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Veröffentlicht am 02.05.2026

Liz Tomforde ist für mich die Queen der Sports-Romance!

In Her Own League
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"Eines Tages wirst du sehen, was ich sehe, Reese: Dieser Mann dort ist nicht nur ein fantastischer Manager, sondern auch charakterlich ein wahres Juwel."

Inhalt:

Er ist es gewohnt, der Boss zu sein. ...

"Eines Tages wirst du sehen, was ich sehe, Reese: Dieser Mann dort ist nicht nur ein fantastischer Manager, sondern auch charakterlich ein wahres Juwel."

Inhalt:

Er ist es gewohnt, der Boss zu sein. Aber sie spielt in einer anderen Liga …

Als erste weibliche Teambesitzerin einer Profi-Baseballmannschaft darf Reese Remington sich keine Fehler erlauben. Die Öffentlichkeit – vor allem ihre männliche Konkurrenz – beäugt sie ohnehin schon kritisch. Auch Cheftrainer Emmett Montgomery ist nicht begeistert von der Neubesetzung.

Er hat das Team jahrelang auf seine Weise geführt. Doch auf langen Busfahrten, in Hotelbars und im Schein des Flutlichts weichen die anfänglichen Machtkämpfe der beiden bald tiefen, vielsagenden Blicken. Es knistert heftig – und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel als eine perfekte Saison …

Meinung:


Liz Tomforde ist für mich die Queen der Sports-Romance! Denn ihre Bücher vereinen perfekt einen mitreißenden Schreibstil mit herzerwärmenden Protagonisten, die zu einer Familie werden.

Kennt ihr diese Bücher, von denen man jetzt schon weiß, dass man sie nie vergessen wird? Genau so geht es mir mit dieser absoluten Herzensreihe. Deshalb weiß ich auch gar nicht so genau, wie ich diese Rezension schreiben soll, denn diese Bücher haben sich mit jedem Band mehr und mehr in mein Herz geschlichen. Und jetzt muss ich all die Charaktere leider auch schon wieder ziehen lassen, was mir alles andere als leicht fällt. Umso schöner war es zu lesen, wie Reese und Emmett ihr eigenes Happy End schreiben konnten, das sich bereits in den vorherigen Bänden angedeutet hat.

Das Cover ist dabei in meinen Augen sehr hübsch gestaltet worden. Ich liebe einfach die Skyline im Hintergrund, die gezeichneten Protagonisten auf dem Spielfeld sowie die Schrift als Hingucker wirklich sehr.

Und auch der Schreibstil von Liz Tomforde war wieder so grandios! An vielen Stellen poetisch, humorvoll und locker leicht zugleich, wobei auch die wichtigen Themen nicht zu kurz kommen. Auch die unterschwelligen Botschaften fand ich so wunderschön in die Handlung integriert.

Reese ist dabei seit diesem Jahr die neue Chefin des Clubs und löst damit ihren Großvater ab, was nicht nur auf positive Stimmen stößt. Doch ich habe ihren Charakter einfach so geliebt, weil sie sich all den möglichen Problemen in den Weg stellt und so vor allem für viele Frauen in diesem männerdominierten Bereich ein großes Vorbild ist.

So fand ich ihr Auftreten und ihre Art wirklich unglaublich sympathisch und greifbar. Sie gibt auch definitiv nicht auf, auch wenn es schwierig erscheinen mag, was sie in meinen Augen auch sehr ausgezeichnet hat.

Und Emmett ist und war schon immer für mich der absolute Good Guy. Wie er sich um seine Tochter gekümmert hat und sich selbst dabei auch mehr als einmal hinten angestellt hat, hat mir so gut gefallen. So erfahren wir auch mehr über seine Vergangenheit und wie er der Mann geworden ist, der er jetzt ist.

Nach außen hin wirkt er wie der grumpy Typ, doch das ist er auf keinen Fall, denn er hat das Herz definitiv am richtigen Fleck. Denn für andere und vor allem sein Team würde er wirklich alles geben.

Die Liebesgeschichte der beiden ist in einem angenehmen Tempo erzählt, denn von Anfang an ist da eine Spannung, der sie sich nicht entziehen können. Dennoch dürfen sie eigentlich nicht zusammen sein. Doch diese Konfliktpunkte, der Sport rund um Baseball und die versteckten Bedeutungen waren einfach so unglaublich toll.

Denn die Autorin fängt den Vibe, die Leidenschaft und den Ehrgeiz des Sports in meinen Augen so so gut ein, sodass ich mir alles direkt selbst bildlich vorstellen konnte.

Generell hat die Handlung dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Denn nicht nur die hitzigen Momente, sondern auch die sehr einfühlsamen, wie die Hochzeit von Miller und Kai zusammen mit Max sind mir total im Kopf hängen geblieben. Generell fand ich die Szenen sehr einprägsam und ich bin mir sicher, die eine oder andere werde ich auch nicht mehr so schnell vergessen!

Zudem war es einfach richtig toll, auf all die Charaktere aus den vorherigen Bänden zu treffen und so auch ihre eigenen Entwicklungen zu erleben. Denn wie sie selbst sagen, sind sie eine große Familie, ohne richtig verwandt zu sein.

Und so werde ich all die Protagonisten einfach so unglaublich vermissen. Deshalb kann ich nur für die gesamte Reihe eine absolute Leseempfehlung aussprechen! Denn sie ist mit Abstand meine absolut liebste und "In Her Own League" definitiv wieder ein Jahreshighlight.

Umso mehr freue ich mich jetzt auf die neuen Bücher, die von Liz Tomforde noch in den nächsten Jahren erscheinen werden. Denn sie hat einfach ein absolutes Talent!

Veröffentlicht am 18.04.2026

Wunderschön, Schmerzhaft und mit ganz viel Poesie

Wild Reverence
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Titel: Wild Reverence
Autorin: Rebecca Ross
Verlag: LYX
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 816 Seiten
Übersetzerin: Ulrike Gerstner


Inhalt:

Eine junge Göttin, die in Träumen wandelt.

Ein sterblicher Lord, ...

Titel: Wild Reverence
Autorin: Rebecca Ross
Verlag: LYX
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 816 Seiten
Übersetzerin: Ulrike Gerstner


Inhalt:

Eine junge Göttin, die in Träumen wandelt.

Ein sterblicher Lord, der seine Heimat beschützen muss.

Ihre Liebe wird die Welt der Götter für immer verändern - oder sie vernichten.

Matilda lebt als jüngste Göttin im Untenreich in ständiger Gefahr vor den Grausamkeiten der Götter. Denn sie birgt ein Geheimnis: Sie hat Gefühle für einen Sterblichen. Als Kind hat sie sich mit Vincent, dem Sohn eines Lords, angefreundet. Doch um ihn vor den Göttern zu schützen, nimmt Matilda Abstand von der Menschenwelt, bis Vincent in Lebensgefahr schwebt und sie nicht anders kann, als ihm zu Hilfe zu eilen. Vincent, inzwischen selbst ein attraktiver, aber kalter Lord, steht kurz vor der Schlacht um seine Heimat. Und Matilda ist die Einzige, die ihm helfen kann — indem sie sich als seine Ehefrau ausgibt. Doch hat eine Liebe zwischen einer Göttin und einem Sterblichen überhaupt eine Chance?



Meine Meinung:

Nachdem mir bereits die “Letters of Enchantment”-Dilogie von Rebecca Ross wahnsinnig gut gefallen hat, habe ich mich riesig darauf gefreut dieses Prequel zu lesen.

Das Cover finde ich unglaublich schön. Ich mag die Farbgebung, die Blumen und vor allem die Darstellung der Charaktere. Zudem finde ich passt es auch sehr gut zur Dilogie und kann trotzdem für sich allein stehen. Auch der Farbschnitt greift die Blumen und die Farben wieder auf und ist für mich ein echtes Highlight.

