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Veröffentlicht am 16.06.2017

Amore in Italien!

Love & Gelato
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Lina zieht nach dem Tod ihrer Mutter nach Italien um bei Howard, einem alten Freund ihrer Mutter, zu leben. Doch Lina findet Howard seltsam, denn er wohnt auf einem Friedhof. Sonia, die stellvertretende ...

Lina zieht nach dem Tod ihrer Mutter nach Italien um bei Howard, einem alten Freund ihrer Mutter, zu leben. Doch Lina findet Howard seltsam, denn er wohnt auf einem Friedhof. Sonia, die stellvertretende Leiterin des Friedhofs ,gibt Lina ein altes Tagebuch ihrer Mutter, die dieses während des Studiums in Florenz geschrieben hat. Lina lernt darin ihre Mutter ganz neu kennen und macht sich auf die Spuren der Vergangenheit!

Die Geschichte spielt hauptsächlich in Italien und mich haben die Beschreibungen von Florenz, der Sehenswürdigkeiten , aber auch der italienischen Lebensweise sehr begeistert. Man fühlt sich sofort wie im Urlaub! Dazu kommen immer wieder italienische Ausrufe und Sätze, die das Ganze glaubwürdig machen. Die Hauptgeschichte um Lina und ihrem neuen Leben in Italien wird immer wieder durch die kursiv geschriebenen, und dadurch leicht erkennbaren Tagebucheinträge ihrer Mutter unterbrochen. So erhält meiner Meinung nach die Story Tiefe und wird auch spannend. Denn in den Tagebucheinträgen ist ein Geheimnis verborgen, das Linas Leben völlig durcheinander wirbelt.

Mich hat der Schreibstil begeistert. Schon nach dem Prolog, in dem Lina die Leser direkt anspricht, hatte mich die Autorin für sich gewonnen. Sehr leicht, locker und doch mit ernsten Zwischentönen erzählt sie die Geschichte der 16- jährigen Waise Lina. Einer Figur, die für mich völlig authentisch und echt daher kommt. Lina ist ein Teenager , wie es sie zu Tausenden gibt. Sie entdeckt ein neues Land und mit Schmetterlingen im Bauch die erste Liebe. Eine Figur, die mich überzeugt hat. Das Buch ist ein Jugendbuch, doch kann es problemlos und ohne zu langweilen von erwachsenen Lesern gelesen werden. Über den Titel bin ich gestolpert...wenn schon in Italien dann bitte "Amore "und nicht "Love "!

Die Handlung holpert an einigen Stellen. So habe ich nicht verstanden, wie ein 16- jähriges Mädchen einfach zu einem wildfremden Mann, auch wenn er vor langer Zeit mit der Mutter befreundet war, verfrachtet wird. Zudem waren mir die Menschen in Italien ,auf die Lina trifft , sehr „schwarz-weiss“ gezeichnet. Die meisten nahmen Lina mit offenen Armen auf, ihre Ankunft löste regelrecht Begeisterungsstürme aus. Und die anderen....erkennt man sofort ! Hier hätten weniger offensichtliche Charakterzüge vielleicht noch mehr gefesselt.

Veröffentlicht am 03.04.2026

Mini-Plot-Twist

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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In einem Café lernt Sylvia Robinson den attraktiven Schriftsteller Adam Barnett kennen. Er bietet ihr einen Job als Gesellschafterin für seine Frau Victoria an. Sylvia, die auf Jobsuche ist, nimmt an und ...

In einem Café lernt Sylvia Robinson den attraktiven Schriftsteller Adam Barnett kennen. Er bietet ihr einen Job als Gesellschafterin für seine Frau Victoria an. Sylvia, die auf Jobsuche ist, nimmt an und zieht in das Haus des Paares in Montauk, Long Island. Victoria ist seit einem Sturz halbseitig gelähmt, kann weder gehen noch sprechen.

Kaum hat sich Sylvia in dem grossen und luxuriösen Haus eingelebt, ist sie überzeugt, dass Victoria versucht etwas Wichtiges mitzuteilen. Durch die Andeutungen findet Sylvia Victorias Tagebuch und beginnt darin zu lesen. Je länger sie liest, je mehr beschleicht sie der Verdacht, dass etwas Dunkles in dem Haus vorgeht.


Der Plot ähnelt sehr den älteren Geschichten von Freida McFadden. Ein prachtvolles Haus, in dem etwas Dunkles vorgeht, reiche Arbeitgeber und eine junge und hübsche Frau, die für diese arbeitet. Die erste Hälfte des Buches habe ich mir gedacht, dass die Geschichte doch sehr vorhersehbar ist. Das Verhalten einer Schlüsselfigur ist offensichtlich und plump beschrieben.

Die zweite Hälfte habe ich gehofft, dass es nicht so offensichtlich ist, wie es aussieht. Ich habe auf den bekannten Freida McFadden-Effekt gewartet. Ein oder mehrere gut platzierte Plot-Twists, die die Geschichte zum Schluss ganz anders aussehen lassen. Genau diese Erwartung, das Warten auf den grossen Knall namens Plot-Twist, hat mich durch das Buch getrieben. Meine Erwartungen haben sich nur bedingt erfüllt. Das Ende und die Auflösung fand ich dann doch etwas enttäuschend.

Das Setting ist wie gehabt gelungen. Ein einsam gelegenes Haus versinkt in Massen an Schnee. Ein aufkommender Sturm, der den Strom und die Heizung kappt. Mittendrin eine etwas naive, junge Frau und ihr Arbeitgeber, dem ich nicht über den Weg getraut habe. Gefesselt an den Rollstuhl lebt im Obergeschoss die kranke Herrin des Hauses, der ich auch nicht über den Weg getraut habe. Die Autorin hat eine düstere Atmosphäre geschaffen, die bei mir ankam.

In loser Folge wurden Tagbucheinträge aus gesunden und mehr oder weniger glücklichen Zeiten Victorias eingebunden. An und für sich eine gute Idee. Bedauerlicherweise kamen diese als Handlung mit direkter Rede usw. daher. Ich hätte es authentischer gefunden, wenn sie so geschrieben gewesen wären, als ob Victoria diese erzählend schrieb. Nichtsdestoweniger waren sie aufschlussreich und lassen hinter die Fassade wichtiger Figuren sehen.

Die Figuren sind sehr schwarz-weiss charakterisiert, dies jedoch auf eine unterhaltsame Art. Adam, reich, exzentrisch, holt sich ein Betthupferl, eine junge und hübsche Frau ins Haus. Sylvia, naiv, leicht beeinflussbar und mit Liebeskummer, lässt sich nur zu gerne von Haus, Arbeitgeber und seinem Geld blenden. So komisch es klingt, einzig die kranke und gelähmte Victoria konnte ich weder einschätzen noch war sie vorhersehbar.

Freida Mc Fadden hat einen unterhaltsamen, gut zu lesenden und leicht vorhersehbaren Thriller mit Mini-Plot-Twist geliefert.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Erfolgreiches Trio!

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Eine vermisste Frau wird von ihrer Lebensgefährtin, per Fahndungszettel, gesucht. Medizinstudentin Louise Menkhoff erkennt die Frau auf dem Plakat sofort. Der Exfreund der gesuchten Nicole Klement hatte ...

Eine vermisste Frau wird von ihrer Lebensgefährtin, per Fahndungszettel, gesucht. Medizinstudentin Louise Menkhoff erkennt die Frau auf dem Plakat sofort. Der Exfreund der gesuchten Nicole Klement hatte Louisa als Fünfjährige entführt. Nun ist diese verschwunden und Louisa meldet sich bei der Kripo München.

Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade die Leitung der Abteilung für Cold Cases übernommen hat, vermutet sehr schnell, dass Louisas ehemaliger Entführer verantwortlich für Nicole Klements Verschwinden ist. Denn er wurde gerade aus der langjährigen Haft entlassen.

Als zudem ein kleines Mädchen vermisst wird, engagiert die Kripo Louisa als externe Beraterin. Denn Louisa kennt nicht nur den Täter und die vermisste Frau, sondern verfügt auch über ein eidetisches Gedächtnis.


Die Mischung aus aktuellen Fällen und Cold Cases mag ich sehr gerne und so war ich gespannt auf die neue Serie "Ungelöst" aus der Feder von Arno Strobel. "Die erste Zeugin" ist der Auftakt in diese neue Reihe. Dazu kommt, dass hiermit der Grundstein für die Zusammenarbeit eines neuen Ermittlerteams gelegt wurde. Wobei Louise Menkhoff nicht unbedingt eine Ausbildung in Ermittlerkreisen hat. Sie mischt mit Wissen aus eigener Erfahrung mit. Denn sie wurde als Fünfjährige vom potenziellen Täter entführt. Sie weiss also, wie dieser denkt und handelt. Ich habe gestaunt, wie problemlos und diskussionslos sie, als Aussenstehende, in interne Abläufe und Informationen einbezogen wird. Der Datenschutz lässt grüssen.

Ihr zur Seite steht Ramin Brunner. Er ist ein versierter Polizist, der neu die Abteilung für Cold Cases übernimmt und dem Louise sofort gefällt. Hier kommt ein Hauch Amore in die Geschichte. Der Dritte im Bunde ist der unkonventionelle Sebastian Grohmann, dessen witzige und sarkastische Art mir zugesagt hat.

Diese bunt zusammengewürfelte Truppe mausert sich zum erfolgreichen Trio.

Bis zur Mitte des Buches war ich voll bei der Sache. Denn ich fand die Geschichte fesselnd. Leider wird sehr früh der Verbleib und Details rund um das Verschwinden von der vermissten Nicole Klement aufgedeckt. Was danach kam, war weitschweifig erzählt. So hat sich zeitweise sogar Langeweile eingeschlichen. Gegen Schluss punktet der Autor noch mit einer Wendung, die mich überrascht hat. Bedauerlicherweise wurden nicht alle meine Fragen aufgelöst, was mich dann doch etwas frustriert das Buch hat zuklappen lassen.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Amnesie inklusive!

All your pretty lies. Glaubst du deinen Lügen?
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Lucy lebt seit fünf Jahren in L.A und hat nicht vor nach Plumpton, der Kleinstadt in der sie aufwuchs, zurückzukehren.

Fünf Jahre zuvor wurde die damals 24-Jährige nämlich verdächtigt ihre beste Freundin ...

Lucy lebt seit fünf Jahren in L.A und hat nicht vor nach Plumpton, der Kleinstadt in der sie aufwuchs, zurückzukehren.

Fünf Jahre zuvor wurde die damals 24-Jährige nämlich verdächtigt ihre beste Freundin Savannah ermordet zu haben. Als Lucy trotzdem einwilligt beim achtzigsten Geburtstag ihrer geliebten Grossmutter dabei zu sein, merkt sie erst zu spät, dass der damalige Mordfall neu aufgerollt wird.

Ben Owen hat einen Podcast zu dem Mord an Savannah gestartet und befragt Personen ihres damaligen Umfeldes.

Hat sie oder hat sie nicht? Ist Lucy die Mörderin ihrer besten Freundin Savanah und hat sie fünf Jahre zuvor umgebracht? Lucy hüllt sich in Schweigen und konnte nicht überführt werden, auch wenn fast die gesamte Kleinstadt Plumpton, in der Lucy aufwuchs, davon ausgeht.

Ein Podcast, den Ben Owen startet, rollt die Ereignisse wieder auf. Auszüge dieser Sendungen mit Befragungen und Zeugenaussagen, sowie Berichten vom Umfeld des Opfers und der potenziellen Täterin, setzen den Leser nach und nach ins Bild über das Geschehene. Obwohl sehr viele verschiedene Personen zu Wort kommen, fand ich diese Einblicke sehr interessant und auch aufschlussreich. Daneben begleiten wir Lucy an den Geburtstag ihrer Grossmutter in jene Kleinstadt, in dem das Verbrechen damals geschah.

Lucy, die auf mich kühl und distanziert wirkte, konnte ich nicht richtig fassen. Sehr schnell habe ich begriffen, dass Amy Tintera die Figur wohl bewusst so charakterisiert hat. Sie nicht einschätzen zu können, hat nämlich die Frage, ob sie die Mörderin ist oder nicht noch vertieft.

Kleinstadtgerede, tuscheln hinter dem Rücken und immer wieder voreingenommene Verdächtigungen ... typisch Kleinstadt und hervorragend geschrieben. Ebenfalls sehr gut hat mir der Schreibstil gefallen. Immer wieder musste ich schmunzeln. Denn nicht nur Lucy verfügt über schwarzen Humor, auch ihre Eltern und ihre Grossmutter geizen nicht mit sarkastischen Kommentaren. Einzig Lucys mörderische Gedanken, die oft mit ihrem gedachten Satz "Lass uns ... töten" eingeleitet werden, fand ich etwas übertrieben. Sie denkt nämlich bei vielen Personen, die sie trifft, wie sie ihnen den Schädel einschlagen könnte.

Ich bin kein Fan von Amnesien in Thrillern, deren Träger sich im richtigen Moment erinnern und damit die Auflösung präsentieren. So fällt die Identität des Täters mehr oder weniger vom Himmel und ist leider auch in "All your pretty lies" der Fall.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Starker Plot mit Twists

Kill for Me
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Amanda White hat alles verloren, was ihr wichtig war in ihrem Leben. Tochter und Mann sind tot und sie wird von Trauer und Hass zerfressen. Denn Amanda weiss, wer für den Tod ihrer Liebsten verantwortlich ...

Amanda White hat alles verloren, was ihr wichtig war in ihrem Leben. Tochter und Mann sind tot und sie wird von Trauer und Hass zerfressen. Denn Amanda weiss, wer für den Tod ihrer Liebsten verantwortlich ist und sie hofft vergeblich darauf, dass der Täter überführt wird.

In einer Selbsthilfegruppe für trauernde Angehörige lernt Amanda Wendy kennen, die ähnliches durchgemacht hat. Der Mörder ihrer Tochter konnte auch nicht überführt werden und so schmieden die beiden Frauen einen Plan. Wendy bringt Wallace Crone, den Mörder von Amandas Familie um und Amanda nimmt sich den Täter vor, der Wendys Tochter vergewaltigt und umgebracht hat.

Dieser Plan geht ordentlich schief, denn eine der beiden Frauen spielt nicht mit offenen Karten...


Selbstjustiz ist das zentrale Thema in diesem Thriller. Etwas, was grundsätzlich nicht in Ordnung ist. Bei dem ich jedoch nicht verhindern konnte, dass ich ein paar Sympathiepunkte an Amanda vergeben habe. Ein kurzes aus den Augen lassen im Park und die sechsjährige Jess wird entführt. Der Täter bringt das Kind um und Amanda steht plötzlich alleine da. Ohne Familie. Der Täter ist bekannt, kann jedoch nicht überführt werden. Dass da eine Mutter mit Hass durch das Leben geht, ist absolut nachvollziehbar. Die Kapitel "Amanda" waren für mich ein Wechselbad der Gefühle. Es ist eine entsetzliche Geschichte, die Amanda durchlebt und sie hat mich betroffen gemacht und emotional abgeholt.

In weiteren Kapiteln steht Ruth Gelman im Zentrum, sowie ihr Mann Scott. Das Paar erlebt die Hölle auf Erden und macht Schlimmes durch. Bedauerlicherweise kann auch dieser Täter von offizieller Seite nicht überführt und belangt werden. Wieder steht Selbstjustiz im Raum, wieder geht etwas schrecklich schief.

Lange Zeit laufen die Kapitel mit Amanda und die mit Ruth nebeneinander her und ich war gespannt, welche Verbindung sich ergibt.

Steve Cavanagh hat es jedoch nicht bei dieser Verbindung belassen, sondern hat auch noch einen Plot-Twist eingebaut, der mich begeistern konnte. Etliche Verbrechen mischt er zu einem grossen Ganzen. Teilweise wurde es sehr komplex und ich hatte leichte Schwierigkeiten die vielen Fälle und dazugehörenden Figuren auseinander zu halten.

Der Plot ist interessant und die Geschichte hat mir spannende Lesestunden beschert. Dazu haben vor allem die unvorhersehbaren Twists betreffend Identität einiger Figuren und deren Absichten beigetragen.

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