Profilbild von Lese-Abenteurerin

Lese-Abenteurerin

Lesejury Star
offline

Lese-Abenteurerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lese-Abenteurerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

Pfälzer Dosensuppe mit dem gewissen Extra

Grumbeersupp
0

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Grumbeersupp“ ein heiterer und dennoch spannender Cosy Crime aufs Beste gelungen.

Ich kannte die Vorgängerkrimis aus der Reihe um das Ermittlerteam Paula Stern und ...

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Grumbeersupp“ ein heiterer und dennoch spannender Cosy Crime aufs Beste gelungen.

Ich kannte die Vorgängerkrimis aus der Reihe um das Ermittlerteam Paula Stern und Bernd Keeser noch nicht, doch ich habe mich schon nach kurzer Zeit im Roman zurechtgefunden. Ein paar kurze Einschübe erklärten manches Wissenswerte aus den vorherigen Bänden und manches ergab sich im Laufe der Lektüre.

Der Fund eines menschlichen Fingers in einer Konserve mit Pfälzer Kartoffelsuppe - ausgerechnet im Hause der Ermittlerin Paula Stern - lässt diese Nachforschungen nach dem restlichen Körper starten. Bei ihren Ermittlungen wird sie von Bernd Keeser, einem immer hungrigen Kollegen, bestens unterstützt. Einfach gestalten sich die Ermittlungen nicht und immer, wenn es nach einer Lösung des Falles aussieht, wendet sich das Blatt.

Das sympathischen Ermittlerduo konnte nicht nur mit kriminalistischer Spannung, sondern auch mit humorvollen Dialogen und durch Einblicke in ihre jeweiligen Privatleben bei mir punkten. Was ich an diesem Krimi besonders mochte, war die nicht allzu blutrünstige Handlung, die dennoch viel Spannung und etliche Twists bot.

Auch das Pfälzische Lokalkolorit fand ich sehr ansprechend und nach Studium der Gegend auf der Karte könnte ich mir sogar vorstellen, diese Ecke Deutschlands selbst im Rahmen eines Urlaubsaufenthalt zu erkunden. Der in manchen Dialogen eingestreute Dialekt bereitete mir zusätzlich viel Spaß und brachte eine besondere Note in den Kriminalfall.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem gut eingefädelten, humorvollen und nicht allzu blutrünstigen Cosy Crime mit viel Pfälzer Lokalkolorit ist, dem sei „Grumbeersupp“ wärmstens empfohlen. Ich verbrachte spannende und heitere Lesestunden und vergebe gerne meine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Alte Verstrickungen

Das letzte Buch von Marceau Miller
0

Meine Meinung
Dem unbekannten realen Autor bzw. dem fiktiven Autor Marceau Miller ist mit „Das letzte Buch von Marceau Miller“ ein packender, faszinierender, fesselnder und hochgradig spannender Krimi ...

Meine Meinung
Dem unbekannten realen Autor bzw. dem fiktiven Autor Marceau Miller ist mit „Das letzte Buch von Marceau Miller“ ein packender, faszinierender, fesselnder und hochgradig spannender Krimi aufs Beste gelungen.

Ich war vom Schreibstil und der Idee des Manuskriptes im Buch sehr angetan. Eine dichte Geschichte ließ mich tief in die Verstrickungen hineintauchen und der rasante Erzählstil hielt mich vom Anfang bis zum Ende in Atem. Viele kleine Puzzleteile ergaben schlussendlich ein stimmiges Ganzes.

Die Charaktere wurden detailliert ausgestaltet und erfuhren im Laufe des Krimis immer wieder neue Ausprägungen. Damit war ich mir nie ganz sicher, was ich von der jeweiligen Person zu halten hätte und das machte die Lektüre unglaublich spannend.

