Profilbild von Azyria_Sun

Azyria_Sun

Lesejury Star
online

Azyria_Sun ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Azyria_Sun über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Vertraue hier niemandem

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
0

Worum geht’s?
Durch Zufall trifft Sylvia Adam, der ihr einen Job anbietet. Sie soll sich um seine Ehefrau kümmern, die sich nach einem Unfall kaum mehr bewegen und nicht sprechen kann. Aber ist Victoria ...

Worum geht’s?
Durch Zufall trifft Sylvia Adam, der ihr einen Job anbietet. Sie soll sich um seine Ehefrau kümmern, die sich nach einem Unfall kaum mehr bewegen und nicht sprechen kann. Aber ist Victoria wirklich so hilflos, wie sie scheint? Und war der Unfall wirklich das: Ein Unfall?

Meine Meinung:
Vor diesem Buch hatte ich wirklich Angst, da ich so viele eher verhaltenere Meinungen darüber gesehen habe. Aber da ich die Bücher, denen „Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?“ angeblich ähnelt, nicht gelesen habe, hat mich Freida McFadden auch mit diesem Buch total überzeugen können. Der Schreibstil hatte mich sofort gepackt und der Perspektivwechsel zwischen Gegenwart und Tagebuchauszügen war nicht nur gekonnt, sondern hat dieses unangenehme Kribbeln erzeugt, bei dem man merkt: Hier stimmt ganz gewaltig etwas nicht.

Die Protagonisten kamen mir nicht wirklich nahe, aber genau das spielt dem Buch fast schon in die Karten. Man bleibt auf Distanz – und genau dadurch wächst dieses Misstrauen. Jeder wirkt ein bisschen zu glatt, ein bisschen zu… falsch. Dennoch mochte ich die Auswahl der Charaktere, sei es unsere Hauptprotagonistin Sylvia oder auch Victoria. Über Freddy, Sylvias Ex, und über Mack hätte ich gerne mehr erfahren, das waren zwei Figuren mit echtem Potenzial. Aber was McFadden einfach kann, ist diese Dynamik zwischen den Charakteren: unterschwellig, manipulativ, ständig kippt etwas – und man merkt es oft erst, wenn es schon zu spät ist.

Das Buch selbst hat es dann wirklich in sich. Es beginnt – wie wir das von der Autorin gewohnt sind – absolut harmlos. Fast schon zu harmlos. Bis wir die ersten Tagebuchauszüge lesen, die die Spannung nicht nur anheizen, sondern regelrecht unter die Haut kriechen. Weil wir wissen ja: Da kommt noch was. Und zwar nichts Nettes. Wir sitzen wie auf Kohlen, weil wir ahnen, dass jede vermeintliche Sicherheit nur eine Illusion ist. Besonders stark ist hier der Aufbau: Vicky, die nicht sprechen kann. Die Nebenfiguren wie Maggie. Und natürlich Adam, der vielleicht ein bisschen zu perfekt ist. Alles greift so harmlos ineinander, dass man fast vergisst, wie gefährlich das Ganze ist – bis es einem um die Ohren fliegt.

Und dann dieses Setting: das abgelegene Haus, der Schneesturm, der Stromausfall, die komplette Isolation. Perfekt, um die Spannungsschraube immer weiter anzuziehen. Kein Entkommen, kein Ausweichen – nur dieses Gefühl, dass etwas eskaliert. Für mich ein echter Pageturner, den ich fast am Stück verschlungen habe. McFadden macht genau das, was sie am besten kann: dich in Sicherheit wiegen, nur um dir im nächsten Moment den Boden unter den Füßen wegzuziehen.

