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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2018

Kate Burkholders 5. Fall

Teuflisches Spiel
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Auch im 5. Thriller um die Komissarin Kate Burkholder schafft Linda Castillo es, den Leser in einen spannenden Kriminalroman zu entführen.
Ein scheinbarer Unfall, beim dem ein amischer Vater und dessen ...

Auch im 5. Thriller um die Komissarin Kate Burkholder schafft Linda Castillo es, den Leser in einen spannenden Kriminalroman zu entführen.
Ein scheinbarer Unfall, beim dem ein amischer Vater und dessen zwei Kinder ums Leben kommen. Wer könnte dahinter stecken? Die Ermittlungen gehen zunächst in alle Richtungen und ein Unfall mit Fahrerflucht scheint am wahrscheinlichsten... Nach und nach tauchen aber Beweise auf, die Kate daran zweifeln lassen, dass der scheinbare Unfall wirklich ein Unfall gewesen ist...
Ich persönlich hätte mit dem Ausgang des Romans nicht gerechnet und hatte auch wieder lange keine Idee, wer der Täter sein könnte.
Das einzige was mich stört ist, dass auch in diesem Buch Kate Burkholder nicht unbeschadet den Fall lösen kann, sondern am Ende wieder um ihr Leben kämpfen muss. Dies halte ich persönlich doch für etwas realitätfern... Bei jedem Mordfall dem Tod nahe? Ernsthaft...?
Trotzdem habe ich den Thriller gerne gelesen und werde auch die weiteren Teile der Reihe verschlingen... :)

Veröffentlicht am 22.02.2018

Spannend und Mitreißend

Mörderische Angst
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In Kate Burkholders 6. Fall geht es um einen vorgetäuschten Selbstmord, der Verbindungen zu einem Tötungsdelikt in der amischen Gemeinde vor langer Zeit aufweist. Kate ermittelt fieberhaft und im Laufe ...

In Kate Burkholders 6. Fall geht es um einen vorgetäuschten Selbstmord, der Verbindungen zu einem Tötungsdelikt in der amischen Gemeinde vor langer Zeit aufweist. Kate ermittelt fieberhaft und im Laufe der Krimis deckt sie nach und nach nicht nur da Verbrechen in der Zukunft, sondern auch den Mord aus der Vergangenheit auf. Linda Castillo schafft es, den Leser fast bis zum Ende im Unklaren über den wahren Mörder zu lassen und überrrascht dann bei der Auflösung des Falles. Ich hatte nicht mit dieser Person gerechnet, die Erzählung und Hinleitung dorthin ist prima. Mich stört lediglich, dass die Morde in Painters Mill (einer Kleinstadt!) hauptsächlich in der sonst friedlichen amischen Gemeinde stattfinden. Dies ist wohl damit begründet, dass Chief Burkholder mal amisch war, allerdings ist es meines Erachtens unwahrscheinlich, dass es jedes Mal die Amischen trifft. Eine gesunde Mischung zwischen den Fällen wäre für mich plausibler.
Als Protagonisten gefällt mir Kate Burkholder sehr gut. Ihr privates Leben tritt immer wieder in den Vordergrund und der Leser kann nicht nur an ihren Morduntersuchungen teilnehmen, sondern sich auch in Kates Gefühlsleben hineinversetzen und mit ihr mitleiden bzw. sich mitfreuen. Eine sympathische Kommissarin und ein spannendes Buch.

Veröffentlicht am 29.07.2025

Lügen

Fürchte die Schatten
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„Wir lügen ständig, täglich, stündlich. Wir belügen Menschen, die wir lieben, ebenso wie Fremde, Freunde, Verwandte. […] Lügen ist absolut fundamental für unsere Existenz; es ist in unsere DNA eingeschrieben.“

„Fürchte ...

„Wir lügen ständig, täglich, stündlich. Wir belügen Menschen, die wir lieben, ebenso wie Fremde, Freunde, Verwandte. […] Lügen ist absolut fundamental für unsere Existenz; es ist in unsere DNA eingeschrieben.“

„Fürchte die Schatten“ ist der zweite Band der Thrillerreihe um den Psychologen Cyrus Haven von Michael Robotham. Er erschien im Dezember 2021 im Goldmann Verlag. Er ist unabhängig lesbar, sinnvoller ist es aber, zunächst „Schweige Still“ zu lesen.

Cyrus hat Evie Cormac kennengelernt, sie wurde sein Mündel und musste trotzdem zurück ins Jugendheim. Und obwohl Evie ihn darum gebeten hat, lässt Cyrus nicht locker und sucht nach Spuren aus Evies Vergangenheit. Als dann auch noch der Mord an einem ehemaligen Polizisten Hinweise auf Evies Geschichte liefert, lässt Cyrus sich erst Recht nicht mehr aufhalten und bringt damit sich und Evie in Gefahr.

Wie schon im ersten Band der Reihe beginnt die Handlung eher gemächlich. Die Story entwickelt sich eher langsam und mündet schließlich, genretypisch, in einer lebensbedrohlichen Situation für Cyrus und Evie. Erneut hätte ich mir für einen Psychothriller eine höhere Geschwindigkeit und mehr Spannung gewünscht.
Nichtsdestotrotz gibt einem Michael Robotham aber genug Rätsel auf. Wie kann der Mord an einem pensionierten Cop mit Evie zusammenhängen? Gibt es eine Verbindung zwischen Evie und den Ermittlungen des Polizisten? Wer jagt Evie noch heute und wer hat den Polizisten ermordet? Fragen über Fragen, denen auch Cyrus zunächst ratlos gegenüber steht.
Die wechselnde Ich-Perspektive von Cyrus und Evie vermittelt hierbei einen guten Einblick in die Gedanken der Protagonisten und lässt ihre Handlungen nachvollziehbar werden. Wie bei vielen Thrillerreihen üblich, stehen sie und ihre Entwicklung im Fokus der Handlung. Der Leser erfährt in diesem Band mehr über Evies Vergangenheit und ihr erlebtes Martyrium - sie ist für mich weiterhin eine sehr spannende Figur. Man versteht mehr und mehr, wieso sie ist, wie ist. Auch, was sie verpasst hat und dass sie in vielerlei Hinsicht zwar erfahren tut, aber eigentlich gar nicht weiß, wie sie sich im Umgang mit anderen Menschen verhalten muss. Sie ist alles andere als ein normales Mädchen und hat im Grunde nur gelernt, zu überleben. Ihre Entwicklung ist in diesem Band nicht so groß, wie ich erhofft habe, dennoch ist sie sichtbar und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihr weitergeht.
Auch Cyrus‘ Entwicklung fand ich nicht sehr stark, zudem fehlte mir, was mit seiner Freundin aus Band 1 geworden ist. Sie scheint nicht mehr vorhanden zu sein, ein wenig wurde dies auch schon angedeutet, einen Abschluss hätte ich mit an dieser Stelle aber dennoch gewünscht. Wie schon in Band 1 bleibt er für mich zudem eher undurchschaubar. Noch immer verstehe ich nicht genau, warum er gerade Evie so in sein Herz geschlossen hat, wohingegen in deutlich besser verstehe, warum sie ihn so mag. Auch seinen erneuten erneuten Egotrip fand ich ein wenig anstrengend, wobei es natürlich in diesem Buchgenre typisch ist, dass die Protagonisten nicht unbedingt die klügsten, sondern die scheinbar einfachsten Entscheidungen treffen, bei denen sie niemand anderen einweihen müssen. Traue niemandem ist eben das Motto! So auch hier und schließlich kommt es eben auch nur so zu den wirklich spannenden Szenen. Wer viel Blut und rasante Szenen sucht, kommt mit „Fürchte die Schatten“ aber definitiv nicht auf sein Kosten.
Der Mordfall wird diesmal gut in die Handlung integriert und spielt eine größere Rolle als zuvor. Schließlich ist er der Schlüssel, der schließlich zur Aufklärung von Evies Vergangenheit führt.
Obwohl ich einige Kritikpunkte habe, muss ich auch sagen, dass der Thriller insgesamt gut lesbar war und mich gut unterhalten hat.

Mein Fazit: „Fürchte die Schatten“ ist ein solider Psychothriller, der insgesamt eher ruhig als actionreich ist. Der Einstieg ist eher langsam, die Handlung braucht einige Zeit um sich zu entwickeln und die Figuren stehen mehr im Vordergrund als Mordermittlung und Spannung. Nichtsdestotrotz hat mir das Lesen aber Spaß gemacht und gerade die Geschichte von Evie ist interessant und hat mich zum Weiterlesen motiviert. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen und ich bin gespannt, wie es in Band 3 mit Cyrus und Evie weitergeht.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Traum vom Glück

Über den Wolken wohnen die Träume
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„Auf ihn wartet niemand, dessen Erwartungen er enttäuschen könnte, während er gerade versucht, glücklich zu sein.“

„Über den Wolken wohnen die Träume“ ist ein Roman von Meike Werkmeister. Er erschien ...

„Auf ihn wartet niemand, dessen Erwartungen er enttäuschen könnte, während er gerade versucht, glücklich zu sein.“

„Über den Wolken wohnen die Träume“ ist ein Roman von Meike Werkmeister. Er erschien im April 2025 im Goldmann Verlag.

Dieser Roman ist anders, als die, die ich bisher von Meike Werkmeister gelesen habe. Er verbindet die Geschichte von Morlen, 17 Jahre alt und Heather, ungefähr 40 Jahre alt. Morlen darf als Au-Pair-Mädchen zu Heather und ihrer Familie nach Amerika fliegen. Sie möchte ein Auslandsjahr machen und einfach reisen, dass sie tatsächlich auch Verantwortung übernehmen muss, wird ihr erst nach einiger Zeit klar.
Ich hatte Schwierigkeiten mit ihr als Person klarzukommen. Sie wirkt wie ein stereotyper Jugendlicher mit schlechter Laune und voller Undankbarkeit. Anstatt Heather zu helfen, lässt sie sich bedienen und benimmt sich eher wie ein weiteres Kind, als wie ein Au-Pair. Sie ist auf dem Weg zum Erwachsenwerden und hat natürlich ihre ganz eigenen Sorgen und Probleme. Was sind das zum Beispiel für Gefühle, die sie ihrem Gastbruder entgegenbringt…? Insgesamt konnte ihr Part mich aber irgendwie nicht erreichen.
Heather hingegen hat alle Hände voll zu tun mit ihrer Familie und ihrem Job. Sie möchte allen gerecht werden und hat Angst, sich um ihre eigenen Träume zu kümmern. Diese sind im Familienalltag auf der Strecke geblieben und während Heathers Mann den ganzen Tag arbeitet, trägt sie den kompletten Mental Load der Familie. Und dem Druck, der auf ihr lastet, leidet auf Dauer jedoch nicht nur ihre eigene Gesundheit. Gerade ihr ältester Sohn merkt, dass etwas nicht stimmt und zieht sich immer weiter von seinen Eltern zurück.
Die Geschichte ist aus wechselnder Ich-Perspektive von Morlen und Heather geschrieben. Die jeweilige Perspektiven vermittelt ein vielschichtiges Bild der Personen und der Handlung. Morlens Ankunft und auch ihre Ansichten bewegen bei Heather einiges, was gerade durch die wechselnde Perspektive deutlich wird.
Der Roman ist insgesamt eher ruhig, dabei aber absolut authentisch. Gerade Heather wirkt auf mich absolut realistisch und ihre Geschichte beschreibt vermutlich den Alltag von vielen Frauen, die sich nahezu allein um die gesamte Familie kümmern. Der Roman erzählt von verlorenen Träumen, von zerstörten Plänen und einer Hoffnungslosigkeit, die einen zu erdrücken scheint. Alle scheinen ihren Alltag besser zu meistern, erfolgreicher zu sein und „alles zu schaffen“. Und man selbst? Ist „nur“ Mutter, hetzt von Termin zu Termin und hat für nichts wirklich Kraft. Ausbrechen ist schwer, aber vielleicht möglich. Oder vielleicht kann man ja auch einfach „nur“ Mutter sein und damit glücklich? Man braucht in jedem Fall Hilfe, muss sich selbst hinterfragen und Dinge verändern - ist Heather dafür bereit oder wählt sie einen anderen Weg?
Beide Protagonistinnen entwickeln sich im Laufe des Romans, was für mich ebenfalls gut und realistisch dargestellt wurde. Überrascht war ich dann vom Romanende, dies hatte ich so tatsächlich nicht erwartet, mochte es aber gern!
Atemberaubend ist natürlich auch die Kulisse, vor der der Roman spielt. Nordkalifornische Strände, Surfen, Sonne, Strand und Meer - wunderschön! Ebenso wunderschön sind die liebevoll gestalteten Kapitelbebilderungen und die Beschreibung des perfekten Strandtags in Kalifornien am Buchende.
Gestört hat mich, dass im Roman unterschwellig ein Erziehungsbild am Hund dargestellt wird, das meiner Meinung nach überholt und unnötig ist. Kein Hund muss mit Anzischen oder „unmissverständlicher Körpersprache“ erzogen werden und ein solcher Umgang nicht als normal dargestellt werden!

Mein Fazit: Meike Werkmeister hat mit „Über den Wolken wohnen die Träume“ also einen durchaus authentischen und eher ernsten, manchmal melancholisch stimmenden Roman geschrieben, den ich grundsätzlich als gut gelungen beschreiben würde.
Der eher langsame Handlungsverlauf und die mir deutlich unsympathische Morlen haben mir das Lesen allerdings nicht leicht gemacht. Vielleicht lag es auch an meiner Erwartungshaltung, denn irgendwie hatte ich einen locker fröhlichen Sommerroman erwartet. Diesen bekommt man als Leser diesmal aber nicht und für mich hat es einfach nicht gepasst, sodass es von mir nur 3,5 von 5 Sternen gibt.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Gestohlenes Glück

Eine leise Ahnung von Glück
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„Man sollte Dinge in Zeiten wie diesen nicht auf die lange Bank schieben. Man weiß nie, wie lange man noch hat.“

„Eine leise Ahnung von Glück“ ist ein historischer Roman von Kerstin Lange. Er erschien ...

„Man sollte Dinge in Zeiten wie diesen nicht auf die lange Bank schieben. Man weiß nie, wie lange man noch hat.“

„Eine leise Ahnung von Glück“ ist ein historischer Roman von Kerstin Lange. Er erschien im Februar 2024 im Tinte und Feder Verlag von Amazon Publishing.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und thematisiert das Leben von Menschen, die im Krieg aus einer Beziehung von „Feind und Einheimischen“ entstanden sind. Dies war gerade im zweiten Weltkrieg im besetzen Frankreich ein großes Problem. Französische Frauen hatten eine Beziehung mit den deutschen Besatzern. Sowohl die Frauen, als auch die Kinder, die aus diesen Beziehungen entstanden, hatten es nicht leicht. Die Frauen galten als Kollaborateurinnen, die Kinder als Bastarde und „Hurenkinder“. Entsprechend wurden sie ausgegrenzt, verschmäht, gehänselt…
Diese Bürde ist nicht leicht zu tragen und hat entsprechend nicht nur einen Einfluss auf diese sogenannten Kriegskinder, sondern auch auf ihre Familien und die zukünftigen Generationen.
Kerstin Lange greift das Thema in ihrem Roman geschickt auf und stellt anhand der verschiedenen Zeitebenen beide Generationen dar.
Louisa ist hierbei die zukünftige Generation. Sie ist mittlerweile erwachsen, ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben und ihr ganzes Leben lang hatte sie Schwierigkeiten, eine echte Beziehung mit ihrem Vater aufzubauen. Dieser ist oft unnahbar, griesgrämig und emotionskalt. Der Tod ihrer Mutter hat dies verschlimmert und jetzt, da ihr Vater auf Pflege angewiesen ist, verschlechtert sich das Verhältnis immer weiter. Erst als Louisa bei einer Familienfeier auf ein Familiengeheimnis stößt, beginnt sie langsam zu verstehen, was hinter dem Verhalten ihres Vaters steckt.
