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Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)Was für ein Auftakt! Mit „Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ liefert Julia Dippel einen düsteren, intensiven und mitreißenden Einstieg in ihren neuen Urban-Fantasy-Zweiteiler, der mich von der ersten ...
Was für ein Auftakt! Mit „Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ liefert Julia Dippel einen düsteren, intensiven und mitreißenden Einstieg in ihren neuen Urban-Fantasy-Zweiteiler, der mich von der ersten Seite an komplett gefesselt hat.
Schon der Einstieg ist nichts für Zartbesaitete: actionreich, blutig und voller Tempo wirft uns die Autorin direkt in eine dystopische Welt, in der nach dem Fall der Sterne die Magie zurückgekehrt ist – und mit ihr neue Götter. Doch diese scheinbar unsterblichen Wesen sind bedroht: Ein magisches Virus droht sie auszulöschen. Mittendrin steht Velvet, eine gefallene Heldin, die einst davon träumte, Teil eines Hexenzirkels zu werden, nun aber als Dämonenreiterin ihren ganz eigenen, gefährlichen Weg geht.
Der Auftrag, das Blut der sieben Göttersöhne zu beschaffen, stellt Velvet vor eine schier unmögliche Aufgabe – insbesondere, da einer von ihnen niemand Geringeres ist als Kashmere Sinclair: ihr Ex, ihre Vergangenheit, ihr größter Schmerz.
Die Geschichte lebt vor allem von der komplexen Beziehung zwischen Velvet und Kash. In Rückblicken erfahren wir nach und nach, was zwischen ihnen geschehen ist – und wie unterschiedlich beide die gemeinsamen Erlebnisse wahrgenommen haben. Diese Perspektivwechsel sorgen nicht nur für Spannung, sondern verleihen den Figuren eine beeindruckende emotionale Tiefe. Verletzlichkeit, Wut, Zerrissenheit und Trauer werden greifbar und intensiv dargestellt.
Die Chemie zwischen den beiden ist dabei kaum zu übersehen – oder besser gesagt: kaum auszuhalten. Das Knistern ist von Anfang an da und steigert sich kontinuierlich. Besonders hervorzuheben ist, dass die romantischen und auch sinnlicheren Szenen zwar präsent sind, aber klar gekennzeichnet wurden und sich sinnvoll in die Handlung einfügen. Sie tragen zur Entwicklung der Figuren und ihrer Beziehung bei und wirken nie überflüssig.
Neben den beiden Hauptfiguren überzeugt auch der Nebencharakter-Cast. Figuren wie Monty und Eddie bringen humorvolle Momente in die ansonsten oft düstere Geschichte, während andere Nebenfiguren zusätzliche Spannung und Dynamik einbringen.
Ein weiteres großes Highlight sind die zahlreichen Plot-Twists. Die Wendungen kommen überraschend und halten die Spannung konstant hoch – mehrfach wurde ich komplett auf dem falschen Fuß erwischt.
Stilistisch zeigt Julia Dippel einmal mehr, was sie kann: Ihr Schreibstil ist packend, bildgewaltig und emotional. Sie schafft es mühelos, eine komplexe Welt lebendig werden zu lassen und gleichzeitig tief in die Gefühlswelt ihrer Figuren einzutauchen.
Fazit:
„Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ ist ein düsterer, epischer und emotional aufgeladener Urban-Fantasy-Roman, der mit starken Figuren, intensiver Atmosphäre und überraschenden Wendungen überzeugt. Für Fans von Tropes wie Enemies-to-Lovers, Forced Proximity und Second Chance ist dieses Buch ein absolutes Highlight.
Und jetzt bleibt nur eine Frage: Wie soll man bitte bis zum nächsten Band warten?
Bewertung: 5/5 Sterne