Fazit:
„Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?“ von Freida McFadden liefert genau das, was man erwartet – und spielt trotzdem gekonnt mit diesen Erwartungen. Die Mischung aus scheinbarer Harmlosigkeit, psychologischer Spannung und fiesen Wendungen funktioniert hier wieder richtig gut. Auch wenn die Figuren emotional etwas auf Distanz bleiben, sorgt genau das für dieses konstante Misstrauen, das das Buch so stark macht. Besonders das Setting und die Tagebuchstruktur treiben die Spannung konsequent voran. Für mich ein packender, atmosphärischer Thriller, der sich kaum aus der Hand legen lässt und definitiv Lust auf mehr von der Autorin macht.

5 Gänsehaut-Sterne von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Die wirkliche Wirklichkeit

Flora Brimble und der verlorene Frühling
0

Worum geht’s?
Flora Brimble ist ein kleines, unscheinbares Mädchen, das an einen warmen Regentag erinnert und gerne Geschichten schreibt. Als der Frühling ausbleibt, und sie auf Parzival und Grisold trifft, ...

Worum geht’s?
Flora Brimble ist ein kleines, unscheinbares Mädchen, das an einen warmen Regentag erinnert und gerne Geschichten schreibt. Als der Frühling ausbleibt, und sie auf Parzival und Grisold trifft, erlebt sie selbst eine wundersame und abenteuerliche Geschichte und trifft eine Person, die sie nie in der Wirklichkeit zu treffen geglaubt hätte.

Meine Meinung:
Das Buch „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel ist schon äußerlich ein kleines Kunstwerk – das fantasievolle, leicht düstere Cover und der hübsche Buchschnitt flüstern förmlich: Hier wartet etwas Besonderes auf dich. Und genau das bekommt man auch. Die Geschichte ist fantastisch, detailverliebt und mit einer ganz eigenen, leisen Magie geschrieben.

Die Altersangabe ab 10 Jahren halte ich für ambitioniert – der Schreibstil ist stellenweise komplex und fordert Aufmerksamkeit. Aber genau darin liegt auch der Reiz: Dieses Buch nimmt seine jungen Leser ernst und traut ihnen etwas zu. Dennoch würde ich es erst ab etwa 13 Jahren empfehlen.

Besonders bezaubernd sind die verspielten, kreativen Elemente – etwa wenn Flora die Tinte ausgeht und die Schrift im Buch immer feiner wird, bis sie verschwindet. Oder das „Buch im Buch“, das die Grenzen zwischen Geschichte und Wirklichkeit verschwimmen lässt. Solche Details sind nicht nur Spielerei, sie sind Teil der Magie.

Und dann diese Welt: randvoll mit Fantasie, Wesen und Orten, die gleichzeitig vertraut und völlig fremd wirken. Flora, die selbst so unscheinbar erscheint, wächst dabei über sich hinaus. An ihrer Seite: Parzival, sprechendes Eichhörnchen und Experte für quasi alles. Grisold, ein Kobold, dem man besser nicht zu sehr vertraut. Ihr wisst schon… Harriet – eine Begegnung, die eigentlich wirklich nicht wirklich ist.

Die Reise ist vielschichtig und klug aufgebaut. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, der erste ist Flora gewidmet, der zweite Harriet, der dritte beiden zusammen. Prüfungen, Aufgaben, Entscheidungen – und immer wieder die unterschwellige Frage: Was ist eigentlich wirklich? Die Dynamik zwischen den Figuren, vor allem zwischen Parzival und Grimsol, sorgt dabei immer wieder für kleine Funken – mal humorvoll, mal bissig. Man entdeckt Anklänge an bekannte Geschichten wie „Die Schneekönigin“ oder „Die unendliche Geschichte“, aber das Buch geht seinen eigenen Weg. Es ist stellenweise düster, manchmal fast unheimlich, dann wieder voller Wärme und Staunen. Vor allem aber ist es eines: mitreißend. Ein Buch, das einen hineinzieht wie ein geheimer Pfad in einen verborgenen Wald. Und in dem auch wir Erwachsenden immer wieder kleine Zweideutigkeiten entdecken, die den Kindern verborgen bleiben.