Mit der Gegenwartsgeschichte habe ich mich sehr schwer getan. Ich mag die Protagonistin Louisa nicht. Für mein Gefühl ist sie unselbstständig, stets auf Negative fokussiert und ihrem Vater gegenüber massiv übergriffig. Sie respektiert seine Grenzen nicht und missachtet seine Meinungen und Wünsche. Dieses Verhalten ist sicherlich nicht von selbst entstanden und am Ende kämpft sie einfach um die Liebe ihres Vaters, da die Handlung aber aus der Perspektive von Louisa erzählt wird, ist man permanent mit ihrem Verhalten und ihren Gedanken konfrontiert und obwohl ich das Thema spannend finde, habe ich dies als sehr anstrengend empfunden. Die Handlung in der Vergangenheit fand ich ungleich angenehmer und muss sagen, dass ich den Roman auch nur deswegen beendet habe. Die Handlung in der Gegenwart fand ich nämlich wirklich zäh und schleppend, erst im letzten Drittel nahm sie an Fahrt auf.
Die Vergangenheit thematisiert die Besatzungszeit der Deutschen in Frankreich. Im Mittelpunkt steht die junge Französin Carole. Carole mochte ich sehr. Sie ist klug, umsichtig und mutig. Sie steht den Deutschen von Anfang an skeptisch gegenüber und ist entschlossen, mit ihnen nicht zu kollaborieren. Das Leben hat jedoch einen anderen Plan mit ihr und schließlich geschehen Dinge, die kaum hervorsehbar waren.
Insgesamt greift der Roman von Kerstin Lange ein wichtiges und emotionales Thema auf. Er beleuchtet mehrere Perspektiven und schafft Verständnis für das Verhalten von Menschen. Gleichzeitig erinnert er daran, dass die Vergangenheit einen Menschen prägen kann und dass man Verständnis für die Emotionen und Handlungen anderer haben sollte. Dies ist nicht immer leicht und gerade, wenn man selber emotional involviert ist, noch schwieriger. Aber es ist umso wichtiger. Jede Generation kann von der Erlebnissen ihrer vorherigen Generation lernen und dabei helfen, Vergangenes aufzuarbeiten. Verständnis ist hierbei aber sicher von beiden Seiten notwendig.
Nebenbei finden in dem Roman weitere Themen wie die Judenverfolgung, die Liebe, der zweite Weltkrieg und die französische Widerstandsbewegung einen Platz. Sie werden geschickt ihn die Handlung eingearbeitet und geben dem Leser authentische Hinweise auf das damalige Leben.

Mein Fazit: Ich habe mich mit dem Roman schwergetan, da ich mich absolut nicht mit der Protagonistin Louisa identifizieren konnte. Ihr Verhalten hat mich sehr angestrengt und der zuweilen langatmige Schreibstil nicht zum angenehmeren Lesen beigetragen.
Nichtsdestotrotz ist der Roman meines Erachtens sehr wertvoll und gerade die Handlung in der Vergangenheit mochte ich sehr. Von mir gibt es daher 3,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung, wenn ihr euch mit der Geschichte des zweiten Weltkrieges befassen möchtet und einen Einblick in das Leben der Nachkriegsgeneration bekommen möchtet.

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