlich in Portugal ankommt und von einer Familie aufgenommen wird, kann die Überraschung nicht größer sein. Die Familie ist eine sehr reiche Familie und hat drei Töchter. Die jüngste Tochter ist etwa im Alter von Reni. Reni wird überaus liebevoll und wohlwollend in diese Familie aufgenommen. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, dass es innerhalb einer Familie so viel Liebe gibt und dass sie sich auch keinerlei Sorgen um das Essen machen muss, wie sie es zu Hause in Wien erlebt hat. Hier in Lissabon findet sie ein Zuhause, wie sie es sich schon immer gewünscht hatte. Sorgenfrei und mit Freundinnen.

Auch, nachdem sie wieder mit den anderen Kindern nach Österreich zurück musste, haben der Pflegevater sowie ihre Oma und der Pfarrer zu Hause Wege gefunden, sie erneut nach Portugal zu schicken.

Kerstin Lange erzählt die bewegende und fesselnde Lebensgeschichte eines jungen Mädchens, die den Leser in ihren Bann zieht. Die Hauptfigur erlebt zahlreiche Konflikte und positive Wendungen, sodass das Interesse an der Erzählung niemals schwindet. Immer wieder hofft man, dass es dem Mädchen gut geht und sich alles zum Positiven wendet.

Die Autorin beschreibt die Reise nach Portugal für ihre Protagonistin als ein Symbol der Hoffnung und des Neuanfangs. Während Reni die warmen Strahlen der Sonne auf ihrer Haut spürt, erkennt sie, dass sie nicht allein ist. Die Liebe und Unterstützung ihrer neuen Familie geben ihr den Mut, ihre Ängste zu überwinden. Gleichzeitig bleibt die Erinnerung an ihre alte Heimat ein ständiger Begleiter, der sie dazu anregt, ihre Träume zu verfolgen. Mit jedem Tag in Portugal wächst ihr Selbstvertrauen, und sie beginnt, an sich selbst zu glauben.

Doch leider gibt es auch sehr viel düsteres in im Leben von Reni. So freut man sich immer wieder, wenn sie ein wenig Glück erfährt.

Die Geschichte »Die Sehnsucht, die bleibt« ist sehr vielschichtig, weil sie auch in zwei verschiedenen Familien spielt. Nur die Protagonistin ist die Brücke zwischen ihrer Familie in Wien und der Familie in Lissabon. Obwohl Reni später auch Freunde in Wien hat, so zieht es sie immer wieder nach Lissabon. Das Leben dieses Mädchens ist von Kerstin Lange sehr spannend erzählt. Die Dramaturgie macht es zu einem Pageturner, obwohl es kein Thriller ist.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

Veröffentlicht am 01.04.2026

Die Schattenarmee in Deutschland

Der Prinz
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Dieser Thriller von Magdalena Parys ist der zweite Roman der Berlin-Trilogie dieser Autorin nach »Der Magier«. Der Roman der in Berlin lebenden Schriftstellerin erschien bereits 2020 in Polen. Der Wiener ...

Dieser Thriller von Magdalena Parys ist der zweite Roman der Berlin-Trilogie dieser Autorin nach »Der Magier«. Der Roman der in Berlin lebenden Schriftstellerin erschien bereits 2020 in Polen. Der Wiener Polente Verlag hat ihn nun in deutscher Sprache für den deutschsprachigen Buchmarkt herausgebracht.

Es beginnt alles recht unkompliziert. Im Berliner Dom entdeckt man die Leiche eines gekreuzigten Priesters. Bald wird klar, dass es an einem anderen Ort bereits einen ähnlichen Fall gab und dass die Öffentlichkeit sowie die Medien nicht von diesen Leichnamen erfahren dürfen. Der Berliner Polizeipräsident erhält von einer einflussreichen Person den Auftrag, die Morde zu untersuchen und gleichzeitig die Informationen vor der Presse zu verbergen.

Nahezu zeitgleich mit der Entdeckung der Leiche kommt es unter rätselhaften Umständen zu einem Feuer in einer Unterkunft für Migranten. Aber nicht nur an diesem Ort, auch in anderen Bundesländern nehmen separatistische Tendenzen zu, und ein schädlicher Nationalismus scheint sich erneut zu etablieren. Ein erheblicher Teil der Bundeswehr wird dabei als einflussreich angesehen.

Aber wem nützen diese scheinbar willkürlichen Ereignisse wirklich? Einem rücksichtslosen Individuum, das sich selbst als Prinz tituliert und inspiriert von Gabriele D’Annunzios Experiment in Fiume, das Imperium Germanum neu erwecken möchte? Einer geheimen Organisation, die sich der demokratischen Aufsicht entzieht? Oder etwa Regierungsvertretern, die um die höchste Position im Staat ringen?

Der Polizeipräsident von Berlin, Tschapieski, die Fernsehreporterin Dagmara Bosch und Kommissar Kowalski gehen tief in die Komplexität dieses Falls, bei dem auch die Zukunft des Staates auf dem Spiel steht.

Als ich vor dem Erscheinen des Romans »Der Prinz« den Klappentext gelesen hatte, empfand ich eine gewisse Ähnlichkeit zu einem weitaus bekannteren Werk der Literatur: »Die Akte Odessa« von Fredrick Forsyth. Und tatsächlich wird zwischen Widmung und erstem Kapitel darauf hingewisen, dass beide Romane dieselbe Wurzel an Informationen als Ausgangspunkt nutzen. Die geheime Gründung einer Armee nach dem zweiten Weltkrieg durch Wehrmacht- und SS-Veteranen, die nicht einsehen wollten, dass Deutschland den Krieg verloren hatte.

Mit dieser Information machte mir der Roman sofort mehr Spaß und ich fand es auch klasse, dass die Autorin mit einem kurzen Statement innerhalb des Textes hierauf eingeht. Darüberhinaus steht sie dem großen britischen Schriftsteller nicht nach. Ähnlich wie der nutzt auch sie die Möglichkeit, weiteres Detailwissen oder fiktive Lebensläufe in die Handlung einzuflechten.

Sehr vielschichtig ist die Handlung von »Der Prinz« in verschiedene Stränge aufgebaut, die sich an einzelnen Figuren festmachen. Es braucht viele Seiten, bis man gut und böse voneinander getrennt hat und weiß dennoch nicht, ob diese Einschätzung auch am Ende so bleibt, oder ob nicht doch noch eine Überraschung wartet. So viel sei verraten: Es gibt mehr als eine Überraschung!

Die Figuren werden sehr umfangreich beschrieben. Dafür halten nicht einfach nur Personenbeschreibungen her, sondern ganze separate Handlungsstränge und Szenen befassen sich mit Teilen aus dem Leben der jeweiligen Figur. Damit werden sie vielschichtig, nahbar, liebens- oder hassenswürdig. Ihre Motive für ihr Verhalten während der Haupthandlung werden offenbar und das Verhalten selbst als plausibel.

Nicht nur die vielseitige Spannung in »Der Prinz« rund um eine Verschwörungstheorie und die mit bedacht gestalteten Figuren haben mir sehr gefallen. Auch die Geschaltung des Buches hat mir gefallen. So wird jedes Kapitel durch ein Gemälde aus sogenannten „Beutekunst“ eingeleitet. Neben der Abbildung der Gemälde wird deren Namen und Herkunft genannt und zusätzlich mit der Information beschrieben, wo sich das Bild einmal befunden hat und wohin es im oder nach dem zweiten Weltkrieg gekommen war. Außerdem gibt es in jedem Kapitel einen sehr interessanten Bibelspruch, ein Zitat, welches sich durchaus auf die Handlung bezieht.

Der Roman ist top-empfehlenswert für Leser, die gerne Thriller im Dunst von Verschwörungstheorien, Neo-Nazis und Geheimdiensten lesen. Fans von Frederick Forsyth werden auch diesen Roman lieben.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Mit Lene nach Griechenland des 19. Jh. reisen

Helena. Das Schicksal der Todesschwestern
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Dies ist der neue historische Roman von Iny Lorentz, in dem uns die Protagonistin Helena, genannt Lene, zu den Todesschwestern ins Griechenland des 19. Jahrhunderts führt.