Fazit:
„Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel ist ein außergewöhnlich fantasievolles Kinderbuch, das weit über seine Zielgruppe hinaus begeistert. Es verbindet märchenhafte Elemente mit einer tiefgründigen, fast poetischen Erzählweise und schafft wundervolle Welten. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, die Ideen sprudeln nur so vor Einfallsreichtum und die Geschichte überrascht immer wieder. Besonders die kreative Umsetzung und die kleinen magischen Details machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Wer sich auf diese Reise einlässt, bekommt keine einfache Geschichte – sondern ein echtes Abenteuer zwischen Wirklichkeit und Fantasie.

5 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Abenteuer auf Rädern – Ein Bus voller Wissen

OTTO fährt los – Eine Reise nach England
0

Worum geht’s?
Es geht wieder los. Reiseziel diesmal? England. Passagiere? Freda, Arthur und Papa Martin. Doch die Reise mit Otto ist nicht nur eine normale Busfahrt, sondern eine Erlebnisreise voller wundervoller ...

Worum geht’s?
Es geht wieder los. Reiseziel diesmal? England. Passagiere? Freda, Arthur und Papa Martin. Doch die Reise mit Otto ist nicht nur eine normale Busfahrt, sondern eine Erlebnisreise voller wundervoller Abenteuer.

Meine Meinung:
Mit „OTTO fährt los – Eine Reise nach England“ haben wir unser erstes Otto-Buch von Madlen Ottenschläger gelesen. Und ganz ehrlich? Wir waren sofort verliebt! Die Altersangabe liegt bei ab 4 Jahren, aber auch mein knapp 3-jähriger war komplett gefesselt von Otto und seinen Mitreisenden. Der Schreibstil ist wunderbar kindgerecht, leicht verständlich und gleichzeitig auch für uns Große richtig unterhaltsam. Dazu kommen die liebevoll bunten und detailreichen Illustrationen von Stefanie Reich – man entdeckt auf jeder Seite etwas Neues, fast ein bisschen wie auf einer kleinen Schatzsuche.

Otto ist kein gewöhnlicher Bus, sondern ein richtiger Zauberbus. In ihm steckt so viel Magie, dass jede Fahrt zu einem Abenteuer wird. Und das Beste: In Otto passt einfach alles hinein, was man für eine Reise nach England braucht. Die Familie wirkt dabei ganz nahbar und echt – Papa Martin ist von seiner Frau getrennt, was viele Kinder heute kennen. Dadurch bekommt die Geschichte eine kleine, leise aber realistische Tiefe.

Unterwegs treffen wir auf ganz besondere Persönlichkeiten und Orte: von Sherlock Holmes bis hin zu Big Ben, dem Buckingham Palace oder dem Eurotunnel. Und genau hier passiert das kleine Wunder dieses Buches: Es vermittelt unglaublich viel Wissen – aber so spielerisch, dass man es gar nicht merkt. Ob englische Begriffe, typische Gerichte, Architektur oder spannende Hintergründe wie die Entstehung des Linksverkehrs – alles fließt ganz nebenbei in die Geschichte ein. Man hat nie das Gefühl, etwas lernen zu müssen, sondern erlebt es einfach mit. Jedes Wissenshäppchen ist in ein Abenteuer verpackt – und davon gibt es wirklich jede Menge in dem Buch.

Und genau deshalb lieben wir dieses Buch so sehr: Es wird bei uns aktuell mehrmals täglich gelesen, weil mein Kleiner einfach nicht genug davon bekommt. Und ehrlich gesagt… ich auch nicht.

Fazit:
„OTTO fährt los – Eine Reise nach England“ von Madlen Ottenschläger, liebevoll illustriert von Stefanie Reich, ist ein echtes Herzensbuch für kleine Entdecker. Es verbindet Abenteuer, Fantasie und Wissen auf eine wunderbar leichte und spielerische Art. Die Geschichte ist kindgerecht, warm und gleichzeitig voller spannender Eindrücke aus England. Dabei lernen Kinder ganz nebenbei, ohne es überhaupt zu merken. Für uns ein Buch, das nicht nur einmal gelesen wird, sondern immer wieder aufs Neue begeistert.

