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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

wunderbares Buch mit außergewöhnlichen Rezepten

Alles Kartoffel
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Martin H. Lorenz führt zunächst in Kartoffelarten und -sorten ein, stellt danach alte Sorten und Neuzüchtungen vor; praktisch sind die abschließenden Tabellen, die auch einen Kommentar zum Geschmack enthalten, ...

Martin H. Lorenz führt zunächst in Kartoffelarten und -sorten ein, stellt danach alte Sorten und Neuzüchtungen vor; praktisch sind die abschließenden Tabellen, die auch einen Kommentar zum Geschmack enthalten, dazu. Sehr interessant finde ich auch die Ausführungen zu Inhaltsstoffen, Heilwirkungen oder perfekten Kombinationen zur Kartoffel. Der große, sich anschließende Rezeptteil, gegliedert in die Kapitel Grundzubereitungen, Basisrezepte, Vorspeisen, Salate & Bowls, Suppen & Eintöpfe, Vergetarische Rezepte, Kartoffelpasta & Co, Fleisch, Rustikal, Fisch, Brot sowie Desserts bietet über 70 aufregende Rezepte, die ich zu einem großen Anteil trotz jahrzehntelanger Kocherfahrung so noch nie probiert habe oder zubereitet hätte; häufig handelt es sich um welche, die Köche aus, wohl bekannten, Restaurants weitergeben und die ich unbedingt ausprobieren muss. Hierbei finde ich ausgesprochen hilfreich, dass neben der guten Anleitung auch Vorbereitungs- und Kochzeit sowie ein Schwierigkeitsgrad genau angegeben werden. Mir gefallen auch sehr die genauen Angaben zum Anrichten sowie die professionellen Fotos der fertig angerichteten Speise. Hier ein paar Beispiele an aufregenden Rezepten: Rote-Bete-Carpaccio mit Kartoffel-Savarin, Kartoffel-Espuma mit Shrimp und Kaffee, Massaman-Curry mit Sieglinde-Kartoffeln, Cappucino vom Tintenfisch mit Kartoffel-Milch-Schaum, Süßkartoffelgratin mit Ziegenkäse, Masala Dosa mit Kartoffel-Curry, Bratkartoffelbrot sowie die Süße Kartoffeltorte. Unter den Rezepten finden sich übrigens erstaunlich viele, die sich in einer alltagstauglichen Zeit zubereiten lassen, aber eben auch welche, die man für besondere Anlässe „servieren“ kann; am hübschesten angerichtet finde ich den Rehrücken mit Kartoffelknödel & Blaukrautpüree.

Ich bin sicher, jeder wird in diesem hochweritg erstellten Buch mit ansprechenden, abwechslungsreichen und ungewohnten Rezepten viele eigene Favoriten finden. Und, wer sich damit noch nicht beschäftigt hat, findet eine Anleitung zum Kartoffelanbau zu Hause.

Veröffentlicht am 06.04.2026

ansprechende, alltagstaugliche Rezepte französischer Küche

Meine grüne französische Bistro-Küche
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Anne-Katrin Weber stellt in diesem Buch alltagstaugliche, unkomplizierte Rezepte vor, die überwiegend vegetarisch daherkommen, aber auch ausgewählte Fleisch- und Fischrezepte sowie einige etwas aufwändigere ...

Anne-Katrin Weber stellt in diesem Buch alltagstaugliche, unkomplizierte Rezepte vor, die überwiegend vegetarisch daherkommen, aber auch ausgewählte Fleisch- und Fischrezepte sowie einige etwas aufwändigere Rezepte für besondere Anlässe.

Unterteilt hat sie die Rezepte in verschiedene Kapitel, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Zwischen den Kapiteln erzählt Anne-Katrin Weber unter anderem über französische Regionen, Begenungen, Vorlieben und nimmt den Leser so mit auf eine kulinarische Reise. Es finden sich Vorspeisen, Salate, Tartes, Quiche, kleine Gebäcke…, zu meiner Freude auch ein Kapitel zur Bretagne. Die Auswahl finde ich sehr gelungen, viele Rezpte überraschend, was die Würzung oder Zusammenstellung betrifft und manchesmal habe ich entdecke ich eine spannende Abwandlung oder ein ganz neues, aufregendes Rezept.