Matilda konnte mich schnell von sich begeistern, einfach weil sie eine absolut starke Protagonistin ist, die sich nicht unter kriegen lässt und sich allen Herausforderungen stellt die ihr in den Weg gelegt werden. Sie macht hier eine tolle Entwicklung durch und lernt vor allem sehr viel über sich selbst.

Vincent war mir auch relativ schnell sympathisch. Er ist jemand auf den man sich verlassen kann und der immer an Matildas Seite steht. Seine Gefühle für Matilda waren so echt und greifbar, er würde einfach alles für sie tun und so hatte das Buch durch ihn auch einiges an yearning gehabt, wofür ich im Moment eine große Schwäche habe.

Die Handlung hat mir gut gefallen, wobei wir hier eine echte Slow Burn Romance haben, wodurch man wirklich mitbekommen hat, wie sich die Gefühle entwickelt haben. Sowohl Matilda als auch Vincent lernen viel übereinander als auch ihre jeweiligen Welten, müssen sich Herausforderungen stellen und lernen, was es bedeutet zusammen zu sein. Dabei ist es eigentlich verboten für einen Gott mit einem Sterblichen zusammen zu sein. Aus diesem Grund darf die Liebe zwischen Matilda und Vincent eigentlich nicht existieren. Doch ihre Verbindung war von Anfang an spürbar, zu sagen, dass sie füreinander geschaffen sind, ist wahrscheinlich noch eine Untertreibung.

Die gesamte Handlung hat mich einfach komplett in ihren Bann ziehen können. Es geht hier nicht allein um Matilda und Vincent, sondern es gibt so viel mehr das eine Rolle spielt. Es geht um Krieg, um Menschen, die überleben wollen, um Schmerz, Vertrauen und um die Regeln der Götter. Es hat teilweise wirklich wehgetan die Geschichte zu lesen, doch jede einzelne Seite war es absolut wert.

Der Brief von Vincent hat mich zudem tief berühren können, er war voller Poesie, Schmerz und Schönheit und hat mir Tränen in die Augen gebracht. Vor allem empfand ich, dass es in gewisser Weise eine sehr schöne Verbindung zur "Letters of Enchantment"-Dilogie war.

Es gab auch einige großartige Charaktere, die mich absolut neugierig machen konnten. Gerade Adria und Bade haben es geschafft, dass ich mir wünschen würde, dass Rebecca Ross noch ein weiteres Buch aus der Welt schreiben würde. Bade war generell einer meiner liebsten Charaktere in diesem Buch. Er ist einfach eine so besondere Person und so fand ich gerade die Momente zwischen ihm und Matilda unglaublich toll.

Ich fand es auch richtig spannend wieder in die Welt zurückzukehren, die hier natürlich in gewisser Weise auch eine andere war, einfach weil sie so viele Jahre vor den Geschehnissen aus “Divine Rivals” und “Ruthless Vows” spielt. Dennoch waren die Beschreibungen von Rebecca Ross einfach nur fantastisch, so dass es für mich ein leichtes war mir alles gut vorzustellen. Zudem empfand ich die Beschreibungen auch noch magischer, da wir hier noch viel involvierter sind, wenn es um die Götter geht, was für mich ein echtes Highlight des Buches war. Von mir aus kann die Autorin auch gerne noch weitere Bücher aus der Welt schreiben, da ich einfach absolut begeistert von dieser bin. 

Der Schreibstil von Rebecca Ross ist magisch, emotional und konnte mich auf so viele unterschiedliche Weisen berühren und mich alles um mich herum vergessen lassen. Ich war fasziniert von den Charakteren und war absolut gefangen von der spannenden Handlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2026

Beeindruckende Welt

Terror at the Gates
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Titel: Terror at the Gates
Autorin: Scarlett St. Clair
Verlag: LYX
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 528 Seiten
Übersetzerin: Silvia Gleißner


Inhalt:

Sie ist der Anfang und das Ende.Sie ist Frieden und Chaos.Sie ...

Titel: Terror at the Gates
Autorin: Scarlett St. Clair
Verlag: LYX
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 528 Seiten
Übersetzerin: Silvia Gleißner


Inhalt:

Sie ist der Anfang und das Ende.Sie ist Frieden und Chaos.Sie ist der Schrecken, der an die Tore klopft.

Lilith Leviathan hat ihrer mächtigen Familie den Rücken gekehrt. Sie will sich nie wieder kontrollieren lassen und findet Zuflucht in Nineveh, dem sündigsten Bezirk der heiligen Stadt Eden. Dort hält sie sich mithilfe ihrer Magie und kleinen Diebstählen über Wasser — bis sie in den Besitz eines rätselhaften Dolches gelangt, der uralte bedrohliche Mächte weckt, die lange schon hätten ruhen sollen. In ihrer Not wendet sie sich an den einzigen Mann, der ihr je etwas bedeutet hat: Zahariev, den ebenso mächtigen wie gefährlich faszinierenden Herrscher von Nineveh. Lilith war schon immer seine einzige Schwäche und während sie die düstere Wahrheit hinter dem Dolch und ihrer gesamten Welt aufdecken, spüren sie, dass da schon längst mehr zwischen ihnen ist als bloße Freundschaft ...



Meine Meinung:

Das Cover vom ersten Band der neuen Reihe von Scarlett St. Clair ist ein absoluter Traum. Ich mag die Kombination aus rosa, schwarz und gold, was ein richtiger Hingucker ist. Gerade der Farbschnitt passt auch so gut dazu. Vor allem hat der LYX Verlag sich auch wieder wahnsinnig viel Mühe mit dem Cover unter dem Schutzumschlag gegeben. Auch finde ich gibt es viele kleine Symbole auf dem Cover die großartig zur Geschichte passen. 

Lilith ist eine starke Protagonisten, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Sie hat für mich eine großartige Entwicklung durchgemacht, was vor allem daran lag, dass ich sie am Anfang relativ naiv fand, was sich zum Glück geändert hat. Ihre Magie, gerade in einer Welt in der Frauen sehr stark unterdrückt werden, fand ich sehr interessant und hat einen Kontrast in die Geschichte gebracht.

Zahariev konnte mich schnell von sich überzeugen. Ich fand es toll, wie er mit Lilith umgegangen ist, wie er sie unterstützt hat und zu ihr gehalten hat. Dennoch hat auch eher eine dunkle Seite und ist keinesfalls perfekt. Gerade deswegen habe ich ihn aber auch als sehr spannenden und vielschichtigen Charakter wahrgenommen.

Die Handlung hat mich schnell überzeugen können. Ich fand es interessant, dass Lilith und Zahariev sich schon vorher kannten, sich nun aber nochmal richtig kennenlernen. Von Anfang an war da eine gewisse Anziehung zwischen den beiden, aber sie haben komplett unterschiedliche Rollen und Positionen in der Gesellschaft, was für eine spannende Dynamik sorgt. Dennoch habe ich total mitgefiebert und fand ihre gemeinsamen Szenen richtig toll. Sie lernen sich besser kennen und so entwickeln sich langsame echte Gefühle zwischen ihnen.

Auch der Dolch, der an Lilith geraten ist, spielt hier eine wichtige Rolle und hat mich sehr fasziniert. Es gab einige Wendungen, die mich überraschen konnten und auch das Ende des Buches hatte einen schlimmen Cliffhanger, weswegen ich unbedingt ganz dringend Band Zwei lesen möchte. Zudem sind bei mir auch noch so einige Fragen offen, auf die ich ganz dringend Antworten haben möchte.

Generell hat die Geschichte für mich einige sehr tiefgründige Themen angesprochen, vieles hinterfragt und gerade die Position der Frau auch auf eine Weise dargestellt, die mich sehr wütend gemacht hat. Sie sind eigentlich diejenigen, die Macht haben, aber vollkommen abhängig von Männern bzw. werden sie von diesen unterdrückt. Einfach weil die Welt so aufgebaut ist. Somit bin ich schon sehr gespannt in welche Richtung sich die Geschichte im Laufe der Reihe entwickeln wird und hoffe auf so einige Veränderungen.

Die Welt, die Scarlett St. Clair hier geschaffen hat, fand ich wirklich absolut krass. Ich fand es so spannend, wie die Welt von tiefgreifenden patriarchalen Strukturen geprägt ist. Auch die tiefe Verbindung zu Religion und der Kirche fand ich sehr gut umgesetzt und war etwas, dass ich auf diese Weise im Fantasybereich auch noch nicht gelesen habe. Dabei hatte die Geschichte für mich auch einige sehr reale Elemente, die mich in diesem Buch zum nachdenken gebracht haben. Zudem fand ich auch die Aufteilung in die verschiedenen Bezirke von Eden ein sehr interessantes Element. Außerdem hatte das Buch eine sehr packende, manchmal auch bedrückende und düstere Atmosphäre, die ihren Teil zu Spannung des Buches beigetragen hat.

Der Schreibstil von Scarlett St. Clair war absolut großartig. Ich kam schnell in die Geschichte rein und fand sie auch wahnsinnig spannend. Die Emotionen sind gut rübergekommen und vor allem habe ich sehr mit den Charakteren mitgefiebert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2026

Beeindruckendes Werk

Half His Age
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Titel: Half his Age
Autorin: Jennette McCurdy
Verlag: Blumenbar
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 331 Seiten
Übersetzerin: Olivia Kuderewski


Inhalt:

Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. ...

Titel: Half his Age
Autorin: Jennette McCurdy
Verlag: Blumenbar
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 331 Seiten
Übersetzerin: Olivia Kuderewski


Inhalt:

Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut?

Ein witziger, trauriger und fesselnder Roman über Sex, Konsum, Klassenunterschiede, Begehren, Einsamkeit, das Internet, Wut, Intimität, Macht und die (oft völlig fehlgeleiteten) Kraftakte, die wir auf uns nehmen, um das zu bekommen, was wir wollen.



Meine Meinung:

Nachdem ich bereits vor einigen Jahren “I’m glad my mom died” von Jennette McCurdy gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk, das dieses Mal eher in die literarische und nicht die autobiografische Richtung ging. 

Das Cover finde ich spannend. Es ist nicht das wonach ich normalerweise direkt greifen würde, passt aber sehr gut zum Genre und spricht meiner Meinung nach auch gut die Zielgruppe an. Es wirkt zudem leicht provokant was auch sehr gut zu Waldo, unserer Hauptprotagonistin passt.

Waldo ist eine Protagonistin von der ich mir sicher bin das nicht jeder sie mögen wird. Sie sucht nach sehr viel Bestätigung, was sie selbst auch merkt, aber diese Bestätigung ist nicht unbedingt gesund. Trotzdem ist sie auch jemand, durch den viele aktuelle Themen aufgegriffen werden, wodurch sie eine spannende Repräsentationsfigur ist. Sie ist niemand mit dem man, oder zumindest ich mich gut identifizieren konnte, aber trotzdem ist sie eine Teenagerin, mit Problemen und Sorgen, die doch sehr greifbar waren und durch die man sie besser verstehen konnte.

Die Geschichte hat sich auf schonungslos ehrliche Weise entwickelt und konnte mich oftmals sehr überraschen. Hier wurde nichts zurückgehalten. Die Charaktere waren absolut unperfekt und haben mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihrem Bann behalten. Für mich ist das Buch eine echte Coming-of-Age Geschichte, mit einer sehr komplexen Teenagerin, die in gewisser Weise auch auf der Suche nach sich selbst ist. Für mich hatte das Buch sehr viel Tiefe, hat sich aber auch extrem um Waldo gedreht, so dass man nicht zu viel Handlung erwarten sollte. Dennoch war es gerade die Tiefe des Buches, die mir sehr gefallen hat und die mich persönlich auch zum Nachdenken gebracht hat. Das Buch erzählt die Geschichte einer Teenagerin auf absolut ungeschönte Weise und ist dabei brutal, manchmal fast schon schmerzlich ehrlich. Es ist keine Liebesgeschichte, gerade weil man selbst auch weiß wie falsch die Affäre zwischen Waldo und ihrem Lehrer Mr. Korgy ist, will man auch gar nicht das es sich zu einer entwickelt. Umso spannender war es für mich aber auch zu verfolgen, wie Waldo vor allem versucht nicht allein zu sein, wie sie gewollt werden will und wie falsch es ist, wie sie von ihrem Lehrer behandelt wird. Es legt hier auf schonungslose Weise da, wie Machtmissbrauch passieren kann und wie abhängig gerade eine junge Teenagerin werden kann.

Für mich war "Half his Age" ein echtes Jahreshighlight, voller Emotionen, Themen, die unter die Haut gehen, gefüllt von aktuellen Debatten und mit einer Teenagerin, die keine Identifikationsfigur ist, aber an deren Beispiel gezeigt wird, wie Machtmissbrauch passiert. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht mit Passagen, die ich nicht so schnell vergessen werden und auch Momenten, die mich zum nachdenken gebracht haben. Ich freue mich somit jetzt schon auf das nächste Werk der Autorin.

Jennette McCurdy schreibt hier auf absolut beeindruckende Weise und erzählt die Geschichte von einer jungen Frau, die in gewisser Weise auch auf der Suche nach sich selbst ist. Der Schreibstil ist greifbar, echt, geht teilweise unter die Haut, hat manchmal poetische Elemente und konnte mich einfach sehr begeistern. Ich denke dass dieser Roman nicht etwas für jeden sein wird, aber wenn man dem Buch eine Chance gibt und sich wirklich darauf einlässt, kann man hier ein wirklich großartiges und beeindruckendes Werk lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein unglaublich gutes Buch!

Deeply Forbidden
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"Du bist noch nie gescheitert, Gia, aber du wirst scheitern, meine Liebe zu dir zu wecken."

Inhalt:

Gia Bennett ist verzweifelt. Damit ihre Mutter an einer medizinischen Studie teilnehmen kann, braucht ...

"Du bist noch nie gescheitert, Gia, aber du wirst scheitern, meine Liebe zu dir zu wecken."

Inhalt:

Gia Bennett ist verzweifelt. Damit ihre Mutter an einer medizinischen Studie teilnehmen kann, braucht die persönliche Assistentin ausgerechnet die Kontakte ihres Bosses Tatum Blackthorn. Aber der skrupellose Geschäftsmann stellt eine Bedingung: Gia soll seine Frau werden!

Auch wenn Tate für Gia der Teufel in Person ist, war da schon immer diese unwiderstehliche Anziehung zwischen ihnen. Deshalb stimmt Gia der Heirat zu, und was als ein Deal begann, wird schon bald zu so viel mehr. Doch eine Ehe mit Tate ist gefährlich, denn er hat Rache an der Mafia geschworen. Und Gia wird mitten in einen Bandenkrieg gezogen, der nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Leben in Gefahr bringt ...

Meinung:

Jedes Buch von L. J. Shen zu lesen fühlt sich an, als würde man in einen tosenden, gefährlichen Strudel gezogen werden, der Spannung, gebrochene Charaktere und eine unglaubliche Handlung verspricht!

Auch wenn mit diesem Band leider schon wieder eine unglaublich gute Reihe endet, habe ich mich dennoch sehr gefreut, mit “Deeply Forbidden” ein letztes Mal auf all die Protagonisten zu treffen und die verbotene Geschichte rund um Gia und Tate zu lesen. Und diese hält wirklich einiges bereit!

