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Veröffentlicht am 28.04.2026

Berührender Roman über eine besondere Frauenfreundschaft

Das Geheimnis unseres Sommers
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Milly und Nicole sind seit ihrer Jugend beste Freundinnen und verbrachten viele glückliche Sommer im Resort Forest Nest am See. Sie waren wie Schwestern füreinander doch dann haben sie sich unterschiedlich ...

Milly und Nicole sind seit ihrer Jugend beste Freundinnen und verbrachten viele glückliche Sommer im Resort Forest Nest am See. Sie waren wie Schwestern füreinander doch dann haben sie sich unterschiedlich entwickelt. Milly hat geheiratet und eine Tochter bekommen während Nicole in Los Angeles Karriere als Schauspielerin gemacht hat und berühmt geworden ist.
Inzwischen ist Milly geschieden und erzieht ihre 13-jährige Tochter alleine. Der Kontakt zu Nicole ist mehr oder weniger vor 18 Monaten abgerissen und nach längerer Funkstille meldet sie sich jetzt, weil sie Hilfe braucht und untertauchen möchte. Wird Milly ihrer ehemals besten Freundin beistehen und können die beiden ihre Freundschaft wieder aufleben lassen?

Sarah Morgan erzählt hier die Geschichte zweier Frauen, die in ihrer Jugend die dicksten Freundinnen waren und die jetzt unterschiedlicher nicht sein können.
Wir erfahren wie es früher mit den beiden war und wohin sie sich entwickelt haben. Nicole ist gefeierte Schauspielerin, deren Privatleben für die Medien natürlich besonders interessant ist und die ständig vor den Paparazzi flüchten muss. Ein Privatleben hat sie praktisch nicht mehr, denn auch durch Social Media wird alles sofort bekannt und geht viral. Nun gibt es Entwicklungen, die für negative Presse sorgen und Nicole möchte eine Weile untertauchen. Da sucht sie Hilfe bei ihrer Freundin in Forest Nest.
Milly ist bodenständig geblieben und hat inzwischen die Leitung des Familienresorts von ihrer Mutter übernommen, die jedoch zur Unterstützung noch in der Nähe wohnt. Daneben gibt es auch noch die Großmutter, die ebenfalls warmherzig ist und die Familie unterstützt. Da sie sich nach einem Betrug von ihrem Mann getrennt hat, lebt sie nun mit ihrer Tochter Zoe alleine. Vier Frauen, die zusammen halten und Milly schafft auch irgendwie den Spagat zwischen Job und ihrer Tochter. Dabei kommt sie aber selber zu kurz bzw. ignoriert ihre eigenen Bedürfnisse bis sie auch durch Nicoles Geschichte wach gerüttelt wird.

Die Geschichte wird aus der Sicht aller Protagonistinnen erzählt, wobei der Schwerpunkt natürlich auf Milly und Nicole liegt. Es geht hier um eine alte Freundschaft die wieder auflebt, Familienbande, romantische Beziehungen und jede Menge unterschiedliche Emotionen. Sehr warmherzig und einfühlsam erzählt die Autorin diese Geschichte und lenkt dabei den Blick auch auf die Gefahren von Social Media und auf das, worum es im Miteinander geht.
Auch die Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen allein erziehender berufstätiger Mütter werden realistisch dargestellt.
Sehr gut gefallen hat mir auch, wie Milly und Nicole die Dinge aufarbeiten, die zur vorübergehenden Trennung geführt haben. Milly war durch Nicoles Verhalten verletzt und jetzt arbeiten beide Freundinnen durch gute Gespräche die Ereignisse auf. Aber auch vorher hält Milly zu ihrer Freundin und hilft erst mal ohne zu fragen. Das war schon beeindruckend, denn so sollte wahre Freundschaft sein.

Das Setting im Familienresort am See in der englischen Grafschaft Cumbria bietet einen sehr schönen Schauplatz für diese Geschichte, nicht nur, weil Nicole sich hier gut verstecken kann. Auch andere Besucher suchen dort die Ruhe und genießen die Schönheit der Landschaft. So kommt beim Lesen auch gleich ein bisschen Sommer- und Urlaubsgefühl auf, was ich auch genossen habe.

„Das Geheimnis unseres Sommers“ ist eine wunderbare und berührende Geschichte, die vielfältige Facetten zwischenmenschlicher Beziehungen beleuchtet. Zeitgemäße Themen, gut gezeichnete Protagonistinnen, ein bezauberndes Setting und viele Emotionen machen den Roman zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Lektüre, die ich gerne empfehle!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 17.04.2026

Emotionaler, packender Roman über eine tragische Familiengeschichte

Die Gezeitentochter
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Die 32-jährige Emma Miller ist Schriftstellerin und hat mit ihrem ersten Buch einen Erfolg gelandet. Nun hat sie sich von ihrem sehr dominanten Mann getrennt und sucht ein neues Zuhause.
Auf der Insel ...

Die 32-jährige Emma Miller ist Schriftstellerin und hat mit ihrem ersten Buch einen Erfolg gelandet. Nun hat sie sich von ihrem sehr dominanten Mann getrennt und sucht ein neues Zuhause.
Auf der Insel Orkney entdeckt sie ein altes Herrenhaus, das vom letzten Erbe der Familie verkauft wird.
Emma ist von dem Haus fasziniert und möchte es kaufen, damit sie dort ein neues Heim und einen ruhigen Platz zum Schreiben hat.
Als mit den Renovierungsarbeiten beginnt entdeckt sie in einer Trennwand, die nachträglich in einem großen Raum eingebaut wurde, einen Toten. Da dieser zwar vermutlich ermordet wurde aber das bereits vor etwa 200 Jahren, sichert die Polizei zwar Spuren, ermittelt aber nicht weiter. Dann geschehen merkwürdige Dinge und Emmas Neugier auf die früheren Besitzer und die Herkunft des Toten ist geweckt. Mit Unterstützung des letzten Erbes der Bloomsburys, dem smarten Anwalt Joey, geht sie auf Spurensuche und die beiden tauchen ein in eine tragische Familiengeschichte.

Wie auch schon im ersten Band der „Frauen der Inseln“ entführt uns die Autorin auf eine kleine rauhe Insel vor der Nordküste Schottlands, auf die Inseln Orkney.
Das Setting ist gut gewählt, interessant und bildhaft beschrieben, so dass ich mir vieles gut vorstellen konnte und auch interessiert im Internet nach Bildern der Inseln gesucht habe.
Erneut wurde ich schnell an die Handlung gefesselt, was auch dem mitreißenden Schreibstil der Autorin zu verdanken ist.
Sie erzählt auch diese Geschichte in zwei Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart erleben wir Emma, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist, nachdem sie ihren Mann verlassen hat. Ihre Eltern verstehen ihre Entscheidung nicht und stellen sich mehr auf die Seite ihres Schwiegersohns. Alle drei gemeinsam wollen Emma den Kauf des Anwesens ausreden, doch Emma lässt sich nicht beirren. Sie hat schon genaue Pläne, was sie dort machen möchte, damit sie sich den Unterhalt des großen Hauses langfristig leisten kann. Als ihr merkwürdige Dinge geschehen und Emma das Gefühl hat, beobachtet und verfolgt zu werden, denkt sie, dass sie jemanden stört und dieser sie vertreiben möchte. Aber sie hält tapfer durch.
Gemeinsam mit dem Anwalt Joey begibt sie sich auf Spurensuche und die beiden tauchen ein die Geschichte der Bloomsburys.

Im zweiten Handlungsstrang erleben wir in den 1840er Jahren die junge Abigail, eine der drei Töchter des Hauses, sowie den ebenso jungen Eszra.
Abigail wird zu ihrer Tante nach Glasgow geschickt, damit sie dort einen Ehemann finden soll. Sie findet auch schnell jemanden, der ihr gut gefällt und das Interesse scheint auch bei dem jungen Mann vorhanden zu sein. Doch ihre Tante verhindert die Verbindung, denn sie plant insgeheim etwas anderes. Ihr eigener Sohn, Abigails Cousin, wäre nämlich der nächste Erbe, solange die Töchter nicht verheiratet sind, denn in dieser Zeit durften nur Männer erben. Doch der Cousin stellt sich als Tyrann und gefährlich heraus. Abigail muss eine schwere Entscheidung treffen, denn sie möchte unter allen Umständen ihre Familie retten und ihre Mutter sowie die Schwestern schützen, so dass sie in eine völlig andere Rolle schlüpft.

Nicht nur die Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen sorgen hier für viel Spannung. Der Teil in der Vergangenheit nimmt mehr Raum ein als die Gegenwart und entwickelt sich dramatisch und sehr fesselnd. In der Gegenwart kommen Emma und Joey Schritt für Schritt dem Geheimnis auf die Spur und kommen sich dabei, wie zu erwarten war, auch näher.

Auch die zweite Teil über „Die Frauen der Inseln“ hat mich begeistert und sehr gefesselt. Toll gezeichnete Charaktere, eine beeindruckende Handlung und dazu die tolle Landschaft und das alte Herrenhaus auf Orkney sind die Bausteine einer packenden Geschichte!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 10.04.2026

Packende und geheimnisvolle Familiengeschichte im rauhen Schottland

Die Sturmtochter
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Die 24-jährige Isla Fraser ist Tochter einer wohlhabenden Familie und arbeitet als freie Journalistin. Unterstützung ihrer Familie durch deren Einfluss und Geld lehnt sie aber ab, was öfter mal zu Unstimmigkeiten ...

Die 24-jährige Isla Fraser ist Tochter einer wohlhabenden Familie und arbeitet als freie Journalistin. Unterstützung ihrer Familie durch deren Einfluss und Geld lehnt sie aber ab, was öfter mal zu Unstimmigkeiten mit den Eltern führt. Aktuell recherchiert sie zum Verbleib ihrer Tante Shelley, die vor zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert sein soll. Doch niemand hat mehr etwas von ihr gehört. Irgendjemand scheinen diese Recherchen nicht zu gefallen, denn es geschehen merkwürdige Dinge, ihr Auto brennt, Beinaheunfälle usw.
Isla reist auf den Familiensitz nach Schottland und findet dort ein Tagebuch eines Vorfahren und Aufzeichnungen von dessen Tochter. Diese offenbaren ihr die Existenz einer kleinen Insel, die seit vielen Jahren im Familienbesitz ist. Isla besucht die Insel und kommt einen Geheimnis auf die Spur …

Durch Zufall bin ich auf diese Reihe über „Die Frauen der Inseln“ aufmerksam geworden.
In diesem ersten Teil entführt uns die Autorin nach Schottland sowie auf eine kleine Insel der Äußeren Hebriden.
Der Schreibstil der Autorin hat mich ganz schnell gefangen genommen und an die Geschichte gefesselt. Sie fängt die Atmosphäre der schottischen Highlands und der kleinen Insel wunderbar ein und beschreibt auch die Landschaft detailreich und bildhaft.
Die Handlung wird in zwei Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit befinden wir uns in der Mitte der 1880er-Jahre und lernen dort die junge Rosa kennen.
In der Gegenwart erleben wir zunächst wie Isla merkwürdige und teilweise unheimliche Dinge passieren. Sie recherchiert über ihrer Tante Shelley, die als junge Frau vor über zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert sein soll. Isla findet es sehr merkwürdig, dass seitdem niemand in der Familie mehr über sie spricht und offenbar auch niemand weiß, wo Shelley in Australien genau lebt. Isla begibt sich auf den Familiensitz in den Highlands, der nicht mehr dauerhaft bewohnt aber von einer Haushälterin und einem Gärtner in Ordnung gehalten wird, so dass er als Feriensitz genutzt werden kann. Dort entdeckt Isla, dass es eine kleine Insel in den Äußeren Hebriden gibt, die sich im Familienbesitz befindet. Niemand hat ihr bisher davon erzählt und offenbar macht die Familie ein Geheimnis daraus. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, auf die Insel zu gelangen, trifft Isla auf den Fischer Ben, der sie mit seinem Boot auf die Insel bringen kann. Gemeinsam entdecken sie auf der Insel merkwürdige Dinge und kommen einem schrecklichen ja gar abscheulichen Familiengeheimnis auf die Spur. Dabei geraten beide auch in große Gefahr.

Durch die häufigen Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen entsteht ein unheimlicher Sog und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Was Isla und Ben auf der Insel entdecken ist wirklich unglaublich und wir erleben durch die Erzählung in der Vergangenheit vieles davon mit. Die Familie hat es geschafft, all diese schrecklichen Dinge über 100 Jahre verborgen zu halten, was fast unglaublich ist.

Auch wenn ich es erwartet habe, dass sich zwischen Isla und Ben etwas entwickeln würde, geschieht das zögerlich und glaubhaft, denn die beiden erleben gemeinsam so einiges.

Das Ende ist noch mal dramatisch aber dann sind alle Fragen geklärt und es kommt zu einem versöhnlichen Abschluss dieser Familiengeschichte.

Der erste Teil über „Die Frauen der Inseln“ hat mich sehr gefesselt, ja richtig beeindruckt. Die tolle Landschaft Schottlands, ein dramatisches Familiengeheimnis und starke Figuren bilden einen tollen Mix für packende Lesestunden!


