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Rebecca1120

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vom Kind zur Frau in den Wirren des Krieges

Wiedersehen in Dorset
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Polly Brown wird zu Kriegsbeginn gemeinsam mit anderen Londoner Kindern aufs Land verschickt, um so vor den drohenden deutschen Bombenangriffen sicher zu sein. Dreizehn Jahre, fast noch ein Kind, aber ...

Polly Brown wird zu Kriegsbeginn gemeinsam mit anderen Londoner Kindern aufs Land verschickt, um so vor den drohenden deutschen Bombenangriffen sicher zu sein. Dreizehn Jahre, fast noch ein Kind, aber mit Sicherheit noch keine Frau, steht sie am Zielort und bangt um ihre Zukunft. Wird sie freundliche Aufnahme in ihrer neuen Heimat finden? Wird sie bald ihre Eltern wiedersehen und zurückkehren können?

Wer die Antworten wissen will, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Ich habe mich jedenfalls beim Lesen gut unterhalten gefühlt. Der Autorin ist es gut gelungen die Ängste und Zweifel die Polly während dieser Kriegsjahre durch litten hat zu schildern. Schließlich war sie nicht nur von ihrer Familie getrennt, sie kam auch in eine neue, für sie äußerst vornehme Familie und musste auch noch mit den pubertären Gefühlen klar kommen. Kein leichtes Unterfangen. Ich hätte mir dabei aber Theatralik gewünscht. Das hätte der Geschichte mehr Tiefe gegeben. Polly wird in meinen Augen als ausgesprochen gutmütig, die Fehler und Intrigen der anderen ihr gegenüber immer wieder verzeihend und absolut selbstlos beschrieben. Nicht immer konnte ich mich mit ihren Entscheidungen anfreunden, sie kamen mir unrealistisch vor. Berechnend wie manche Menschen sind (so auch in Pollys Familie) erschien mir dies mehr wie ein Märchen.

Wer eine Geschichte über Jugendliebe in den Wirren des 2. Weltkriegs lesen möchte, dem kann ich dieses Buch durchaus empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wenn Liebe umschlägt

Wald der Toten
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Nachdem die 21 jährige Franny nach deinem Kneipenbesuch nicht nach Hause kommt, denkt die Polizei erst einmal, sie ist aus ihrem bisherigen Leben ausgebrochen und macht sich eine schöne Zeit. Einzig die ...

Nachdem die 21 jährige Franny nach deinem Kneipenbesuch nicht nach Hause kommt, denkt die Polizei erst einmal, sie ist aus ihrem bisherigen Leben ausgebrochen und macht sich eine schöne Zeit. Einzig die Kripobeamtin Miriam glaubt dem besorgten Exfreund und den Eltern….
Der Titel des Buchs hat mich dazu bewogen es zu lesen. Aber so richtig nachempfinden konnte ich die im Buch genannte Begründung nicht.
Das Lesen des Buchs war sehr kurzweilig. Miriam als Hauptakteur in dem Krimi war mir gleich von Anfang an sympathisch, ihr Einfühlungsvermögen, ihre Fähigkeit sich auf neue Dinge einzulassen. Der etwas neugierige Nachbar ihrer Mutter wurde auf sehr schöne Weise mit seinen kautzigen Eigenheiten beschrieben – sehr gut gemacht. Hier fand ich auch die Beschreibung, wie er mittels seines Lehrwissens >ehemaliger Mathematiklehrer< die Funkdaten analysiert und dadurch den Ort des Verstecks ermittelt hat, bemerkenswert. Das fand ich glaubhaft und verständlich dargestellt.
Weniger gefallen hat mir, als auf Seite 79 der Täter ohne Ankündigung/Vorwarnung dem Leser der Täter bekanntgegeben wurde. Das fand ich etwas abrupt, wie ein Bruch beim Lesen und außerdem war da ab diesem Zeitpunkt bei mir die Spannung weg. Bis zum Ende war das dann nur noch die Beschreibung der polizeilichen Ermittlung und ich >der Leser< war außen vor. Schade.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mord oder Unfall?

Brennender Midi
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Strafversetzt in ein kleines Kaff in der Provence muss Capitaine Blanc den Absturz eines Militärflugschülers mitten in einen Olivenhain klären. War es ein Unfall? War es Mord?
Als kurz darauf auch noch ...

