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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2022

Anders als erwartet

Der Gräber
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Seit fünf Jahren wählt sich ein Serienmörder in der Nacht zum 6. November in den Göteborger Villenvierteln ein Opfer aus. Er gräbt sich durch die ERde und gelangt durch den Kellerfußboden ins Haus. Die ...

Seit fünf Jahren wählt sich ein Serienmörder in der Nacht zum 6. November in den Göteborger Villenvierteln ein Opfer aus. Er gräbt sich durch die ERde und gelangt durch den Kellerfußboden ins Haus. Die Polizei ist völlig ratlos, denn nirgends finden sie verwertbare Spuren. Bis plötzlich bei einem Verlag ein erdverkrustetes Manuskript auftaucht, dessen Inhalt die Morde beschreibt.

Aus wechselnden Sichtweiten wird die Story anfangs spannend erzählt, doch im weiteren Verlauf war sie in weiten Teilen leider ohne Tiefgang. So konnte mich der Schreibstil nicht besonders fesseln und gerade im Mittelteil war das Ganze farblos und langweilig. Die Spannung stieg erst im letzten Viertel wieder an, wobei die Handlung sehr vorhersehbar war.

Die Charaktere blieben in meinen Augen eher blass. Besonders die Lektorin Annika Granlund war mir nicht sonderlich symphatisch. Von den Ermittlern hätte ich mehr erwartet, sie standen dem ganzen Fall hilflos gegenüber.

Die Idee für den Plot war nicht schlecht, allerdings fand ich den Versuch des Autors hier Horror- bzw. Mystery-Elemente zu verarbeiten nicht besonders passend. Auch das Ende war mir zu unlogisch. Schade ich hatte mir von der Geschichte mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 27.09.2021

DDR, Stasi und kalter Krieg

Geiger
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Der Thriller beginnt sehr spannend als Agneta ein Telefongespräch annimmt und sie nach dem Schlüsselwort "Geiger" eine Waffe aus dem Versteck holt und ihren Mann erschießt. Als die Kommissarin Sara Nowak ...

Der Thriller beginnt sehr spannend als Agneta ein Telefongespräch annimmt und sie nach dem Schlüsselwort "Geiger" eine Waffe aus dem Versteck holt und ihren Mann erschießt. Als die Kommissarin Sara Nowak von dieser brutalen Tat erfährt, kümmert sie sich sofort um diesen Fall, denn sie kennt die Familie aus ihrer Kindheit.
Leider driftet die Story sehr schnell in allzu politische Themen ab. Die Handlung dreht sich mehr und mehr um DDR, Stasi und Kalter Krieg. Die Geschichte mag sehr interessant sein, doch anhand des Klappentextes und des Covers habe ich definitiv etwas anderes erwartet.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, jedoch hatte die Story an sich einige Längen und war für meinen Geschmack teilweise zu verworren.
Die Protagonistin Sara war mir unsympathisch, sie hatte oft ihre Emotionen bei Polizeieinsätzen nicht im Griff und kam sehr Ich-bezogen rüber. Vielleicht lag es auch daran, dass zu viel von ihrer Kindheit und ihren Privatleben geschrieben wurde.
Für Leser die gerne Politthriller lesen, ist dieses Buch vielleicht interessant, für mich war es leider nichts. Daher von mir nur 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Die totale Überwachung

Final Control
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Der junge Unternehmer Tom Bayne benötigt dringend Geld für sein Start-up, dafür tritt er an den Milliardär Dairon Arakis heran. Doch der hat diabolische Ideen, er will die totale Überwachung über das europäische ...

Der junge Unternehmer Tom Bayne benötigt dringend Geld für sein Start-up, dafür tritt er an den Milliardär Dairon Arakis heran. Doch der hat diabolische Ideen, er will die totale Überwachung über das europäische Wirtschafts- und Bankenwesen.

Dieser Thriller birgt ein erscheckendes Thema, welches hoffentlich so nie eintrifft. Leider ist bei mir aufgrund der vielen Fachbegriffe und Zitate der Lesefluss oft ins Stocken geraten, deshalb fehlte mir hier auch die Spannung.

Auch mit den einzelnen Charakteren bin ich nicht warm geworden, sie blieben, wahrscheinlich wegen der Menge, einfach zu blass.

Viele Nebenstränge führten zu keiner befriedigenden Auflösung und auch das Ende der Story blieb aufgrund der Komplexität des Ganzen etwas zu dünn.

Obwohl der Autor hier ein sehr interessantes Thema gewählt hat und seine Recherchen hierzu sicherlich meisterhaft sind, war dieser Thriller nicht mein Geschmack.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Was ist mit ihr los?

Woman Down
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Woman Down war mein erstes Buch von Colleen Hoover und leider kein Treffer für mich. Der Schreibstil ist zwar bildhaft und stellenweise wirklich wortgewandt, aber die Story zieht sich. Auf den ersten 100 ...

Woman Down war mein erstes Buch von Colleen Hoover und leider kein Treffer für mich. Der Schreibstil ist zwar bildhaft und stellenweise wirklich wortgewandt, aber die Story zieht sich. Auf den ersten 100 Seiten passiert gefühlt nichts, was es mir schwer gemacht hat, dranzubleiben.
Die Beziehung zwischen Petra und Nathaniel wirkt obsessiv und toxisch. Oft habe ich mich gefragt, was mit ihr los ist und warum sie sich so sehr auf diesen Mann einlässt. Die Szenen sind detailliert beschrieben, aber für meinen Geschmack unnötig aufgebauscht.
Als Romantic Thriller beworben, kam bei mir weder Romantik noch Thriller Feeling an. Mir fehlte die emotionale Tiefe, die mich in die Figuren hineinzieht.
Gefallen haben mir ein paar überraschende Wendungen, die kurz Spannung reinbringen, aber insgesamt hat das Buch mich nicht überzeugt.
Fazit: Starker Schreibstil, schwache Story. Für mich leider kein Highlight.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Die Macht der Gerüche

Das Parfüm des Todes
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Die Tatortreinigerin Yang Ning hat durch die psychische Belastung nach dem Tod ihres jüngeren Bruders ihren perfekten Geruchssinn fast komplett verloren. Nur wenn sie Tod und Verwesung erschnüffelt, gerät ...

Die Tatortreinigerin Yang Ning hat durch die psychische Belastung nach dem Tod ihres jüngeren Bruders ihren perfekten Geruchssinn fast komplett verloren. Nur wenn sie Tod und Verwesung erschnüffelt, gerät sie in einen wahren Rausch der Gerüche. Eines Nachts nimmt sie einen dringenden Auftrag an, der sehr kurzfristig erledigt werden muss. Viel zu spät merkt sie, dass jemand sie in eine Falle gelockt hat. Sie reinigt einen Tatort, vernichtet alle Spuren und wird dadurch zur Hauptverdächtigen in einem Mordfall.
Leider hat mir dieser Thriller nicht gefallen. Der Plot klang sehr vielversprechend, doch die Sprache der Autorin empfand ich gewöhnungsbedürftig. Die Wechsel der Handlungsstränge innerhalb der Kapitel sind sehr verwirrend. Hier stockte mein Lesefluss und ich musste manche Absätze nochmal lesen um mich wieder zu orientieren.
Stellenweise war die Story zwar fesselnd, aber dadurch, dass ich keinen Zugang zu den Charakteren fand, verlor ich immer wieder den Faden und somit den Lesespaß.
Durch die Hintergründe von Yang Nings psychischer Belastung ist die Atmosphäre in diesem Thriller sehr düster. Nach außen erscheint sie knallhart und immer auf Krawall gebürstet, doch in ihrem Inneren ist sie sehr verletzlich. Der Verwesungsgestank ist für Yang Ning wie eine Droge, denn nur dann läuft sie zur Höchstform auf.
Wer sich zum Lesen dieses Buches entscheidet, sollte sich auf brutale Szenenbeschreibungen mit Ekelfaktor einstellen. Mein Geschmack war es leider nicht.

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