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Veröffentlicht am 11.04.2026

The Artist

The Artist
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Allein das Cover, ein Gemälde aus blühendem Lavendel, ist sehr anziehend für das Auge. Wir sind im Jahr 1920. Der berühmte Maler Tartuffe hat sich vor 30 Jahren aus dem pulsierenden Paris in ein altes ...

Allein das Cover, ein Gemälde aus blühendem Lavendel, ist sehr anziehend für das Auge. Wir sind im Jahr 1920. Der berühmte Maler Tartuffe hat sich vor 30 Jahren aus dem pulsierenden Paris in ein altes Bauernhaus in der Provence zurückgezogen. Hier lebt er mit seiner 27jährigen Nichte Ettie, die für ihn Haushälterin ist, seine Malutensilien pflegt und auch mit seinen Wutausbrüchen umzugehen weiß. Für sie ist das Leben ein alltäglicher Trott, bis der junger Journalist Joseph in die Einsamkeit kommt, der den exzentrischen Maler interviewen will. Joseph und Ettie verbringen viel Zeit miteinander, Joseph sitzt Tartuffe Modell und aus ein paar Tagen wird ein ganzer Sommer, der das Leben aller Drei durcheinander bringt und es zu einem unschönen Ende kommt. Das Buch liest sich wie ein abstraktes Gemälde, bei dem man Schicht für Schicht abträgt und immer neue Ansichten entstehen. Die Autorin beschreibt die Provence in ihrer ganzen Schönheit, die flirrende Hitze, die ausgetrockneten Wiesen und Felder, der Duft der Blumen und Kräuter. Man sieht das alte Bauernhaus mit seinen schiefen Wänden und das Atelier bildlich vor sich. Die Sprache ist sehr poetisch, man spürt die Spannungen zwischen den Personen. Diese traumhafte Geschichte ist fiktiv, aber es sind auch reelle Personen mit eingeschlossen, wie. z.B. Van Gogh, Cezanne, Peggy Guggenheim. Nach und nach erfährt man die ganze tragische Geschichte um Ettie. Das Buch gibt uns im Prolog Einblick in das Jahr 1957 und endet auch im letzten Kapitel 1957. Ich habe mich in dem Buch verloren, solche Schönheit und Präsens, nur schwer habe ich es wieder aus der Hand gelegt und bin noch gedanklich immer im Kreise der Malerei.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Der japanische Garten

Der japanische Garten
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Das Buch berichtet über IKIGAI; das bedeutet Lebensziel, das Leben in ruhigeren Bahnen zu bringen. Jonas, erfolgreich, hipp, immer erreichbar; Social Media, karrierebewußt, immer auf 100 mit Vollgas ist ...

Das Buch berichtet über IKIGAI; das bedeutet Lebensziel, das Leben in ruhigeren Bahnen zu bringen. Jonas, erfolgreich, hipp, immer erreichbar; Social Media, karrierebewußt, immer auf 100 mit Vollgas ist eines Tages derart gestreßt, dass er statt in den Konferenzsaal sich einfach auf den Weg durch Berlins Straßen macht, um ein wenig abzuschalten. Plötzlich tut sich vor ihm mitten in der Stadt ein rotes Tor auf, das er bisher noch nie bemerkt hat. Dieses Tor führt in einen japanischen Garten. Gleich am Eingang muß er sein Handy abgeben. Und als er durch den Garten schlendert, trifft ein einige sehr interessante Personen, die mit ihm über das Leben, den Sinn, die Ruhe, die Achtsamkeit sprechen, die ihm Beispiele vom Loslassen zeigen. In diesem Garten wird Jonas ganz ruhig, er versteht die Geschichten und Gleichnisse, die ihm erzählt werden. Insbesondere Ikigai spielt in dem Leben dieser Menschen eine große und tragende Rolle. Die Verbundenheit mit der Natur, der Flug der Vögel und Jonas beginnt zu begreifen. Dann verläßt er geläutert den Garten, bekommt sein Handy wieder und es zeigt zig entgangene Anrufe. Ein Buch, das unheimlich zu Herzen geht, den Leser selbst in sich hineinhorchen läßt, er erkennt, dass er selbst am Hamsterrad dreht, immer schneller, immer mehr, immer erreichbar zu sein. Dieses nur 140 seitige Buch zeigt, wie man zur inneren Ruhe, zu sich selbst kommen kann. Die Sprache ist sehr beruhigend, die Beispiele regen zum Nachdenken an. Und zwischen den einzelnen Kapiteln sind wunderschöne ganzseitige Aquarellzeichungen, die an japanisches Pergament erinneren. Ein poetisches, voller Liebe gestaltetes Buch, dass man immer wieder bei Streßsituationen zur Hand nehmen kann und die fast eine spriituelle und hypnotische Wirkung haben. Der Autorin ist damit wirklich ein ganz besonderes, soghaftes Buch entstanden.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Bachelorette Party

