Wild und atmosphärisch
PartypeoplePARTY PEOPLE
Stefan Sommer
ET: 24.02.26
Ui, da bin ich wieder… Ich habe gerade durchgetanzt, den Beat im ganzen Körper gespürt, der Schweiß lief aus allen Poren – und die Drogen haben ihr Übriges getan. ...
PARTY PEOPLE
Stefan Sommer
ET: 24.02.26
Ui, da bin ich wieder… Ich habe gerade durchgetanzt, den Beat im ganzen Körper gespürt, der Schweiß lief aus allen Poren – und die Drogen haben ihr Übriges getan. Was für ein Ritt, den ich gemeinsam mit dem Ich-Erzähler erlebt habe!
Er ist DJ – entweder ganz oben, vollgepumpt mit allem, was man sich so einwerfen kann, immer an der Grenze zum „Over the Top“, oder ganz unten: vom Leben gelangweilt, einsam und genervt von den Menschen, die es eigentlich nur gut mit ihm meinen.
Stefan Sommer beschreibt das Leben eines Techno-DJs unglaublich intensiv, bildgewaltig und authentisch. Die vielen englischen Dialoge passen perfekt zur Szene und wirken keineswegs aufgesetzt.
Dass der Protagonist nicht besonders sympathisch ist, scheint klar beabsichtigt – und passt meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte. Weniger gefallen hat mir allerdings, dass es keinen durchgehenden Handlungsstrang gibt, sondern eher einzelne Episoden und Momentaufnahmen aus seinem Leben.
Besonders stark fand ich das erste Kapitel: das Intro, wenn der DJ die Bühne betritt, der ganze Park ausrastet, der Boden bebt und die Hände in die Höhe schnellen – das war richtig intensiv und hat mich sofort gepackt.
Fazit:
Ein wilder, atmosphärischer Trip, der mich an meine eigene Techno-Zeit erinnert hat.
Empfehlen würde ich das Buch vor allem jüngeren Leser:innen oder allen, die eine Affinität zur elektronischen Musikszene haben.
3½/5