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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2019

Ein wunderschönes Buch voller tiefer Gefühle

Laufe Lebe Liebe
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Als Ella die dreizehnjährige Milly zum ersten mal trifft, ahnt sie noch nicht, wie sehr das Mädchen ihr Leben verändern wird. Nachdem sie viele Jahre vor ihren Gefühlen davon gelaufen ist, setzt sich Ella ...

Als Ella die dreizehnjährige Milly zum ersten mal trifft, ahnt sie noch nicht, wie sehr das Mädchen ihr Leben verändern wird. Nachdem sie viele Jahre vor ihren Gefühlen davon gelaufen ist, setzt sich Ella nun durch das Eintauchen in Millys Leben auch mehr und mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander......

Das Buch hat mich von der ersten Zeile an tief in die Geschichte von Ella und Milly hineingezogen. Es handelt von Verlust, Schuldgefühlen und Liebe. Spannend und emotional

Veröffentlicht am 02.03.2020

Romantasy mit Anleihen aus der griechichen Mythologie

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
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Mit sechzehn Jahren hat Erin einen Pakt mit Hades geschlossen - um ihre Wut über den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten und deren bösen Mann zu bestrafen, wurde sie zur Rachegöttin. Zwei Jahre später studiert ...

Mit sechzehn Jahren hat Erin einen Pakt mit Hades geschlossen - um ihre Wut über den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten und deren bösen Mann zu bestrafen, wurde sie zur Rachegöttin. Zwei Jahre später studiert Erin am Ivy Hall College und muss, um den Pakt zu erfüllen, jede Woche einem Mann mit ihrem Kuss die Seele rauben und diese an Hades übergeben. Dabei ist ihr klar, dass es für sie nicht in Frage kommt, sich zu verlieben und ein annähernd normales Leben zu führen - bis sie auf einer Verbindungsparty Arden trifft, zu dem sich Erin sofort hingezogen fühlt. Auch Arden hat seine Gründe, sich auf keine emotionale Beziehung einzulassen, doch immer wieder trifft er auf Erin und er muss sich eingestehen, dass seine Gefühle für sie mehr als nur freundschaftlicher Natur sind.

"Gods of Ivy Hall: Cursed Kiss" von Alana Falk ist ein jugendlicher Fantasy-Roman, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte ist spannend geschrieben und mir haben die Figuren gut gefallen. Erin ist erst wenige Monate am College, trotzdem sie bereits seit zwei Jahren in Hades Diensten steht, ist sie noch sehr jung. Durch Arden erlebt sie zum ersten mal romantische Gefühle, hat sie doch bisher nur das Schlechte in den Männern gesehen, die sie mit ihrem Kuss bestraft hat. Daher passte es für mich zur Handlung, dass sie viel Zeit darauf verwendet hat ihre Gefühle für Arden nicht nur zu analysieren, sondern auch sich lange dagegen zu wehren. Zumal sie sich auch für die Sicherheit ihrer kleinen Schwester verantwortlich fühlt, die Hades ebenfalls zur Rachegöttin machen will. Das Ende hat mich sehr überrascht und nun kann ich es kaum erwarten, bis die Fortsetzung des Buches erscheint.

Fazit: Mir hat die spannende Romantasy-Geschichte gut gefallen und obwohl ich am Ende Erins Vertrauen in beinahe fremde Helfer nicht teilen konnte, hat mich die Auflösung sehr überrascht. Ich gebe gern eine Leseempfehlung an Freunde von jugendlich-romantischer Fantasy.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2026

Fantasievoller Reihenauftakt, der den salzigem Meeresduft beinahe spüren lässt

Born of Salt and Storm
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Seit Tavis Eltern zur Zwangsarbeit in den Salzminen verurteilt wurden, lebt sie bei der Familie ihres besten Freundes Yard. Als sie eines Tages beim Fischen ein Stück Seeglas entdeckt, kann sie ihre Neugier ...

Seit Tavis Eltern zur Zwangsarbeit in den Salzminen verurteilt wurden, lebt sie bei der Familie ihres besten Freundes Yard. Als sie eines Tages beim Fischen ein Stück Seeglas entdeckt, kann sie ihre Neugier nicht unterdrücken und berührt den seltsam leuchtenden Stein. Dadurch befreit sich die darin enthaltene Magie mit einem weithin sichtbaren Blitz, von nun an ist Tavi als Trägerin des Steins gezeichnet, der nach den Legenden ihres Volkes Unglück bringen soll. Seitdem ist nicht nur der Salzorden, der seit einigen Jahren Tavis Heimat mit fanatischer Brutalität regiert, hinter ihr her, auch Kreaturen aus dem Meer machen Jagd auf die junge Speerfischerin. Unerwartete Hilfe erhält sie von Eero, einem der gefürchteten Mischwesen aus Mensch und Mer, die vom Salzorden gnadenlos getötet werden. Doch Tavis über die Jahre vom Orden geschürtes Misstrauen sitzt tief, auch wenn sie die Anziehung, die Eero auf sie ausübt, nicht leugnen kann.

"Born of Salt and Storm" von Sophia Reynard ist der Auftaktband einer romantischen Fantasy-Trilogie, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. In jeder einzelnen Zeile war die Liebe der Autorin zum Meer spürbar, beim Lesen hatte ich dauerhaft den Eindruck, den klaren Geruch von Salzwasser in der Nase zu haben. Tavi, die von einem Großteil ihrer Mitmenschen seit frühester Jugend als Verrätertochter verachtet wurde, war mir schnell sympathisch, sie selbst und auch die Figuren in ihrem Umfeld fand ich authentisch und lebensecht beschrieben. Besonders mochte ich den Raben Raufrost, der Tavi immer wieder zur Seite steht.

Der Schreibstil hat mich angenehm durch die Geschichte getragen, im Mittelteil flaute die Spannung zwar etwas ab, wodurch sich die Handlung ein wenig in die Länge zog, insgesamt hat das meinem Lesevergnügen aber kaum Abbruch getan. Den Hintergrund fand ich sehr faszinierend, sowohl das von Stürmen regierte Meer, als auch die Salzminen und die Rolle, die das weiße Mineral in diesem Reich spielt, verliehen dem Roman einen ganz eigenen Zauber, der mich emotional tief in Tavis Welt hinein gezogen hat. Eine düstere Legende und das geheimnisvolle Mervolk, das seit Generationen kein Landbewohner mehr zu Gesicht bekommen hat, steigern die Spannung zusätzlich, so dass ich es kaum erwarten kann, bis der Fortsetzungsband erscheint. Für diesen soliden Reihenauftakt spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Kleinere Längen im Mittelteil habe das Leseerlebnis für mich nur unwesentlich getrübt, insgesamt hat mich die fantasievolle Geschichte, die mich selbst im Nachhinein noch den salzigen Meeresduft in der Nase spüren lässt, fasziniert und wunderbar unterhalten, so dass ich diesen Auftaktband gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 01.04.2026

Mitreißender, fantasievoller Dilogieauftakt

Dire Bound
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Das Land Nocturna ist von hunderten Kriegsjahren gezeichnet, ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut und Hunger. Seit dem Tod ihres Vaters kümmert sich Meryn um ihre jüngere Schwester Saela und ihre ...

Das Land Nocturna ist von hunderten Kriegsjahren gezeichnet, ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut und Hunger. Seit dem Tod ihres Vaters kümmert sich Meryn um ihre jüngere Schwester Saela und ihre Mutter, die mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt. Regelmäßig werden in den ärmlichen Vierteln der Stadt Sturmfrost Kinder entführt, Gerüchten zufolge von Siphonen, dem feindlichen Nachbarvolk. Als auch Saela eines Nachts spurlos verschwindet, meldet sich Meryn freiwillig zum Kriegsdienst, denn nur im Kampf gegen die Siphone sieht sie eine Chance, ihre Schwester retten zu können. Ehe sie allerdings an die Front geschickt wird, muss sie die Bindungsprüfung hinter sich bringen, gegen ihren Willen wird Meryn dabei von der Schattenwölfin Anassa ausgewählt - was erst einmal weitere Monate Ausbildung im königlichen Schloss bedeutet,

"Dire Bound" von Sable Sorensen ist der Auftakt einer fesselnden Fantasy-Dilogie, die mir einige wunderbare Lesestunden beschert hat. Meryn war mir auf Anhieb sympathisch, sie ist eine starke Protagonistin, die trotz ihrer schwierigen Lebenssituation niemals aufgibt und sich liebevoll um ihre Mutter und Schwester kümmert. Sie und auch alle anderen Figuren im Buch waren für mich authentisch und greifbar dargestellt, ich hatte immer ein deutliches Bild vor Augen. Den Hintergrund fand ich ausreichend, wenn auch nicht übermäßig ausführlich, beschrieben, ich hatte den Eindruck, mich recht gut in Meryns Welt orientieren zu können.

Neben der traumhaft schönen optischen Gestaltung der Deluxe-Ausgabe war der Schreibstil für mich der größte Pluspunkt der Geschichte, einmal begonnen, war ich tief in der Handlung versunken und mochte das Buch zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Dass der Roman im Verlagstext mit "Fourth Wing" verglichen wird, ist ein Werbeschachzug, der meiner Meinung nach keinem Buch wirklich gut tut, bereits vorab werden bei den Lesenden Erwartungen geweckt, denen letztendlich auch die spannendste Fantasy nicht gerecht werden kann. Zugegeben, anfangs habe auch ich gedanklich die eine oder andere Parallele zu "Fourth Wing" gezogen, der Beginn mit der brutalen Prüfung, bei der die Rekruten einen schwierigen Bergaufstieg bewältigen müssen, die Ungerührtheit mit der bei jeder dieser Prüfungen nicht wenige Todesopfer als Normalität betrachtet werden und die "Belohnung", indem die Besten von einem magisches Wesen gebunden werden, hatten schon ein wenig Fanfiction-Vibes.

Später entwickelte sich das Buch aber in eine ganz eigene Richtung, es gab jede Menge Geheimnisse, die die Spannung auf einem für mich angenehmen Niveau hoch hielten. Die Erotik wurde reichlich explizit beschrieben, die eine oder andere Gewaltszene war für meinen Geschmack schon etwas zu viel, damit sollte man sich arrangieren können, um das Leseerlebnis vollumfänglich zu genießen. Insgesamt habe ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt, der Cliffhanger am Ende weckt bereits Vorfreude auf die Fortsetzung. Für diesen mitreißenden Dilogieauftakt spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Eine starke Protagonistin, das spannende Magiesystem und der fesselnde Schreibstil haben diese fantasievolle Lektüre für mich - trotz kleinerer Abstriche bei einigen brutalen Gewaltszenen - zu einem Highlight gemacht, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 26.03.2026

Märchenhaft-schaurige Adaption der Blaubart-Geschichte

The House Saphir
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Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, führt die gerissene Mallory Fontaine nachts Touristen durch das leer stehende Haus, das früher Bastien Saphir gehörte. Der Graf Saphir erlangte einst schaurige Bekanntheit, ...

Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, führt die gerissene Mallory Fontaine nachts Touristen durch das leer stehende Haus, das früher Bastien Saphir gehörte. Der Graf Saphir erlangte einst schaurige Bekanntheit, nachdem er seine ersten drei Ehefrauen ermordet hatte, während ihm die vierte nur knapp entkam. Obwohl Mallory mit Geistern sprechen kann und im Haus tatsächlich Bastiens erstes Opfer umgeht, arbeitet sie mit allerlei Tricks, um ihren leichtgläubigen Gästen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eines Nachts taucht ein Fremder bei der Führung auf und engagiert Mallory für eine Geisteraustreibung auf seinem Landsitz, wo sie nicht nur ihrer morbiden Faszination für Bastien Saphir nachgehen kann, sondern auch selbst in ungeahnte Gefahr gerät.

"The House Saphir" von Marissa Meyer ist eine Adaption der klassischen Blaubart-Geschichte, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Die findige Mallory war mir trotz (oder wegen?) ihrer morbiden Eigenartigkeit schnell ans Herz gewachsen, auch die Personen in ihrem Umfeld fand ich originell und für meine Fantasie gut greifbar charakterisiert. Wie ich es schon aus anderen Büchern der Autorin kannte, hat sie ihre Figuren mit märchenhaftem Flair umgeben und dennoch nahbar gestaltet, so dass ich emotional immer mitten unter ihnen war.

Der Schreibstil hat mich bis zur letzten Seite gefesselt, die Spannung hielt sich auf einem für mich angenehmen Niveau. Die düstere, ein wenig verwunschen erscheinende Atmosphäre gab der Handlung den passenden Hintergrund, lediglich das Verwirrspiel um Bastien und seinen Nachfahren hätte für meinen Geschmack gern noch etwas umfangreicher ausgeführt sein dürfen, auch der im Untertitel erwähnte blutige Schlüssel hatte eher einen kurzen Gastauftritt. Insgesamt habe ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt und spreche für dieses Retelling gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Die märchenhaft-düstere Blaubart-Nacherzählung hat mir einige angenehm-schaurige Lesestunden beschert, so dass ich das Buch gern weiter empfehle.