Bachelorette Party
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Ich lese wahnsinnig das Genre Thriller. Aber bei diesem Buch habe ich das Fürchten gelernt, ein Grauen, das fast nicht zu überbieten ist. Auf einer einsamen Insel in Schweden soll in einem noch nicht zur ...

Ich lese wahnsinnig das Genre Thriller. Aber bei diesem Buch habe ich das Fürchten gelernt, ein Grauen, das fast nicht zu überbieten ist. Auf einer einsamen Insel in Schweden soll in einem noch nicht zur Eröffnung freigegebene Hotel eine viertägige Bachelorette-Party, also ein Junggesellinnenabschied für Anneliese stattfinden. Die sechs Frauen sind auf der Insel ganz allein, sie sollen von einem Gourmet-Koch verwöhnt werden, Yogatime, viel viel Spaß und Alkohol. Aber dann treibt das für die Insel zuständige Boot im Meer und die Hotelbesitzerin Irene gibt da nicht viel drauf, denn eine der Frauen ist plötzlich abgereireist, sie mußte beruflich zurück. Tessa, ein Jorunalistin, die mit ihrem Podcast im True Crime eine Schlappe bekommen hat, kommt dies alles ein wenig komisch vor. Und auch der Koch scheint etwas zu verheimlichen. Denn genau vor 10 Jahren, 2012, sind vier Frauen nach einem Mädelsabend genau hier verschwunden, niemand weiß genau, was damals geschehen ist und auch Tessa hat sich für diesen Fall sehr interessiert. Doch dann wird die Leiche der Frau gefunden, die angeblich zurück aufs Festland mußte und das Grauen beginnt. Die Frauen werden in dem neuen Hotel festgehalten, bedroht, die Handys mußten schon am Anfang abgegeben werden. Und weitere Frauen sterben und plötzlich gibt es einen nicht zu übersehenden Zusammenhang zwischen den 2012 verschwundenen Frauen und dieser Clique. Die Autorin schreibt in zwei Zeitzonen und nach und nach kommt Licht ins Dunkel. Sie beschreibt unheimlich akribisch die Todesangst dieser Frauen. Brutal wird hier gemordet, ich würde fast sagen abgemetzelt. Zuerst erscheint es ein Phantom zu sein, der hier sein Unwesen treibt. Aber nach und nach werden hier die Gründe und die Personen bekannt, die für das Massaker maßgeblich waren bzw. sind. Ich konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen, denn so intensiv waren hier die Gräueltaten, dass mir die Gänsehaut über den Rücken lief und ich ängstlich zur Tür schauen mußte. Lügen, Mißtrauen, düstere Gedanken voller Hass werden hier Seite um Seite mehr. Ein Buch, das wirklich nichts für schwache Nerven ist und uns zeigt, dass man den Menschen nicht vertrauen kann, denn in jedem kann das Böse stecken. Aber auch das Cover ist nicht gerade einladend.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Die Hoffnung die uns trägt

Die Hoffnung, die uns trägt
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Ein Buch, das uns nach Lissabon führt, wir erleben die politischen Ereignisse und das Leben einzelner Menschen. Wi begleiten Amalia in dden Jahren 1961 bis 1980. Amalia lebt mit ihrer Familie in Alfama, ...

Ein Buch, das uns nach Lissabon führt, wir erleben die politischen Ereignisse und das Leben einzelner Menschen. Wi begleiten Amalia in dden Jahren 1961 bis 1980. Amalia lebt mit ihrer Familie in Alfama, wo die Menschen nur das nötigste haben. Als ihr kleiner Bruder stirbt, zerbricht die Familie und die 17jährige Amalia ist auf sich selbst gestellt. Doch sie findet eine Stelle in einem Cafe, sie ist glücklich und lernt dort den Studenten Marcelo kennen. Doch als dann der Sohn der Besitzer des Cafes verwundet aus dem Krieg kommt, muß sie auch dieses zuhause verlassen. Noch ein paar Mal muß sie ihren Wohnsitz unfreiwillig wechseln. Marcelo ist politisch sehr aktiv und wird bei den Studentenunruhen inhaftiert. Amalia hält fest zu Marcelo und später mischt auch sie bei den politischen Aktivitäten mit. Als dann der gemeinsame Freund Joao Amalias Freundin Benedita heiratet, hofft sie vergebens auf einen Antrag von Marcelo. Das Buch zeigt uns die Schwierigkeiten und die Kämpfe, die Amalia zeitlebens durchstehen muß. Sie verliert geliebte Menschen durch den Tod, gerät oftmals unverschuldet in Schwierigkeiten und Not, abr sie verliert nie den Mut und kämpft immer weiter. Die Autorin versteht es ungeheuerlich gut, die Emotionen und Gefühlsregungen der Protagonisten darzustellen, man ist mit Rosalia, Antonio, Soraia, Henrique und den anderen bald sehr vertraut. Aber wie ein roter Faden zieht sich auch der Fado. ein trauriger Gesang, durch das Buch. Ich war derart fasziniert und hingerissen von der Lektüre, dass ich das Buch nur sher ungern aus der Hand gelegt habe. Auch das Umfeld wir sehr charkteristisch beschrieben. Die Kälte, der Regen, die Hitze, das Leben auf der Straße. Man kann sich direkt ein Bild davon machen. Das Cover zeigt eine junge Frau, die zwischen Fliederblüten ihren Weg geht und auf einer Blüte sitzt ein Schmetterling, der für Amalia immer ein wenig Hoffnung zeigte.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Unnützes Reisewissen England

DUMONTs Unnützes Reisewissen England
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Ein weiteres unnützes Reisewissens-Buch über England von Dumont Verlag hat mich wieder begeistert. Alleine schon das Cover mit dem Roten Doppeldecker und der Corgi mit der Krone auf dem Kopf zeigen uns, ...

Ein weiteres unnützes Reisewissens-Buch über England von Dumont Verlag hat mich wieder begeistert. Alleine schon das Cover mit dem Roten Doppeldecker und der Corgi mit der Krone auf dem Kopf zeigen uns, um welches Land es sich hier handelt. Die Innenseite und die letzte Seite des Buches sind mit den königlichen Kronen versehen. 100 kuriose und amüsante Geschichten laden uns zum Lesen und zum Schmunzeln ein. Die Geschichten sind alphabetisch angeordnet. Gleich zu Beginn des Buches sehen wir die Beatles über den Zebrastreifen der Aby Road marschieren und finden die dazu passende Geschichte, Dass es einst einen Eisbär in der Themse gab? Wird uns da ein Bär aufgebunden? Und dann kommen wir zu den roten Telefonhäuschen und wie diese zu der Farbe Rot kamen. Wenn einem im England eine schwarze Katze über den Weg läuft, bedeutet dies Glück. Kein Thema wird hier ausgelassen. Welche Scones sind die Richtigen, die zuerst mit der Marmelade oder die zuerst mit Clotted Cream? Shakespeare, König Charles, Churchchill, Admiral Nelson, Rosamunde Pilcher, über jeden ist hier etwas zu erzählen. Man kann sich dieses Buch immer wieder herholen und sich einzelne Geschichten zu Gemüte führen. Wirklich eine unterhaltsame Lektüre, Schräg mit mit viel englischem Humor. Für alle de England lieben und solche, die mehr übe England erfahren wollen.

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