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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Charaktere und eine Umgebung zum Wohlfühlen für Pferdegirls

Weißt du wie wertvoll Liebe ist?
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Kurz zum Inhalt (Achtung Spoiler!): Stefan Brandner ist Pferdezüchter mit Leidenschaft auf dem Lindenhof und ist eigentlich sehr glücklich mit seinen 48 Jahren. Als er dann aber sieht wie glücklich verliebt ...

Kurz zum Inhalt (Achtung Spoiler!): Stefan Brandner ist Pferdezüchter mit Leidenschaft auf dem Lindenhof und ist eigentlich sehr glücklich mit seinen 48 Jahren. Als er dann aber sieht wie glücklich verliebt seine Chefin Toni mit ihrem Freund Jan ist und sich die beiden auch noch verloben, fängt er an sein Single-Leben in Frage zu stellen. Genau zum richtigen Zeitpunkt erscheint Julia mit ihrem körperlich eingeschänkten 5 Jährigen Sohn für Therapistunden auf dem Hof. Sie macht gerade eine schwere Scheidung durch als sie und Stefan sich näher kommen. Um die Liebesgeschichte der beiden gibt es noch ein paar kleine Dramen: Kranke Pferde, Verflossene tauchen auf und auf dem Hof herrscht Personalmangel.

Fazit: Es handelt sich um eine leichte, seichte Liebesgeschichte ohne große Dramen, Tiefe oder Spannung, dafür aber mit herzallerliebsten Charakteren zum Wohlfühlen, die sich langsam aber sicher ins Herz schleichen. Das Buch hält auf jeden Fall was es verspricht und man kann gut dabei abschalten und zur Ruhe kommen. Man kann das Buch durchaus lesen ohne die vorherigen zu kennen, da alles bis auf ein paar Kleinigkeiten schlüssig sind. Die Geschichte wird aus vier (Stefan, Julia, Toni & Jan) verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Umgebungsbeschreibungen sind gut und man kann sich gerade den Hof sehr gut vorstellen.

Leider habe ich am Anfang etwas schwer getan in das Buch reinzufinden und habe mich erwischt wie ich zwischendrin, weil nichts passierte, Stellen übersprungen habe.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Ein seichter Jugendthriller mit Girl Gang Vibes

Was hast du nur getan?
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Kurz zum Inhalt: Arthur liegt tot auf dem Schulhof, die Schüler sind schockiert. Die Kobra-Gang, allen voran ihre 15-Jährige Anführerin Cassidy, werden von ihrer Schulleiterin darauf angesetzt den Mord ...

Kurz zum Inhalt: Arthur liegt tot auf dem Schulhof, die Schüler sind schockiert. Die Kobra-Gang, allen voran ihre 15-Jährige Anführerin Cassidy, werden von ihrer Schulleiterin darauf angesetzt den Mord zu untersuchen. Cassidy sucht den Kontakt zu Arthurs Freunden, spürt seinen Drogendealer auf und lernt eine neue Seite an ihrer besten Freundin Mona kennen. Die Polizei nimmt die Clique selbst in den Fokus, weil sie zuvor schon auffällig war. Es dauert nicht lange und Cassidy gerät selbst in Gefahr. Wird sie es schaffen unbeschadet einen angeblichen Selbstmord aufzuklären?

Die Geschichte ist in sieben Kapitel, Tag eins bis sieben, aufgeteilt und teilweise noch in die unterschiedlichen Tageszeiten wie z.B. Morgens, Nachmittags und Abends. Geschrieben ist es aus der Sicht von Cassidy. Der Schreibstil ist einfach, direkt und ganz im Sinne der Jugendsprache und somit die Story hervorragend stilistisch unterstützt. Man kommt der Jugend dadurch näher und man spürt die Atmosphäre.

Fazit: Im Großen und Ganzen ein solides Buch. Der Schreibstil ist sehr passend zur Geschichte und lässt sich super und flüssig lesen. Für Jugendliche im Alter der Protas ist es ein passendes Buch.

Mir persönlich hat es an Spannung für die Thrillervibes gefehlt. Zudem gab es ein paar unnachvollziehbare Punkte, z.B. warum die Rektorin ausgerechnet eine Freundesgruppe zur Mordaufklärung beauftragt. Leider konnte mich auch die 15-Jährige Protagonistin Cassidy die ganze Story nicht so richtig für sich überzeugen. Sie ist nicht direkt unsympathisch, eher unnahbar.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Helenas Geschichte ist ehrlich, brutal und gleichzeitig hoffnungsbringend. Doch der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen.

Gin Boom
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Kurz zum Inhalt: Helena ist dem Alkohol verfallen, doch sie kämpft dagegen an. Nach einem Entzug kehrt sie wieder in ihren Alltag und dem Job in der Medienwelt zurück. Sie tut sich schwer, setzt sich selber ...

Kurz zum Inhalt: Helena ist dem Alkohol verfallen, doch sie kämpft dagegen an. Nach einem Entzug kehrt sie wieder in ihren Alltag und dem Job in der Medienwelt zurück. Sie tut sich schwer, setzt sich selber unter Druck, unterdrückt die Schatten der Vergangenheit, setzt ihre Liebelei mit Can mehr schlecht als Recht fort und versucht so gut wie möglich weiterzumachen. Ganze 9 Monate hält sie durch, bis zu einer Silvesternacht, die alles auf den Kopf stellt. Und plötzlich steht sie wieder ganz am Anfang.

Fazit: Mir ist schon lange keine Bewertung so schwer gefallen.
Die Themen, die in diesem Buch behandelt werden, wie die Alkoholkrankheit und dass Männer kein Gespür für Konsens haben, sind so wichtig. Hier sind sie ehrlich, brutal und ungeschönt. Sie haben mich zum Nachdenken angeregt und auch angesprochen.

Der größte Kritikpunkt für mich ist der Schreibstil, mit dem ich persönlich nicht zurechtkam. Es war mir zu abgehakt, zu wenig rund und las sich eher wie ein Theaterskript, mit seinen sehr kurzen Sätzen, übertriebenen Satzzeichen in der wörtlichen Rede und durch die Einteilung in die vier Jahreszeiten, wie Akte. Es sind sehr kurze Kapitel, wobei es eher Abschnitte als wirkliche Kapitel sind. Fast jeder Abschnitt wechselt zu einer anderen Perspektive, der vielen Personen, die in der Geschichte vorkommen. Die Menschen haben teilweise ähnliche Namen, sodass es mir schwer viel sie auseinander- oder den Überblick zu behalten. Die Geschichte ist sehr schnell und man springt von einem Geschehen ins nächste. Ein paar Handlungsstränge oder Personen weniger wären vollkommen in Ordnung gewesen und dafür den Fokus mehr auf das wichtige. All das sind Gründe weswegen ich kaum einen Bezug zu den einzelnen Charakteren hatte, es war schlichtweg zu wenig Zeit.

Helenas Geschichte mit all ihren Hochs und Tiefs war ehrlich, brutal und gleichzeitig hoffnungsbringend. Ich bin dankbar das Buch gelesen zu haben, denn es hat mich trotz meiner Schwierigkeiten beim Lesen zum Nachdenken angeregt und wird mich noch eine Weile begleiten.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Angerissene Fantasywelt mit total gut beschriebenen Gerichten zum Hunger kriegen

Das Namenlose Restaurant
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Kurz zum Inhalt: Hauptsächlich geht es in dem Buch um den magischen Koch Mo Meng, der hingebungsvoll und mit absoluter Liebe zum Detail Gerichte in seinem Namenlosen Restaurant zubereitet. Die ganze Geschichte ...

Kurz zum Inhalt: Hauptsächlich geht es in dem Buch um den magischen Koch Mo Meng, der hingebungsvoll und mit absoluter Liebe zum Detail Gerichte in seinem Namenlosen Restaurant zubereitet. Die ganze Geschichte spielt an einem einzigen Tag und erstreckt sich von den Essensvorbereitungen am Mittag über den eigentlichen Betrieb am Abend bis hin zur Restaurantschließung. Der ganze Restaurantabend beschränkt sich auf die Gespräche der sowohl magischen, als auch menschlichen Gäste. Mal geht es über die Vergangenheit einer Dschinn, mal über ein magisches Virus, mal über das Essen.

Fazit: Das Buch hat so gut angefangen und dann stark nachgelassen...
Diese Geschichte ist die erste mit dem Genre "Cosy Fantasy" die ich lesen durfte. Ich muss sagen, dass mich die ersten Kapitel zum Fan dieser Art von Büchern gemacht hat. Anfangs war ich etwas skeptisch, dass es einfach eine Art Kochbuch mit ein wenig Story ist, das traf aber überhaupt nicht zu. Bei jedem Gericht spürt man die Liebe und Detailfaszination des Kochs Mo Meng. Die Beschreibung der Zubereitung, die Geschmackszusammensetzung und dann das entzückte Verzehren der Gäste ist ein Gedicht. Man wird direkt neidisch, dass man nicht selbst kosten kann. Die Gerichtzubereitungen sind definitv das Highlight! Ich habe noch nie ein "Rezept" so schön geschrieben gesehen.
Der Fantasyteil hat mich, so leid es mir auch tut, dafür nicht überzeugt. Es waren mir zu wenig Erklärungen dieser Welt an sich und es haben zu viele Informationen gefehlt, weswegen ich auch nicht wirklich mitgekommen bin. Es wurden einfach nur Themenbrocken in den Raum geworfen und dann ging es ohne große Worte weiter zu Nächsten. Es sind mir zu viele Persönlichkeiten, die nur oberflächlich angerissen werden und ich erkenne keinen roten Faden. Mo Meng als Charakter finde ich hingegen gut gelungen und ich hätte gerne mehr über ihn erfahren.

Als "Schmankerl" wäre am Ende des Buches noch ein richiges Rezept eines genannten Gerichtes zum Nachkochen gewesen.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Erst wird man zur Göttin, um dann ausgerechnet mit dem One-Night Stand zusammen festzusitzen

New Gods: Erheben
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Kurz zum Inhalt: Ausgerechnet Adeena, die beste Freundin von Tally einer bereits erwachten Göttin, entpuppt sich eines Tages als die Göttin der Heilkunst. Und nicht nur das: Gemeinsam mit der Organisation ...

Kurz zum Inhalt: Ausgerechnet Adeena, die beste Freundin von Tally einer bereits erwachten Göttin, entpuppt sich eines Tages als die Göttin der Heilkunst. Und nicht nur das: Gemeinsam mit der Organisation Arca findet sie heraus, dass auch der Vater ihres Sohnes ein Gott sein muss, da Götter nur untereinander fähig sind Kinder zu zeugen. Jetzt sitzt sie auf der schwimmenden Insel mit einem komplett neuen Leben und ihrem One Night Stand oder besser gesagt, dem Gott der Erde, fest. Gleichzeitig gibt es immer noch die radikale Gruppe, die es auf die Götter abgesehen hat. Was kann da schon schief gehen?

Das Cover finde ich so lala und würde ich jetzt nicht unbedingt mit Fantasy, geschweige denn mit Göttern verbinden.

Jedes Buch der Reihe hat andere neu erwachte Götter als Hauptcharaktere.

Melissa schafft es erneut mich mit ihrem Schreibstil abzuholen. Er ist so locker und leicht, dass man in kürzester Zeit nur so durch die Seiten fliegt. Die Umgebung war so gut beschrieben, dass ich mir zu jedem Zeitpunkt die Szenen bildlich vorstellen konnte. Ihre Darstellung der Liebesbeziehungen ist emotional und berührend. Es gibt auch ein etwas Spice, der einem die Röte ins Gesicht treibt, mit Niveau und ohne vulgär oder unangenehm zu sein.

Ich habe dich gewählt und ich würde mich wieder und wieder und wieder für dich entscheiden. Ohne zu zögern, ohne Zweifel, innerhalb eines Herzschlags. Ich werde mich für dich entscheiden.

Fazit: Ein schwächerer Teil als Band 1. Eigentlich passiert nicht viel, die Schreibweise ist wie oben genannt dafür umso besser. Ich empfehle es weiter und werde selber der Geschichte treu bleiben.

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