Lene ist die Tochter des angesehenen ...

Dies ist der neue historische Roman von Iny Lorentz, in dem uns die Protagonistin Helena, genannt Lene, zu den Todesschwestern ins Griechenland des 19. Jahrhunderts führt.

Lene ist die Tochter des angesehenen Professors Huber. Ihr wurde vor einigen Jahren gesagt, dass ihre Mutter verstorben war. Durch besondere Erlebnisse fühlt sich Lene zu Griechenland und den Griechen hingezogen und verfolgt deren Freiheitskampf gegen die Unterdrückung vom Osmanischen Reich.

Leider ist ihr Vater ein entschiedener Gegner von allem, was mit Griechenland zu tun hat. Lene kann es sich nicht erklären, warum ihr Vater die Griechen so hasst und verabscheut.

Aber zugegebenermaßen hat sie einen ziemlichen Dickkopf und will sich ihre Liebe zu Griechenland nicht verbieten lassen. Es kommt zum Streit mit dem Vater, der sie daraufhin in ihr Zimmer einsperren lässt. Monatelang!

Doch dabei erfährt Lene von der Haushälterin, dass ihre Mutter noch lebt und nach Griechenland gegangen ist. Auch hat Dagmar noch einen Brief von der Mutter an Lene, der inzwischen viele Jahre alt ist. Die Mutter hatte die Haushälterin bei ihrem Weggang gebeten, stets ein Auge auf ihre Tochter zu haben und sich um sie zu kümmern.

Nun gibt es für Lene nur noch einen Wunsch: aus ihrem Zimmer auszubrechen, nach Griechenland zu reisen und ihre Mutter suchen!

Das Schriftstellerehepaar informiert erneut über verschiedene historische Ereignisse, die sie mit einer spannenden und fiktiven Erzählung verknüpfen. Das Schicksal von Helena fesselt die Leser sofort, nicht zuletzt wegen des grausamen Charakters ihres Vaters. Iny Lorentz gelingt es, die Leser mühelos in die Handlung einzuführen und sie sofort in die Geschichte eintauchen zu lassen. Die von ihnen geschaffene Atmosphäre erweckt die Vergangenheit zum Leben. Dank der detaillierten Charakterzeichnungen erkennen Leser sofort, wer die Guten und wer die Bösen sind. Dennoch gibt es im Verlauf der Geschichte noch viele unerwartete Wendungen.

Helena zog mich in ihren Bann, nicht zuletzt wegen der knackigen Kapitel, die das Leseerlebnis intensivierten. Der Roman ist in verschiedene Abschnitte gegliedert, und jeder Abschnitt umfasst zehn bis zwölf kurze Kapitel, die lediglich ein bis fünf Seiten lang sind. Diese Struktur fördert ein flüssiges Lesen und hält die Spannung der Geschichte hoch. Die fesselnde Handlung ließ mich einfach nicht los.

In diesem Roman stehen Abenteuer im Vordergrund, während Intrigen eher in den Hintergrund treten. Eine Deutsche findet sich in einer fremden Welt zwischen unbekannten Griechen wieder, und die Erlebnisse sind durch Kämpfe und Schlachten gegen die Türken, Überfälle und Raubzüge geprägt. Diese Elemente verleihen dem Werk eine gewisse Verwandtschaft zu den Erzählungen von Karl May. Geschickt werden die historischen Ereignisse in die Handlung eingeflochten, was das Interesse des Lesers stets aufrechterhält. Am Ende des Buches gibt es einen historischen Überblick, der das Geschehen zusätzlich beleuchtet. Ein Personenverzeichnis und ein Glossar, das einige Begriffe erklärt, bedienen den Wissensdrang der Leser.

Ich lade euch ein, in die fesselnde Welt des historischen Romans „Helena“ einzutauchen. Dieses Buch verspricht nicht nur spannende Unterhaltung, sondern ist auch perfekt geeignet für all jene, die auf der Suche nach einer unterhaltsamen Lektüre sind.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

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