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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Im Reich der Raben

Rabenland
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Inhalt: Die 17-jährige Lilly Steinert wird schwer verletzt vor einer Klinik abgelegt, nachdem sie fast ein Jahr lang spurlos verschwunden war. Sie leidet unter Amnesie und kann nicht sagen, wo sie die ...

Inhalt: Die 17-jährige Lilly Steinert wird schwer verletzt vor einer Klinik abgelegt, nachdem sie fast ein Jahr lang spurlos verschwunden war. Sie leidet unter Amnesie und kann nicht sagen, wo sie die Zeit verbracht hat. Ihre einzige Erinnerung sind Raben, mit denen sie gelebt und gesprochen haben will. Carlotta Weiss und Nils Trojan übernehmen die Ermittlungen und kommen Schritt für Schritt dem düsteren Geheimnis um Lilly auf die Spur.

Mein Eindruck: Max Bentow überzeugt auch in diesem Buch mit seinem typischen Stil. Präzise, spannend, atmosphärisch düster. Die kurzen Kapitel treiben das Lesetempo an und machen das Buch zu einem echten Pageturner.

Carlotta Weiss und Nils Trojan sind zu einem eingespielten Team zusammengewachsen, das füreinander einsteht. Beide tragen ihre eigenen Schwächen mit sich, was sie besonders authentisch und nahbar wirken lässt. Es ist spannend, sie bei ihrer Ermittlungsarbeit zu begleiten. Aber auch die Nebenfiguren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet und tragen entscheidend zur beklemmenden Stimmung bei.

Die Handlung ist geschickt konstruiert. Falsche Fährten, symbolische Motive und immer neue Geheimnisse halten die Spannung konstant hoch. Das Finale steigert sich gekonnt zu einem packenden Höhepunkt. Beim Lesen hatte ich eine leise Ahnung entwickelt, dennoch blieb für mich das volle Ausmaß der Wahrheit bis zuletzt überraschend.

Fazit: Ein fesselnder Psychothriller, der Atmosphäre, Spannung und psychologische Tiefe meisterhaft verbindet. Max Bentow beweist einmal mehr sein Können und spinnt eine Geschichte, die einen von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Mord und Mythos

Schwüre, die wir brechen
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Inhalt: Kommissar Jon Nordh und seine Kollegin Svea Karhuu stehen vor einem bizarren Rätsel. In Malmö wird eine Leiche mit einem angenähten Krokodilskopf entdeckt. Kurz darauf tauchen weitere Opfer auf, ...

Inhalt: Kommissar Jon Nordh und seine Kollegin Svea Karhuu stehen vor einem bizarren Rätsel. In Malmö wird eine Leiche mit einem angenähten Krokodilskopf entdeckt. Kurz darauf tauchen weitere Opfer auf, alle verstümmelt und als altägyptische Gottheiten inszeniert. Als schließlich ein junges Mädchen verschwindet, steigt der Druck auf die Ermittler zunehmend.

Mein Eindruck: Schon der Prolog hat mich direkt gepackt. Er ist atmosphärisch, geheimnisvoll und emotional. Ein Auftakt, der sofort Sogwirkung entfaltet. Auch der Schreibstil des Autorenduos Roman Voosen und Kerstin Danielsson überzeugt. Er ist dicht, flüssig und durchweg spannend.

Die beiden Ermittler Jon Nordh und Svea Karhuu habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie wirken authentisch und vielschichtig. Auch ihr Privatleben fließt ein, bleibt aber wohldosiert im Hintergrund.

Besonders spannend fand ich, dass gleich zwei faszinierende Themenfelder eingebunden sind: die dunkle Geschichte der Colonia Dignidad und die altägyptische Mythologie. Solche Momente, in denen man beim Lesen denkt „Das will ich noch einmal genauer wissen“ und nachrecherchiert, liebe ich sehr.

Der Spannungsbogen ist gut gesetzt. Falsche Fährten und überraschende Wendungen wurden gestreut und die Bedrohung wuchs stetig. Das Finale ist rasant, vielleicht einen Hauch zu abrupt, doch das ist wirklich nur ein winziger Kritikpunkt in einem rundum fesselnden Krimi.

Fazit: Ein packender Fall für Svea und Jon, der nicht nur spannend unterhält, sondern auch neugierig macht und den Blick über den Tellerrand hinauslenkt.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Wenn der Urlaub zum Sturm wird

Meeresdunkel
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Inhalt: Henrike, Hans, Onkel Freddy und die Zwillinge planen einen gemeinsamen Urlaub auf Mallorca. Doch bei der Ankunft stellt sich heraus, dass das Ferienhaus doppelt vermietet wurde. Notgedrungen müssen ...

Inhalt: Henrike, Hans, Onkel Freddy und die Zwillinge planen einen gemeinsamen Urlaub auf Mallorca. Doch bei der Ankunft stellt sich heraus, dass das Ferienhaus doppelt vermietet wurde. Notgedrungen müssen sich zwei Familien das Haus teilen. Während die Tage gemeinsam vergehen, zeigt sich schnell, dass nicht nur die Fassade des Hauses bröckelt. Als schließlich ein Unwetter aufzieht, kommen auch lang gehütete Geheimnisse zwischen den Familien ans Licht.

Mein Leseeindruck: Die Inhaltsangabe hat sofort mein Interesse geweckt. Dennoch fiel mir der Einstieg zunächst etwas schwer. Der Prolog wirkte auf mich etwas verwirrend und auch an den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen.

Besonders gut gefallen haben mir die Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Familien sowie die Rückblicke in die Vergangenheit. Diese haben der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen. In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, die Spannung steigt spürbar. Dabei entlädt sich nicht nur das Unwetter am Himmel, sondern auch die angespannte Stimmung zwischen den Figuren im Ferienhaus. Dieser Showdown hat mich definitiv gepackt.

Die Protagonisten sind vielseitig gezeichnet. Ein paar waren mir sympathisch, andere hingegen konnte ich kaum leiden. Insgesamt wirkten sie jedoch authentisch. Jeder von ihnen bringt eigene Probleme mit und verbindet unterschiedliche Hoffnungen mit dem gemeinsamen Urlaub. Gleichzeitig hatte ich oft das Gefühl, dass sich die Familien selbst nicht unbedingt guttun und das Verhalten mancher Figuren blieb für mich nicht immer ganz nachvollziehbar.

Fazit: Ein spannender Roman mit kleinen Schwächen, der aber vor allem in der zweiten Hälfte mit seiner Spannung überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Auf zwei Rädern ins Abenteuer

SUPERBIKES Das große Vorlesebuch
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In dem Vorlesebuch erleben die „Superbikes“ rund um das große Velio-Rennen zahlreiche spannende Abenteuer. Die einzelnen Geschichten drehen sich um unterschiedliche Fahrräder, die alle individuell beschrieben ...

In dem Vorlesebuch erleben die „Superbikes“ rund um das große Velio-Rennen zahlreiche spannende Abenteuer. Die einzelnen Geschichten drehen sich um unterschiedliche Fahrräder, die alle individuell beschrieben und mit eigenen Charakterzügen ausgestattet sind. Gerade für kleine Fahrradfans bietet das Buch viele schöne Momente zum Staunen, Mitfiebern und Schmunzeln.

Der Schreibstil ist angenehm leicht, flüssig und für Kinder bis etwa 8 Jahre sehr gut verständlich. Die Geschichten sind lebendig erzählt und die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass sie sich wunderbar zum Vorlesen eignen. Gleichzeitig sind sie auch für Leseanfänger gut geeignet, weil die Handlung überschaubar bleibt.

Die Illustrationen sind farbenfroh, dynamisch und fangen die Szenen und die Bewegung der Geschichten sehr schön ein. Aus meiner Erwachsenensicht wirken die Fahrräder mit ihren „echten“ Köpfen teilweise ein wenig skurril oder ungewohnt, mein Sohn hingegen war davon begeistert. Und letztlich zeigt genau das, dass die Gestaltung ihre Zielgruppe offenbar sehr gut anspricht.

Was wir uns an einigen Stellen noch etwas mehr gewünscht hätten, ist mehr erzählerische Tiefe in den einzelnen Geschichten. Die Abenteuer sind durchweg unterhaltsam, liebevoll erzählt und kindgerecht aufgebaut, hätten an manchen Stellen aber noch ein wenig mehr Raum vertragen. Einige Figuren, Konflikte oder Entwicklungen hätten mit etwas mehr Ausarbeitung noch stärker wirken können.

Fazit: Ein liebevoll gestaltetes, unterhaltsames und kindgerechtes Buch, das vor allem kleine Fahrradfans begeistern dürfte. Es punktet mit sympathischen Figuren, einem gut verständlichen Schreibstil und farbenfrohen Illustrationen, die Kinder sofort ansprechen. Auch wenn die einzelnen Abenteuer stellenweise noch etwas mehr Tiefe hätten haben können, schmälert das den Lesespaß insgesamt kaum.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Pizza mit viel Käse und ein bisschen Magie

Pizza Piet: Das erste Stück Magie
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Inhalt: Die Pizzeria von Piets Vater steckt in der Krise. Die Konkurrenz ist groß, der Bankrott scheint unausweichlich. Da findet Piet zusammen mit seiner besten Freundin Anna einen geheimnisvollen Koffer ...

Inhalt: Die Pizzeria von Piets Vater steckt in der Krise. Die Konkurrenz ist groß, der Bankrott scheint unausweichlich. Da findet Piet zusammen mit seiner besten Freundin Anna einen geheimnisvollen Koffer mit magischen Tränken auf dem Dachboden. Ist das die Lösung für seine Probleme?

Unser Leseeindruck: Piet ist eine Figur, mit der man schnell mitfühlt. Der Verlust seiner Mutter, Probleme in der Schule und die drohende Existenzkrise seiner Familie lasten schwer auf ihm. Umso stärker wirkt sein Wunsch, nicht aufzugeben und sein Zuhause zu retten. Die magischen Tränke kommen da wie gerufen und eröffnen Möglichkeiten, von denen wohl viele Kinder (und auch Erwachsene) träumen: fliegen, unsichtbar sein, übermenschliche Kräfte besitzen, blitzschnell unterwegs sein und noch vieles mehr.

Doch wie so oft in Geschichten mit Magie bleibt es nicht nur bei den positiven Effekten. Die Anwendung der Tränke sorgt für einige turbulente und chaotische Situationen, die nicht immer ganz ungefährlich sind. Gerade im Umgang mit den Konsequenzen hätten wir uns stellenweise eine sensiblere Darstellung gewünscht, da manche Entwicklungen doch recht drastisch sind für junge Leserinnen und Leser.

Besonders gut gefallen haben uns dagegen die zentralen Botschaften der Geschichte. Mut, Selbstvertrauen und der Wille, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben. Auch die Freundschaft zwischen Piet und Anna ist liebevoll dargestellt und bildet einen starken emotionalen Kern der Handlung.

Der Schreibstil ist kindgerecht, gut verständlich und durch die größere Schrift angenehm zu lesen. Die Illustrationen lockern den Text auf und veranschaulichen das Geschehen zusätzlich.

Fazit: Ein unterhaltsames und fantasievolles Kinderbuch mit sympathischen Figuren, wichtigen Botschaften und einer guten Portion Magie. Mit kleinen Schwächen, dennoch bleibt eine charmante Geschichte, die Lust auf mehr macht – und definitiv auf Pizza 😉🍕

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