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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Zwischen Stärke und Erschöpfung

Emotional Female
1

Das Buch hat mich schnell gepackt, vor allem durch die Figur Yumiko. Sie wird als kluge, fleißige und sehr pflichtbewusste Ärztin dargestellt. Ihr ständiger Einsatz und ihr hoher Anspruch an sich selbst ...

Das Buch hat mich schnell gepackt, vor allem durch die Figur Yumiko. Sie wird als kluge, fleißige und sehr pflichtbewusste Ärztin dargestellt. Ihr ständiger Einsatz und ihr hoher Anspruch an sich selbst haben mich beeindruckt, gleichzeitig aber auch nachdenklich gemacht. Man spürt, wie sehr sie unter Druck steht, von außen und vor allem auch durch sich selbst.
Besonders berührt haben mich ihre Begegnungen mit den Patienten. Ihre Fürsorglichkeit, ihre Ruhe, ihre Nähe – all das wirkt ehrlich und tief. Es zeigt, wie viel ihr dieser Beruf bedeutet. Umso erschreckender war zu sehen, wie wenig sie dafür zurückbekommt. Statt Anerkennung begegnen ihr Misstrauen, Machtgefälle und strukturelle Kälte.
Trotzdem lässt mich ihre Geschichte etwas zwiegespalten zurück. Yumiko erlebt eine enorme Überlastung, reagiert darauf aber oft mit Rückzug. Sie kämpft viel mit sich selbst, doch eine klare Wendung oder Entwicklung bleibt lange aus. Auch die Reflexion über eigene Anteile an ihrer Lage fehlt stellenweise. Der Text bleibt oft an der Oberfläche und emotional distanziert.
Ich hätte mir auch mehr Stimmen aus ihrem Umfeld gewünscht. Kollegen, Vorgesetzte, andere Perspektiven. So bleibt vieles einseitig. Auch eine stärkere Einordnung der systemischen Missstände hätte dem Buch gutgetan. Vieles bleibt angedeutet, aber nicht konsequent weitergedacht.
Trotz dieser Kritikpunkte hat mich das Buch bewegt. Es wirft wichtige Fragen auf: Wie viel können Einzelne im System leisten? Wann wird Engagement zur Selbstausbeutung? Und wie viel Raum bleibt für Menschlichkeit in einem Beruf, der so stark auf Leistung getrimmt ist?
Yumikos Weg wirkt ehrlich, aber auch traurig. Am Ende wünscht man ihr einfach, dass sie nicht nur funktioniert, sondern wirklich leben kann.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

leichte Sommerromanze

Noch fünfzig Sommer mehr
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Das Cover hat mich sofort angelacht. Bretagne, Blumen, ein Hauch von Neuanfang – klang für mich nach genau der richtigen Sommerlektüre. Und was soll ich sagen? Landschaftlich hat das Buch absolut überzeugt. ...

Das Cover hat mich sofort angelacht. Bretagne, Blumen, ein Hauch von Neuanfang – klang für mich nach genau der richtigen Sommerlektüre. Und was soll ich sagen? Landschaftlich hat das Buch absolut überzeugt. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, direkt dort zu stehen, den Wind zu spüren und das Meer rauschen zu hören. Richtig schön beschrieben!

Was ich auch richtig mochte: die kurzen Kapitel. Für mich als “Nur noch ein Kapitel” Leserin perfekt, weil ich so viel schneller durch die Geschichte kam. Es liest sich angenehm leicht und flüssig.

Was mir allerdings ein bisschen gefehlt hat, war die Verbindung zu den Figuren. Ich bin einfach nicht so richtig warm geworden mit Eleni und Théo. Sie wirkten ein bisschen zu glatt, fast so, als würde man sie nur aus der Ferne beobachten. Da hätte ich mir mehr Tiefe und Ecken und Kanten gewünscht.

Trotzdem war es ein schönes Buch für zwischendurch. Es hat mich zwar emotional nicht komplett mitgerissen, aber ich hab mich beim Lesen wohlgefühlt und bin gerne durch die Seiten gereist. Wer Lust auf eine sanfte Sommergeschichte mit ganz viel Urlaubsfeeling hat, wird hier bestimmt fündig.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

schön, aber sehr vorhersehbar

Der Sonne entgegen
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Der Sonne entgegen bietet einen angenehmen Roadtrip durch Italien mit sympathischen Hauptfiguren. Romy und Valentin sind gut gezeichnet, ihre Begegnung auf einer Kunstauktion und die anschließende gemeinsame ...

Der Sonne entgegen bietet einen angenehmen Roadtrip durch Italien mit sympathischen Hauptfiguren. Romy und Valentin sind gut gezeichnet, ihre Begegnung auf einer Kunstauktion und die anschließende gemeinsame Reise wirken authentisch. Die Beschreibung der italienischen Schauplätze wie Rimini, Neapel und Capri vermittelt ein angenehmes Urlaubsgefühl. Allerdings gibt es auch einige Aspekte, die mich weniger überzeugt haben. Die Handlung entwickelt sich an manchen Stellen vorhersehbar, und einige Wendungen wirkten für mich etwas konstruiert. Zudem bleiben manche Nebenfiguren blass, und ihre Motivationen sind für mich nicht immer nachvollziehbar. Insgesamt fand ich Der Sonne entgegen ein nettes Buch für zwischendurch, das mich aber nicht nachhaltig beeindruckt hat. Für Leserinnen und Leser, die leichte Unterhaltung mit einem Hauch Romantik suchen, ist es meiner Meinung nach durchaus geeignet. Das Cover des Buches, das ein Paar zeigt, das in den Sonnenuntergang geht und aussieht, als wäre es mit Wassermalfarben in warmen Farben gemalt, passt perfekt zur Atmosphäre des Romans und verstärkt das Gefühl von Romantik und Abenteuer.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Geheimnisse, Intrigen und eine tödliche Wahrheit

Was hast du nur getan?
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Cassidy und ihre Clique geraten in einen Strudel aus Geheimnissen und Verdächtigungen, als ihr Mitschüler Arthur tot auf dem Schulhof aufgefunden wird. Während die Polizei von Selbstmord ausgeht, häufen ...

Cassidy und ihre Clique geraten in einen Strudel aus Geheimnissen und Verdächtigungen, als ihr Mitschüler Arthur tot auf dem Schulhof aufgefunden wird. Während die Polizei von Selbstmord ausgeht, häufen sich Hinweise, dass mehr dahintersteckt. Besonders brisant: Eine aus ihrer Gruppe scheint mehr über Arthur zu wissen, als sie zugibt. Cassidy lässt das keine Ruhe – sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch je tiefer sie gräbt, desto gefährlicher wird es.

Der Thriller überzeugt mit einer mitreißenden Erzählweise, authentischen Figuren und einem realistischen Blick auf soziale Ungleichheit. Die Kluft zwischen privilegierten Jugendlichen und denen aus schwierigen Verhältnissen wird eindrucksvoll dargestellt. Dabei ist Cassidy eine spannende Protagonistin: Sie wächst in einem herausfordernden Umfeld auf, zeigt aber großen Zusammenhalt mit ihrer Clique und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter.

Trotz spannender Wendungen fehlte mir der ganz große Knall. Das Finale liefert eine schlüssige Auflösung, wird jedoch etwas zu schnell abgehandelt. Ein paar tiefere Einblicke in die Hintergründe der Figuren hätten die Geschichte noch fesselnder gemacht. Dennoch ist der Thriller gerade für die jugendliche Zielgruppe eine unterhaltsame, gut geschriebene Lektüre, die sich mit wichtigen Themen wie Freundschaft, Loyalität und sozialem Druck auseinandersetzt. Wer packende Schulthriller mit einer Prise Mystery mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Für mich bisher der schwächste Teil

Garnet Flats | Die Edens 3 |
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Das für mich ein Band mit gemischten Gefühlen. Einerseits hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich mochte das Setting in Quincy sowie die Eden-Familie sehr gern. Besonders die ruhigeren Szenen rund ...

Das für mich ein Band mit gemischten Gefühlen. Einerseits hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich mochte das Setting in Quincy sowie die Eden-Familie sehr gern. Besonders die ruhigeren Szenen rund um Kaddie waren ein echtes Highlight und haben viel Herz in die Geschichte gebracht.

Gleichzeitig hatte ich Schwierigkeiten mit der Entwicklung von Talia und Foster. Ihre Vergangenheit ist sehr emotional, aber die Umsetzung hat mich nicht vollständig überzeugt. Vor allem Fosters Auftreten zu Beginn wirkte oft zu bestimmend und wenig feinfühlig, wodurch der Einstieg schwerfiel. Auch die schnelle Annäherung nach so vielen Jahren Abstand fühlte sich für mich nicht ganz stimmig an.

Generell war mir das Tempo zu hoch. Viele Konflikte lösen sich recht schnell, wodurch mir an manchen Stellen die emotionale Tiefe gefehlt hat. Nach all dem Drama hätte ich mir mehr Zeit für die Verarbeitung der Vergangenheit gewünscht.

Sehr positiv bleibt die familiäre Atmosphäre der Eden-Familie, die die Geschichte immer wieder trägt. Die Hörbuchumsetzung war insgesamt angenehm und gut gesprochen, hat die Emotionen solide transportiert, aber nicht besonders hervorgehoben.

Insgesamt bleibt das für mich bisher der schwächste Band der Reihe. Ich habe ihn gern verfolgt, aber im Vergleich zu den vorherigen Teilen fehlte mir die emotionale Tiefe und eine langsamere, nachvollziehbarere Entwicklung der Beziehung. Trotzdem bin ich gespannt auf den nächsten Band rund um Eloise und Jasper.

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