Die Ansiedlung des Plots am Genfersee fand ich sehr gelungen, da die Schilderung der Umgebung ein sehr eindrucksvolles Bild dieses Grenzsees zwischen der Schweiz und Frankreich ergab. Auch die dadurch resultierenden staatenübergreifenden Verstrickungen boten viel Spannung.

Mein Fazit
Wer sich auf der Suche nach einem äußerst spannenden, faszinierenden und mitreißenden Krimi, der auf der französischen Seite des Genfersees angesiedelt ist, befindet, dem sei „Das letzte Buch von Marceau Miller“ wärmstens empfohlen. Ich verbrachte aufregende und fesselnde Lesestunden und vergebe gerne meine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2026

Ziemlich bester Cosy-Crime!

Ziemlich beste Verbrecher
0

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Ziemlich beste Verbrecher“ ein Cosy-Crime mit viel Züricher Lokalkolorit allerbestens gelungen.

Alois und Berta leben in einer Zweckgemeinschaft in der Villa ihrer verstorbenen ...

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Ziemlich beste Verbrecher“ ein Cosy-Crime mit viel Züricher Lokalkolorit allerbestens gelungen.

Alois und Berta leben in einer Zweckgemeinschaft in der Villa ihrer verstorbenen Arbeitgeberin. Die beiden brauchen einander, doch mögen tun sie sich nicht. Sie halten sich mit Gelegenheitsdiebstählen über Wasser, doch diese sind nicht immer mit Erfolg gesegnet und so wird Alois von einem Diebstahlsopfer zu hobbydetektivischen Ermittlungen bezüglich des Verschwindens einer Bekannten genötigt. Rasch schaltet sich auch Berta in die Schnüffeleien ein und diese Zusammenarbeit vermindert ihre privaten Spannungen enorm, sodass beide mit Feuereifer versuchen, Licht in ein immer undurchdringlicheres Gewirr zu bringen.

Was mir an diesem Cosy-Crime besonders gut gefallen hat, war das streitlustige und humorvolle Geplänkel der beiden HauptdartellerInnen Alois und Berta. Die beiden sind wie Hund und Katz, doch sie brauchen einander und bei den detektivischen Schnüffeleien arbeiten sie wie ein gut eingespieltes Team zusammen. Die beiden haben zwar selbst eine verbrecherische Vergangenheit, doch so wirklich unsympathisch macht das die beiden nicht. Im Gegenteil: man ist fast versucht, ihnen zuzuhalten, damit sie nicht in Schwierigkeiten mit den Gesetzeshütern kommen. Ich fand generell die Ausgestaltung der Charaktere sehr gut gelungen, da mit vielen Details ein sehr lebendiges Bild geschaffen wurde.

Passend für einen Cosy-Crime gab es nicht allzu blutrünstige Szenen, was aber der Spannung keinen Abbruch tat. Ich konnte von der ersten bis zur letzten Seite bestens miträtseln und mich immer wieder vom Autor ins Bockshorn jagen lassen, wenn ich wieder einmal dachte, die Lösung bereits zu wissen.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen und spannenden Cosy-Crime mit einem ungleichen, aber interessanten Hobbyermittlerpaar ist, dem sei „Ziemlich beste Verbrecher“ wärmstens empfohlen. Ich verbrachte amüsante und kurzweilige Lesestunden mit diesem Züricher Krimi und vergebe gerne meine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Hobbyschnüffler Horvath mit Kultstatus

Mariandlmord
0

Meine Meinung
Der Autorin Fanny Svoboda ist mit „Mariandlmord“ die Fortsetzung der Reihe um den kultigen Krimiautorschreiber Horvath aufs Beste gelungen. Ein spritziger, mitreißender und humorvoller Cosy-Crime ...

Meine Meinung
Der Autorin Fanny Svoboda ist mit „Mariandlmord“ die Fortsetzung der Reihe um den kultigen Krimiautorschreiber Horvath aufs Beste gelungen. Ein spritziger, mitreißender und humorvoller Cosy-Crime unterhielt mich wunderbar und ich verbrachte herrliche Lesestunden.

Horvath hat bei seinem letzten Krimimanuskript getrickst und die KI in seinem Namen schreiben lassen. Was allerdings dabei herauskommt, versetzt ihn in Angst und Schrecken und nicht nur ihn! Wie im KI-Krimi beschrieben, sterben zwei Menschen an einem präparierten Leierkasten, der das Mariandllied von sich gibt. Auch Horvath fürchtet nun um sein Leben, falls der Roman tatsächlich gänzlich in die Wirklichkeit umgesetzt wird, und versucht mit Hilfe seiner esoterisch angehauchten nunmehrigen Ehefrau Mimi und einigen anderen bereits bekannten ProtagonistInnen Licht ins Dunkel zu bringen.

Mit viel Humor und einer guten Portion Ironie erzählt die Autorin eine Krimigeschichte, die durch Regionalität und Originalität punktet. Der Schmäh rennt, ohne brachial zu wirken. Auch die privaten Verwicklungen der DarstellerInnen, die mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet wurden, ließen mich immer wieder schmunzeln. Besonders erfrischend fand ich den Gebrauch von niederösterreichischen Dialektausdrücken in den Dialogen und auch immer wieder einmal im restlichen Text. Ich konnte mir die Gegend und die Personen wunderbar vor meinem geistigen Auge abrufen, zumal ich die Wachau persönlich kenne. Aufgrund des flotten Schreibstils flog ich nur so durch die mit zahlreichen Wendungen gespickte Krimigeschichte und konnte mich beim Lesen gar nicht mehr einbremsen.

Mein Fazit
Wer einen kurzweiligen Krimi mit einem eigenwilligen, aber liebenswerten Schnüfflerteam und viel Wachauer Lokalkolorit sucht, dem sei „Mariandlmord“ wärmstens empfohlen. Ich fühlte mich witzig und spannend unterhalten und hoffe auf eine baldige Fortsetzung der Reihe rund um den kultigen Krimiautor Horvath!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Es spitzt sich am Nockherberg zu

Nockherberg
0

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Nockherberg“ ein fein gesponnener, gut eingefädelter Krimi mit viel Bezug zu Bayern auf das Beste gelungen.

Der zunächst eher gemächlich startende Plot nahm meiner Ansicht ...

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Nockherberg“ ein fein gesponnener, gut eingefädelter Krimi mit viel Bezug zu Bayern auf das Beste gelungen.

Der zunächst eher gemächlich startende Plot nahm meiner Ansicht nach rasch an Fahrt auf und in immer kürzer werdenden Kapiteln steigerte sich das Geschehen zu einem fulminanten Ende. Dass dabei mehrere Handlungsstränge immer wieder neue Perspektiven einbrachten, machte diesen Krimi für mich zu einer faszinierenden Lektüre.

Das bayerische Lokalkolorit sorgte zunächst für eine eher heimelige Atmosphäre, was sich aber im Laufe der Erzählung zunehmend in eine fast beängstigende Verflochtenheit unterschiedlicher politischer Akteure wandelte. Diesen Aspekt fand ich besonders gut gelungen, wie ich generell den flotten und modernen Erzählstil des Autors sehr schätzte.

Auch wurden durchaus ernste Themen unserer heutigen Gesellschaft und ihrer politischen Ausrichtung mit guter Beobachtungsgabe des Autors in einen spannend zu lesenden Krimi verpackt. Zusätzlich konnte ich einiges über die journalistische Arbeit erfahren und ich fand es großartig, wie der Autor Fiktives mit Realem zu einem wunderbar zu lesenden Krimi vereinte.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannend zu lesenden Buch mit politischer Brisanz und einer Mischung aus Fiktion und Realität ist, dem sei der vorwiegend in Bayern angesiedelte Krimi „Nockherberg“ wärmstens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und intelligent unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere