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Veröffentlicht am 11.04.2026

Cozy Fantasy-Highlight mit Tiefe und Herz

The Faraway Inn
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Die etwa 17-jährige Calisa flieht mit gebrochenem Herzen aus Brooklyn nach Vermont zu ihrer Großtante, um möglichst weit von ihrem Ex-Freund entfernt zu sein. Mitten in der abgelegenen Wildnis steht ein ...

Die etwa 17-jährige Calisa flieht mit gebrochenem Herzen aus Brooklyn nach Vermont zu ihrer Großtante, um möglichst weit von ihrem Ex-Freund entfernt zu sein. Mitten in der abgelegenen Wildnis steht ein in die Jahre gekommenes Gasthaus: das Faraway Inn. Alles ist ganz anders als erwartet. Unkraut, Straub, nötigte Reparaturen, wo man hinsieht. Tante Zee ist mürrisch und abweisend, nur wenige seltsame Gäste besuchen das Inn und zwei strenge Regeln gelten: keine Fragen stellen und nicht ohne Erlaubnis Türen öffnen. Zum Glück ist da noch der gleichaltrige aufgeschlossene Jack, der Calisa zuhört, ihr hilft und eine ansteckende Freundlichkeit ausstrahlt. Trotzdem, kein herzlicher Empfang, aber eine stets warme und einladenden Atmosphäre, magische Geheimnisse und cozy Vibes, die ahnen lassen, was diesen Ort einmal so besonders gemacht hat. Die Geschichte richtete sich an eine jüngere Leserschaft, denen die Autorin Sarah Beth Durst einen Zufluchtsort schenken wollte, aber auch Erwachsene sind herzlich willkommen und werden sich angesprochen fühlen.

Calisa macht eine inspirierende Entwicklung durch und demonstriert Reife und Selbstbewusstsein. Tatkräftig ergreift sie Eigeninitiative, gibt nicht auf und beweist großen Mut. Ihr entgeht natürlich nicht, dass man versucht, etwas vor ihr zu verbergen und die seltsamen Begebenheiten kann sie sich auch irgendwann nicht mehr logisch erklären. Die Dialoge zwischen Calisa und Jack fühlen sich leicht und unbeschwert an, der Humor ist erfrischend und die Sympathie der beiden Hauptfiguren ist spürbar. Ihre zarte, romantische Zuneigung wirkt natürlich und unschuldig und beruht auf kleinen Gesten, Vertrauen sowie Unterstützung. Die magischen Elemente eröffnen eine faszinierende Welt voller Wunder und Möglichkeiten, sorgen für Witz, Charme und magische Gefühle. Da möchte ich gar nicht verraten, welche Highlights euch erwarten.

Die erste Hälfte ist richtig entschleunigend und es macht Spaß, gemeinsam mit Calisa die Geheimnisse zu enthüllen, Vertrauen aufzubauen und mehr zu erfahren. Sarah Beth Durst lässt eine raffinierte Spannung entstehen, die die behagliche magische Stimmung nicht beeinträchtigt. Selbst mit zunehmender Seitenanzahl wird es abwechslungsreicher, packend und herzerwärmend emotional, aber immer wieder kommt die cozy Stimmung durch und ich habe mich durchgehend mit den Figuren wohlgefühlt. Das macht die Botschaft, fernab von Magie und Abenteuern, zugänglich und ermutigt dazu, Mut zu fassen, innere Klarheit zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Das Ende vermittelt ein Gefühl von Hoffnung und Zufriedenheit, und die Entwicklung der Handlung und all ihrer Charaktere wirkt dadurch sehr stimmig und rundum gelungen.

Wer es cozy, spannend und herzerwärmend mag, wird das Setting, die Vibes und die Charaktere lieben. Es wird alles harmonisch miteinander vereint. «The Faraway Inn - Wo Magie zu Hause ist» ist ein Ort zum Verweilen, Flüchten und Genießen für alle, die eine magische Wohlfühlgeschichte brauchen. Die liebevolle Aufmachung und der einzigartige Farbschitt machen diesen Schmöker zu einem Lieblingsbuch und tollen Geschenk. Uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses Schmuckstück.

Veröffentlicht am 11.04.2026

Episches Finale einer fantastischen Trilogie

Sepia 3: Sepia und der Fluch des Tintendrachen
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Der Abschluss der Buchreihe «Sepia und der Fluch des Tintendrachen» sieht nicht nur umwerfend aus, sondern hat auch inhaltlich alles, was ein Finale braucht: Freunde, die zusammenhalten, um Flohall vor ...

Der Abschluss der Buchreihe «Sepia und der Fluch des Tintendrachen» sieht nicht nur umwerfend aus, sondern hat auch inhaltlich alles, was ein Finale braucht: Freunde, die zusammenhalten, um Flohall vor dem Untergang zu retten, und ein gefährliches Abenteuer in einer anderen Welt, was Spannung, Grusel und Abwechslung verspricht.

Die Handlung knüpft nahtlos an den zweiten Band an. Flohall ist kaum noch wiederzuerkennen. Seit sechs Wochen liegt die Stadt in einem ewig grauen Nebel aus Kälte und Feuchtigkeit, der beängstigend lebendig Stille, Angst und Trostlosigkeit für die Bewohner bedeutet. Wie können Sepia und ihre Freunde Flohall nur von diesem Fluch befreien, der den Untergang der Stadt bedeutet?

Die Zeit läuft ihnen davon, denn der Nebel breitet sich immer weiter aus. Man spürt die Verzweiflung und den Zeitdruck. Die Lehrmeister verfolgen einen Plan mit Tintenmagie, aber Sepia, Niki und Sanzio haben eine andere Idee, die sie zu einem Rätsel führt, das mit Sanzios Familie verknüpft ist und sie in eine andere Welt führt, wenn sie die Rätsel lösen. Entschlossen kämpfen die Drei um ihr Überleben und die Zukunft Flohalls. Dabei treffen sie bekannte und neue Verbündete und Gegenspieler. Besonders Tintillus sticht hier hervor, der mit seinen humorvollen Spitzen wie ein Verschnaufer in der bedrohlichen Stimmung wirkt.

Wer befürchtet, es könnte zu düster und gruselig werden, kann beruhigt sein. Es gibt auch Lichtblicke und atmosphärische Wohlfühlmomente mit Zimtmilch und Kirschtee, die ein Gefühl der Hoffnung schenken, sowie Zeit in Flohall – einer Stadt am Meer, die sich ein Stück nach Zuhause anfühlt. Mit zunehmender Seitenzahl wird es jedoch immer aufregender, spannend und die dichte Atmosphäre ist erfüllt mit zunehmender Eile, Beklemmung und mutiger Zielstrebigkeit. Wer die Rätsel und Andeutungen in den anderen Büchern mochte, kann sich auf noch mehr davon freuen – inklusive einer clever ausgeklügelten Auflösung mit Überraschungseffekt.

«Sepia und der Fluch des Tintendrachen» hat mich von der ersten Seite an sofort wieder in seinen Bann gezogen. Das Finale setzt nochmal einen oben drauf, ist voller gut dosierter Ideen, Fantasie, Freundschaft, bewegender Momente und fesselnder Spannung, weshalb man gar nicht aufhören kann, zu lesen. In vielen Details spiegelt sich das übergreifende Thema des Schreibens, Tinte und Buchdruck wider, das sich durch alle Bücher zieht. Mir hat das sehr gefallen, und ich kann die gesamte Reihe mit diesem würdigen Abschluss von Herzen empfehlen – optisch und inhaltlich magisch großartig und für kleine und auch große Fantasyfans geeignet.

Veröffentlicht am 28.03.2026

Wunderschön magisch, tiefgreifend und einzigartig

Flora Magica (Band 3) - Die Macht der Weltenweide
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«Die Macht der Weltenweide» ist wirklich eine besondere Geschichte, die in ihrer Tragweite ein würdiges Finale der «Flora Magica»-Reihe darstellt, das mich noch länger begleiten wird und der Autorin Vanessa ...

«Die Macht der Weltenweide» ist wirklich eine besondere Geschichte, die in ihrer Tragweite ein würdiges Finale der «Flora Magica»-Reihe darstellt, das mich noch länger begleiten wird und der Autorin Vanessa Walder besonders am Herzen liegt.

Im dritten Band «Flora Magica - Die Macht der Weltenweide» erwarten euch traumhaft nächtliche Momente, eine Reise nach London, ein riskantes Vorhaben zum Mitfiebern und eine schwere Entscheidung, die alle an ihre Grenzen bringt.


Die 12-jährigen Cunabula-Zwillinge Avia, Zacharias, Sol und Tierra genießen die Sommertage in den alten Ländereien, aber neben Marmeladenduft, Badespaß und der Magie dieses einzigartigen Ortes, sind die Nächte unruhig. Seltsame Träume suchen die Urenkel von Flora heim, die sich im Nebel des Vergessens auflösen, während Sukkulente und Gedankenfresser Nox besorgniserregende Aussetzer hat. Großes Highlight ist der Besuch von Gabriela, Mutter der Zwillinge Sol und Tierra, die aus Mexiko angereist ist. Gabriela hat eine unheilbare Erkrankung und ihre Kinder sehen eine Möglichkeit, sie mit einem magischen Samen zu heilen, an dem jedoch auch Interesse haben.

Ich fand es schön, dass wir Oma Herba noch ein bisschen besser kennenlernen, nach London reisen und einem weiteren Teil des Netzwerks der Nachtschatten begegnen, die sich der Erforschung und dem Erhalt magischer Pflanzen gewidmet haben. Die Zwillingspaare haben sich würdig gezeigt und müssen sich nun verantwortungsbewusst mit ihrer Bestimmung auseinandersetzten. Ihre vielschichtigen, klugen und ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten ergänzen sich, aber zeigen auch auf, wie schwierig es sein kann, sich einig zu werden. Ich liebe die naturverbundene und magische Atmosphäre diese Reihe. Man weiß nie so genau, was einen erwartet – mit dem Ende hätte ich jedenfalls nicht gerechnet und die Illustration dazu, hat mich tief berührt. Ein außergewöhnliches Detail ist die Nachaktivität der magischen Pflanzen, die sich vom Mondlicht ernähren. Im Kapitel «Im Mondlicht» gibt es eine wunderschöne Illustration auf der Avia und die Japanische Fächerohren-Orchidee zu sehen sind, die mir lebendig in Erinnerung geblieben ist. Das sind nur ein paar bleibende Eindrücke, dieser ganz besonderen Buchreise.

Es sind auch wieder all die gestalterischen Feinheiten dabei, die diese Reihe so liebenswert machen: traumhaft seitenfüllende Schwarz-Weiß-Illustrationen und zahlreiche Pflanzen-Verzierungen der Künstlerin Marie Beschorner, die es großartig versteht, Emotionen zu wecken. Außerdem wieder ein Inhaltsverzeichnis, Kapitelüberschriften mit einem anregendem Zitat, hervorgehobene schwarze Seiten, ein Vor- und Nachsatz, auf dem die wichtigsten Figuren zu finden sind, und am Ende der Kapitel ein Auszug aus dem Buch „Magische Pflanzen und ihre Geheimnisse“, die ganz unterschiedlich, aber immer aufschlussreich und nützlich – mitunter auch berührend und aufrüttelnd sind. Vanessa Walder schreibt klar, lebendig und einfühlsam, wobei sie es schafft, wichtigen Themen ausgewogen Raum zu geben, ohne dass es belanglos oder klischeehaft wird.

Das macht «Die Macht der Weltenweide» zu einer atmosphärisch dichten Fantasyfinale, das neugierig macht und mit vielfältigen Figuren, deren wunderbaren Fähigkeiten und der magischen Kraft der Pflanzen begeistert. Es gibt wichtige Themen, die ganz tief gehen und wertvolle Erkenntnisse des Lebens. Meinetwegen hätte es eine ganze Serie dazu geben dürfen, denn eigentlich fangen die Abenteuer der Cunabula-Zwillinge jetzt erst richtig an.

Veröffentlicht am 22.03.2026

Selbstfindung in der ostdeutschen Provinz

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Aus einem Impuls heraus kauft Sophie ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Das Do-it-Yourself-Projekt stellt sie vor Herausforderungen, gibt ihr aber auch Zeit, herauszufinden, was ihr wirklich ...

Aus einem Impuls heraus kauft Sophie ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Das Do-it-Yourself-Projekt stellt sie vor Herausforderungen, gibt ihr aber auch Zeit, herauszufinden, was ihr wirklich wichtig ist - allein und ohne Fremdeinfluss.

Mit der Botschaft, dass man nicht alles auf einmal entscheiden muss und sich oft auch erstmal ausprobieren kann, erzählt die Autorin Anna Katharina Scheidemantel eine Coming-of-Age-Story einer jungen Frau, die auf der Suche nach Klarheit, Heilung und Sinnhaftigkeit ist.
Sophie macht als Selbstversorgerin alles selbst, ob Garten, Nutztiere oder Renovierung, und lernt viel über die Natur, das Landleben und sich selbst. Anna Katharina Scheidemantel erzählt vom wachsendem Selbstbewusstsein, aber auch von Misserfolgen, Pech und Selbstzweifeln. Sophies Freunde und Bekannte bieten immer wieder einen Ausbruch aus diesem Prozess und zeigen ihr andere Blickwinkel auf. Man kann sich gut in Sophie hineinversetzten und vieles, mit dem sie sich auseinander setzt, war mir vertraut. Das Gefühl der Freiheit, das weit mehr ist als nur eine Auszeit, und die Frage, wie es weitergehen soll. Ihre Gedanken, Gefühle und Erkenntnisse, gepaart mit einem ironischen Ton und einem locker-flockige Schreibstil, haben mir gut gefallen.
Mit dem Ende war ich sehr zufrieden und blicke auf ein tiefgreifendes Leseerlebnis zurück, was mich runtergeholt und Sophie näher gebracht hat. Es werden interessante Fragen aufgeworfen, die zur Selbstreflexion einladen, wenn man möchte. Es ist aber auch ein einfühlsam geschriebenes Buch, das sich in seiner Gesamtheit sehr stimmig, klar positioniert und sorgfältig ausgearbeitet anfühlt. Deshalb und aufgrund der relevanten gesellschaftlichen Themen würde ich es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 16.03.2026

Hilfreiche Quelle für (Selbst-)Verständnis und die Stärkung der Selbstwirksamkeit

Was dein Leben leichter macht
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Warum sind wir, wie wir sind und wie können wir damit besser umgehen? «Was dein Leben leichter macht - Die 20 wichtigsten Erkenntnisse der Psychologie, um dich und andere besser zu verstehen» ist lesemotivierend, ...

Warum sind wir, wie wir sind und wie können wir damit besser umgehen? «Was dein Leben leichter macht - Die 20 wichtigsten Erkenntnisse der Psychologie, um dich und andere besser zu verstehen» ist lesemotivierend, bereichernd und eine Ressource zur Selbstwirksamkeit, die es sich lohnt, zu lesen.

Ich habe dieses Buch aus mehreren Gründen sehr gern gelesen: Zum einen mag ich es, querbeet erstmal das zu lesen, was mich am meisten interessiert und die Kapitel haben eine angenehme Länge für Zwischendurch. Deshalb finde ich den Aufbau des Buches so gut, welches auch Illustrationen enthält, wenn es der Anschaulichkeit dient. Zum anderen sind es grundlegende Themen in den Bereichen Psyche, Gesellschaft, Gesundheit und Alltag, die stets relevant sind und thematisch viele Menschen abholen.

Sina Haghiri hat einen konstant angenehmen Schreibfluss, der mir immer wieder Anreiz bot, doch noch ein Kapitel zu lesen. Mir hat besonders gefallen, wie er sich den Themen annähert, während er den roten Faden nie aus den Augen verliert und interessante Fakten mit klaren Erkenntnissen verbindet. Wohldosiert ist es ein Vergnügen, die 20 voneinander losgelösten Kapitel zu lesen und darüber nachzudenken. Das Kapitel ‹Werbung› gibt beispielsweise einen interessanten Einblick in die Psychologie der Konsumierung und zeigt, was das mit Politik zutun hat. Es gibt keine Tipps für ein gesünderes Konsumverhalten, sondern man erhält ein Verständnis dafür, wie die Beeinflussung funktioniert. Das Kapitel ‹Der Psycho-TÜV› hingegen enthält wertvolle Ratschläge zur Rückfallprophylaxe, die man sofort umsetzen kann. Es sind auch Kapitel dabei, die etwas bewegen und verändern – im Kleinen und Großen. Bei denen es hörbar "Klick" macht, wie in ‹Vom Überleben zum Leben›, wo es tief tief in die Materie geht. Sina Haghiri gelingt es, alles so leicht verständlich zu erklären, dass man die gewonnenen Erkenntnisse auf sich übertragen kann – und so die Möglichkeit erhält, handlungsfähig zu werden. Am meisten schätze ich daher, die erlangte Klarheit und das entwickelte Verständnis für mich und andere. Im Bereich Gesellschaft sehe ich das meiste Potenzial und hoffe, dass diese Erkenntnisse viele Hirne und Herzen erreichen.

Für mich ist dieses Buch eine bereichernde Entdeckung: interessant, bedeutungsvoll, auf Augenhöhe nachvollziehbar und gut lesbar verpackt. Ein nützlicher Ratgeber zum Weiterbilden, Weiterdenken, Weitersagen. Ideal dosiert – sowohl als Einschlaflektüre als auch als Pausenfüller.