5 Sterne von uns.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Lord, ein Lorbeer, ein Killer

Der Killer im Lorbeer
0

Worum geht’s?
Der Lorbeer stirbt. Er ist befallen. Arthur Escroyne setzt alles daran, den Killer seines Lorbeers zur Strecke zu bringen – während seine Verlobte auf tatsächlich relevanter Killerjagd ist. ...

Worum geht’s?
Der Lorbeer stirbt. Er ist befallen. Arthur Escroyne setzt alles daran, den Killer seines Lorbeers zur Strecke zu bringen – während seine Verlobte auf tatsächlich relevanter Killerjagd ist. Denn im Ort wurden zwei Frauen brutal ermordet. Prioritäten sind schließlich eine Frage der Perspektive.

Meine Meinung:
Mit „Der Killer im Lorbeer“ erleben wir den ersten Fall der Arthur-Escroyne-Reihe – von und mit Arthur Escroyne, 36. Earl von Sutherly. Und ich fand es schlichtweg grandios. Man muss britischen Humor mögen, dieses trockene, leicht absurde Understatement – aber wenn man darauf anspringt, fühlt sich dieses Buch an wie ein perfekt aufgebrühter Afternoon Tea.

Arthur erzählt immer wieder aus der Ich-Perspektive und kommentiert mit einer Mischung aus aristokratischer Selbstverständlichkeit und subtiler Selbstüberschätzung. Er lebt in einem charmant heruntergewirtschafteten Schloss, gemeinsam mit Rosie – Detective Inspector und seine Verlobte. Während sie hochkonzentriert einen Serienmörder jagt, beschäftigt sich Arthur mit seinem ganz persönlichen Endgegner: einem offensichtlich hochorganisierten Angriff auf seinen Lorbeer.

Sein Beruf als Designer von Kekspackungen wirkt dabei fast schon beruhigend bodenständig – zumindest im Vergleich zu seinem zunehmend eskalierenden Gärtnerkrieg. Denn Arthur reagiert auf den Befall nicht etwa gelassen, sondern mit einer beeindruckenden Entschlossenheit zur vollständigen Auslöschung. Gift, Säure, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird in Betracht gezogen. Man könnte sagen: Er zeigt ein gewisses Talent für Überreaktion.

Und genau daraus entsteht dieser herrlich britische Witz. Während im Dorf ein echter Killer mit ähnlicher Methodik unterwegs ist, führt Arthur seinen eigenen, nicht minder engagierten Feldzug gegen das Ungeziefer. Die Parallelen sind so trocken eingestreut, dass man sie fast überliest – bis man plötzlich merkt, wie absurd brillant das Ganze eigentlich ist. Dazu kommt das volle Programm: ein Dorf, das mehr Geheimnisse hat als es Einwohner geben sollte, Klatsch und Tratsch, wunderbar exzentrische Figuren und genug Verwicklungen, um selbst abgebrühte Leser bei Laune zu halten. Trotz aller Leichtigkeit bleibt der Kriminalfall präsent und sorgt dafür, dass man das Buch nicht nur schmunzelnd, sondern auch gespannt liest.

Fazit:
„Der Killer im Lorbeer“ von Arthur Escroyne ist ein Cosy Crime, der britischen Humor in seiner besten Form liefert: trocken, subtil und herrlich bissig. Die Gegenüberstellung von Arthurs überdramatischem Gartenkrieg und Rosies ernsthafter Ermittlungsarbeit sorgt für konstanten Unterhaltungswert. Gleichzeitig überzeugt der Roman mit einer charmanten Dorfatmosphäre und liebevoll gezeichneten Figuren. Die Mischung aus Witz und Spannung ist ausgewogen und funktioniert überraschend gut. Ein Auftakt, der nicht nur unterhält, sondern auch ziemlich stilvoll die Grenzen des Genres austestet.

5 hochherrschaftliche Sterne von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Jetzt kann nichts mehr schiefgehen

Fettnäpfchenführer Frankreich
0

Worum geht’s?
Sophie ist als Erasmus-Studentin in Frankreich – und verliebt sich unsterblich in Pierre. Mit ihm tourt sie durch das Land und lernt seine Familie und Freunde kennen. Dabei stellt sie fest, ...

Worum geht’s?
Sophie ist als Erasmus-Studentin in Frankreich – und verliebt sich unsterblich in Pierre. Mit ihm tourt sie durch das Land und lernt seine Familie und Freunde kennen. Dabei stellt sie fest, dass Frankreich eine ganz andere Welt ist, als sie zunächst dachte und ihr jede Menge Fauxpas unterlaufen können.

Meine Meinung:
Mit ihrem „Fettnäpfchenführer Frankreich“ hat Felicitas Meyer einen wirklich unterhaltsamen Reiseknigge geschrieben, der nicht nur vollgepackt mit Infos ist, sondern sich auch noch absolut amüsant und kurzweilig lesen lässt – und einen dabei ganz nebenbei charmant darauf hinweist, wie wenig man eigentlich über Frankreich weiß.

Ein bisschen bin ich wie Sophie und habe von Frankreich so gut wie keine Ahnung, musste ich nach dem Lesen feststellen. Wohingegen mein Mann – wie Pierre – ein richtiger Frankreichexperte ist, dort drei Jahre gelebt und gearbeitet hat und das Land liebt. Von daher ist das Buch für mich perfekt. Und die Geschichte um Sophie und Pierre macht das Ganze nicht nur informativ, sondern zu einer wirklich unterhaltsamen Lektüre, bei der man sich mehr als einmal selbst ertappt fühlt.

Der Aufbau gefällt mir hierbei wirklich gut. Wir erleben erst gemeinsam mit Sophie und Pierre eine mal mehr, mal weniger glanzvolle Situation – und dürfen anschließend erfahren, worauf die beiden hätten achten müssen oder manchmal auch, dass alles richtig war und der Teufel einfach im Detail steckte. Dazu kommen weitere, gut geschriebene Erklärungen zu Gegebenheiten, Feiertagen, Örtlichkeiten und Situationen sowie Hinweise darauf, worauf man bei sprachlichen Feinheiten achten sollte – also genau die Dinge, die einem sonst zuverlässig erst im falschen Moment auffallen. Und jede Menge Tipps und Tricks, wann z.B. der Vorabkauf einer Eintrittskarte oder eine Reservierung sinnvoll sind.

Und neben all diesen unzähligen, wundervollen Dingen kann man das Buch z.B. auch als Reiseplaner nehmen, denn Sophie und Pierre erleben nicht nur verschiedene Situationen, sondern machen ganz nebenbei noch eine Rundreise durch Frankreich, bei der die wichtigsten, aber auch schönsten Orte mit abgedeckt werden. Ein wirklich tolles und empfehlenswertes Buch!

Fazit:
Der „Fettnäpfchenführer Frankreich“ von Felicitas Meyer ist weit mehr als ein klassischer Reiseknigge – er ist unterhaltsam, lehrreich und dabei herrlich nah am echten Leben. Durch die Geschichte rund um Sophie und Pierre werden die kulturellen Unterschiede nicht trocken erklärt, sondern lebendig und greifbar gemacht. Man lernt unglaublich viel, ohne es überhaupt zu merken, und fühlt sich gleichzeitig bestens unterhalten. Besonders gelungen ist die Mischung aus Story, Wissen und praktischen Tipps. Für alle Frankreich-Reisenden – oder solche, die es werden wollen – eine klare Empfehlung.

5 Sterne von mir

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere