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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Romance, Anime und Social Media

Unfollow me. Vom Fluch gezeichnet, von Liebe verfolgt
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Rezension
Ich habe dieses Buch als eBook gelesen und wollte eigentlich nur mal kurz reinlesen. Doch ehe ich mich versah, war das erste Kapitel schon durch – so herrlich leicht und flüssig lässt es sich ...

Rezension
Ich habe dieses Buch als eBook gelesen und wollte eigentlich nur mal kurz reinlesen. Doch ehe ich mich versah, war das erste Kapitel schon durch – so herrlich leicht und flüssig lässt es sich lesen!

Besonders cool sind die vielen Popkultur-Referenzen zu Büchern, Mangas und Animes. Für alle, die sich in der Buchszene auf Social Media tummeln, ist das echt ein Highlight. Wer allerdings mit dieser Welt weniger vertraut ist, könnte die Anspielungen vielleicht nicht sofort verstehen.

In diesem Buch befinden sich auch über 100 Illustrationen der Zeichnerin Megumi Maria Loy. Anfangs dachte ich, sie seien zwar hübsch, aber nicht unbedingt nötig. Doch dann kam diese eine Szene – kein Spoiler, versprochen – in der die Zeichnungen die Handlung weitergeführt haben. Da habe ich gemerkt, wie schön sie das Ganze ergänzen.

Die Fantasy-Elemente halten sich eher im Hintergrund, was das Buch perfekt für Romance-Fans macht, die mal einen Ausflug ins Romantasy-Genre wagen wollen. Das Ende kam etwas abrupt. Zuerst dachte ich: „Oh je, schon wieder eine Reihe und ich hab’s nicht gecheckt!“ Aber keine Sorge, das Buch steht für sich. Trotzdem könnte ich mir gut vorstellen, dass ein weiterer Band über die beiden Protagonisten folgen könnte, ohne dass es störend wäre.

Der Titel „Unfollow me: Vom Fluch gezeichnet, von Liebe verfolgt“ ist… na ja, er passt, weil er Social Media, Fantasy und Romance vereint. Aber ehrlich gesagt, hätte er mich leider ohne den Namen der Autorin und die Synopsis nicht wirklich angesprochen.


Eckdaten:
Genre Urban Romantasy
Alter Erwachsene
Bände Einzelband
Setting New York, Gegenwart
Erzähler Ich-Perspektive, von den zwei Protagonisten abwechselnd

Für Fans von:
Romantasy mit Fokus auf Romance und nicht auf Fantasy
Büchern, Mangas & Anime
Bookstagram
Illustrationen im Buch

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Komplett abgefahrenes Magie-System das aber funktioniert

Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht
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Rezension
Das „Food universe“ ist eine urban Fantasy Reihe von Marie Grasshoff .

Den Anfang macht „Hard liquor“, und uff habe ich Am Anfang gebraucht um damit warm zu werden. Vielleicht hätte ich gar ...

Rezension
Das „Food universe“ ist eine urban Fantasy Reihe von Marie Grasshoff .

Den Anfang macht „Hard liquor“, und uff habe ich Am Anfang gebraucht um damit warm zu werden. Vielleicht hätte ich gar nicht weiter gelesen, hätte ich nicht bereits in meiner Euphorie den zweiten Band gekauft gehabt, die Klappentexte lesen sich nämlich richtig gut.

Es hat sich jedoch mehr als gelohnt, der Roman nimmt dann doch Fahrt auf und wird dann auch richtig spannend. Und obwohl der erste Band das Wort „Flachzange“ benutzt, was mich überproportional freut, finde ich sogar den zweiten Band noch besser.

Beide Bände sind überraschend spicy und gorig. Das kenne ich nicht so von deutscher Fantasy, hab aber so gar nichts dagegen. Ich mochte insbesondere auch die Nebencharaktere, auch wenn man teilweise bis zum Schluss nicht alles über sie erfährt.

Das Magie System dieser Bücher Reihe ist so butterweich, dass der Autorin alles offen steht in welche Richtung die Bände sich entwickelt. Die Reihe ist ja nicht abgeschlossen und ich hab das Gefühl die Autorin hat jetzt erst angefangen und noch sehr viele Ideen. Bisher haben die Bücher eine abgeschlossene Handlung und man kann auch jeden Band einzeln lesen, ohne den vorherigen zu kennen – natürlich machen manche Anspielungen dann nochmal mehr Spaß.


Inhalt
Hard liquor:

Die Studentin Tycho ist übermenschlich stark, wenn sie Alkohol trinkt. Also geht sie nachts raus auf die Straße und vermöbelt diejenigen, die es laut ihr auch verdient haben. Als „Captain Wodka“ macht sie sich so in New York einen Namen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.


Eckdaten:
Genre Urban Fantasy
Alter Erwachsene (!)
Bände Buchreihe, nicht abgeschlossen
Setting New York, Gegenwart
Erzähler Ich-Perspektive
Tropes Enemies to lovers, Big bad friend
Diversity lgbt+, BIPOC

Für Fans von:
erwachsenem urban Fantasy
Einem neuen Universum mit einzigartigem Magie System
Spicigen Szenen
Gore
* softem Magie-System

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2025

Phantastischer Steampunk mit Found Family

Nebby Dove - Gefährliche Winde
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„Debby Dove“ von Veronika Carver ist Steampunk vom Feinsten.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist außergewöhnlich kreativ, detailliert und durchdacht und zugleich wunderschön. Diese Kombination ...

„Debby Dove“ von Veronika Carver ist Steampunk vom Feinsten.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist außergewöhnlich kreativ, detailliert und durchdacht und zugleich wunderschön. Diese Kombination aus Komplexität, Originalität und Ästhetik habe ich so bisher nur selten gelesen – ein echtes Highlight!
Natürlich gibt es auch Schattenseiten in dieser Welt, zB soziale und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten. Unsere Protagonistin stammt aus einem privilegierten Elternhaus und muss im Laufe der Handlung erst lernen, ihre eigenen Vorteile und die Realitäten anderer Menschen zu erkennen. 

Trotz der Vielzahl an Charakteren hatte ich nie Probleme, den Überblick zu behalten. Jeder Nebencharakter ist liebevoll ausgearbeitet und hat eine eigene Motivation. Auch die casual queere Romance, die eher im Hintergrund stattfindet, hat mir sehr gut gefallen. Zwar hätte ich mir für die Auflösung einen anderen Weg gewünscht, aber sie funktioniert auch so sehr gut.

Interessanterweise fand ich die zweite Hälfte des Buches sogar noch stärker als die erste – das Tempo zieht an, die Entwicklungen sind packend und überraschend. 

Besonders schön finde ich auch, dass das Buch in sich abgeschlossen ist. Die Welt bietet jedoch definitiv noch reichlich Raum für mehr Geschichten.

Fazit:
Ein vielschichtiges, atmosphärisches Buch mit einer besonderen Welt, relevanten Themen und überzeugenden Figuren. Ich kann es definitiv weiterempfehlen!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Kurzweilig und Originell

Mehl, Magie und Machenschaften
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Besonders begeistert hat mich das ziemlich originelle Magiesystem: Magische Fähigkeiten werden hier nicht vererbt, sondern treten zufällig auf, und sind teilweise extrem spezifisch. Die 14-jährige Protagonistin ...

Besonders begeistert hat mich das ziemlich originelle Magiesystem: Magische Fähigkeiten werden hier nicht vererbt, sondern treten zufällig auf, und sind teilweise extrem spezifisch. Die 14-jährige Protagonistin Mona kann zum Beispiel ausschließlich mit Teig und Gebäck arbeiten. Sie lässt Lebkuchenmännchen tanzen, sorgt dafür, dass Brot perfekt aufgeht, und besitzt sogar einen lebendigen Sauerteigstarter (namens Bob).

Obwohl das Buch als cozy vermarktet wird (sowohl im Original als auch in der Übersetzung), trifft das nur teilweise zu. Die Geschichte beginnt sogar mit einem Mordfall: Mona findet eine Leiche in der Bäckerei ihrer Tante und gerät selbst unter Verdacht. Gleichzeitig werden in der Stadt gezielt Menschen mit magischen Fähigkeiten verfolgt, und am Ende steht sogar die Belagerung der Stadt an. Dadurch hat die Handlung deutlich ernstere und teilweise düstere Elemente, als man bei „cozy fantasy“ erwarten würde.

Ein zentrales Thema des Buches ist außerdem Ausgrenzung und Misstrauen gegenüber Magiebegabten. Magie macht Menschen „anders“, und genau dieses Anderssein führt zu Vorurteilen, Angst und politischem Machtmissbrauch. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr schön, dass auch scheinbar kleine oder unscheinbare Fähigkeiten Großes bewirken können, wenn man sie kreativ einsetzt.

Alles wird aus der Sicht einer 14-Jährigen erzählt, und sie weiß auch selbst, dass sie eigentlich noch ein halbes Kind ist. Immer wieder kommt der Gedanke auf, dass sie sich mit all diesen Gefahren gar nicht beschäftigen sollte und eigentlich die Erwachsenen verantwortlich wären. Genau dieser Punkt wird auch im Buch thematisch aufgegriffen: Dass Kinder oft Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich Erwachsene hätten lösen sollen.

Neben der spannenden Handlung lebt das Buch vor allem von seinen Figuren. Mona ist eine sympathische, manchmal überforderte, aber sehr einfallsreiche Heldin, und auch die Nebencharaktere, etwa der Straßenjunge Spindle oder Monas resolute Tante, tragen viel zum Charme der Geschichte bei.

Wer Romance, Spice oder Gore sucht, wird hier nicht fündig. Stattdessen liegt der Fokus auf Humor, Einfallsreichtum, ungewöhnlicher Magie und einer Geschichte über Mut, Verantwortung und Zusammenhalt.

Insgesamt ist „Mehl, Magie und Machenschaften“ eine originelle Fantasygeschichte mit viel Herz, witzigen Ideen und überraschend ernsten Themen. Das Buch liest sich sehr kurzweilig und ist für mich eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Tolle Story mit viel zu abruptem Ende

Royal Heist
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Nach vielen düsteren Fantasywelten hatte ich Lust auf etwas Leichteres – eine fluffige Romance mit Unterhaltungsfaktor – und genau das bietet dieses Buch zunächst auch.

Grundsätzlich bin ich „im echten ...

Nach vielen düsteren Fantasywelten hatte ich Lust auf etwas Leichteres – eine fluffige Romance mit Unterhaltungsfaktor – und genau das bietet dieses Buch zunächst auch.

Grundsätzlich bin ich „im echten Leben“ kein großer Fan des britischen Königshauses. Für mich wirkt es überholt und problematisch in seiner historischen wie finanziellen Grundlage. Umso amüsanter fand ich es, dass die drohende Abschaffung der Monarchie im Roman selbst thematisiert wird. Die Geschichte präsentiert eine moderne, deutlich glamourösere und „sexyere“ Abwandlung der englischen Royals, bedient sich mancher realer Schauplätze und Fakten, bleibt ansonsten aber klar im fiktionalen Bereich.

Ich liebe Heist-Romane, meist im Fantasy-Setting, aber auch hier hat mich das Konzept überzeugt. Der erste große Coup ist hervorragend umgesetzt: Man erlebt, wie alles reibungslos funktioniert und wie kompetent die Beteiligten sind. Das ist mir wichtig, denn nichts lässt mich mehr mit den Augen rollen als angebliche „Meisterdiebe“, die nur scheitern. Die Idee der „The Robbin' Hood“-Crewfand ich mega ❤️

Insgesamt ist der Roman niedlich, unterhaltsam und natürlich stellenweise ziemlich an den Haaren herbeigezogen – aber ich wollte schließlich auch keine Dokumentation lesen. Ich konnte mich schnell für die beiden Hauptcharaktere erwärmen, und auch die Crew ist sympathisch und gut gezeichnet. Manchmal gab es grammatikalisch und mit der Kommasetzung ein paar Dinge die selbst mir aufgefallen sind (und ich achte da eigentlich nicht drauf), wer sich daran total stört sei hiermit gewarnt.

Ein großer Wermutstropfen bleibt jedoch das Ende. Der Cliffhanger ist ausgesprochen unbefriedigend: Die Geschichte endet mitten im Geschehen, ohne dass die zentrale Plotlinie (oder überhaupt irgendwas) abgeschlossen wird. Mit Cliffhangern kann ich leben, wenn sie neue Fragen aufwerfen, nachdem ein Handlungsbogen beendet wurde. Hier fühlt es sich jedoch an, als würde man abrupt aus der Geschichte gerissen. Statt Vorfreude auf den nächsten Band bleibt bei mir leider eher das Gefühl zurück, hingehalten worden zu sein – und das mindert den Gesamteindruck deutlich.

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