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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

Spannend und grausam

Warum sie sterben musste
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Klappentext:

Während einer Jahrhundertflut wird die Abiturientin Carolin Hau grausam getötet. Der Verdacht fällt rasch auf ihren Stalker, doch er entzieht sich der Festnahme und verschwindet spurlos. ...

Klappentext:

Während einer Jahrhundertflut wird die Abiturientin Carolin Hau grausam getötet. Der Verdacht fällt rasch auf ihren Stalker, doch er entzieht sich der Festnahme und verschwindet spurlos. Zurück bleibt die Frage, warum Carolin sterben musste.

15 Jahre später trifft eine weitere Sturmflut die Lübecker Bucht. Am nächsten Morgen liegt ein Toter am Strand, die Umstände seines Todes weisen deutliche Parallelen zu Carolins Fall auf.Dr.Ivo Beddenbrock, einst Gerichtsmediziner, heute Ermittler im LKA Kiel ist überzeugt: Carolins Mörder hat die Küste nie verlassen.

Gemeinsam mit seiner Kollegin, Cinzia Rix, einer früheren Zielfahnderin , folgte den alten Spuren und entdeckt eine Tragödie, die bis heute nachwirkt. Dann zieht die dritte Sturmflut auf… Und der Mörder hat sein nächstes Opfer längst im Blick.

Es ist der erste Fall einer neuen Reihe,deren ungleiches Ermittlerteam mir gut gefallen hat.

Von Anfang an wird große Spannung aufgebaut, die sich durchgehend hält. Das Buch erfordert höchste Konzentration beim Lesen, was den vielen vorkommenden Personen geschuldet ist und außerdem an der ständig wechselnden Zeit liegt. es ist sicher nicht für Leser mit schwachen Nerven geeignet, da es sehr viele grausame Szenen und Ereignisse gibt, die mich manchmal beim Lesen schlucken ließen. manchmal überrollten mich die Ereignisse förmlich, und es fiel schwer, den Überblick zu behalten.

ich bin gespannt auf weitere Fälle mit dem sympathischen Team.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Durchgehend spannend

Nebelbeute
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Ein Fall aus der Vergangenheit läßt die Ermttlerin Mila Weiss nicht los.Johannes Toblach,der mehrere Kinder entführt hat ,um sie an reiche Paare zu verkaufen,konnte nie dingfest gemacht werden.Auf der ...

Ein Fall aus der Vergangenheit läßt die Ermttlerin Mila Weiss nicht los.Johannes Toblach,der mehrere Kinder entführt hat ,um sie an reiche Paare zu verkaufen,konnte nie dingfest gemacht werden.Auf der Suche nach ihm ,kommt sie in ein abgelegenes Bergdorf,wo kurz nach ihrer Ankunft mehrere Leute auf sehr brutale Weise ermordet werden.Kurz darauf ist auch Mila verschwunden und der Rest der Ermittlergruppe 4 macht sich auf den Weg in die tief verschneite Abgeschiedenheit.

Bereits das vorhergehende Buch „ Aschesommer“ konnte mich überzeugen und so habe ich mich auf die neue Episode sehr gefreut.
Es gibt mehrere Erzählstränge, die zuerst separat laufen, am Ende aber zusammengefügt werden. Erneut ist es ein Buch, was nicht für Leser mit schwachen Nerven geeignet ist, dazu sind die einzelnen Szenen zu grausam. Ich habe die Story mit wachsender Anspannung verfolgt und war aufs Neue von der Erzählkunst des Autors begeistert.
Es gefiel mir gut ,dass man erneut einiges aus dem Privatleben der Ermittler erfährt, wodurch sich eine intensivere Bindung an die Protagonisten einstellt.
Ich freue mich auf weitere Fälle und vergebe verdiente fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Leben in verschiedenen Welten

Solange ein Streichholz brennt
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Alinas Karriere als Journalistin ist an einem Scheideweg,als sie die Chance für die Reportage über das Leben eines Obdachlosen bekommt.Auf der Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit, streift sie durch ...

Alinas Karriere als Journalistin ist an einem Scheideweg,als sie die Chance für die Reportage über das Leben eines Obdachlosen bekommt.Auf der Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit, streift sie durch Köln und trifft dabei auf Daniel Bohm, der seit fünf Jahren auf der Straße lebt und gerade mit dem Schnitzen von Holzmäusen beschäftigt ist. Sie denkt, er könnte sich eignen und spricht ihn diesbezüglich an. Zuerst lehnt er ab, als er aber dringend Geld für eine Tierarztrechnung für seinen verletzten Hund benötigt,stimmt er zu. Daniel und Alina, gegensätzlicher könnten zwei Menschen nicht sein, doch je mehr sie sich kennenlernen,umso größer wird die Verbundenheit zwischen ihnen.Darf es Zuneigung zwischen so unterschiedlichen Menschen geben?

Das Buch hat mich von Anfang an sehr bewegt und in seinen Bann gezogen. Es ist keine Geschichte, die von großen Szenen lebt, sondern es sind die kleinen Dinge, welche in unserem Leben von so großer Wichtigkeit sind.Die aufkeimende Zuneigung zwischen den Protagonisten,erste zarte Gefühle,ein scheuer Kuss,der Autor versteht es hervorragend das zu transportieren,ohne jemals ins Kitschige abzudriften.
Das Buch regt zum Nachdenken über die Menschen an, an denen man im Alltag oft gedankenlos vorbei läuft, ohne etwas über ihr Schicksal zu wissen. Lange Zeit bleibt man beim Lesen auch über Daniels Geschichte im Unklaren.Als seine Vergangenheit offenbart wird ,hatte ich einen dicken Kloß im Hals.
Auch wenn bei dem Zusammentreffen von Vergangenheit und Gegenwart ein bisschen Glanz hereinleuchtet ,bleibt es realistisch und nachvollziehbar.Das Buch ,was auch von dem wunderbaren Vortrag von Maria Wördemann und Robert Stadlober lebte,rundete den Genuß ab.
Das Buch wird bestimmt noch einige Zeit nachhallen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein langer Weg zum Glück

Lübecks Töchter. Der Traum von Liebe und Gemeinschaft
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Auch im zweiten Band der Reihe steht die Höhere Töchterschule im Mittelpunkt des Geschehens. nachdem die Gründerin der Schule, ihre Schwester Clara gestorben ist und die zweite Schwester nach Amerika auswanderte ...

Auch im zweiten Band der Reihe steht die Höhere Töchterschule im Mittelpunkt des Geschehens. nachdem die Gründerin der Schule, ihre Schwester Clara gestorben ist und die zweite Schwester nach Amerika auswanderte führt Amélie die Schule alleine. sie sieht es nach wie vor als ihre Berufung, einen Heiratsantrag ihres geliebten Richards lehnt sie ab, worauf dieser, nach einem Angebot seines Chefs, eine neue Aufgabe in Amerika übernimmt. Natalie ist inzwischen erwachsen und hat auch den Beruf der Lehrerin ergriffen, sieht es aber nicht wirklich als ihren Lebensinhalt, auch die ehrliche Liebe von Moritz ,dem Bäckerjungen lehnt sie ab,sondern versucht mithilfe ihrer Freundin Fanny Zugang zur besseren Gesellschaft zu finden,was jedoch fatal endet.

Erneut ist es der Autorin gelungen mich in das Leben des ausgehenden 19.Jahrhunderts zu katapultieren. Ich habe mit den Hauptprotagonisten,aber auch mit den anderen mehr oder weniger sympathischen Figuren,gellitten,manchmal ( aber wenig) gelacht und bin ihnen durch Höhen und Tiefen gefolgt.Durch die sehr detailreichen Beschreibungen war mein Kopfkino immer hautnah am Geschehen.

Auch wenn zum Glück aus heutiger Sicht vieles nicht mehr vorstellbar ist,gibt es ( leider) immer noch einiges ,was in den Köpfen der Menschen weiterhin verankert ist.

Das Buch fand ein harmonisches Ende,was mir gut gefiel.Erneut gab es ein aufschlussreiches Nachwort der Autorin,was die Geschichte zusätzlich aufwertete.Von mir fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Von der Zahlenwelt in die Natur

Die Liebe trägt Gummistiefel
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Die Investmentbankerin Tess fühlt sich wohl in ihrem Job, als ein Gesundheitsbefund sie aus der Spur bringt. als ihr Chef ihr eine zweimonatige Auszeit vorschlägt, nimmt sie an, dreht Manhattan den Rücken ...

Die Investmentbankerin Tess fühlt sich wohl in ihrem Job, als ein Gesundheitsbefund sie aus der Spur bringt. als ihr Chef ihr eine zweimonatige Auszeit vorschlägt, nimmt sie an, dreht Manhattan den Rücken und begibt sich auf eine Wanderung auf den Pennine Way,sie stellt dabei fest ,daß Wandern nicht ihr Ding ist.Bei einem medizinischen Notfall einer anderen Wanderin,trifft sie auf den sympathischen Bergretter Gregg und findet sich kurz darauf auf der Farm seiner Familie wieder.Als seine Nachbarin Fran ihr ein kleines Cottage vermietet,steht einer Auszeit,in einer ,für sie völlig fremden Welt ,nichts mehr entgegen.Schon kurze Zeit später fühlt sie sich in der neuen Umgebung pudelwohl,findet neue Aufgaben und Gregg sorgt für Schmetterlinge in ihrem Bauch.

Obwohl ich den ersten Teil dieser Reihe nicht kenne, habe ich mich sofort in die Geschichte, inklusive aller Protagonisten verliebt. Die Autorin vermittelt durch ihre empathische Erzählweise das Gefühl mitten in der wunderschönen Landschaft zu sein und zum Mitglied der verschworenen Gemeinschaft zu mutieren.
Sowohl alle Mitglieder der Großfamilie ,hier hat sich besonders Poppy ,das Mädchen mit dem Down Syndrom in mein Herz geschlichen,waren mir auf Anhieb sympathisch, ich habe ihren Lebensweg gerne ein Stück begleitet.Die Vielzahl der behandelten Themen,unter anderem Schwangerschaft,Neubeginn nach zerbrochener Beziehung und berufliche Neuorientierung fügten sich nahtlos in den Wohlfühlroman ein.
Die angenehme Stimme von Hannah Baus war sozusagen das Sahnehäubchen auf der Geschichte.Von mir eine Leseempfelung und fünf Sterne.

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