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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

leider sehr langweilige Urban Fantasy

Witch of Fate and Poison
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Über die Aufmachung brauchen wir nicht sprechen. Das Buch ist optisch eine 10/10. Leider hört es da auch schon auf. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht: Hexen, Vampire, London. Das hätte wirklich ...

Über die Aufmachung brauchen wir nicht sprechen. Das Buch ist optisch eine 10/10. Leider hört es da auch schon auf. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht: Hexen, Vampire, London. Das hätte wirklich gut werden können, aber bereits der Anfang des Buches konnte mich nicht überzeigen, dennoch habe ich durchgezogen. Mich haben drei wesentliche Punkte gestört:

1. Der Schreibstil ist sehr einfach und eher plump. Es gibt viele Wiederholungen in den Beschreibungen und Dialogen, da fehlt mir einfach die sprachliche Vielfalt.

2. Den Charakteren wird kein Raum für Emotionen und Wachstum gegeben. So bekommen weder die Protagonistin, noch die anderen Charaktere Tiefe und bleiben das ganze Buch über flach und eindimensional. Auch die Beziehung zwischen Arina und Henry fühle ich überhaupt nicht. Natürlich ist schon beim Klappentext klar, dass beide zusammenkommen werden, aber die ganze Zeit können sie sich nicht ausstehen, machen blöde Sprüche und vertrauen sich überhaupt nicht und dann, aus dem nichts, knutschen beide wild rum. Die Beziehung wurde emotional und dramaturgisch überhaupt nicht aufgebaut und wirkt dadurch unglaubwürdig. Das die beiden bereits Anfang zwanzig sein sollen, konnte ich mir ebenfalls nicht vorstellen, da sie eher wie Sechzehnjährige angelegt sind.

3. Das Buch hätte sehr gut eine Urban Fantasy Dystopie werden können, da im Zentrum die politisch und gesellschaftlichen Machtspiele einer Gruppierung stehen, gegen die unsere Protagonisten vorgehen möchten. Allerdings bleibt diese Gruppierung sehr abstrakt, da bis kurz vorm Ende keine Personen als Antagonisten auftreten, um sich unseren Protagonisten in den Weg zu stellen. Irgendwie bleibt dadurch alles sehr theoretisch und der Anflug dystopischer Elemente wird überhaupt nicht genutzt und verpufft. Da hätte man einen richtig großen Konflikt aufbauen können, immerhin gibt es Hexen, Schattenwesen, Dämonen und eine Göttin.

Insgesamt plätschert die Geschichte einfach so vor sich hin, Infos werden an zufälligen Stellen fallen gelassen, aber es wird nicht weiter drauf eingegangen und am Ende ist auch überhaupt nichts geklärt. Irgendwann waren nur noch 10 Seiten über und ich hab kurz überlegt, wie das ganze noch aufgeklärt werden soll ... Scheinbar erscheint demnächst ein zweiter Band. Allerdings hört es sich so an, als wäre es eine neue Story zu zwei in diesem Band vorkommenden Charakteren. Wir verlassen in Band zwei auch London und begeben uns nach Japan, daher bin ich nicht sicher, in wieweit die für mich noch offenen Punkte dort aufgegriffen und fortgeführt werden.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

langweilig und langatmig

Der Gott des Waldes
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Da ich bisher nur gutes gehört hatte, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Leider hat es mir dann aber überhaupt nicht gefallen. Anfangs ist es ein wenig verwirrend, da die Kapitel immer ...

Da ich bisher nur gutes gehört hatte, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Leider hat es mir dann aber überhaupt nicht gefallen. Anfangs ist es ein wenig verwirrend, da die Kapitel immer aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben sind (und von denen gibt es reichlich) und zusätzlich springen wir teilweise in der Zeit vor und zurück. Nach den ersten Kapiteln habe ich dann einen guten Überblick bekommen und kam mit dem Erzählaufbau gut zurecht. Was mich allerdings am meisten gestört hat ist, dass ich mit kaum einem Charakter so richtig was anfangen konnte. Vor allem die Frauen waren für mich schwierig zu verstehen. Ja, es spielt zu einer anderen Zeit und das muss man natürlich berücksichtigen, aber wie unsympatisch und passiv kann man Protagonist:innen schreiben? Es gab zudem einfach zu viele Charaktere, die alle ihren eigenen Handlungsstrang hatten, die am Ende zwar irgendwie zusammenliefen, aber oft nicht besonders spannend waren, oder auch viel kürzer hätten geschrieben werden können. Dadurch ist das Buch sehr lang, obwohl kaum was passiert. Auch die Auflösung war wenig spannend. Ich hatte bis zum Schluss die Hoffnung, dass es noch irgendeinen Twist gibt, der mich überzeugt, aber leider war dem nicht so.

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