Profilbild von Suska

Suska

Lesejury Star
offline

Suska ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Suska über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Spannend und schlüssig

Das Signal
0

Viola verliert bei einem schrecklichen Unfall ihr linkes Bein. Zurück zu Hause stellt ihr Mann Adam gegen ihren Willen eine Pflegekraft ein, die sie überwacht und offensichtlich versucht, ihre Selbstständigkeit ...

Viola verliert bei einem schrecklichen Unfall ihr linkes Bein. Zurück zu Hause stellt ihr Mann Adam gegen ihren Willen eine Pflegekraft ein, die sie überwacht und offensichtlich versucht, ihre Selbstständigkeit einzuschränken. Als ihr Mann sich immer seltsamer verhält, beginnt sie, ihn und weitere Personen mit kleinen Trackern auszustatten. Was steckt hinter Adams Verhalten? Bald wird aber klar, dass nicht nur Adam, sonden auch Viola ein Geheimnis hat.

Ich habe schon einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Die Handlung ist spannend, die Plottwists kommen zur richtigen Zeit und sind nicht übertrieben. Nach und nach werden Adams, aber auch Violas großes Geheimnis enthüllt - am Ende nicht so wahnsinnig spektakulär, aber schlüssig. Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2026

Was kommt nach Sturm

Windstärke 17
0

Nach "22 Bahnen" konzentriert sich der Nachfolger "Windstärke 17" auf Ida, die kleine Schwester von Tilda. Ida ist mittlerweile erwachsen. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie es nicht mehr in der Wohnung ...

Nach "22 Bahnen" konzentriert sich der Nachfolger "Windstärke 17" auf Ida, die kleine Schwester von Tilda. Ida ist mittlerweile erwachsen. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie es nicht mehr in der Wohnung in dem hässlichen Haus aus und verschwindet mit nichts als einem alten Koffer ihrer Mutter. Tilda hat ihr ein Zugticket nach Hamburg geschickt, doch sie entscheidet sich weiter zu fahren und landet schließlich auf Rügen. Hier trifft sie auf Knut und Marianne, die sie bei sich zu Hause aufnehmen. Und Leif, auch wenn der das letzte ist, was sie gerade braucht. Ida richtet sich auf Rügen ein, vielleicht kann sie hier ein neues Zuhause finden. Bis ihre Welt wieder zerbricht.

Eine sehr emotionale Geschichte über Trauer, Wut und Schuld. Ida hat ein sehr großes, emotionales Päckchen zu tragen und viel erlebt, seit Tilda sie mit ihrer Mutter allein gelassen hat. Sie handelt oft irrational, wider besseren Wissens und geleitet von ihren Gefühlen. 

Windstärke 17 hat mich nicht ganz so mitgenommen wie 22 Bahnen. Trotzdem ist es eine sehr gelungene Fortsetzung. Der besondere Schreibstil, der mir schon im ersten Teil so gefallen hat, findet auch hier Anwendung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2026

Das Haus auf der Insel - pure Idylle oder tödliche Falle?

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
0

Cecilia schlägt sich mit Jobs als Housesitterin durch. Sie selbst kann sich kaum ihr WG Zimmer leisten, lebt aber durch das Housesitting in den schönsten Häusern. Ihr neuster Job bringt sie in ein Haus ...

Cecilia schlägt sich mit Jobs als Housesitterin durch. Sie selbst kann sich kaum ihr WG Zimmer leisten, lebt aber durch das Housesitting in den schönsten Häusern. Ihr neuster Job bringt sie in ein Haus der bekannten Familie Waldner - idyllisch und einsam auf einer abgelegenen Ostsee Insel. Doch sie ist nicht zufällig hier, denn seit einiger Zeit hat sie eine Beziehung zu Johannes Waldner, dem Sohn der Familie. Als er das gemeinsame romantische Wochenende absagt, lädt sie spontan ihre Freunde ein. 

Was als entspanntes Wochenende geplant war, entpuppt sich schnell als Alptraum. Noch vor der Ankunft der Freunde glaubt Cecilia, unheimliche Geräusche und Stimmungen im Haus wahrzunehmen. Ist noch jemand hier? Und mit welcher Agenda kommen ihre Freunde auf die Insel? Welche Geheimnisse umgeben sie? Und welches Ziel verfolgt Cecilia?

Nachdem mir "Das Dinner" sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf das neuste Werk von Emily Rudolf. Und ich wurde nicht enttäuscht. 

Anfangs startet die Handlung noch linear, aber schon bald wird die Story durch Rückblenden und Perspektivwechsel sehr dynamisch. Es gibt einige Plottwists, die mich überrascht haben und die auf das gelungene Finale zusteuern. 

Ich hatte eine sehr gute Lesezeit und freue mich auf die nächsten Werke der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2025

Ehrlich und ungeschönt

22 Bahnen
0

Tilda hat seit ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen hat gelernt, zu funktionieren. Nun studiert sie Mathematik, kümmert sich um ihre kleine Schwester Ida, die auch keinen Vater hat, und um ihre alkoholkranke ...

Tilda hat seit ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen hat gelernt, zu funktionieren. Nun studiert sie Mathematik, kümmert sich um ihre kleine Schwester Ida, die auch keinen Vater hat, und um ihre alkoholkranke Mutter. Sie sitzt an der Supermarktkasse, rät manchmal anhand des Einkaufes, wen sie vor sich hat, und schwimmt täglich 22 Bahnen. Sie träumt heimlich von einer Zukunft in Freiheit, doch sie kann ihre kleine Schwester nicht zurücklassen. Als Viktor auftaucht, fühlt sie sich das erste Mal etwas freier.

Caroline Wahl erzählt ungeschönt und in einem einzigartigen Stil von Tildas hartem Alltag. Die Erzählweise ist ungewohnt, mir hat sie aber gut gefallen und ich hatte auch keine Probleme, damit zurechtzukommen. Authentisch ist man beim Lesen sofort mitten in der Geschichte, fühlt mit Tilda und Ida mit, ohne dass es jedoch zu emotional oder übertrieben wirkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2025

Eindrucksvolle Schilderung des Lebens im israelischen Grenzgebiet

Ein Tag im Leben von Abed Salama
0

Ein Tag im Leben von Abed Salama schildert eindrucksvoll das Leben, die Unterdrückung und den Widerstand von Palästinensern in Israel. 

Abeds fünfjähriger Sohn Milad freut sich riesig auf den Schulausflug ...

Ein Tag im Leben von Abed Salama schildert eindrucksvoll das Leben, die Unterdrückung und den Widerstand von Palästinensern in Israel. 

Abeds fünfjähriger Sohn Milad freut sich riesig auf den Schulausflug zu einem Indoor Spielplatz. Der Bus mit den palästinensischen Kindern muss einen großen Umweg fahren, weil er den direkten Weg nicht nehmen darf. Bei schlechtem Wetter passiert das Schreckliche: ein LKW rammt den Bus, er brennt völlig aus. Bürokratische Hürden verhindern ein schnelles Eintreffen der Rettungskräfte, Augenzeugen müssen selber helfen. 


Rund um dieses Ereignis erzählt das Buch die Geschichten von Menschen, die mit dem Unfall zu tun haben. Die Geschichten zeigen die Konflikte und Hürden in diesem Gebiet rund um Jerusalem zwischen israelischen und palästinensischen Menschen. Sehr persönliche Geschichten mit sehr viel Leid und auch Gewalt und Widerstand, vor allem auf der palästinensischen Seite.


Schwierig beim Lesefluss waren die vielen vielen Namen der unterschiedlichen Menschen. Es gibt zwar ein Personenverzeichnis, aber ich habe schnell aufgegeben, alles verstehen zu wollen. 


Das Buch hat den Pulitzer Preis in der Kategorie Sachbuch gewonnen, für mich ist es aber eher eine biographische Erzählung. Wer mehr über das Leben im israelischen Grenzgebiet seit 1947 erfahren möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Man bekommt durchaus eine differenzierte Sicht auf die Dinge. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere