Romantik, Reis und ganz viel Danmei Gefühl
Danmei – Das KochbuchReis dampft, irgendwo klimpern Teeschalen und plötzlich fühlt sich die Küche an wie eine Szene aus einem Danmei Drama. Genau dieses Gefühl schiebt dieses Kochbuch direkt auf den Tisch. Zwischen Buns, Congee ...
Reis dampft, irgendwo klimpern Teeschalen und plötzlich fühlt sich die Küche an wie eine Szene aus einem Danmei Drama. Genau dieses Gefühl schiebt dieses Kochbuch direkt auf den Tisch. Zwischen Buns, Congee und duftender Suppe sitzt man plötzlich mitten im romantischen Wuxia Kopfkino und denkt sich leise, okay, ich brauche sofort einen Bambusdämpfer.
Was sofort auffällt sind die Illustrationen. Die sind nicht nur hübsch, die sind gefährlich. Man blättert nur kurz und zack, plötzlich will man für zwei kochen obwohl niemand da ist. Diese Mischung aus Foodporn und Boys Love Atmosphäre funktioniert erstaunlich gut. Das Buch lebt von diesem Fanherz Gefühl und das merkt man auf jeder Seite.
Die Rezepte selbst sind angenehm machbar. Kein übertriebener Profi Kram, sondern Dinge, die man wirklich ausprobieren will. Einige Zutaten sind typisch asiatisch, aber nichts, was einen komplett aus der Bahn wirft. Beim Durchblättern entstehen ständig diese kleinen inneren Dialoge. Das sieht gut aus. Das probiere ich. Warum habe ich jetzt Hunger. Und wieso fühle ich mich emotional wegen einer Lotussuppe.
Klar, es ist stark auf Fans ausgerichtet. Wer mit Danmei nichts anfangen kann, bekommt ein schönes Asia Kochbuch. Wer aber Xie Lian und Co kennt, bekommt pures Komfortfutter fürs Herz. Am Ende bleibt ein liebevoll gestaltetes Kochbuch, das mehr Stimmung als bloße Rezepte liefert und genau deshalb so gut funktioniert.