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Veröffentlicht am 15.04.2026

Mord ist die beste Beseitigung - Krimi-Komödie mit Tommi und Svetlana

Mord ist die beste Beseitigung
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„Mord ist die beste Beseitigung“ von Volker Klüpfel ist der zweite Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerduo Tommi und Svetlana, einem erfolglosen Möchtegern-Schriftsteller und einer ukrainischen Putzfrau.

Nachdem ...

„Mord ist die beste Beseitigung“ von Volker Klüpfel ist der zweite Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerduo Tommi und Svetlana, einem erfolglosen Möchtegern-Schriftsteller und einer ukrainischen Putzfrau.

Nachdem sie erfolgreich den Fall um das „einsame Kind“ gelöst haben, geraten die beiden in einen neuen Fall, der sie erneut in ein skurriles Geflecht aus Verdächtigen, seltsamen Begegnungen und kuriosen Spuren führt.

Ausgangspunkt ist ein rätselhafter Reiseruf zu einer vermissten Person – und lässt sie mitten in ihren neuen Fall stolpern. Denn die gesuchte Person befindet sich ausgerechnet auf der Autobahn direkt vor ihnen. Wenn das mal nicht ein Wink des Schicksals ist und die Ermittlungen rasant beginnen lässt...

Der Einstieg in die Geschichte gelingt sehr leicht, vor allem, wenn man den ersten Band kennt. Viele Anspielungen und bekannte Figuren tauchen wieder auf, sodass man sich schnell wieder mitten im Geschehen fühlt. Für mich persönlich macht das den Reiz der Reihe aus – Tommi und Svetlana sind einfach ein Duo, das man gerne begleitet und bei dem man zwischen Totlachen und Kopfschütteln schwankt. Besonders schön ist, dass auch die vielen schrulligen Nebencharaktere wie Kommissarin Schneider, Tommis Vater und Ordnungsamtsvertreter Kleinschmidt wieder mit dabei sind.

Während die Handlung im Laufe des Buches zunehmend Fahrt aufnimmt, wird schnell klar, dass vor allem Svetlana die treibende Kraft hinter den Ermittlungen ist. Ihre Herangehensweise als Hobby-Detektivin wirkt erfrischend und authentisch, während Tommi in diesem Band deutlich chaotischer und stellenweise fast schon überfordert wirkt. Das hat mich zwischendurch eher genervt als unterhalten – so verpeilt kann man eigentlich kaum sein. Dafür sorgen seine teils völlig absurden Buchideen immer wieder für humorvolle Momente. Hoffentlich gelingt es ihm, zum Wohle der Menschheit, niemals ein Buch zu schreiben.

Spannend bleibt die Geschichte vor allem durch ihre vielen offenen Fragen und kleinen Rätsel. Einige Handlungsstränge entwickeln sich allerdings sehr langsam, sodass man sich zwischendurch fragt, wann bestimmte Elemente – wie etwa die angekündigte „dubiose Selbsthilfegruppe“ vom Klappentext– endlich eine größere Rolle spielen. Dafür gibt es immer wieder überraschende Wendungen und falsche Fährten, die einen bei der Stange halten.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse fast ein wenig. Der Showdown ist unterhaltsam, wirkt aber im Vergleich zum restlichen Aufbau etwas kurz und komprimiert. Am Ende des Buches bleiben bei mir wieder einige offene Fragen zurück, die möglicherweise im dritten Band beantwortet werden.

Insgesamt ist „Mord ist die beste Beseitigung“ ein unterhaltsamer, stellenweise sehr klamaukiger Krimi mit einem liebenswerten Ermittlerduo. Auch wenn er für mich nicht ganz an den ersten Band heranreicht, hatte ich dennoch Spaß beim Lesen und bin gespannt, wie es mit Tommi und Svetlana weitergeht.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Schneewittchen hat jetzt 4 Hufe - da ist süßes Chaos vorprogrammiert

Die Märchenponys, Band 1 - Schneewittchen hat jetzt vier Hufe
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Was passiert eigentlich, wenn Märchenfiguren genug von ihrem immer gleichen Rollenklischee haben? Genau das thematisiert dieses zauberhafte Kinderbuch "Die Märchenponys" aus dem Ravensburger Verlag – ...


