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Veröffentlicht am 08.04.2026

Zwei Frauen im Auf und Ab des Lebens

Lübecks Töchter. Der Traum von Liebe und Gemeinschaft
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Inhalt:

Lübeck 1888: Amelie ist die Leiterin ihrer Mädchenschule und des Lehrerinnenseminars. Ihr Ziehtochter Natalie tritt in die Fußstapfen und hat das Lehrerinnenseminar abgeschlossen und arbeitet ...

Inhalt:

Lübeck 1888: Amelie ist die Leiterin ihrer Mädchenschule und des Lehrerinnenseminars. Ihr Ziehtochter Natalie tritt in die Fußstapfen und hat das Lehrerinnenseminar abgeschlossen und arbeitet selber als Lehrerin an der Schule.

Amelie, die sehr auf ihre Unabhängigkeit bedacht ist, lebt unverheiratet im Richard zusammen. Der gesellschaftliche Druck auf diese Beziehung wächst. Als Amelie Richards Heiratsantrag nicht annimmt, verläßt dieser Deutschland und nimmt das Stellenangebot seines Arbeitgebers in den USA an.

Das bis dahin gute Verhältnis zwischen Amelie und Natalie leidet unter der Situation und so verfällt die unerfahrene Natalie einem adeligen Charmeur….



Meine Meinung:

Das Buch ist eine angenehm zu lesende Geschichte, von einer jungen Frau, die durch eine private Enttäuschung auf Abwege gerät. Einige Teile der Handlung sind etwas voraussehbar und wenig überraschend.

Die gesamte Geschichte lebt von den sehr sympathischen Charakteren. Besonders die beiden Hauptcharaktere Natalie und besonders Amelie sind sehr starke und für ihre Zeit, sehr unabhängige Frauen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Sehr gut hat mir auch das Setting des Buches gefallen, die alte Hansestadt Lübeck, mit seinen kleinen Gasse und alten Häusern.

Dieses Buch ist eine Leseempfehlung für Leser, die auch mal eine etwas seichtere Geschichte lesen möchten.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Wirre Szenen in Berlin

Berlin Heat
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Inhalt:

Berlin, im Sommer nach der Pandemie. In Berlin tobt das Leben. Tom Lohoff vermietet Wohnung an Menschen aus der ganzen Welt und versorgt seine Gäste auch mit anderen Services. Tom hat aber auch ...

Inhalt:

Berlin, im Sommer nach der Pandemie. In Berlin tobt das Leben. Tom Lohoff vermietet Wohnung an Menschen aus der ganzen Welt und versorgt seine Gäste auch mit anderen Services. Tom hat aber auch ein anderes Problem, er ist spielsüchtig und hat hohe Spielschulden bei einer Größe der lokalen Unterwelt. Als dieser Gangster ihm ein Ultimatum stellt, braucht Tom dringend Geld, um seine Schulden begleichen zu können.

In Deutschland stehen die Bundestagswahlen an und eine rechte Partei simuliert die Entführung ihres Vorsitzenden, um damit ihren Stimmenanteil zu erhöhen. Ausgerechnet Tom vermietet dieser Gruppierung eine Wohnung.

Meine Meinung:

Mich hat dieses Buch verwirrt zurück gelassen. Die Geschichte fängt sehr interessant an. Tom ist in einer verzweifelten Situation. Er muss seine Spielschulden kurzfristig zurückzahlen und da kommt ihm die Möglichkeit, eine seine Wohnungen kurzfristig zu vermieten sehr gelegen. Jedoch gerät er damit direkt in diese fingierte Entführung und dann wird die ganze Handlung etwas chaotisch und verliert die Struktur.

Interessant ist sicher, dass dieses Buch die Idee aufnimmt, was im Berlin der Nach-Corona-Zeit passieren könnte. Das Leben nimmt wieder Fahrt auf, internationale Besucher sind in der Stadt. Es ist auch sicher nicht unrealistisch, dass eine politische Partei auf seltsame Ideen kommt, ob ein paar Prozentpunkte bei der Wahl hinzu zu gewinnen. Jedoch fehlte mir, ein runder Abschluss der Handlung. Worauf will die Geschichte hinaus?

Wir erleben die Ereignisse aus Toms Perspektive und haben so einen guten Einblick in seine Gedanken und Gefühle. Sehr gut erleben wir hier, wie seine Gedanken immer wieder um seine Spielsucht kreisen. Die anderen Charakter bleiben eher etwas blass und tragen wenig zur Handlung bei.

Das Finale ist sehr dramatisch, auf mich wirkte es schon beinahe übertrieben. Ich frage mich bis jetzt, welche Aussage dieses Buch dem Leser vermittelt, bei mir ist sie jedenfalls nicht angekommen.

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Veröffentlicht am 18.05.2024

Köln in der Nachkriegszeit

Die Telefonistinnen - Stunden des Glücks
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Köln in der Nachkriegszeit:

Giesela arbeitet als Telefonistin bei einer Versicherung in Köln. Auch 3 Jahre nach dem Krieg wird ihr Mann noch vermisst und so lebt sie zusammen mit ihrem Sohn in der Hoffnung, ...

Köln in der Nachkriegszeit:

Giesela arbeitet als Telefonistin bei einer Versicherung in Köln. Auch 3 Jahre nach dem Krieg wird ihr Mann noch vermisst und so lebt sie zusammen mit ihrem Sohn in der Hoffnung, dass ihr Mann noch nach Hause zurück kehrt. Aus der anderen Seite ist sie eine lebensfrohe junge Frau, die den schönen Seiten des Lebens nicht abgeneigt ist.

In ihren Kolleginnen Hannelore und Erna findet sie gute Freundinnen. Die 3 Frauen halten zusammen und helfen sich gegenseitig in dieser nicht ganz einfachen Zeit.

Die Autorin hat es verstanden, den Leser mit auf eine Zeitreise in die Nachkriegszeit zu nehmen. Deutlich merkt man die Aufbruchstimmung der Menschen, aber auch ihr Sorgen und Nöte werden spielen eine wichtige Rolle. Anhand der Leben von Giesela und ihren Freundinnen erleben wir den Wiederbeginn des Lebens nach dem Krieg, das Leben in den Trümmern und die langsam zurückkehrende Normalität.
Ein bisschen Romantik darf da natürlich auch nicht fehlen…….

Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet und so kann man dich die handelnden Personen sehr gut verstellen und sich in sie hinein versetzen. Leider wirkte die erste Hälfte des Buches auch mich etwas unpersönlich, handelte dieser Teil doch nur von dem Arbeitsleben der Freundinnen. Mir fehlte hier das Privatleben, das doch eigentlich das Leben ausmacht.

Das änderte sich dann im 2. Teil. Hier war das Buch genau nach meinem Geschmack. Eine gute Mischung aus Privat- und Berufsleben. Die Geschichte gewinnt hier sehr und wir bekommen ein schönes Bild des Lebens der Frauen.

Ein insgesamt gelungenes Buch. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe.

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Veröffentlicht am 26.06.2022

Ein ruhiger Krimi zu einem aktuellen Thema

Tiefes, dunkles Blau
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Bewertet mit 4.5 Sternen

Inhalt:
Rosa Zambrano ist Seepolizistin am Züricher See und in ihrem aktuellem Fall geht es um einen Mord an einem Mediziner, der eine Kinderwunschpraxis betrieben. Auch Rosa ...

Bewertet mit 4.5 Sternen

Inhalt:
Rosa Zambrano ist Seepolizistin am Züricher See und in ihrem aktuellem Fall geht es um einen Mord an einem Mediziner, der eine Kinderwunschpraxis betrieben. Auch Rosa hat dort kurz vor der Tat Eizellen einfrieren lassen. Der Tote, Dr. Jansen, hat neben seiner Praxis auch noch ein erfolgreiches Biotech unternehmen geführt.

Meine Meinung:

Mich hat bei der Beschreibung des Buches besonders das Thema mit den Biotech Unternehmen neugierig gemacht. Mir ist bewusst, dass es zu diesem Thema viele konträre Meinungen gibt und konnte mir gut vorstellen, dass man aus diesem Stoff einen spannenden Krimi gestalten kann.
Diese Erwartung wurde auch erfüllt. Hinzu kam die schöne Umgebung, in der das Buch spiel. Die Kulisse des Züricher Sees wurde sehr schön in die Handlung eingebaut und man bekommt richtig Lust, sich diesen Ort mal selber anzuschauen.
Rosa ist eine relativ junge Frau, die aber schon ihre biologische Uhr ticken hört und durch ihre Bekanntschaft mit dem Mordopfer nicht ganz neutral an den Fall herangehen kann. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ihr Ermittlungsarbeit darunter gelitten hat. Sie war wir als Charakter sehr sympathisch.
Der Krimi ist relativ ruhig geschrieben, dabei aber nicht langweilig oder zäh, sondern angenehm zu lesen und an einigen Stellen etwas nachdenklich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber ich kann mir auch vorstellen, dass sich einige Leser von der ruhigen Art des Buches nicht mitgerissen fühlen.

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Eine Welt zerbricht.....

So weit die Störche ziehen (Die Gutsherrin-Saga 1)
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Inhalt:

Dora wächst als wohlbehütete Tochter eines Gutsbesitzers in Ostpreußen auf. Ihre Welt besteht aus schönen Kleidern, der Liebe zu Wilhelm, dem Erben eines Nachbargestüts, und ihrer Liebe zu den ...

Inhalt:

Dora wächst als wohlbehütete Tochter eines Gutsbesitzers in Ostpreußen auf. Ihre Welt besteht aus schönen Kleidern, der Liebe zu Wilhelm, dem Erben eines Nachbargestüts, und ihrer Liebe zu den den gutseigenen Pferden.
Dies Welt bricht mit dem Beginn des 2. Weltkriegs zusammen. Wilhelm wird eingezogen, Dora muß im Königsberg einem Verwandten den Haushalt führen. Immer stärker verändern die Kriegsauswirkungen Doras Leben und das ihrer Lieben.

Meine Meinung:

Mich hat die Geschichte absolut gefesselt, es war schwer das Buch aus der Hand zu leben. Sehr gut schafft es die Autorin, Doras Entwicklung von einer naiven, jungen Frau zu einer verantwortungsvollen Gutsbesitzerin zu erzählen.


Einige Handlungsstränge hätten nach meinem Geschmack noch weiter erzählt werden können, dann sie nahmen doch ein etwas überstürztes Ende. Ich möchte hier nicht weiter in die Details gehen, denn dann müßte ich leider Spoilern.



Die Kriegsereignissen werden fesseln beschrieben und man bekommt als Leser ein sehr genaues Bild was die Flucht für die Menschen bedeutet haben muß und wie unvorstellbar der Verlust der Heimat doch ist.



Etwas gestört haben mich die Parallelen zu dem Buch „Vom Winde verweht“. Ich habe beim Lesen einig Vergleiche gezogen und konnte mich sogar noch daran erinnern, welche Person auf dem Film/Buch zu den Personen in diesem Buch passen.



Insgesamt hat mir das Buch aber einige schöne Lesestunden beschert und mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm und ich würde mich sehr freuen, zu erfahren, wie es mit Dora nach der Flucht weitergeht.



Eine Leseempfehlung für Leser die sich für die Zeit des 2. Weltkriegs interessieren und dass mit einem Schwerpunkt in Ostpreußen. Historische Wahrheit - spannend verpackt.

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