Slow Burn in der Welt der Luxus Immobilien
Selling DreamsMit Selling Dreams findet die Bevyn Boys Trilogie von April Dawson ihren Auftakt. In Band 1 wird die Geschichte von Calder Bevyn und der aufstrebenden Real-Estate Maklerin Marissa behandelt.
,, Ich habe ...
Mit Selling Dreams findet die Bevyn Boys Trilogie von April Dawson ihren Auftakt. In Band 1 wird die Geschichte von Calder Bevyn und der aufstrebenden Real-Estate Maklerin Marissa behandelt.
,, Ich habe meinen Weg als Real Estate Agent mit den Egos von Männern wie ihm gepflastert."
Powerfrau und Real-Estate Maklerin Marissa arbeitet hart um sich in der Welt der Luxus Immobilien einen Namen zu machen. Als sie Calden Bevyn, New Yorks Prince Charming und zugleich Bruder des CEO von Bevyn Estates, einen millionenschweren Deal vor der Nase wegschnappt, beginnt ein knisternder Konkurrenzkampf zwischen den Beiden. Wer wird wohl als Sieger hervorgehen und wer hat sein Herz bereits an den jeweils Anderen verloren?
Der Schreibstil von April Dawson war sehr ansprechend. Klar, modern, verständlich und an der richtigen Stelle mit dem nötigen Spice versehen. Die Story hat sich relativ flüssig lesen lassen, auch wenn sich manche Stellen gerade im Mittelteil etwas gezogen haben. Die detailreichen und authentischen Beschreibungen der hochpreisigen Luxus Immobilien waren für mich eines der Highlights in diesem Buch. Wer die Netflix Serie Selling Sunset kennt, kann sich vorstellen womit die Protagonisten hier ihr Geld verdienen.
Die Protagonistin Marissa mochte ich sehr gerne. Sie stammt ursprünglich aus einfachen Verhältnissen und arbeitet deshalb umso härter un mit der Konkurrenz mithalten zukönnen. Sie ist sympatisch, klug, selbstbewusst und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Eine wahre Powerfrau!
Calder wirkt zunächst recht kalt und unnahbar. Recht schnell wird jedoch klar, dass hinter seiner harten Fassade ein tiefes Trauma aus seiner Jungend steckt.
Mein Fazit: Ich mochte das Buch gerne, wenn auch mit ein paar Abzügen. Gut gefallen hat mir die emotionale Entwicklung der beiden Protagonisten. Auch, dass Themen wie Sexismus am Arbeitsplatz, bzw. in der Immobilienbranche behandelt wurden. Ohne zu viel vorweg zu nehmen: die Thematik, dass sich auch Männer psychologische Hilfe suchen können, ohne als schwach zu gelten, fand ich sehr wichtig. Wie oben bereits erwähnt waren die Umschreibungen der Luxus Immobilien und auch das wunderschöne Cover mit passendem Farbschnitt ein klares Highlight für mich.
Im letzten Drittel hatte ich das Gefühl, dass zu viel auf einmal passiert ist. Wichtige Punkte wurden mir persönlich zu schnell auf der Agenda abgehakt, Unwichtiges hingegen sehr ausgeschmückt. Im Mittelteil sind einige Passagen sehr langwierig gewesen, ohne dass etwas passiert ist. Grundsätzlich mag ich Slow-Burn aber das war schon stellenweise sehr
S L O W.
Nichtsdestotrotz ein schönes Buch für alle die, die Welt der Luxus Immobilien lieben und die Serie Selling Sunset feiern. Ich freue mich schon auf Band 2.