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Veröffentlicht am 09.04.2026

Tolles Debut

Yesteryear
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"Yesteryear" hatte ich zuerst beim amerikanischem Buch-Abo "Book of the Month" gesehen. Und wenige Stunden später bei Vorablesen. Da war meine Neugier geweckt, gerade auch weil das Cover so ausgefallen ...

"Yesteryear" hatte ich zuerst beim amerikanischem Buch-Abo "Book of the Month" gesehen. Und wenige Stunden später bei Vorablesen. Da war meine Neugier geweckt, gerade auch weil das Cover so ausgefallen ist, wie der Titel. Ich finde Tradwives auf social media total spannend, dementsprechend hat der Klappentext mich sehr neugierig gemacht.

Die Hauptfigur des Buches ist Natalie Heller Mills: Mutter von fünf Kindern, erneut schwanger, Ehefrau, Influencerin – und das scheinbare Sinnbild der perfekten „Tradwife“. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie auf einer Farm in Idaho, mit Kühen, Hühnern und einem Alltag, der nach außen hin makellos wirkt. Auf Social Media zeigt sie genau dieses Bild: perfekt inszeniert, liebevoll, strukturiert. Doch natürlich entscheidet sie selbst, was die Öffentlichkeit zu sehen bekommt – und was eben nicht.

Schon zu Beginn habe ich mich gefragt, wie viel von dieser Perfektion echt ist. Und genau hier setzt die Geschichte an: schnell zeigt sich, dass Natalie gar nicht wirklich so ist, wie sie sich online verkauft. Sie ist missmutig, urteilt ständig über andere und flucht, nur um Gott dann um Verzeihung zu bitten. Und um ihre Kinder kümmern sich hauptsächlich ihre beiden Nannies, während sie mir ihrer Produzentin neue Videos dreht. Doch auch das Verhältnis zu den Angestellten ist keineswegs so unbefangen, wie es anfangs scheint.

Doch auch Natalie selbst wird damit konfrontiert, dass im Leben nicht immer alles so ist, wie es scheint: und das war für mich der Punkt, an dem das Buch richtig an Fahrt aufgenommen hat. Sie wacht plötzlich in einem Haus auf, das irgendwie ihr eigenes ist, aber irgendwie auch nicht. Sie ist auf ihrer Farm, aber alles ist anders. Auch ihr Mann Caleb und ihre Kinder. Und dann stellt sie fest: Sie befindet sich im frühen 19. Jahrhundert. Und Überraschung: Das Leben als echte Tradwife ist so ganz anders als das, was sie ihren Zuschauern vermittelt hat.

Die Handlung entwickelt sich zunehmend rätselhaft und spannend, Stück für Stück werden neue Wahrheiten aufgedeckt. Dies passiert vor allem durch Rückblicke in die Vergangenheit (der Gegenwart), wie beispielsweise das Kennenlernen und die Anfänge ihrer Ehe. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen wollte, was wirklich hinter allem steckt.

Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau: Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die eingeflochtenen Interviewpassagen, in denen Natalie ihre Gedanken reflektiert, geben der Geschichte zusätzliche Tiefe. Auch das Setting der Ranch ist atmosphärisch und greifbar beschrieben. Der Schreibstil ist teilweise etwas vulgär und sehr modern. Wer nicht in der social media Bubble ist, wird viele Anspielungen vermutlich nur teilweise verstehen. Deswegen denke ich, dass sich das Buch eher an diese Zielgruppe richtet.

Natalie selbst ist eine vielschichtige Protagonistin. Ihre Gedanken als Mutter, ihr Streben nach Kontrolle und Perfektion, aber auch ihre Unsicherheiten wirken oft erstaunlich ehrlich und nahbar. Gerade diese Einblicke hätte ich mir stellenweise sogar noch ausführlicher gewünscht, weil sie für mich zu den stärksten Momenten des Buches gehören. Der stellenweise überzogene Humor ging hier etwas auf Kosten der Tiefgründigkeit.

Inhaltlich war die Geschichte allerdings etwas anders, als ich es nach der Leseprobe erwartet hatte. Der Fokus auf Social Media tritt im Verlauf etwas in den Hintergrund, während andere Themen – wie Rollenbilder, religiöse Prägung und gesellschaftliche Erwartungen – stärker in den Vordergrund rücken. Das hat mich zunächst überrascht, letztlich aber auch fasziniert, weil das Buch dadurch doch noch mehr Tiefe bekommen hat.

Der Roman zeigt auf eindrückliche Weise die Schattenseiten eines scheinbar perfekten Lebens und wirft gleichzeitig einen kritischen Blick auf das Influencer-Dasein und traditionelle Rollenbilder. Dabei ist er mal schockierend, mal subtil humorvoll – und durchgehend fesselnd.

"Yesteryear" war für mich insgesamt ein ungewöhnlicher, spannender und vielschichtiger Roman, der mich wirklich gepackt hat. Wer eine Mischung aus psychologischer Spannung, Gesellschaftskritik und einem Blick hinter die Fassade von Social Media sucht, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich habe es sehr gern gelesen und kann es definitiv weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Weihnachtsmagie pur

Das Schneeflockenmädchen
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„Das Schneeflockenmädchen“ war wieder mal ein Buch, bei dem mich schon das Cover total verzaubert hat. ALs ich dann aber sah, dass das Buch in Rothenburg ob der Tauber spielt, war klar, dass ich es lesen ...

„Das Schneeflockenmädchen“ war wieder mal ein Buch, bei dem mich schon das Cover total verzaubert hat. ALs ich dann aber sah, dass das Buch in Rothenburg ob der Tauber spielt, war klar, dass ich es lesen muss. Dieses kleine Städtchen hat mein Herz erobert und ich konnte es kaum erwarten, in diese Wintergeschichte einzutauchen und ins Jahr 1925 zu reisen.

Der Einstieg ins Buch war sehr angenehm, weil wir zuerst einen Rückblick in Maries Kindheit bekommen – die den Grundstein für die weitere Geschichte legt. Allerdings war ich gleich im Prolog verwirrt – wenn ich mich richtig erinnere, war hier der Nikolaustag 1905 vor dem ersten Advent in diesem Jahr. Das erschien mir unlogisch – und wenn das tatsächlich so ist, wundere ich mich, warum das nicht aufgefallen ist. Vielleicht habe ich aber auch einen Denkfehler gemacht? Schreibt mir gerne!

Im ersten Kapitel in der Gegenwart, lernen wir auch gleich Carl und Marie besser kennen und es zeigt sich, dass beide von Anfang an neugierig aufeinander sind. Marie reist mit einem Pferdewagen durchs Land und erzählt auf Weihnachtsmärkten bezaubernde Märchen. Carl verkauft zuerst Zuckerwatte – geht aber später zum Gitarrespielen und Singen über. All das war wunderbar besinnlich und hat toll in die Atmosphäre gepasst.

Wo Marie erzählt, verändert sich die Stimmung. Alle die ihr zuhören, lassen sich von ihren Worten berühren, als würden sie für einen Moment die Kälte aus den Knochen schütteln. Dabei bleibt lange unklar: Ist diese Wärme nur die Kraft der Fantasie? Oder ruht in Marie eine uralte, fast vergessene Magie? Diese schwebende Ungewissheit verleiht dem Roman eine feine, märchenhafte Spannung.

Doch auch Carl hat etwas geheimnisvolles an sich – woher kommt er und was ist sein Geheimnis? Mara Andeck versteht es, diese Geschichte lebendig werden zu lassen. Ihre Sprache schafft Bilder, die fast greifbar sind: das Knirschen des Schnees, das blasse Licht der Laternen, der eisige Atem des Winters. Gleichzeitig liegt über allem ein Hauch von Melancholie, der perfekt zum historischen Setting und zum märchenhaften Kern der Erzählung passt. Auch im Buch sind immer wieder die Märchen/Geschichte abgedruckt, die Marie im Buch erzählt. Diese Idee fand ich sehr schön – besonders für alle Leser, die Märchen lieben.

Mich hat es sehr berührt, dass Marie und Carl beide nicht viel besitzen – und es doch schaffen, anderen immer wieder Freude und Weihnachtsmagie zu schenken. Sie teilen das was sie haben mit ihren Mitmenschen, egal ob es Waisenkinder sind oder eine alleinerziehende Witwe, die eine helfende Hand braucht. Auch der Umgang mit dem Pferd Rosi und dem Hund Jaro, war für mich immer wieder schön. Es wird deutlich, welchen Unterschied die Liebe in so schweren Zeiten gemacht hat, als viele Menschen von Armut gebeutelt waren. Auch die Liebesgeschichte passt da gut hinein – sie entwickelt sich sehr authentisch und passt gut in das Gesamtgefüge. Marie und Carl haben beide jeweils eine schwere Vergangenheit hinter sich – deren Erlebnisse sie noch heute zeichnen. Das wird immer wieder durch Rückblicke im Buch deutlich. Sie schaffen es, sich gegenseitig zu bestärken und einander Mut zu machen – aber auch neue Hoffnung zu schöpfen. Da wurde es mir ganz warm ums Herz – auch wenn die Handlung an manchen Stellen etwas straffer hätte sein dürfen.

Insgesamt ist „Das Schneeflockenmädchen“ ein herzerwärmender Roman, der alles vereint, was ich mir gewünscht hatte. Wer sich nach Romantik, Wärme und ein wenig Winterzauber sehnt, wird in dieser Geschichte ein kleines literarisches Zuhause finden. Perfekt für dunkle Abende und kalte Tage. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung – die Geschichte wird mir noch lange im Kopf und im Herzen bleiben.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Toller Reihenauftakt

Das erkaufte Glück
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Ich hatte vor Jahren mal einen Krimi von Anna Johannsen gelesen und mir seitdem vorgenommen, in die damalige Reihe einzusteigen. Nun startet die Autorin mit „Das erkaufte Glück“ Anna Johannsen eine neue ...

Ich hatte vor Jahren mal einen Krimi von Anna Johannsen gelesen und mir seitdem vorgenommen, in die damalige Reihe einzusteigen. Nun startet die Autorin mit „Das erkaufte Glück“ Anna Johannsen eine neue Reihe, die um die kernige und sympathische Kriminaloberkommissarin Lea Nielsen kreist. Da wollte ich die Chance nutzen, gleich von Anfang an dabei zu sein.

Nach Jahren erfolgreicher Ermittlungsarbeit beim LKA Hannover hat sich Lea für einen beruflichen Neustart im beschaulichen Wittmund entschieden – ein Ort, mit dem sie erstmal nicht viel anfangen kann. Der Grund für den Umzug ist aber nicht nur die kleine, verschlafene Stadt im Nordwesten Niedersachsens, sondern vor allem ihre private Situation: Ihr Vater, den sie jahrelang nicht gesehen hat, leidet an Demenz und braucht dringend ihre Hilfe – dessen nimmt sie sich nun an und zieht erstmal auf sein Hausboot.

Die Wahl des neuen Arbeitsortes ist für Lea eine deutliche Abkehr von ihrer vielversprechenden Karriere, doch ihre Entscheidung zeigt ihre Prioritäten: Familie geht vor. Dieser Mut zur Veränderung und ihre feste Haltung machen Lea zu einer sympathischen und starken Protagonistin, die sich trotz ihrer persönlichen Herausforderungen ihren Platz in einer von Männern dominierten Welt erkämpfen muss. Als Ermittlerin ist sie kompetent und engagiert, doch wird sie von ihren Kollegen oft genug an den Rand gedrängt.

Auch der Fall selbst bringt genügend Konflikte mit sich. Die 19-jährige Maya van Berg ist verschwunden, und die Polizei geht zunächst von einer Entführung aus. Doch die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig – die Eltern sind nicht nur unkooperativ, sondern die Mutter der vermissten Maya, eine selbsternannte Coachin mit bizarren Methoden, stellt sich der Polizei regelrecht in den Weg. Als dann ein Video der Entführten samt Lösegeldforderung auftaucht, kippt die Situation in eine noch undurchsichtigere Richtung. Als Maya plötzlich wieder auftaucht und die Entführung vehement abstreitet, kommt es zu weiteren Konflikten innerhalb der Ermittlungsgruppe, und Lea verliert ihre Funktion als stellvertretende Leiterin der Sonderkommission.

Trotz der Herausforderungen und Rückschläge gibt Lea nicht auf und geht auf eigene Faust weiter. Zusammen mit ihrer Kollegin, Julia, verfolgt sie ihre Theorie und bringt die Ermittlungen in eine neue Richtung. Dieser Krimi entwickelt sich immer mehr zu einem packenden Fall, in dem nicht nur die Frage nach der Wahrheit im Vordergrund steht, sondern auch gesellschaftliche Themen wie Eigeninteressen innerhalb der Polizei und die fragwürdigen Praktiken von Coaches thematisiert werden. Ebenso das Thema Demenz, das Lea persönlich betrifft, spielt eine Rolle – und verleiht der Kommissarin eine ganz persönliche Note.

Anna Johannsen hat es mit „Das erkaufte Glück“ geschafft, einen vielschichtigen Krimi zu schreiben, der nicht nur durch seinen spannenden Plot überzeugt, sondern auch durch die tiefergehende Auseinandersetzung mit sozialen und beruflichen Strukturen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, jeder von ihnen trägt seine eigenen Ecken und Kanten. Besonders auffällig ist, wie Johannsen mit schwierigen Themen umgeht und diese gekonnt mit einem spannenden Fall verknüpft.

Insgesamt ist der Auftakt der Reihe rund um Lea Nielsen ein gelungener Start, der viel Potenzial für zukünftige Fälle bietet. Der Fall ist spannend, vielschichtig und lädt dazu ein, mehr von dieser starken Ermittlerin zu erfahren. Von mir gibt es eine Leseempfehlung – ich werde die Reihe weiterverfolgen!

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Ein Muss für alle Halloween Fans

Spookily Yours
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„Spookily yours“ stand letztes Jahr schon auf meiner Leseliste für den Herbst, weil die US-Ausgabe auf Booktok so geyped wurde. Ich lese sonst kein Fantasy, aber der Klappentext und das Cover haben mich ...

„Spookily yours“ stand letztes Jahr schon auf meiner Leseliste für den Herbst, weil die US-Ausgabe auf Booktok so geyped wurde. Ich lese sonst kein Fantasy, aber der Klappentext und das Cover haben mich gleich neugierig gemacht – und nun durfte ich das Buch als Rezensionsexemplar über vorablesen lesen.Unsere Hauptfigur ist die Hexe Willow. die gerade an einem emotionalen Tiefpunkt ist. Sie hat mehrere schwere Verluste erlebt und sich seitdem zurückgezogen, um mit ihrem Schwerz zu leben. Mit ihrer Schwester betreibt sie ein kleines Cafe – und in der Kleinstadt geht es magisch zu. Hexen und andere Wesen sind dort normal. Als Willow eines Tages ein Tierheim besucht, spürt sie eine merkwürdige Verbindung zu einer Katze. Dabei ahnt sie nicht, dass es sich bei der Katze in Wirklichkeit um den verfluchten Damien handelt. Die beiden lernen sich kennen und als Willow es schafft, Damiens Fluch zu brechen, beginnt für die beiden eine ganz besondere Zeit – inklusive Hürden und Überraschungen.

Schon die ersten Seiten lassen einen tief in die Welt eintauchen. Die kleine Stadt ist ein wahrgewordener Herbsttraum – Kürbisse, Halloween-Traditionen, familiäres Chaos und eine große Portion Magie verleihen der Geschichte eine Atmosphäre, in die man sich einfach verlieben muss. Jennifer Chipman schafft es, mit wenigen Worten ein stimmungsvolles, gemütliches Setting zu erschaffen, das perfekt für regnerische Leseabende ist. Ich konnte das Rascheln der Blätter und den Duft von Kürbisgewürz förmlich spüren.

Willow war mir von Anfang an sympathisch. Sie wirkt zerbrechlich, aber herzlich – jemand, der viel verloren hat, sich aber trotzdem bemüht, das Leben wieder zuzulassen. Besonders schön fand ich i ihr Gespür für familiäre Verbundenheit und ihre Leidenschaft für alles, was mit Herbst und Halloween zu tun hat. Ihre Trauer und ihre Unsicherheit wurden greifbar, ohne dass sie zu sehr im Selbstmitleid versinkt.



Damien dagegen ist der klassische Bad-Boy mit Tiefgang – besitzergreifend, geheimnisvoll, aber auch überraschend einfühlsam. Es war spannend zu sehen, wie er sich Willows Welt öffnet und Stück für Stück zeigt, dass mehr in ihm steckt als ein dunkles Wesen mit düsterer Vergangenheit. Seine Entwicklung hat mir besonders gefallen – von der flauschigen Katze zum emotional zugänglichen Love Interest, der sich ehrlich bemüht.
Die Handlung ist unterhaltsam, romantisch und hat genau die richtige Prise Humor und Spice. Was mir jedoch etwas gefehlt hat, war mehr Tiefe in bestimmten Bereichen: Gerade Willows Verhältnis zu ihrem Hexenzirkel wurde immer wieder erwähnt, aber kaum gezeigt – hier hätte ich mir mehr Szenen und Interaktionen gewünscht. Auch das Ende kam etwas plötzlich, ein paar zusätzliche Seiten hätten der Geschichte definitiv gutgetan, um Konflikte und Wendungen besser auszubauen. Die Mischung aus Cosy Romance, Magie und leichtem Spice ist genau richtig – ein Feelgood-Book mit Fantasy-Twist.

„Spookily Yours“ ist eine herzerwärmende, magische Liebesgeschichte, die besonders durch ihr Setting, die liebenswerten Charaktere und den charmanten Humor punktet. Wer Magie und Herbst Vibes mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Ein Buch zum Wohlfühlen – mit kleinen Schwächen in der Tiefe, aber tollem Setting. Für mich ein absolutes Herbst-Highlight und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Besticht durch psychologische Spannung und ein atemberaubendes Setting

Die Wildnis
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Von Sarah Pearse habe ich bereits „Das Sanatorium“ und „Das Retreat“ gelesen. Beide Bücher hatten mir gut gefallen und waren genau nach meinem Geschmack, wenn es um Thriller geht – spannende Fälle mit ...

Von Sarah Pearse habe ich bereits „Das Sanatorium“ und „Das Retreat“ gelesen. Beide Bücher hatten mir gut gefallen und waren genau nach meinem Geschmack, wenn es um Thriller geht – spannende Fälle mit beeindruckenden Settings. „Die Wildnis“ versprach wieder genau so ein Thriller zu werden, weswegen ich das Buch gleich nach Erscheinen am 16.07.2025 lesen musste.


Im dritten Band der Elin-Warner-Reihe nimmt uns Sarah Pearse mit in die raue und zugleich faszinierende Natur Portugals. Die Ermittlerin Elin Warner reist mit ihrem Bruder Isaac in einen abgelegenen Nationalpark – ein Trip, der eigentlich der Annäherung der Geschwister dienen soll. Doch schon bald geraten die beiden in einen rätselhaften Vermisstenfall, bei dem nichts so ist, wie es scheint. Besonders die Vergangenheit einer jungen Frau namens Kier spielt dabei eine zentrale Rolle – und je tiefer Elin und Isaac graben, desto gefährlicher wird es.

Was mich, wie auch bei den anderen beiden Teilen, von Beginn an überzeugt hat, ist die Atmosphäre. Pearse beschreibt die portugiesische Wildnis so lebendig, dass ich fast den Geruch von Pinien in der Nase und die raue Hitze auf der Haut spüren konnte. Ich war zwar noch nie in Portugal, gehe aber gerne Campen, weshalb ich das Setting besonders ansprechend fand. Die Umgebung verleiht der Geschichte eine ganz eigene Dynamik und ein unterschwelliges Gefühl von Bedrohung, das sich nach und nach entfaltet.

Die Handlung springt zwischen zwei Zeitebenen: In der Gegenwart begleiten wir Elin bei ihren Ermittlungen, in der Vergangenheit erleben wir die Geschehnisse aus Kiers Sicht. Diese Struktur bringt zwar Tiefe in die Charakterzeichnung – insbesondere was Kiers persönliche Geschichte betrifft – bremst jedoch stellenweise das Tempo. Langeweile kam bei mir nicht auf – ich hätte mir aber etwas mehr Rasanz gewünscht. Der Fokus liegt über viele Seiten auf Beziehungskonflikten und inneren Kämpfen, was den Thriller-Anteil in den Hintergrund rückt. Erst im letzten Drittel zieht die Spannung merklich an und es kommt zu einigen gelungenen Twists, die mich tatsächlich überrascht und mitgerissen haben. Auch das Ende konnte mich überzeugen und hat die zwischenzeitlichen Längen wett gemacht.

Wieder sehr gut gelungen ist die Darstellung der Figuren und ihrer Beziehungen. Die brüchige Verbindung zwischen Elin und Isaac wird glaubwürdig dargelegt – zwei Geschwister, die viel durchgemacht haben und sich vorsichtig wieder annähern. Auch das andere Geschwisterpaar, Kier und Penn, bietet interessante Parallelen. Der Kontrast zwischen Nähe und Distanz, Misstrauen und Verbundenheit zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.


„Die Wildnis“ war für mich insgesamt ein Thriller, der langsam Fahrt aufnimmt, und mit Tiefe und Atmosphäre punktet. Es geht weniger um spektakuläre Wendungen (auch wenn diese am Ende durchaus kommen), sondern mehr um das, was zwischen den Figuren passiert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die psychologisch Geschickte Thriller mit besonders tollen Settings lieben. Ich empfehle außerdem, das Buch in der Printausgabe zu lesen – der Farbschnitt ist zu toll, um ihn sich entgehen zu lassen!

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