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Veröffentlicht am 16.08.2025

Norwegen in Kriegszeiten

Wir sehen uns wieder am Meer
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Das Cover verspricht eine Leichtigkeit, die leider nicht vorhanden ist. Der Roman erzählt von der schwierigen Zeit als Norwegen von den Deutschen besetzt war und viele russische Kriegsgefangene in Lagern ...


Das Cover verspricht eine Leichtigkeit, die leider nicht vorhanden ist. Der Roman erzählt von der schwierigen Zeit als Norwegen von den Deutschen besetzt war und viele russische Kriegsgefangene in Lagern leben und Zwangsarbeit durchführen mussten. Widerstand gegen die deutschen Besatzer war gefährlich und doch gab es eine Gruppe mutiger Norweger/innen, die im Untergrund agierten. Eines Tages stößt die Krankenschwester Birgit zu ihnen und hilft verwundete russische Kriegsgefangene zu pflegen. Dabei verliebt sie sich in Alexander und verhilft ihm zur Flucht. Gleichzeitig lernt sie die schwangere ukrainische Zwangsarbeiterin Nadia kennen und hilft ihr, dem Lager und der Arbeit in der Fischfabrik zu entkommen.
Birgits zusätzliche Agententätigkeit und das verbotene Verhältnis zu Alexander bringen sie in große Schwierigkeiten, denen sie sich standhaft versucht zu widersetzen.
Die Figur Birgit ist aus den zusammengefassten Schicksalen zweier tatsächlich damaliger norwegischer Agentinnen entstanden. Trotzdem hat mich teilweise das naive Agieren Birgits verwundert und ich hatte Schwierigkeiten diese nachzuvollziehen. Aber vielleicht passt hier auch der Spruch, dass "Liebe blind macht".
Wer sich für die Situation der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter interessiert, ist bei diesem Buch gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Nachts im Museum

Zwei in einem Bild
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Claire ist Reinigungskraft in einem Museum und verliebt sich nicht nur in ein Bild, sondern in den jungen Mann Jean, der in diesem Gemälde mit einem Buch in der Hand sitzt. Sie entdeckt mehr ...


Claire ist Reinigungskraft in einem Museum und verliebt sich nicht nur in ein Bild, sondern in den jungen Mann Jean, der in diesem Gemälde mit einem Buch in der Hand sitzt. Sie entdeckt mehr oder weniger zufällig ihre besondere Begabung, in das Bild hineinspringen zu können und damit beginnt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.
Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Claire und Jean erzählt.
Liebesgeschichten gehören normalerweise nicht zu den Büchern, die ich bevorzugt lese, aber dieses Thema hat mich doch interessiert. Was geschieht nachts im Museum, wenn alle Besucher/innen gegangen sind? Die Idee, dass die Personen in den Gemälden ihre Plätze verlassen und in den anderen Bildern umherwandern können, hat mir gefallen.
Und trotzdem konnte mich das Buch nicht durchweg fesseln, so dass ich die Passagen, die die Corona-Pandemie betrafen, nur quer gelesen habe. Dafür fand ich die Kapitel über das Tagebuch sehr interessant und denke, dass die Autorin dieses Thema statt der Pandemie viel weiter hätte ausschmücken können.
Wer Liebesgeschichten mag, wird hier meiner Meinung nach gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Pärchenurlaub

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Felix und Eva, Matze und Linn verleben einen gemeinsamen Urlaub in einem Ferienhaus in Südfrankreich. Felix hat seinen besten Freund Matze mit Linn hierzu eingeladen. Die Lebensdituationen beider Paare ...


Felix und Eva, Matze und Linn verleben einen gemeinsamen Urlaub in einem Ferienhaus in Südfrankreich. Felix hat seinen besten Freund Matze mit Linn hierzu eingeladen. Die Lebensdituationen beider Paare können gegensätzlicher nicht sein: Felix ist im Gegensatz zu Matze gut situiert und gewohnt, alles zu bekommen was er möchte.
Eva ist zweifache Mutter und in Linns Augen in jeder Hinsicht perfekt. Linn selbst versucht seit Jahren verzweifelt schwanger zu werden und hat das Gefühl in allem nicht gut genug zu sein. Vielleicht deshalb schießt sie mit mehreren Aktionen über das Ziel hinaus.
Das Thema Pärchenurlaub fand ich interessant und auch der Anfang des Buches versprach eine unterhaltsame Lektüre zu werden. Aber leider wurde die Geschichte zum Ende hin immer unglaubwürdiger. Auch war der Schreibstil sehr gewöhnungsdürftig, da nicht immer sofort erkennbar war, aus wessen Sicht gerade erzählt wird und ob es in der Vergangenheit oder in der Gegenwart spielt.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Hanna, die Blumenbinderin

Schwebende Lasten
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Annett Gröschner beschreibt in "Schwebende Lasten" das Leben von Hanna, die 1913 in Magdeburg geboren wurde und dort ihr gesamtes Leben verbringt. Sie erlebt zwei Kriege und hat mit ihrem Mann ...


Annett Gröschner beschreibt in "Schwebende Lasten" das Leben von Hanna, die 1913 in Magdeburg geboren wurde und dort ihr gesamtes Leben verbringt. Sie erlebt zwei Kriege und hat mit ihrem Mann Karl sechs Kinder, die mehrfachen Abtreibungen nicht mit eingerechnet. Die Leserschaft erlebt mit Hanna wie das Leben in Magdeburg nach dem Krieg weitergeht. Sie muss ihren geliebten Beruf als Blumenbinderin aufgeben und später als Kranfahrerin für den Lebensunterhalt der Familie sorgen.
Hanna ist eine Frau, die trotz vieler Schicksalsschläge nicht aufgibt. Obwohl ich sie dafür bewundert habe, bleibt sie für mich unpersönlich und unnahbar. Insgesamt ist das Buch eine interessante Beschreibung des Lebens einer Frau in der damaligen DDR, das bei mir keinen nachhaltigen Eindruck hinterlässt und ich immer wieder überlegt hatte, das Buch abzubrechen. Vor allem habe ich am Ende ein Nachwort der Schriftstellerin vermisst, in dem erklärt wird, ob es die Person Hanna tatsächlich gegeben hat oder ob sie stellvertretend für verschiedene Ereignisse in Magdeburg steht.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Toxische Dreiecksbeziehung

Rückkehr nach Budapest
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Márta fährt zur Beerdigung ihrer Cousine Theresa, mit der sie während ihrer Jugend- und Studentenzeit eng befreundet war. Márta lebte zu der Zeit in Budapest bei ihrem alkoholkranken Vater und ...


Márta fährt zur Beerdigung ihrer Cousine Theresa, mit der sie während ihrer Jugend- und Studentenzeit eng befreundet war. Márta lebte zu der Zeit in Budapest bei ihrem alkoholkranken Vater und haderte damit, dass ihre Mutter die Familie verlassen hat. Theresa wohnte in der damaligen DDR. Der Roman erzählt in langen Rückblicken wie Márta und Theresa damals Konstantin in der DDR kennenlernten und sich beide in ihn verliebten.
Ich hatte mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen, weil ich mich mit keiner der Hauptfiguren anfreunden konnte. Im Gegenteil, es hat mich genervt wie naiv Márta oftmals agierte. Die unsympathischste Person war für mich Konstantin und es ist mir von Anfang bis Ende unbegreiflich geblieben wie beide Frauen ihm verfallen konnten.
Interessant war allerdings die Beschreibung der Geschehnisse in der damaligen DDR und wie sie Schriftsteller behandelten, die nicht der dortigen "Norm" entsprachen. Dafür kann ich guten Gewissens drei Sterne vergeben.

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