Jagdfieber
Willing Prey„Willing Prey“ von Allie Oleander ist eine spicy Dark Romance, in der ein spezieller Kink für Jagdfieber und Herzklopfen sorgt.
Die Sportlehrerin Claire Collins kellnert eigentlich immer in den Sommerferien, ...
„Willing Prey“ von Allie Oleander ist eine spicy Dark Romance, in der ein spezieller Kink für Jagdfieber und Herzklopfen sorgt.
Die Sportlehrerin Claire Collins kellnert eigentlich immer in den Sommerferien, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Aber dieses Jahr hat sie einen etwas anderen Nebenjob, mit dem sie endlich ihr drückendes Studiendarlehen abzahlen könnte. Für 30.000 Dollar und 30 Tage lässt sie sich vom Boss ihres Ex-Mannes als willige Beute durch den Wald jagen. Claire kennt dieses Spiel bereits und sie liebt Primal Play. Aber sie hatte noch nie einen Jäger wie Shane Underwood, der sie schon früher fasziniert hat. Shane ist attraktiv, analytisch und scheinbar gefühlskalt. Aber im Wald wird er zu einer völlig anderen Person und Claire kann von ihm nicht genug bekommen.
Primal Play ist vielleicht ein sehr spezieller Kink, aber Allie Oleander schafft es mit ihrem Buch, ihn völlig normal und unaufgeregt darzustellen. Wichtig ist einfach, dass sich erwachsene Menschen völlig freiwillig und mit gegenseitigem hundertprozentigen Consent darauf einlassen, und das ist hier der Fall. Gleichzeitig stehen die Jagd und die spicy Szenen zwar im Fokus, aber es geht auch um so viel mehr und es wird tiefgründig und sehr berührend.
Claire ist eine starke Hauptfigur, die sich nach ihrer schweren Enttäuschung nicht unterkriegen lässt und endlich wieder ihren Bedürfnissen nachgeht. Sie mag in die Rolle des schwachen Rehleins schlüpfen, aber sie ist tougher und cleverer, als man von einer vermeintlichen Beute erwarten würde. Shane ist der unnahbare Anwalt und ein Workaholic, dessen Obsession für Claire nun endlich erfüllt wird. Es ist einfach zu süß, wie unbeholfen er flirtet und seine Traumfrau für sich erobern will. Das ganze Ausmaß seines Plans erfährt man erst im Laufe der Handlung. Dabei sind die wechselnden Perspektiven hilfreich, die die Gedanken und Emotionen der Hauptcharaktere greifbar machen.
Ich mag die langsame Entwicklung der Beziehung von Claire und Shane, bei denen die funkensprühende Chemie von Anfang an zu spüren ist. Beide stehen mitten im Leben, aber das macht die Annäherung vielleicht noch komplizierter. Es gibt kein Unter- oder Überordnungsverhältnis, was mir sehr gefallen hat. Beide agieren auf Augenhöhe, respektieren sich und zeigen auch ihre verletzlichen Seiten. Und das macht dieses Buch so besonders und unbedingt lesenswert.
Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!