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Veröffentlicht am 28.04.2026

Lieber Privatermittler- anstatt Schriftsteller-Karriere?

Mord ist die beste Beseitigung
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Kurz zum Inhalt: Eigentlich wollten Tommi und Svetlana nur mal schnell ins Möbelhaus, als ein Reiseruf im Radio kommt. Und wie könnte es nicht anders sein, taucht die gesuchte Frau Gabriele Zorn vor dem ...

Kurz zum Inhalt: Eigentlich wollten Tommi und Svetlana nur mal schnell ins Möbelhaus, als ein Reiseruf im Radio kommt. Und wie könnte es nicht anders sein, taucht die gesuchte Frau Gabriele Zorn vor dem Wohnmobil auf. Svetlana besteht darauf den Wagen einzuholen, doch gegen die Geschwindigkeit des Audis kommt der Camper nicht an. Einige Kilometer später finden die beiden denselben Wagen verlassen auf einer Raststätte vor und von der Frau ist keine Spur. Während sie auf die Polizei warten, untersucht Svetlana das Auto und vermutet ein Verbrechen. Ihre erste Spur führt sie zu dem Radiosender des Reiserufs, der Svetlana und Tommi sowieso schon lange zu deren gemeinsamen ersten Fall interviewen möchte. Durch dieses Interview wird der Mann der vermissten Frau auf Tommi aufmerksam und beauftragt ihn als Privatermittler seine Frau zu finden. Spätestens jetzt bleibt Tommi nichts anderes übrig als mit Svetlanas grenzenloser Unterstützung, nicht nur mittels ihres unendlichen Wissens an Sprichwörtern, sich dem Rätsel um die verschwundene Ehefrau anzunehmen.

Fazit: Dieser Kriminalfall lebt von den ulkigen, liebenswerten, verplanten und einzigartigen Figuren. Egal ob Haupt- oder Nebencharakter, alle bringen durch ihre Eigenart einen unvergleichlichen Humor mit. Es gab einige Stellen an denen ich laut lachen musste. Ich persönlich fand den Fall jetzt nicht nervenaufreibend und super spannend bis auf den Showdown, dafür liebe ich den Schreibstil! Ich habe von Anfang an mitgerätselt und spekuliert, und bin nur kurz vor Tommi auf den richtigen Bösewicht gekommen.
An sich ist der zweite Band unabhängig lesbar vom ersten Teil, wenn man den Kriminalfall einzeln betrachtet. Ich würde trotzdem empfehlen sie der Reihe nach zu lesen, denn im Cozy Crime Genre spielen wie gesagt die Charaktere und das chaotische Drumherum eine große Rolle. So lernt man Personen aus dem vorherigen Band besser kennen, sowie die Beziehungen untereinander.
Svetlana und Tommi habe ich, einzeln und vor allem im Team, in mein Herz geschlossen, den Autor samt Humor sowieso und freue mich auf weitere Abenteuer mit ihnen!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Rasant, Intensiv und absolut Fesselnd!

Guilty Pleasure
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Normalerweise gebe ich zu Beginn meiner Rezension immer einen etwas weiterfassenden inhaltlichen Einblick ohne Spoiler. Das ist hier aber unmachbar, da in dem Buch so viel aufeinander aufbaut, falsche ...

Normalerweise gebe ich zu Beginn meiner Rezension immer einen etwas weiterfassenden inhaltlichen Einblick ohne Spoiler. Das ist hier aber unmachbar, da in dem Buch so viel aufeinander aufbaut, falsche Fährten gelegt werden, nur um dann mit einem Knall aufgelöst zu werden.
Grob kann gesagt werden: Wir begleiten unterschiedlichste Charaktere auf eine abgeschottete Insel und in ein Hotel, das tiefste Wünsche wahr werden lässt. Jeder einzelne, verfolgt dort seine eigenen, geheimen, teils verstörende Pläne. Doch das größte Geheimnis von allen: Alles wird LIVE international übertragen. Jedes Gesetzesvergehen, jeder Satz und jede Tat.
Die Geschichte an sich spielt sich in nur wenigen Stunden ab, was das Buch wahnsinnig fesselnd und rasant macht.
Wer zur Zeit die Nachrichten verfolgt, weiß wie brandaktuell die Story ist und schließt automatisch eine Verbindung zu den Epstein Files, denn auch hier wird man als Leser mit den abscheulichsten Abgründen der Menschheit konfrontiert. Hier muss man dazu sagen, dass die Autorin bereits weit vor der Veröffentlichung der Files das Buch geschrieben hatte und hier keinerlei realer Zusammenhang besteht.
Ich habe hier alles gefühlt: Ekel, Scham, Neugier, Angst, Erleichterung und Erstaunen ohne Ende. Es gibt so viele Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Es ist intensiv!
Linda Schipp hat hier einen Thriller geschaffen, der nur so zum Mitfiebern, Hoffen und Spekulieren einlädt. Für mich eine absolute Empfehlung, wenn auch nichts für schwache Nerven!

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Ali Hazelwood kann auch Fantasy mit Humor, Twists und Romance!

Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe
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Inhalt: Misery ist bereits ihr ganzes Leben eine Außenseiterin. Als Kind des Vampirfürsten wurde sie als Sicherheitspfand an die Menschen gegeben und lebte dort bis zu ihrer Volljährigkeit. Danach lebt ...

Inhalt: Misery ist bereits ihr ganzes Leben eine Außenseiterin. Als Kind des Vampirfürsten wurde sie als Sicherheitspfand an die Menschen gegeben und lebte dort bis zu ihrer Volljährigkeit. Danach lebt sie weiter unauffällig unter den Menschen, weil ihre eigene Spezies sie, aufgrund des jahrelangen Aufenthalts in der Menschenwelt, nicht als richtigen Vampir akzeptiert. Einzig ihre beste Freundin Serena war eingeweiht, bis sie eines Tages spurlos verschwand. Und jetzt bittet ihr Vater ausgerechnet sie, das Vampirnest erneut zu beschützen in dem sie niemand geringeren als den Alpha Werwolf Lowe Moreland heiraten soll. Ihr einziger Grund zuzustimmen ist die Tatsache, dass L. Moreland der letzte Hinweis zu Serenas Verschwinden ist.

Fazit: Ein gutes Fantasybuch im Urbansetting zum einfach wegsnacken ohne großes Worldbuilding. Mysery ist eine tolle Protagonistin. Sie wächst im Laufe des Buches über sich hinaus. Sie lernt sich auf die andere Spezies einzulassen und ihr trotz dem Hass, der ihr entgegengeworfen wird, offen gegenüber zu treten und dabei nie sich selbst unter den Scheffel stellt. Sie ist schlagfertig und bereit alles für ihre einzige Familie, Serena, zu riskieren. Lowe wirkt zuerst wie der harte Alpha, aber hat ein softes Herz und trägt Misery eigentlich von Beginn an auf Händen. Der Spice ist wild. Die Mitte war sehr vorhersehbar, dafür ging es am Ende Schlag auf Schlag.
Geschrieben ist die Geschichte hauptsächlich aus Miserys Sicht, aber man bekommt auch Einblicke in Lowes Gedanken. Die Welt und das Leben mit Vampiren, Menschen und Werwölfen war nett, wenn auch sehr lokal beschrieben und nicht wirklich global.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Wagnis für die beste Freundin

The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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Kurz zum Inhalt: Die 26-Jährige Biologie-Doktorandin Olive forscht an der Stanford University an einer Früherkennungsmethode für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als wäre das nicht schon anspruchsvoll genug, ...

Kurz zum Inhalt: Die 26-Jährige Biologie-Doktorandin Olive forscht an der Stanford University an einer Früherkennungsmethode für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als wäre das nicht schon anspruchsvoll genug, hat sich Olive selbst in eine sehr verzwickte Situation manövriert. Alles nur weil Olives beste Freundin Anh sich in einen Typen verguckt hat mit dem Olive selber ein Date hatte und Anh ihr nicht glauben will, dass Olive kein Problem damit hat. Also was bleibt Olive auch anderes übrig als vorzutäuschen, dass sie ein Date hat, obwohl sie eigentlich im Labor ist. Als dann auch noch Anh vorbeikommt, küsst Olive den nächstbesten Mann, um nicht aufzufliegen. Ausgerechnet den allseits unbeliebten Professor Adam Carlsen. Wieder erwarten lässt Adam sich auf die Fake-Beziehung ein. Die Vorteile: Anh traut sich ihren Gefühlen nachzugehen und Adam hat die Chance auf neue Fördergelder, da eine Partnerschaft ihn an den Ort der Uni bindet. Die Nachteile: Komplettes Gefühlschaos.

Fazit: Eine tolle Liebesgeschichte für zwischendurch. Aber mit seitenlangem Spice, den ich in der U-Bahn komplett überspringen musste. Olive war mir sofort sympathisch. Sie ist stark, hat so früh ihre Mutter verloren und anstatt daran zu zerbrechen, will sie daran wachsen und anhand ihrer Forschung andere Familien vor dem gleichen Schicksal bewahren. Adam ist wahnsinnig ehrgeizig, trägt das Herz am rechten Fleck, will das Beste aus seiner und der Arbeit seiner Doktoranden herausholen, auch wenn er Schwierigkeiten damit hat, den richtigen Umgang zu finden, ohne als Arschloch dazustehen. Der Schreibstil ist wie gewohnt bei Ali Hazelwood locker, leicht und voller Humor. Meine Lieblingsstelle war das Unipicknick mit all seinen Unannehmlichkeiten. Ich habe wirklich lachen müssen.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Provokant, Vulgär und Ehrlich

Half His Age
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Kurz zum Inhalt: Die 17-Jährige Waldo lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Alaska. Ihre Mutter ist permanent abwesend und so ist Waldo verzweifelt auf der Suche nach einer anderen (emotionalen) Verbindung. ...

Kurz zum Inhalt: Die 17-Jährige Waldo lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Alaska. Ihre Mutter ist permanent abwesend und so ist Waldo verzweifelt auf der Suche nach einer anderen (emotionalen) Verbindung. Sie versucht ihre innere Leere mit Shopping zu füllen und mittels unverbindlichem Sex mit Mitschülern, bis sie ein Auge auf ihren Lehrer Mr. Korgy wirft. Problem: Er ist Anfang vierzig, verheiratet, Vater und entspricht wenig dem allgemeinen Schönheitsideal mit Bauchansatz und dünner werdendem Haar. seinem nicht sonderlich gut aussehend. Waldo begreift selber nicht, woher die Anziehung eigentlich kommt, doch sie lässt nichts unversucht ihn für sich zu gewinnen.

Der Schreibstil ist nichts was ich vorher schon mal gelesen habe. Als Leser ist man direkt in Waldos Kopf. Somit gibt es keinen Filter. Ihre Gedanken und inneren Gespräche sind offen, ehrlich, vulgär, provozierend, clever. Sie ist für eine 17-Jährige oft ihrem Alter voraus, was mir an einigen Punkten sehr unrealistisch vorkam und zu selbstreflektierend, was kein normaler Teenager macht. Waldo macht eine positive Entwicklung durch: Vom naiven Kind auf der Suche nach Liebe, über Hoffnung auf Besserung ihrer Mutter, die Erkenntnis, dass Selbstbestimmtheit wichtig ist und der Weg zu Selbstliebe.
Gegenüber Mr. Corgy hatte ich wenig Sympathie. Ich war immer im Zwiespalt wie falsch es ist, was er macht, als Lehrer, als Ehemann, als Mensch und dann wieder wie gut er zu Beginn Waldo tut.
Die Sexszenen sind sehr provokant und explizit, was mir ein wenig zu drüber war.
Ich habe das Buch wirklich verschlungen, vor allem aufgrund des Schreibstils. Ich mochte die Geschichte sehr, aber Waldo an sich war für mich nicht ganz stimmig als Charakter. Nichts desto trotz würde ich dieses Buch absolut empfehlen. Die Gedankenanstöße, der Blick auf die Gesellschaft, die provokante Ehrlichkeit sind nicht zu verachten.

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