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Veröffentlicht am 05.04.2026

Klingeling - hier kommt ganz viel Spaß für kleine Fahrradprofis!

SUPERBIKES Das große Vorlesebuch
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Das Wichtigste zuerst: Meine Kinder lieben das Buch und sind große Fans der »Superbikes« geworden. Die Geschichten haben die optimale Länge für zwischendurch oder auch als Gute-Nacht-Geschichte und behandeln ...

Das Wichtigste zuerst: Meine Kinder lieben das Buch und sind große Fans der »Superbikes« geworden. Die Geschichten haben die optimale Länge für zwischendurch oder auch als Gute-Nacht-Geschichte und behandeln Themen, die die Kinder beschäftigen und die sie auch wirklich nachfühlen können.

Wir haben uns besonders gefreut, gleich zu Beginn auf einer Doppelseite die verschiedenen Superbikes vorgestellt zu bekommen und sie dann in der ersten Geschichte auch alle kurz kennenzulernen. So gelingt der Einstieg in diese neue Welt wunderbar.

Meine Kinder begeistert, wie die lebendigen Fahrräder dargestellt sind, besonders wie ihre Hände/Arme die Gabel am Vorderreifen bilden.

Die Geschichten selbst sind schön, aber jetzt nicht herausragend - einfach ganz normale Kindergeschichten z.B. über Freundschaft, Mutproben, Feuerwehreinsätze, eine Müllsammelaktion...

Bei Kindern, die gerne Fahrradfahren kann dieses Buch sicher nochmal die Fantasie anregen und die Freude dabei steigern, für alle anderen ist es einfach ein nettes Buch zu klassischen Kinderthemen mit etwas anderen Hauptfiguren.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Stark vereinfacht, aber auf jeden Fall interessant

Exoplaneten
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Zu unserem eigenen Sonnensystem sind wir bereits mit einigen Kinderbüchern ausgestattet, aber was kommt, wenn wir über »den Tellerrand« hinausblicken? Dieses Buch über Exoplaneten - also Planeten außerhalb ...

Zu unserem eigenen Sonnensystem sind wir bereits mit einigen Kinderbüchern ausgestattet, aber was kommt, wenn wir über »den Tellerrand« hinausblicken? Dieses Buch über Exoplaneten - also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems - kam da gerade richtig und hat uns gut gefallen.

Wir erfahren, was ein Exoplanet eigentlich ist, warum danach gesucht wird und wie er nachgewiesen werden kann.

Schließlich kommt es zur großen Frage, die natürlich für kleine Forscher besonders spannend ist: Könnte es auf Exoplaneten Leben geben? Kurz wird darauf eingegangen, dass nur ein Teil der Planeten dafür in Frage kommt und zwar keiner der ca. 6000 bisher entdeckten. Dann wird die Statistik bemüht und erklärt, bei der unvorstellbaren Anzahl an wohl existierenden Planeten, ist dies durchaus denkbar.

Das stimmt natürlich prinzipiell, aber ich hätte mir gewünscht, dass noch stärker herausgestellt wird, was für ein herausragender Planet unsere Erde im Vergleich zu allen bekannten Exoplaneten ist. Es spielen ja noch deutlich mehr Faktoren eine Rolle, als nur die Frage, ob Wasser im flüssiger Form vorkommen kann (der einzige im Buch erwähnte Punkt). Heute wissen wir beispielsweise, dass sich in der gesamten Milchstraße nur wenige Sonnensyteme an einem so idealen Ort befinden, wie unseres (in Bezug auf die richtige Konzentration chemischer Elemente). Und so viele andere Punkte spielen ja eine Rolle - die Größe unseres Planeten, die Rotationsgeschwindigkeit, der Mond in der richtigen Größe und Entfernung, die Dauer eines synodischen Tages etc.

So verlockend die Vorstellung eines Universums voller bewohnter Planeten ist, so unrealistisch ist sie eben auch. Die Erkenntnis, wie selten ein bewohnbarer Planet - noch dazu, wenn »die Bewohner« über Mikroorganismen hinausgehen sollen - tatsächlich ist, ist Kindern durchaus zumutbar. Es steigert doch nur die Wertschätzung für unsere wunderbare Erde und das Bewusstsein, dass wir sorgsamer mit ihr umgehen müssen.

In der zweiten Hälfte des Buches werden dann einige Exoplaneten tatsächlich vorgestellt, was wir wieder wahnsinnig spannend fanden.

Insgesamt ein wirklich schönes Buch, bei dem wir uns lediglich gewünscht hätten, dass der krasse Gegensatz zwischen den allermeisten Exoplaneten und unserer Heimat, der Erde, noch deutlicher herausgearbeitet wird.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Das perfekte Geschenk zur Taufe

Love and be loved
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Mein erster Gedanke, als ich das Buch in Händen hielt, war: »Ist das schön groß!« Ähnliche Geschenkbücher mit guten Wünschen haben oft nur die halbe Größe - wenn überhaupt. Das hat den Vorteil, dass Text ...

Mein erster Gedanke, als ich das Buch in Händen hielt, war: »Ist das schön groß!« Ähnliche Geschenkbücher mit guten Wünschen haben oft nur die halbe Größe - wenn überhaupt. Das hat den Vorteil, dass Text und Illustrationen hier richtig viel Platz haben, um wirken zu können. Für mich die größte Stärke des Buches!

Die Gedanken an sich sind schön, aber jetzt nicht weltbewegend neu und auch die Abbildungen sind wirklich hübsch und berührend, aber für meinen Geschmack eben auch nicht die ganz großer Kunst...

Ein Punkt den ich noch positiv finde, ist die Hintergrundgeschichte, also dass es sich um ein Gedicht handelt, das die Autorin ursprünglich für ihre Töchter (die mit zweitem Namen »Love« bzw. »Beloved« heißen) geschrieben hat. Das ist ein netter Rahmen für all die guten Wünsche, legt aber auch die Vermutung nahe, dass durch die Übersetzung etwas von der poetischen Schönheit des Ausgangstextes verloren gegangen ist.

Ich könnte mir das Buch besonders gut als Geschenk zur Taufe vorstellen, da es zu vielen, wenn nicht zu allen erwähnten Gedanken, passende Bibelverse gibt, die auf den Seiten noch mit eingefügt werden könnten. Kleiner Tipp: ChatGPT findet die schnell, auch wenn man selbst jetzt nicht gerade bibelfest ist...

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Still und poetisch - mir persönlich zu viel von beidem

Halber Stein
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»Halber Stein« ist ein stiller, atmosphärisch dichter Roman, der weniger von Handlung als von Erinnerung, Wahrnehmung und innerer Bewegung lebt.

Siebenbürgen wird zum kulturellen Resonanzraum, in dem ...

»Halber Stein« ist ein stiller, atmosphärisch dichter Roman, der weniger von Handlung als von Erinnerung, Wahrnehmung und innerer Bewegung lebt.

Siebenbürgen wird zum kulturellen Resonanzraum, in dem persönliche Biografien und historische Erfahrungen ineinandergreifen. Herkunft, Verlust und das Gefühl geteilter Zugehörigkeit ziehen sich als leises Grundmotiv durch den Text. Der halbe Stein am Fluss wird zum Symbol für Sines eigene, gefühlte Unvollständigkeit.

Die poetisch zurückhaltende Sprache macht Orte und Landschaften sinnlich erfahrbar, ohne sie zu erklären. So entsteht ein Roman der Zwischentöne - berührend, aber zuweilen auch schwer zu fassen.

Mir persönlich fiel es bei all der Stille schwer »am Ball zu bleiben« und ich hätte mir noch etwas mehr äußere Handlung gewünscht. Außerdem war mir Sine als Hauptfigur etwas zu »weise« in ihren Überlegungen, die mir zwar häufig gefielen, gleichzeitig aber nicht so recht zu dem Bild passen wollten, das ansonsten von der Protagonistin gezeichnet wurde.

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