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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2019

Ein aktueller Krimi, der mich begeistert hat

Tödlicher Halt
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Auf der Durchreise von Bonn nach Berlin kehren die beiden Studenten Daniel und Bernd in einem türkischen Lokal ein. Plötzlich erscheinen mehrere Skinheads, die es auf den Wirt abgesehen haben. Es gibt ...

Auf der Durchreise von Bonn nach Berlin kehren die beiden Studenten Daniel und Bernd in einem türkischen Lokal ein. Plötzlich erscheinen mehrere Skinheads, die es auf den Wirt abgesehen haben. Es gibt mehrere Tote aber Daniel und Bernd können fliehen.
Parallel versucht Kriminalkommissar Helmut Jordan eine Drogenbande auffliegen zu lassen.

Arne Dessaul hat mit "Tödlicher Halt" einen hochaktuellen, spannenden Kriminalroman geschrieben, der sich flüssig lesen lässt. Gleich von Beginn an konnte mich die gut konstruierte Story begeistern, da sie zu meiner Freude ohne große Ausschweifungen erzählt wird. In dem Buch geht es nicht nur um das rechte Milieu, bei denen sich Skinheads brutal und grausam gegenüber Ausländer verhalten, auch Drogenhandel, illegaler Aufenthalt und die Angst vor Abschiebung werden aufgegriffen. Zusätzlich gibt es auch eine Liebesgeschichte.

Nebenbei thematisiert der Autor auch Albträume der Protagonisten nach den Gewalttaten. Außerdem regt das Buch auch zum Nachdenken an, denn schon die Frage vom Klappentext "Wo endet Zivilcourage und wo beginnt Mord" beschäftigt den Leser in dem Kriminalroman durchgehend.

Bis auf das Ende hat mir "Tödlicher Halt" sehr gut gefallen und es gibt von mir eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.04.2019

Ein schöner Liebesroman, der auch zum Nachdenken anregt

Sterne sieht man nur im Dunkeln
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Die Game-Designerin Anni ist eigentlich glücklich mit ihrem Langzeitfreund Thies. Ihr Hobby ist es Poster- und Postkartenmotive zu entwerfen. Doch dann bekommt sie das Angebot ein Büro in Berlin zu leiten ...

Die Game-Designerin Anni ist eigentlich glücklich mit ihrem Langzeitfreund Thies. Ihr Hobby ist es Poster- und Postkartenmotive zu entwerfen. Doch dann bekommt sie das Angebot ein Büro in Berlin zu leiten und Thies will plötzlich heiraten. Anni ist überfordert und weiß nicht mehr, was sie will. Da trifft es sich gerade gut, dass sich ihre Jugendfreundin Maria aus Norderney bei ihr meldet. Spontan beschließt Anni dorthin zu fahren, um sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen.

Das Buch "Sterne sieht man nur im Dunkeln" ist ein wunderschöner, locker und leicht zu lesender Roman, der mir richtig gut gefallen hat. Besonders die Idee, dass Anni Postkartenmotive mit tollen Sprüchen entwirft, hat mir unheimlich gut gefallen. Diese kreativ gestalteten tiefgründigen Sprüche begleiten den Leser den ganzen Roman hindurch. Dies lockert die Geschichte wunderbar auf und hebt das Buch von anderen Romanen ab.
Ein großes Lob für diese tolle Idee.

Die Charaktere in diesem Roman sind authentisch und haben mir alle gut gefallen. Besonders Simon, der auf Norderney lebt, ist mein Favorit. Sein Umgang mit Anni ist etwas frech und humorvoll, was mir sehr gut gefiel. Thies habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Mit ihm hatte ich manchmal Mitleid. Dies lag an Annis Verhalten, das ich nicht immer nachvollziehen konnte.

Die Autorin hat in ihrem Roman sehr gut veranschaulicht, wie wichtig es ist über Probleme zu reden, um zu verzeihen oder auch Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.
"Vergeben ist wie vergessen. Nur mit Puderzucker drauf"
(S.135)

"Sterne sieht man nur im Dunkeln" ist ein schöner Liebesroman, der auch zum Nachdenken anregt.

Veröffentlicht am 15.04.2026

Ein gelungener Auftakt der Mont-Lacroix-Reihe, gefühlvoll und romantisch.

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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Lelibeth steht kurz davor, die Leitung des luxuriösen Hotels Lacroix zu übernehmen, und ist fest entschlossen, das Familienerbe in ihrem Sinne weiterzuführen. Vor einer besonderen Herausforderung steht ...

Lelibeth steht kurz davor, die Leitung des luxuriösen Hotels Lacroix zu übernehmen, und ist fest entschlossen, das Familienerbe in ihrem Sinne weiterzuführen. Vor einer besonderen Herausforderung steht sie, als sie erstmals eine exklusive Hochzeit in dem renommierten Haus organisieren möchte. Ausgerechnet dafür ist sie gezwungen, den Floristen Noah Benz mangels Alternativen zu engagieren. Doch Noah hat ein Geheimnis, er ist der Sohn ihres größten Konkurrenten.
Der Einstieg in die Reihe hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Geschichte lässt sich angenehm und flüssig lesen und eignet sich hervorragend als unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. Gleich zu Beginn wird Noahs Geheimnis enthüllt und man wartet darauf, wann die ganze Sache eskaliert. Besonders gefallen hat mir der lebhafte Schlagabtausch zwischen Noah und Lelibeth.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noah und Lelibeth erzählt, was gute Einblicke in beide Figuren ermöglicht. Auch das charmante, familiengeführte Hotel mit seinen liebenswerten Angestellten wird so anschaulich beschrieben, dass sofort der Wunsch aufkommt, selbst dort Zeit zu verbringen.
Ein gelungener Auftakt der Mont-Lacroix-Reihe, gefühlvoll und romantisch.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Nervenaufreibender Thriller – Housesitting wird zum Albtraum

Die Finca
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Rosi reist nach Mallorca, um ihren neuen Job als Housesitterin anzutreten. Doch bei ihrer Ankunft stellt sie fest, dass das Haus bereits von einem anderen Housesitter bewohnt wird, Fabian. Er erklärt, ...

Rosi reist nach Mallorca, um ihren neuen Job als Housesitterin anzutreten. Doch bei ihrer Ankunft stellt sie fest, dass das Haus bereits von einem anderen Housesitter bewohnt wird, Fabian. Er erklärt, dass es wohl ein Missverständnis gegeben habe. Da die Hauseigentümer nicht erreichbar sind, lässt sich die Situation jedoch nicht klären. Beide wollen ihren Auftrag nicht aufgeben, also beschließen sie, das Haus gemeinsam zu bewohnen. Dabei herrscht von Anfang an gegenseitiges Misstrauen. Plötzlich geschehen auch noch merkwürdige Dinge …

Schon der Prolog war äußerst spannend und hat sofort meine Neugier geweckt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Insgesamt hat mich der Thriller gefesselt auch wenn es zu Beginn etwas ruhiger einhergeht. Sowohl Rosi als auch Fabian tragen Geheimnisse mit sich herum, vertrauen einander kaum, und die unerwarteten Ereignisse sorgen für unterschwellige Spannung und Spekulationen. Etwa ab der Mitte nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung, wodurch sich die Spannung deutlich steigert. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, auch wenn einige Stellen etwas überzogen waren. Dennoch hat mir der Thriller gut gefallen, ich fühlte mich bestens unterhalten und hatte spannende Lesestunden. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Ein vielschichtiger Roman über eine chinesische Einwanderfamilie - unterhaltsam und bewegend

Real Americans
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Ein Roman über die Herkunft einer chinesischen Einwandererfamilie in den USA, der sich über drei Generationen erstreckt und die Suche nach der Identität und dem Wunsch nach Zugehörigkeit beschreibt.
Die ...

Ein Roman über die Herkunft einer chinesischen Einwandererfamilie in den USA, der sich über drei Generationen erstreckt und die Suche nach der Identität und dem Wunsch nach Zugehörigkeit beschreibt.
Die Aktion „Deutschland liest ein Buch“ hat mir sehr gut gefallen und dadurch auch meine Neugier auf diesen Roman geweckt. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei jeder Abschnitt aus der Perspektive einer der drei Protagonisten erzählt wird. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, lässt sich sehr gut lesen und hat mich gut unterhalten.
Im Verlauf der Geschichte werden Familiengeheimnisse nach und nach aufgedeckt.
Der Roman beginnt im Jahr 1999 mit Lily Chen, der Tochter der eingewanderten Familie. Sie wurde bereits in den USA geboren und von ihren Eltern bewusst als Amerikanerin erzogen. In diesem Teil werden besonders die bestehenden Klassenunterschiede eindrücklich dargestellt.
Der zweite Abschnitt spielt etwa zwanzig Jahre später und dreht sich um Nick, Lilys Sohn. Dieser versucht mehr über seinen Vater herauszufinden und sich selbst besser zu verstehen. Von allen Figuren war mir Nick persönlich am sympathischsten.
Im letzten Teil steht schließlich May im Mittelpunkt, Lilys Mutter. Hier erfährt man viele interessante Hintergrundinformationen über China, über ihr früheres Leben und auch über die schwierige Zeit unter der Herrschaft von Mao Zedong.
Alle drei Figuren befinden sich auf ihre Weise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, nach Erfolg und nach Zugehörigkeit. Sowohl May als auch Lily verfolgen dabei das Ziel, dass es der jeweils nächsten Generation einmal besser gehen soll. Mit der Zeit werden die Beweggründe und Entscheidungen der Figuren immer verständlicher, sodass man ihr Handeln gut nachvollziehen kann. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin diese Entwicklung im Laufe der Geschichte aufgebaut hat.
Der Roman ist vielschichtig und behandelt zahlreiche Themen, darunter Migration, Familiengeheimnisse, Rassismus, chinesische Geschichte, Zugehörigkeit und familiäre Bindungen. Auch wissenschaftliche Aspekte spielen eine wichtige Rolle in diesem Roman.
Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass zu viele Themen beschrieben werden. Einige davon wurden meiner Meinung nach etwas zu kurz behandelt, während andere Stellen wiederum zu ausführlich beschrieben sind.
Trotzdem habe ich den Roman insgesamt sehr gerne gelesen. An manchen Stellen hat mich die Geschichte auch emotional sehr bewegt. Gerne empfehle ich den Roman weiter.

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