Für jedes Rezept gibt es eine kurze Einstimmung, eine sehr gute, leicht verständliche Anleitung, die mit Tipps, der genauen Zubereitungszeit sowie einem ganzseitigen Foto der fertigen Speise ergänzt wurde. Für mich finde ich beispielsweise ein Rezept für einen Kichererbsendip mit ungewohnter Würzung, Panisses Marseillaises, Bulgursalat mit Granatapfel und Salzzitronen, Kürbis-Harira, den Zitronrnkuchen mit Olivenöl, der Chiccoree Gratin sowie Far Breton besonders spannend; aber eigentlich fallen alle Gerichte sehr ansprechend aus und ich werde viele von ihnen nachkochen oder -backen.

Veröffentlicht am 05.04.2026

schenkt schöne Momente

Der Rikscha-Fahrer, der dir das Glück zeigt
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Biyon Kattilathu erzählt in diesem Buch neue Geschichten und Erlebnisse des Rikschafahrers Rahul, dessen Fahrten stets nichts kosten, der Fahrgast aber für das Lebensgefühl während der Fahrt zahlen kann ...

Biyon Kattilathu erzählt in diesem Buch neue Geschichten und Erlebnisse des Rikschafahrers Rahul, dessen Fahrten stets nichts kosten, der Fahrgast aber für das Lebensgefühl während der Fahrt zahlen kann und unabhängig davon, ein kleines Geschenk, passend zu seiner erlebten Fahrt erhält, die an den jeweiligen Aspekt des Glücks erinnert.

Ich habe bereits mehrere Bücher von Biyon gelesen, mag seine direkte und herzliche Art sehr. Auch diesesmal sind die Geschichten zum Glück leicht erzählt, berühren und lassen vielleicht auch nachdenken oder wiedererkennen. Einzelne Gechichten sind nicht unbedingt neu, aber doch so schön, dass sie auch öfter erzählt und gelesen werden können. Mir haben sie so gut gefallen, dass ich dieses schön illustrierte Buch in einem Rutsch durchgelesen habe, eine sehr schöne Zeit, Entspannung und Glück dabei gefunden habe und das Buch gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 04.04.2026

kleine Auszeit und Entdeckungsreise

Zu Gast an der Amalfiküste
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Christine Gräfin Pahlen nimmt den Leser mit diesem Buch auf Entdeckungsreise entlang der Amalfiküste, stellt Trattorien, Ristauranti, Osterien… und ihre Betreiber vor, ergänzt durch Rezepte und vor allem ...

Christine Gräfin Pahlen nimmt den Leser mit diesem Buch auf Entdeckungsreise entlang der Amalfiküste, stellt Trattorien, Ristauranti, Osterien… und ihre Betreiber vor, ergänzt durch Rezepte und vor allem durch die bezaubernden und excellenten Fotos Mayk Wendts. Die Autorin gibt ihre Tipps fürs Shoppen, Besichtigen und Speisen auf der jeweiligen Seite der Region ab.

Das Buch wurde sehr hochwertig und fotoreich erstellt und vermittelt dem Leser eine kleine Auszeit an der Amalfiküste. Es handelt sich hier wirklich nur um eine kleine Inspiration und keinesfalls um einen Reiseführer. Eine Reise durch viele vorgestellte Gastronomiebetriebe und Vorstellen der Betreiber steht hier eindeutig im Mittelpunkt. Die Rezepte werden gut erklärt und auch durch ein Foto ergänzt; es finden sich einfache bis sehr aufwändige, bodenstängige bis Amuse Geuels, beispielsweise mit Geltropfen in Szene gesetzt. Darunter sind, wie man es erwartet, Pasta-, Pizza- und belegte Brote-Rezepte. Vorstellen, nachzukochen könnte ich mir beispielsweise „Cannelloni del Centenario“ oder „Scallatielli con Gamberi Di Nassa E Limoni Di Positano“; bei einem großen Teller Risotto, dekoriert mit einer Garnele oder Rezepten, die für zwei Personen Mengenangaben wie 7g Eigelb, 23g ZUcker, 14g Zitronensaft 7g Butter und 17g Milch oder Eisbindemittel haben, bin ich allerdings nicht mehr dabei. Freunde der italienischen Küche können hier insgesamt in einer großen Auswahl an vielfältigen Rezepten schwelgen und diese nachkochen.

Es ist sicher nicht einfach, einen kombinierten Reisebegleiter sowie ein Kochbuch in einem Buch gemeinsam gerecht zu werden. Es handelt sich hier nur um kleine Inspirationen, die den Leser aber beim Durchblättern schon ein klein wenig entlang der Almafiküste mitnehmen. An Gastronomiebetrieben hätten es für mich gar nicht so viele sein müssen; ich weiß auch nicht, ob es sich da um Geheimtipps handelt.Gerne hätte ich noch mehr der sehr ansprechenden Fotos Mayk Wendts gesehen, die den Leser auf eine Entdeckungsreise mitnehmen.

Veröffentlicht am 03.04.2026

sehr informativer und ausgesprochen schön gestalteter Bildband

Japanische Zen-Gärten
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Yoko Kawaguchi, in Tokyo geboren, wuchs unter anderem in Japan auf, beschäftigt sich sich seit vielen Jahren mit der Geschichte und der Gestaltung japanischer Gärten, lehrt darüber und hat auch dazu bereits ...

Yoko Kawaguchi, in Tokyo geboren, wuchs unter anderem in Japan auf, beschäftigt sich sich seit vielen Jahren mit der Geschichte und der Gestaltung japanischer Gärten, lehrt darüber und hat auch dazu bereits mehrere Bücher geschrieben; bei diesem Buch handelt es sich um eine Sonderausgabe.

Im Vorwort sowie in der Einführung erhält man, ergänzt durch einen Zeitstrahl mit vielen Eintragungen, eine kleine Übersicht, wie sich der japanische Garten im Laufe der Zeit und Einflüsse entwickelt hat, vom Kies-, Moos- oder Wassergarten ohne weitere Pflanzen hin zu Möglichkeiten, die auch Bäume wie Ahorn, Büsche oder Blüher enthalten können.

Im ersten Teil des Buches erhält man einen historischen Überblick von japanischen Zen-Tempeln und ihre Gärten, anschaulich mit vielen Fotos, textlichen Informationen, Linolschnitten sowie zahlreichen Fotos belegt. Der zweite Teil erläutert Symbole und Motive japanischer Zen-Gärten, wie einen Drachentor-Wasserfall und Karpfenstein oder aus der daoistischen Bilderwelt Kranich, Schildkröte und die Insel der Unsterblichen. Die Sicht, das ein Zen-Garten , sei er auch noch so winzig, eine Illusion von Weite und Ferne beinhaltet, dass sich die Zen-Gärten mit der Zeit auch zu größeren Gärten entwickelt haben, die Landschaften oder eine Teeplantage nachempfinden, wird faszinierend, sehr interessant und vielschichtig vermittelt. Die vielen vorgestellten und berühmten Gärten und das enorme Wissen der Autorin beeindrucken mich zutiefst und vermitteln mir das Thema sehr intensiv. Um das Buch zu genießen, sollte man es in kleinen Etappen lesen und die vielen Informationen wirken lassen. Es ist sicher kein Buch um es schnell durchzulesen; da würde vieles untergehen; ich werde es immer wieder zur Hand nehmen und darin etappenweise die einzelnen Gärten wieder betrachten, habe aber bereits nach dem ersten Lesen und Betrachten einen gut erklärten, fundierten Einblick in Zusammenhänge und Gestaltungen gefunden.