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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2024

Solider Thriller für Zwischendurch

LITTLE LIES – Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht
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Mich hat die Geschichte von Anfang an in seinen Bann gezogen und sie schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, die sich durch das gesamte Buch hindurchzieht. Die Autorin versteht es, die Spannung ...

Mich hat die Geschichte von Anfang an in seinen Bann gezogen und sie schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, die sich durch das gesamte Buch hindurchzieht. Die Autorin versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten, was das Buch zu einem echten Page-Turner macht. Besonders das einsame Haus, in dem die Handlung spielt, verstärkt die unheimliche Stimmung und sorgt für ein intensives Leseerlebnis.
Ein interessantes Element des Buches ist die schrittweise Entfaltung der beiden Frauen. Wobei eine davon durchgehend abweisend ist, was dem ganzen aber das Gewisse extra gibt. Denn beide Frauen haben tief verborgene Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen, was die Spannung zusätzlich erhöht. Diese Charakterentwicklung verleiht der Geschichte Tiefe und sorgt dafür, dass man immer mehr wissen möchte.
Allerdings bleibt die Handlung an einigen Stellen etwas oberflächlich. Man merkt, dass sich Lücken auftun, die jedoch schwer zu identifizieren sind, was beim Lesen einen leichten Beigeschmack der Unvollständigkeit hinterlässt.
Der Schluss des Buches enttäuscht ein wenig. Obwohl er schlüssig ist, fehlt ihm die erhoffte Wucht, die ich nach dem Aufbau der Spannung erwartet hätte. Dennoch bietet "Little Lies" insgesamt gute Unterhaltung und ist für mich ein solider Thriller für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Schöne Vampirgeschichte

Nächte so dunkel
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Nächte so dunkel ist eine typische Vampirgeschichte über eine Gruppe Vampire und ein Mädchen, dass vor lauter Faszination immer mehr in die Gruppe hineinstolpert.
Die Vampire haben dabei recht typische ...

Nächte so dunkel ist eine typische Vampirgeschichte über eine Gruppe Vampire und ein Mädchen, dass vor lauter Faszination immer mehr in die Gruppe hineinstolpert.
Die Vampire haben dabei recht typische Eigenschaften und auch die Gruppe weist bekannte Typen und Dynamiken auf. Bekanntes und angenehmes Terrain sozusagen. Da ist auch für jeden ein Charakter dabei, den man sympathisch findet. Die Inspiration ist dabei schon recht spürbar, und ich bekam richtig Lust mal wieder die Filme zu sehen...
Die Geschichte hat mir ab dem zweiten Teil mehr zugesagt. Hier kommt wesentlich mehr Spannung auf und durch den Perspektivwechsel zwischen Eden und Mel wird die Geschichte plastischer und greifbarer. So erhält man auch wesentlich mehr Einblicke in die bestehende Gruppe und deren Dynamik bzw. Hintergründe.
Der Cliffhanger hat mich etwas geärgert, man fiebert so richtig zum Höhepunkt hin und wird dann hängen gelassen.
Früher hätte ich es auf jeden Fall geliebt, heute ist es nicht mehr ganz mein Ding, aber für Zwischendurch liest es sich einfach gut.

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Veröffentlicht am 09.03.2024

Gute Fortsetzung mit zähen Ende

Fehu - Das Flüstern der Raben (2)
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Band Eins ist so fürchterlich lange her. Ich hatte wirklich große Schwierigkeiten wieder in die Geschichte hinein zu kommen. Bei mehrteiligen Reihen würde ich mir viel öfter eine kurze Rückschau wünschen. ...

Band Eins ist so fürchterlich lange her. Ich hatte wirklich große Schwierigkeiten wieder in die Geschichte hinein zu kommen. Bei mehrteiligen Reihen würde ich mir viel öfter eine kurze Rückschau wünschen. Ein Namensregister hätte mir hier vermutlich auch noch helfen können. Es hat somit wirklich lange gedauert, bis ich wieder einigermaßen mit Namen, Beziehungen und der Story allgemein klar kam. Dafür liest es sich aber schnell und sehr gut. Die Geschichte nimmt gut Fahrt auf und es kommt zu interessanten Begegnungen und Geschehnissen. Was mir allerdings nicht gut gefallen hat, sind die abrupten Abschiede. Gerade sind die beiden Reisenden noch mit anderen in Aktion, dann krasser Cut und sie sind wieder alleine unterwegs. Kein Abschied, sondern einfach weiter. Davor geht es aber tief ins Detail, mit Aussehen und Anschnitten der Geschichten. Passte für mich nicht so ganz zusammen. Es gab auch kurz vor dem großen Finale eine Länge, verbunden mit manch verwirrendem Ortswechsel, auch das Finale war irgendwie stellenweise nicht logisch von Orten und Standorten der Personen. Trotzdem hat es mir bis hierhin gut gefallen. Nur ging es dann noch weiter und das Ende zog sich dann enorm. Alles geht auf einmal sehr schnell und dann gibts nochmal ein kleines Finale. Das hätte irgendwie besser im Folgeband gepasst. Der Plottwist am Ende hat mich aber dennoch überrascht und macht Vorfreude auf den finalen Band.
Die Charaktere haben mir gut gefallen, sie handeln nicht immet stringent und das die Protagonistin auch mal "mehrere" Männer hat, fand ich sehr erfrischend, vor allem weil es dabei nicht in Spice zerfließt.
Bin gespannt auf den dritten Band, der auch zeitnah gelesen wird.

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Veröffentlicht am 05.03.2024

Krummes Holz

Krummes Holz
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Krummes Holz ist für mich ein absolutes Sommerbuch. Drückend und schwer, wie ein heißer Sommer ohne Regen. Cover passt perfekt zum Inhalt.
Anfangs viel es mir schwer es zu lesen, ich habe mich immer wieder ...

Krummes Holz ist für mich ein absolutes Sommerbuch. Drückend und schwer, wie ein heißer Sommer ohne Regen. Cover passt perfekt zum Inhalt.
Anfangs viel es mir schwer es zu lesen, ich habe mich immer wieder zwischen den Zeilen und den Zeitsprüngen verheddert. Nach knapp der Hälfte konnte ich es dann besser ordnen und kam immer besser in die Geschichte hinein. Die Zeit fließt sehr träge dahin, genauso die Geschichte. Vieles wird nur angedeutet und lässt viel Raum zur Interpretation. Generell ist ein wichtiges Thema die Bezeichnung der Charaktere zum Protagonisten, die Schwester, die Oma und der letzte Hofmitarbeiter. Alle verbindet sehr tief etwas, und doch kann es keiner der vier Personen wirklich packen. Es ist verworren und undurchsichtig, doch mit der Zeit kommt immer mehr Licht hinein. Man entdeckt kleine, wichtige Details die das Gesamtbild immer mehr zusammensetzen. Die Charaktere bleiben dabei aber immer etwas entrückt, nicht richtig greifbar. Fast wie ein Flimmern auf heißem Asphalt im Hochsommer.
Mit dem Ende hatte ich so gar nicht gerechnet. Mir hat es gut gefallen, im Sommer kommt die Stimmung vermutlich sogar nochmal besser rüber.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Hätte mehr können

Die Bestimmung
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Na, wer erinnert sich noch an den Dystopie-Hype vor ein paar Jahren? Die Bestimmung ist damals auch erschienen und stand seitdem ungelesen in meinem Regal.

Im ersten Band muss sich Tris für eine der fünf ...

Na, wer erinnert sich noch an den Dystopie-Hype vor ein paar Jahren? Die Bestimmung ist damals auch erschienen und stand seitdem ungelesen in meinem Regal.

Im ersten Band muss sich Tris für eine der fünf Fraktionen entscheiden, die sich nach einem Krieg gebildet haben. Sie wählt die kämpferische Ferrox und verlässt dafür ihre Geburtsfraktion.

Man begleitet sie durch ihre Initiation, was sich stellenweise ziemlich zieht. Das bringt zwar etwas Tiefe für die Ferrox, aber der restliche Weltenbau bleibt eher oberflächlich.

Erst im Finale nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf – leider war ich da schon etwas genervt und habe nur noch quergelesen. Der eigentliche Kern hätte deutlich früher kommen können, der Plottwist wirkt dadurch sehr spät. Bis dahin plätschert es eher vor sich hin: ein paar interessante Ansätze, aber nicht wirklich packend.

Tris funktioniert als Protagonistin ganz gut – ein klassischer Underdog, der sich entwickelt. Teilweise ist sie noch sehr naiv, lernt aber dazu. Die Liebesgeschichte ist eher zart und wirkt stellenweise etwas unglaubwürdig. Four bleibt dagegen ziemlich blass, genauso wie viele andere Figuren.

Insgesamt lässt es sich gut lesen, auch wenn mehr Tiefe drin gewesen wäre. Den zweiten Band werde ich auf jeden Fall noch lesen und dann entscheiden, ob ich die Reihe beende oder abbreche.

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