Was passiert eigentlich, wenn Märchenfiguren genug von ihrem immer gleichen Rollenklischee haben? Genau das thematisiert dieses zauberhafte Kinderbuch "Die Märchenponys" aus dem Ravensburger Verlag – und liefert eine herrlich originelle Antwort: Sie streiken kurzerhand für bessere Arbeitsbedingungen, denn auch sie wollen Urlaub.

Die Oberfee Edora stellt die Figuren daraufhin vor eine ungewöhnliche Wahl: Weiterhin brave Märchenfigur bleiben oder ein neues Leben als Pony in der Menschenwelt beginnen – inklusive magischer Fähigkeiten. Sieben von ihnen entscheiden sich für das Abenteuer und landen als Märchenponys auf einem idyllischen Hof, auf dem die junge Jonna mit ihrer Familie lebt.

Dort beginnt eine turbulente, witzige und herzerwärmende Geschichte: Die Ponys entdecken nach und nach ihre ganz eigenen Zauberkräfte und sollen mit deren Hilfe sieben gute Taten vollbringen, um sich vielleicht eines Tages zurückverwandeln zu können.

Besonders schön ist, wie kindgerecht und echt die Geschichte erzählt wird. Themen wie Schüchternheit, Angst vor Referaten oder der Mut, vor anderen zu sprechen, werden aufgegriffen und sind für viele Kinder wichtige Alltagsthemen.

Die erste gute Tat – der schüchternen Mila zu helfen, ihre Angst vor Pferden zu überwinden und ein Referat zu meistern – ist ein wunderbarer Einstieg und zeigt direkt, worum es im Kern geht: Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.

Dabei wird es nie langweilig: Die Ponys geraten in herrlich chaotische Situationen, schleichen durchs Gutshaus, belauschen Menschen, besuchen Hühner und sorgen immer wieder für lustige Momente, bei denen man einfach schmunzeln muss. Jedes Pony hat dabei eine ganz eigene Persönlichkeit, was die Geschichte besonders lebendig macht.

Die Atmosphäre auf dem Hof ist so warm und detailreich beschrieben, dass man am liebsten selbst direkt Reitstunden buchen würde. Auch die Annäherung zwischen Kindern und Ponys ist sehr authentisch erzählt. Magisch wird's als die Ponys Jonna unter die Arme greifen, ihre Freundin Mila wieder fürs Reiten zu begeistern.

Ein großes Plus ist zudem die Gestaltung: Die große Schrift, viele liebevolle Illustrationen und das wunderschöne Cover mit Glitzerelementen machen das Buch perfekt für Leseanfänger(innen). Die besondere Haptik durch die weiche Oberfläche lädt zusätzlich dazu ein, das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Spicy Fortsetzung - Neues von Alexis

Bonds of Hercules
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Bonds of Hercules ist der zweite Band der Villains of Love Reihe um Alexis, die in Band 1 ihre göttlichen Wurzeln kennenlernt. Während ich bei Band 1 komplett etwas anderes erwartet hatte, wusste ich hier, ...

Bonds of Hercules ist der zweite Band der Villains of Love Reihe um Alexis, die in Band 1 ihre göttlichen Wurzeln kennenlernt. Während ich bei Band 1 komplett etwas anderes erwartet hatte, wusste ich hier, worauf ich mich eingelassen habe und wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Alexis ist verheiratet, mit den düsteren Halbgöttern Kharon und Augustus - was ihre beiden Mentoren Achilles und Patro gar nicht gut finden. Und sie selbst auch nicht immer... Doch Alexis muss sich zusammenreißen denn das gefürchtete Assembly of Death steht bevor, Kämpfe in der Arena gegen gefürchtete Monster und mystische Wesen. An dieser Stelle gibt mir das Buch ziemliche Tribute von Panem Vibes, denn auch hier dienen die Kämpfe der Bestrafung.
Alexis lernt mehr und mehr über sich selbst, was ihren Charakter sehr interessant macht. Und lernt nicht zuletzt ihre Ehemänner näher kennen, was wieder einmal für düstere spicy Szenen sorgt.
Auch ein Komplett wird geschmiedet, dessen Auflösung vielleicht sogar darauf hinweist, dass es noch einen dritten Band geben könnte.
Ich fand den zweiten Band nun viel besser, spannender und düsterer als den ersten. Auch weil ich wusste, worauf ich mich einlasse. Wer Dark Romance gemischt mit Göttern und Mythologie gut findet, der ist mit diesem Buch perfekt versorgt.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Die Schiffsgeister sind zurück!

