Interessantes Durcheinander!
Gevatter TodDas Buch „Gevatter Tod“ von Terry Pratchett erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden hat und schließlich ausgerechnet beim Tod selbst in die Lehre geht. ...
Das Buch „Gevatter Tod“ von Terry Pratchett erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden hat und schließlich ausgerechnet beim Tod selbst in die Lehre geht. Was zunächst wie eine skurrile Idee wirkt, entwickelt sich schnell zu einer ebenso humorvollen wie überraschend nachdenklichen Geschichte.
Besonders gelungen ist die Darstellung des Todes, der hier nicht als bedrohliche Figur, sondern als fast schon menschlicher Charakter mit ganz eigenen Eigenheiten erscheint. Gerade dieser Kontrast sorgt für viele der komischen, aber auch tiefgründigen Momente des Romans. Pratchetts typischer Humor zieht sich durch das gesamte Buch und macht viele Szenen sehr unterhaltsam.
Allerdings ist der Einstieg nicht ganz leicht. Die häufigen Ortswechsel können verwirrend wirken und erschweren es, der Handlung durchgehend zu folgen. Auch die Eigenheit, dass der Tod ausschließlich in Großbuchstaben spricht, ist zunächst ungewohnt und kann den Lesefluss stören. Hier braucht es etwas Geduld, um sich an den Stil zu gewöhnen.
Trotz dieser Herausforderungen/Schwächen entfaltet das Buch im Verlauf seinen ganz eigenen Reiz. Hinter dem Humor verbirgt sich eine Geschichte über Menschlichkeit, Verantwortung und die Frage, was ein Leben eigentlich ausmacht. „Gevatter Tod“ ist damit nicht nur ein unterhaltsamer, sondern auch ein überraschend tiefgründiger Einstieg in die Scheibenwelt – auch wenn man sich auf den ungewöhnlichen Erzählstil erst einlassen muss.