Strafversetzt in ein kleines Kaff in der Provence muss Capitaine Blanc den Absturz eines Militärflugschülers mitten in einen Olivenhain klären. War es ein Unfall? War es Mord?
Als kurz darauf auch noch ein Arbeiter im gleichen Olivenhain erstochen aufgefunden wird, glaubt Blanc nicht mehr an einen Unfall. Aber wie hängen diese beiden Toten zusammen? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang? Wer das wissen möchte, sollte diesen Krimi unbedingt lesen.
Dem Autor merkt man beim Lesen an, dass er verliebt ist in diese französische Landschaft. In meinen Augen ist eer dabei aber etwas zu detailliert auf die Beschreibungen der Landschaft und der darin eingebetteten Ruinen eingegangen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich diese Textpassagen überflogen, denn ich wollte ja wissen, wie die polizeilichen Ermittlungen vorangehen. Denn auf der anderen Seite ist es Cay Rademacher in meinen Augen sehr gut gelungen Spannung bei der Beschreibung der Ermittlungen und darin enthaltene Unklarheiten sowie Widersprüche aufzubauen. Capitain Blanc, auf’s berufliche Abstellgleis geschoben, handelt dabei nicht immer nach Dienstvorschrift. Geschickt manipuliert er Vorgesetzte, Verdächtige und Kollegen. Ich habe beim Lesen sein Tun bewundert und genossen, der Typ ist mir ans Herz gewachsen. Womit ich mich allerdings schwer getan habe, sind die französischen Namen wie auch die oftmals in Kursivschrift eingefügten französischen Vokabeln. Für die Namen gab es im Anhang ja eine Auflistung, für die Vokabeln hätte ich mir das auch gewünscht, denn oftmals hat sich mir deren Bedeutung beim Lesen nicht erschlossen. Gut gefallen hat mir die Komik in einigen Wortgefechten.
Insgesamt finde ich das Buch recht unterhaltsam und gebe 3 Sterne.

Veröffentlicht am 12.04.2026

kam kaum Spannung auf

Bachelorette Party
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Annelieses Junggesellenabschied soll ein unvergessliches Erlebnis werden. Gemeinsam mit ihr wollen Mikaela, Natalie, Caroline, Lena und Theresa 4 Tage auf der unbewohnten kleinen Insel Isle Blind in dem ...

Annelieses Junggesellenabschied soll ein unvergessliches Erlebnis werden. Gemeinsam mit ihr wollen Mikaela, Natalie, Caroline, Lena und Theresa 4 Tage auf der unbewohnten kleinen Insel Isle Blind in dem neu erbauten Boutique-Hotel verbringen. Alles ist durchgeplant. Nur leider kommt alles ganz anders…
Hört sich spannend an und trotzdem konnte ich mich für den Thriller nicht erwärmen. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, was ich durchaus mag. Aber hier fühlte ich mich mit den Andeutungen auf das Unglück vor 10 Jahren und den aktuellen Ereignissen zu lange im Dunkeln gelassen. Gefühle, Gedanken, Zweifel der Hauptfigur Theresa wurden so ausgebreitet, dass Spannung kein Change hatte sich zu entwickeln. Wie das Leben der künftigen Braut und ihrer Freundinnen beschrieben wird, hat sie mir nicht unbedingt sympathisch erscheinen lassen. Auf keinen Fall wie beste Freundinnen, die einen Junggesellinnenabschied feiern. Irgendwie hatte jeder etwas zu verbergen, die Interessen lagen so weit auseinander, dass bei ihnen gar kein Wir-Gefühl aufkam.
Erst am Ende, als der Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Gegenwart erkennbar wird, hat sich bei mir etwas Spannung aufgebaut. Aber der Weg dahin war sehr mühsam. Darum gebe ich auch nur 2,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

es zieht sich hin

Das gute Leben
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Christina hat ihr Leben in Berlin eingerichtet. Darum will sie nun nach dem Tod von Großmutter Anni, deren Haus sie erbt hat ausräumen und dann verkaufen. Aber es kommt alles anders. Christina ist bei ...

Christina hat ihr Leben in Berlin eingerichtet. Darum will sie nun nach dem Tod von Großmutter Anni, deren Haus sie erbt hat ausräumen und dann verkaufen. Aber es kommt alles anders. Christina ist bei Oma Anni in Nürnberg aufgewachsen und als sie nun deren Sachen durchsieht, kommen viele alte Erinnerungen wieder hoch…
Es ist eine Geschichte über 4 Frauen, deren Leben sicher nicht einfach war. Einige der Frauen haben den Aufbruch und einen Neuanfang fern der alten Heimat versucht. So auch Anni, die Hauptfigur. Es ist ein Weg mit vielen Höhen und Tiefen auf dem sie mehrmals über die Rückkehr nach Rumänien nachgedacht hat. Leider hat es die Autorin nicht geschafft, mich mit dieser sehr traurigen Familiengeschichte einzufangen. Die Figuren bleiben emotional außen vor. Für keine konnte ich Sympathien entwickeln. Das lag sicher auch am Schreibstil. Als Ich-Erzählerin wird Vergangenes wachgerufen und man merkt beim Lesen am Anfang der Kapitel und Absätze nicht gleich, wer der Erzähler ist - Anni oder ihre Enkelin. Was mir außerdem nicht gefallen hat, sind die sehr langen Schachtelsätze. Ich habe es an einer Stelle mal nachgezählt. Da werden 81 Wörter mit 6 Kommata und sechsmal „und“ zu einem Satz verbunden. Ich fand das anstrengend zu lesen. Irgendwann hat die Autorin mich dabei als aufmerksame, neugierige Leserin verloren. Schade, denn die Geschichte selbst hat Potential. Darum gebe ich auch nur 2,5 Lese-Sterne.

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