Die Schiffsgeister (Band 3) – Der magische Kompass
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Mit Die Schiffsgeister führt Bettina Göschl die magische Abenteuerreihe rund um die sympathischen Kinder und ihre besonderen Begleiter fort. Bereits in Band 1 haben die Kinder die beiden Schiffsgeister ...

Mit Die Schiffsgeister führt Bettina Göschl die magische Abenteuerreihe rund um die sympathischen Kinder und ihre besonderen Begleiter fort. Bereits in Band 1 haben die Kinder die beiden Schiffsgeister Fregaz und Faugaz in ihrer geheimnisvollen Flasche entdeckt – seitdem sind die beiden aus der Geschichte nicht mehr wegzudenken. Auch in diesem Band begleiten sie die Kinder wieder durch ein neues, spannendes Abenteuer.

Fregaz und Faugaz sind dabei einfach zuckersüß. Ihre kleinen Streitereien, ihr eigensinniges Verhalten und die vielen verrückten Ideen sorgen für jede Menge Humor. Gleichzeitig sind sie in den liebevollen Illustrationen wunderschön dargestellt und gewinnen dadurch noch mehr Charme. Man merkt schnell: Wenn die beiden aus ihrer Flasche dürfen, ist Chaos vorprogrammiert – natürlich im besten Sinne.

Neu in diesem Band ist die Begegnung mit den Schlossgeistern. Die Kinder entdecken ein Schloss und tauchen dort noch tiefer in die magische Welt ein. Besonders die Begegnung mit dem Schlossgeist erweitert die Geschichte um eine weitere geheimnisvolle Ebene und zeigt, dass die Welt der Geister größer ist, als zunächst gedacht.

Die Kinder selbst sind wieder wunderbar sympathische Protagonisten, die man schnell ins Herz schließt. Ihr Mut, ihre Neugier und ihr Zusammenhalt machen die Geschichte lebendig – und man beneidet sie fast ein wenig um ihr aufregendes Leben zwischen Alltag und Magie.

Für Spannung sorgt erneut der fiese, aber sehr gut beschriebene Gegenspieler, der die Meeresgeister gefangen hält und die Kinder immer wieder heimlich beobachtet. Als Leser spürt man, dass noch einiges Unheil bevorsteht. Dennoch bleibt die Geschichte nie zu gruselig und ist dadurch auch für jüngere Leserinnen und Leser gut geeignet.

Die wunderschönen, liebevoll gestalteten Zeichnungen runden das Buch perfekt ab und machen das Lesen oder Vorlesen zu einem besonderen Erlebnis.

Das Ende hält einen kleinen Cliffhanger bereit, der deutlich macht: Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es einen weiteren Band geben wird – und freuen uns jetzt schon darauf.

Fazit: Ein fantasievolles, warmherziges Kinderbuch mit liebenswerten Geistern, mutigen Kindern und genau der richtigen Mischung aus Humor, Spannung und Magie

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Die Frau des Serienkillers - guter Thriller

Die Frau des Serienkillers
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Beth und Tom Hardcastle führen die perfekte Ehe, haben das perfekte Haus und das perfekte Kind - doch diese Fassade bröckelt schnell, als Tom wegen des Mordes an einer jungen Frau verhaftet wird. Das Dorf ...

Beth und Tom Hardcastle führen die perfekte Ehe, haben das perfekte Haus und das perfekte Kind - doch diese Fassade bröckelt schnell, als Tom wegen des Mordes an einer jungen Frau verhaftet wird. Das Dorf beginnt, sich gegen Beth zu wenden, denn die Nachbarn können nicht glauben, dass sie nichts bemerkt haben soll. Doch nach und nach kommt heraus, dass auch die ihre Geheimnisse hat...
Für mich war es das erste Buch der Reihe, an das ich hohe Erwartungen hatte. Die wurden auch erfüllt, denn das Buch ist gut geschrieben, spannend und mitreißend geschrieben. Durch den Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten taucht man als Leser in die Gefühlswelt ein, was die Story authentisch macht und man immer wieder mit einem anderen Protagonisten mitfiebert oder -leidet. Mit dem Plottwist am Ende habe ich nicht gerechnet und fand ihn sehr gut.
Insgesamt ein gutes Buch, netter Thriller von dem man keine Alpträume bekommt und der sich gut und zügig lesen lässt.

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