Von der Gestaltung her passt sich der Titel den anderen Büchern der Reihe an. Ich mag die dunklen Farben sehr, finde aber auch die Blumen super schön, die sich noch einmal in der Innengestaltung aufgreifen. Aus diesem Grund hätte ich mir das Buch definitiv auch nur aufgrund der Optik gekauft. So entsteht insgesamt auf jeden Fall ein total ansprechendes Gesamtbild, wie ich es bereits von den Büchern des LYX Verlages kenne.

Zudem ist der Schreibstil von L. J. Shen wieder einmal sehr mitreißend, authentisch und dennoch an den richtigen Stellen poetisch gewesen, sodass ich die Geschichte gar nicht mehr aus der Hand legen wollte, nachdem ich einmal angefangen habe zu lesen.

Bereits durch die vorherigen Bände lernte ich die beiden Charaktere kennen. Gia ist dabei eine resolute, ehrliche Protagonistin, die sich um ihre Mutter sorgt und für sie alles geben würde.

Gleichzeitig musste sie für ihren Chef, also Tate, in der Vergangenheit wirklich einiges überstehen. Wobei man auch spürt, das sie den Job bis zu einem gewissen Grad gerne gemacht hat. Ihre Entwicklung im Verlauf des Buches, wie sie dann doch das findet, was ihre Bestimmung ist und sie glücklich macht, hat mir gut gefallen.

So lässt Gia sich dennoch auf diesen nicht gerade moralischen Deal mit Tate ein. Er ist eisern, absolut hart und unerreichbar. Seine Beweggründe waren auf jeden Fall sehr eigensinnig. Dennoch hatte er auch etwas an sich, dass einen absolut fasziniert und nicht mehr loslässt.

Gia ist die einzige, die sein Herz ansatzweise zum Schmelzen bringen kann. Mit der Zeit offenbart sich dabei auch sein sehr gebrochener Charakter, denn das, was er durchstehen musste, ist keinesfalls leicht. Ich fand, da wurde noch einmal mehr deutlich, warum er der Charakter war, der er nun einmal war.

Die einzelnen Puzzleteile vereint L. J. Shen so in einer spannenden Handlung, die einige düstere Momente rund um die Mafia bereithält, in der sich Tate mehr und mehr verstrickt. Aber auch tieftraurige, rund um Gias Mutter sowie wundervoll schöne, als sich die anfängliche Fake-Hochzeit zu so viel mehr entwickelt.

Die Handlung hat mich definitiv packen und mitreißen können, weil sie alles andere als perfekt war und ich dennoch immer wieder neu überrascht wurde. Auch der Tiefgang der Geschichte hat mir so gut gefallen und zeichnet die Romane der Autorin für mich auch immer sehr aus.

Dabei ist die Dynamik der beiden in meinen Augen sehr eigensinnig und dennoch richtig gut eingefangen worden. Denn aus Hass kann definitiv auch Liebe werden, dass beweisen sie sehr gut. Gleichzeitig kennen sie sich ja schon so lange und ihre Schicksale sind stärker umwoben, als man anfänglich vielleicht vermuten würde. Denn mit diesem Plot-Twist habe ich ehrlicherweise irgendwie nicht so ganz gerechnet.

Zudem fand ich es noch einmal super schön auf all die Charaktere aus den vorherigen Bänden zu treffen, die auch diesen Teil wieder ganz besonders gemacht haben. Zudem sieht man natürlich auch, wohin sie sich entwickeln haben.

Wer also noch auf der Suche nach einer richtig guten Romance mit etwas darkeren Elementen ist, der sollte sich unter Beachtung der Triggerwarnung dieses Buches und die gesamte Reihe auf jeden Fall etwas näher ansehen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine große Empfehlung!

Ich freue mich derweil auf alle weiteren Bücher der Autorin, die noch erscheinen werden. Auch wenn ich die Protagonisten und die einzelnen Bücher ehrlicherweise eigentlich noch gar nicht gehen lassen möchte.