Fazit: 5 von 5 Sternen




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Veröffentlicht am 09.04.2026

Fesselnde Fortsetzung der geheimnisvollen Familien-Dilogie

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Die Journalistin Anna hatte die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen auf Sylt bereits früher kennengelernt. Sie hatte sie für ihren Podcast interviewt und dann besucht, da sie als Sachbuchautorin deren ...

Die Journalistin Anna hatte die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen auf Sylt bereits früher kennengelernt. Sie hatte sie für ihren Podcast interviewt und dann besucht, da sie als Sachbuchautorin deren Biografie schreiben möchte.
Nun kehrt Anna nach Sylt an den Lister Ellenbogen zurück, um Fenja bei der Suche nach deren älterer Schwester Martje zu helfen, die im Jahr 1958 spurlos verschwand.
Anna beginnt zu recherchieren und zu suchen und taucht in das Verhältnis der Schwestern und der Familie ein. Wird sie Martje finden und die Schwestern wieder zusammenführen können?
Und dann begegnet sie erneut Eric, Fenjas Sohn, für den ihr Herz schlägt.

Ich habe mich sehr auf diesen zweiten Teil der Dilogie um die Bücherfrauen von Listland gefreut und wurde nicht enttäuscht. Dieser zweite Teil hat mir fast noch besser gefallen als der erste Teil.
Schnell habe ich mich in der wunderbaren Landschaft auf Sylt wieder heimisch gefühlt und habe die Atmosphäre der schönen Natur, des Meeres und der Strände genossen. Alles wird lebendig und detailreich beschrieben und man spürt den Wind und hört die Wellen rauschen.

Es gibt ein Personenregister, das die Figuren sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit aufzeigt und erklärt.
Das Buch gliedert sich in zwei Teile und führt uns nicht nur nach Sylt, sondern auch auf die Inseln Amrum und Föhr.
Es gibt wieder zwei Handlungsstränge, die Gegenwart mit der Suche und die Vergangenheit, die im Jahr 1958 beginnt, als Martje nach einer Sturmnacht spurlos verschwand und sich über die 1960er und 1970er Jahre bis in die 1990er Jahre und die Gegenwart erstreckt.
Beide Handlungsstränge wechseln sich passend zu den Erkenntnissen in der Gegenwart ab und sind regelrecht miteinander verknüpft. So gibt es eine ziemliche Spannung, denn Martje hat so einiges erlebt und durchgemacht. Ihre junge Liebe damals zu dem Strandpiraten Hark hatte etwas Verwegenes, ja gar Abenteuerliches und war für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich für eine junge Frau. Mutig begibt Martje sich in der Sturmnacht auf eine Reise und muss sogar ums Überleben kämpfen. Sie ist eine wirklich spannende und interessante Figur, die ihr Leben dann eigenwillig und eigenständig gestaltet. Auch wenn ich manche Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen konnte, hatte sie immer meine Achtung.

Neben der Familiengeschichte und der Geschichte um die beiden Halbschwestern gibt es passend zum Titel der Bücherfrauen auch schöne Bücherthemen, die das Herz jedes Buch- und Lesefans höher schlagen lassen. Zusätzlich gibt es ein Schreibstipendium, das Fenja ausgeschrieben hat. Die Gewinnerin Leevke reist zu Fenja nach Sylt und ihre Geschichte bzw. die Figur verknüpft sich auf überraschende Weise mit der Handlung und sorgt für ein wunderschönes und warmherziges Finale der Handlung.
Auch wenn gegen Ende alles ziemlich schnell ging, hat mir die Auflösung sehr gut gefallen, wie die gesamte Geschichte.
Die Bücherfrauen und ihre geheimnisvolle Geschichte haben mich in ihren Bann gezogen und gefesselt.

„Der Duft des Strandhafers“ ist ein fesselnder Roman, der mit wunderschönen Schauplätzen auf den Nordsee-Inseln, starken und toll gezeichneten Frauen-Figuren, schönen Bücherthemen und einer geheimnisvollen Familiengeschichte überzeugen kann. Ich empfehle gerne nicht nur diese Fortsetzung sondern die gesamte Dilogie!


Fazit: 5 von 5 Sternen




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Veröffentlicht am 24.03.2026

Vielschichtiger Sommerroman in der Welt und mit der Magie der Insel Nantucket

Der letzte Sommer auf Nantucket
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Der Polizeichef der Insel Nantucket, Ed Kapenash, steht kurz vor dem Ruhestand. Seine Nachfolgerin steht bereits fest und ist auch schon auf der Insel eingetroffen. Bei seinem Abschiedsessen in einem Restaurant ...

Der Polizeichef der Insel Nantucket, Ed Kapenash, steht kurz vor dem Ruhestand. Seine Nachfolgerin steht bereits fest und ist auch schon auf der Insel eingetroffen. Bei seinem Abschiedsessen in einem Restaurant erhält er einen Anruf, dass das Haus des wohlhabenden Ehepaars Richardson in Flammen steht und dass deren Assistentin Coco, die sich mit dem Ehepaar und einigen Gästen auf deren Jacht befunden hatte, vermisst wird. Coco ist mit Eds Tochter Kacy befreundet, so dass die Familie in helle Aufregung gerät. Polizeichef Kapenash kümmert sich um seinen definitiv letzten Fall …

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal befinden wir uns in der Gegenwart und erleben die Ermittlungen bezüglich des Hausbrandes sowie des unerklärlichen Verschwindens von Coco. Diese Kapitel werden immer wieder mal zwischen der restlichen Handlung eingeschoben und erzählen eigentlich nur die Ereignisse von insgesamt 1 ½ Tagen.
Im anderen Handlungsstrang gehen wir zurück in die Vergangenheit. Wir erleben wie Coco das Ehepaar Richardson in Saint John auf den Jungferninseln kennenlernt. Die beiden wollen nach Nantucket, wo sie ein Haus gekauft haben und dort auch endlich einmal länger bleiben. Aus diesem Grund suchen sie eine Assistentin, praktisch ein Mädchen für alles, und sie engagieren Coco.
Diese reist nach Nantucket und lernt auf der Fähre Kacy, die Tochter des Polizeichefs kennen. Da Cocos Arbeitgeber noch nicht eingetroffen sind, hat sie keine Unterkunft. Kacy nimmt sie mit in ihr Elternhaus, wo sie einige Tage im Gästezimmer wohnen darf. Die beiden jungen Frauen freunden sich an.
Und dann erleben wir, wie Coco ihre Tätigkeit im Hause Richardson aufnimmt und wie der Sommer auf Nantucket sowohl für Coco als auch für das Ehepaar verläuft.

Hierbei erhalten wir einen Einblick in das Leben der vielen „Schönen und Reichen“, die auf der Insel dauerhaft leben oder zumindest immer den kompletten Sommer dort verbringen. Aber wir lernen auch „andere“ Menschen kennen, die nicht unbedingt nur zur Oberschicht gehören. So entsteht ein Bild der sozialen Welten auf der Insel. Besonders in der Schicht der sehr wohlhabenden Menschen konnte ich viele verschiedene Eigenschaften wie Missgunst, Neid, Eifersucht, Rivalität und auch übersteigertes Selbstbewusstsein wahrnehmen. Aber auch unter diesen Personen gab es warmherzige und freundliche Menschen.
Allerdings gab es auch immer wieder Reibereien und Kränkungen. Besonders bemerkenswert fand ich, welche Anstrengungen die Richardsons unternehmen, um in die High Society der Insel einzudringen bzw. aufgenommen zu werden. Sie wollen unbedingt dazu gehören.

So entsteht eine vielschichtige Handlung, die den Sommer auf der Insel beschreibt aber auch die schöne Natur und die Strände sowie die besondere Magie der Insel. Man spürt auf jeder Seite, dass die Autorin selbst auf der Insel lebt und diese genau kennt und liebt. Die Beschreibungen sind immer authentisch und bildhaft.

Es gibt viele sehr unterschiedliche Figuren wobei wir davon einige näher kennenlernen dürfen. Die Familie des scheidenden Polizeichefs steht natürlich auch im Mittelpunkt und wir begegnen auch vielen Charakteren, die man aus früheren Romanen bereits kennt.
Wir erleben viele glanzvolle Partys, exklusive Clubs und Restaurants aber auch die „normale“ Schicht der Menschen die auf Nantucket leben und arbeiten.
Besonders gespannt war ich natürlich auf die Auflösung, warum das Haus der Richardsons in Flammen aufgeht und was mit Coco geschehen ist.

Elin Hilderbrand ist eine großartige Erzählerin und hat mich auch mit dieser Geschichte wieder bestens unterhalten. Der Roman ist fesselnd und vermittelt auch ein schönes sommerliches Gefühl.
Leider ist laut Danksagung am Ende des Buches dies der letzte Sommerroman auf Nantucket der Autorin. Sie spricht dort auch von Ruhestand, so dass bisher nicht bekannt ist, ob sie weitere Romane, die evtl. woanders angesiedelt sind, schreiben wird. Ich würde es sehr bedauern, wenn es von Elin Hilderbrand nichts mehr zu lesen gäbe!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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