Profilbild von seiten_springerin

seiten_springerin

Lesejury Profi
offline

seiten_springerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit seiten_springerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2022

Zwischen Liebe und Intrige

Privileged - Class of Royals
2

Noras Mutter lebt den Traum eines jeden Mädchens. Der Kronprinz und sie sind liiert, woraufhin sie von Amerika nach England ziehen, wo das neue Traumpaar heiraten wird. Durch das neue Glück ihrer Mutter ...

Noras Mutter lebt den Traum eines jeden Mädchens. Der Kronprinz und sie sind liiert, woraufhin sie von Amerika nach England ziehen, wo das neue Traumpaar heiraten wird. Durch das neue Glück ihrer Mutter ändert sich das Leben von Nora schlagartig. Sie ist von nun ein Teil der High-Society und gehört trotzdem nicht ganz dazu. Das bekommt sie auch häufig zu spüren, ob in der Schule oder auf Events, wird sie öfters gedemütigt. Vor allem der attraktive Asher hat auf Nora eine große Anziehungskraft, trotz seiner gegensätzlichen Verhaltensweisen.

Nora war mir anfangs sehr sympathisch. Durch die Ich-Perspektive gelang es der Autorin gut ihre Empfindungen und Eindrücke auf ihre „neue“ Welt einzufangen. Mit der Zeit kamen mir aber einige Handlungen der Protagonisten komisch vor und ich konnte mich nicht mehr ganz so gut in sie hinein versetzen.

Auch die Romanze, die sich zwischen Asher und Nora entwickelt hat, kam mir bei näherer Betrachtung unecht und flach vor. Dabei gab es einige Ideen für Wendepunkte in der Geschichte, welche aber weniger gut umgesetzt wurden und zu erzwungenem Drama führten.

Obwohl der Schreibtstil der Autorin an sich gut war, gefiel mir der Schliff der Handlung eher weniger.
Ich hatte nach der Leseprobe höhere Erwartungen an das Buch, als es Schlussendlich lieferte. Somit kann ich das Buch trotzdem für Fans von High-Society-Romanzen empfehlen, die sich nicht allzu sehr an viel Drama stören.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 14.03.2022

Zwischen Liebe, Verrat und Vergebung

Behind your Scars
0

Eine Liebesgeschichte, mit vielen und großen Gefühlen.

Die Protagonistin Holly verlor bei einem Autounfall ihre jüngere Schwester und wurde dabei selbst schwer verletzt. Durch dieses Ereignis und den ...

Eine Liebesgeschichte, mit vielen und großen Gefühlen.

Die Protagonistin Holly verlor bei einem Autounfall ihre jüngere Schwester und wurde dabei selbst schwer verletzt. Durch dieses Ereignis und den schweren Verlust hat sie sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich verändert. Trotz einer vollkommen neuen Lebenssituation, beschließt Holly zu studieren und nach vorne zuschauen. Als sie schließlich Tyler kennenlernt, fällt es ihr anfänglich schwer zu ihm vertrauen zufassen, bis sie ihren Gefühlen zu ihm nachgibt. Aber auch Tyler ist durch seine Vergangenheit gezeichnet…
Der Prolog hat mich sofort in das Geschehen geworfen, ich habe Holly kennengelernt und den wahrscheinlich schlimmsten Moment ihres Lebens mit erlebt.
Ihre neue beste Freundin Ashley war mir anfänglich sehr sympathisch, aber im Laufe der Story fand ich sie teilweise zu vorwurfsvoll und belehrend Holly gegenüber.

Der Ex-Freund von Holly war sehr schnell als Idiot einzuordnen, wobei seine Handlungen im Großen und Ganzen nur auf sein Ego rückzuführen waren. Dabei schien er symbolhaft für ihre Vergangenheit zustehen und somit reflektierte, was sie vor dem Unfall für eine Art Mensch war. Es war somit sehr gut dargestellt, dass bestimmte Ereignisse eine Person prägen und verändern können.

Im gesamten fand ich den Schreibstil der Autorin sehr angenehm und fließend. Kurzzeitig war die Handlung für mich sehr langweilig, da sich die Beschreibungen der neuen Beziehung von Holly sehr langgezogen haben. Abschließend waren vor allem die Denkanstöße zu bestimmten Themen für mich sehr aufschlussreich, da ich so selbst überlegt habe, wie ich mit Vertrauen, Verrat und Vergebung umgehe.

"Behind your Scars" kann ich allen empfehlen, die an innige Liebe glauben und gerne mit den Protagonisten durch gute, aber auch schlechte Zeiten gehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2021

Neuanfänge in Schottland

Riskante Gefühle
0

Inhalt:
Marcie ist eine junge Frau, welche in Schottland einen Souvenirladen betreibt. Gemeinsam mit ihrer Hündin Ginger lebt sie in einem heimeligen Cottage, wo sie Zimmer vermietet. Ihre Lebensgrundlage ...

Inhalt:
Marcie ist eine junge Frau, welche in Schottland einen Souvenirladen betreibt. Gemeinsam mit ihrer Hündin Ginger lebt sie in einem heimeligen Cottage, wo sie Zimmer vermietet. Ihre Lebensgrundlage ist sehr stark von der Saison und den Touristen abhängig.
Als der verschlossene Shane bei ihr ein Zimmer mietet, fühlt sich Marcie sofort von ihm angezogen, aber sie versucht sich anfangs gegen die Anziehung zu währen, weil ihr Freund erst vor wenigen Monaten verstorben ist. Auch Shane hat mit seiner Vergangenheit, in Zusammenhang mit seiner Ex-Frau zu kämpfen.

Meine Meinung:
Der Prolog hat mich sofort abgeholt und ich habe eigene Vermutungen zur weiteren Handlung und den Charakteren aufgestellt. Der Schreibstil der Autorin hat mich gut durch die Story geführt und ich habe mich schnell mit den Protagonisten angefreundet. Marcie habe ich gleich am Anfang als freundlich und hilfsbereit wahrgenommen und auch ihre Lebensweise in dem Cottage hat mich begeistert. Shane wirkte anfangs auf mich in sich gekehrt, aber schnell wurde er zu einem angenehmen und fürsorglichen Kerl.
Bei den Nebencharakteren, wie Bonnie und Rory hatte ich das Gefühl, dass sie nur für bestimmte Schlüsselszenen gebraucht wurden, aber sonst unter den Tisch gefallen sind.
Die Handlung drehte sich um die große Schlüsselfrage, wie der wahre Charakter von Shane ist und wer für die Übergriffe auf Marcie verantwortlich ist. Dabei kam es für mich immer wieder zu größeren Spannungslücken.

Im Ganzen fand ich das Buch gut. Die Geschichte ist eine etwas andere Liebesgeschichte, mit ein wenig Spannung.
Ich kann dieses Buch für alle empfehlen, die Lovestorys gemischt mit ein wenig Spannung mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.05.2026

Starkes Potenzial mit mäßiger Umsetzung

Hard to Resist - Mason
0

Ich habe „Mason – Hard to Resist“ mit gemischten Gefühlen gelesen. Einerseits hat mich die Grundidee der Geschichte wirklich angesprochen – ich finde, das Buch hat ein großes Story-Potenzial, das mich ...

Ich habe „Mason – Hard to Resist“ mit gemischten Gefühlen gelesen. Einerseits hat mich die Grundidee der Geschichte wirklich angesprochen – ich finde, das Buch hat ein großes Story-Potenzial, das mich gerade am Anfang neugierig gemacht hat. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt und wohin die Handlung führt.
Besonders positiv empfunden habe ich den Schreibstil. Ich finde, er ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Die Dialoge wirkten auf mich größtenteils natürlich, und ich hatte das Gefühl, gut in die Geschichte hineinzufinden.
Allerdings wurde ich im Laufe des Buches zunehmend enttäuscht. Ich finde, die Charakterentwicklung ist leider ziemlich schwach. Viele Figuren – vor allem Mason – blieben für mich zu oberflächlich. Ich hatte oft das Gefühl, ihre Entscheidungen nicht richtig nachvollziehen zu können, weil ihre Beweggründe nicht ausreichend erklärt wurden.
Gerade die zweite Hälfte des Buches habe ich als besonders problematisch empfunden. Ich finde, ab diesem Punkt wurde die Handlung immer unlogischer und teilweise auch verwirrend. Einige Entwicklungen wirkten auf mich konstruiert, und ich konnte emotional nicht mehr richtig mitgehen. Entscheidungen der Charaktere erschienen mir oft nicht glaubwürdig, was mich zunehmend aus der Geschichte herausgerissen hat.
Auch die Nebenfiguren haben für mich viel Potenzial verschenkt. Ich finde, einige von ihnen wurden interessant eingeführt, aber dann kaum weiterentwickelt. Dadurch wirkte die Welt insgesamt etwas flach und nicht so lebendig, wie sie hätte sein können.
Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass das Tempo unausgeglichen ist. Ich habe den Anfang als eher ruhig und aufbauend empfunden, während das Ende dann relativ schnell abgehandelt wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass wichtige Entwicklungen mehr Raum bekommen.
Insgesamt habe ich das Buch als solide, aber nicht vollständig überzeugend empfunden. Ich finde, es eignet sich gut für zwischendurch, vor allem wegen des angenehmen Schreibstils. Gleichzeitig bleibt bei mir das Gefühl, dass hier deutlich mehr möglich gewesen wäre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2026

Nostalgie trifft Ernüchterung

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
0

“Ich spreche durch dich zu den Menschen” - Das Känguru



Kurzmeinung:
Mit Witz und Sarkasmus führt das Känguru eine Rebellion an – doch für mich fühlte es sich diesmal eher wie eine moralische Anleitung ...

“Ich spreche durch dich zu den Menschen” - Das Känguru



Kurzmeinung:
Mit Witz und Sarkasmus führt das Känguru eine Rebellion an – doch für mich fühlte es sich diesmal eher wie eine moralische Anleitung an als wie die gewohnt bissige Satire.



Das Känguru ist zurück – und diesmal bereit zu rebellieren. In seinem neuesten Werk greift Marc-Uwe Kling erneut aktuelle politische und gesellschaftliche Themen auf und verpackt sie, wie gewohnt, in satirische Dialoge zwischen ihm und dem ikonischen Beuteltier. Im Zentrum steht dabei der Versuch, gegen bestehende Zustände aufzubegehren und Menschen nicht nur zum Mitmachen, sondern zumindest zum Nachdenken zu bewegen. Auch bekannte Figuren wie Herta, Friedrich-Wilhelm und Krapotke sind wieder mit dabei, was zunächst ein vertrautes Gefühl erzeugt.

Und genau dieses Gefühl hat mich zu Beginn auch direkt abgeholt: Schon auf den ersten Seiten wurde ich zurückversetzt in die Zeit, als ich vor über zehn Jahren zum ersten Mal in die Welt der Känguru-Chroniken eingetaucht bin. Dieses besondere Flair, dieser Mix aus Absurdität, Gesellschaftskritik und trockenem Humor, ist grundsätzlich noch da.

Doch leider blieb genau das für mich auch das größte Problem: Es wirkte eher wie ein Echo vergangener Stärke als wie eine Weiterentwicklung.

Was mir diesmal deutlich gefehlt hat, war der ursprüngliche, unberechenbare Humor. In den früheren Büchern gab es immer wieder Momente, die mich wirklich laut zum Lachen gebracht haben – dieses spontane, ehrliche Lachen, das einen überrascht. In Die Känguru-Rebellion blieb genau das aus. Viele Gags wirkten auf mich vorhersehbar oder zumindest nicht mehr so treffsicher wie früher.

Noch stärker fiel mir allerdings auf, dass sich der Ton verändert hat. Während die früheren Werke oft subtil zum Nachdenken angeregt haben, hatte ich hier über weite Strecken das Gefühl, eher belehrt zu werden. Die satirischen Elemente sind zwar weiterhin vorhanden, doch sie wirken weniger verspielt und dafür deutlich direkter in ihrer Aussage. Für mich fühlte es sich stellenweise an, als würde ich einem gutmeinenden, leicht ironischen Onkel zuhören, der mir erklärt, wie die Welt funktioniert – unterhaltsam, aber gleichzeitig auch etwas trocken und nicht unbedingt inspirierend.

Hinzu kommt, dass mir einige Passagen überraschend bekannt vorkamen. Offenbar wurden bereits veröffentlichte Kurzgeschichten in das Buch integriert. Das hat meinen Lesefluss etwas gestört und den Eindruck verstärkt, dass hier nicht alles wirklich neu oder frisch ist.

Am Ende bleibt bei mir leider Enttäuschung zurück. Der Versuch, die Welt des Kängurus wieder aufleben zu lassen, ist für mich nur bedingt gelungen. Gerade als langjähriger Fan der Känguru-Reihe hatte ich große Erwartungen – vielleicht zu große. Aber genau deshalb fällt mein Urteil auch umso kritischer aus.

Fazit:
Für Neueinsteiger mag das Buch durchaus unterhaltsam sein, doch wer – so wie ich – mit den Känguru-Chroniken groß geworden ist, könnte hier etwas vermissen. Mich hat Die Känguru-Rebellion leider nicht überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere