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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Düstere und intensive Romantasy mit Schwächen

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Nizzara leidet unter ihrem tyrannischen Vater, dem König, der sie sogar unter Zwang verheiraten will. Um diesem Schicksal zu entkommen, trainiert sie hart für ein Duell auf Leben und Tod, dessen Gewinner ...

Nizzara leidet unter ihrem tyrannischen Vater, dem König, der sie sogar unter Zwang verheiraten will. Um diesem Schicksal zu entkommen, trainiert sie hart für ein Duell auf Leben und Tod, dessen Gewinner einen Wunsch äußern darf.
Währenddessen versucht Deathwalker Dagen seine Freiheit zurückzuerlangen, indem er im Tausch dem Gott des Todes Nizzaras Seele aushändigt. Doch sie muss ihm aus freien Stücken gegeben werden. Kann er ihr Vertrauen gewinnen?

Mit diesem ersten Band bin ich mit großen Erwartungen in den Auftakt der „Merciless Realms“-Dilogie von Cortney L. Winn gestartet. Eine fesselnde Romantasy, die den Fokus auf das Schicksal von Protagonistin Nizzara und ihre emotionale Verstrickung mit dem geisterhaften Dagen legt, der zwischen den Welten wandert und ihr Vertrauen gewinnen muss. Die Tension zwischen den beiden ist intensiv und hat mich tief berührt.

Nizzara ist eine starke und mutige Figur, die - ähnlich wie Dagen - ihre Freiheit anstrebt. Durch die Ich-Perspektiven beider Charaktere, habe ich die Handlung und das Gefühlsleben als plastisch und dreidimensional erlebt. Allerdings hätte ich mir mehr Worldbuilding gewünscht und eine klarere Struktur der Story.

Gepackt hat mich vor allem die Romance, die gekonnt mit den Emotionen des Lesers spielt. Die Autorin beweist großes Talent im Erschaffen einer düsteren, teils sehr brutalen Atmosphäre und dem Zeichnen vielschichtiger Protagonisten. Das Drumherum hat dadurch etwas gelitten, aber die Spannung blieb. Am Ende wartet ein fieser Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

Veröffentlicht am 25.04.2026

Royales Finale 👑

Broken Prince
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Mit „Broken Prince“ geht Anya Omahs „Northern-Royals“-Dilogie nahtlos ins spannende Finale über. Noch immer ist Protagonistin Sofia auf der Suche nach ihrer verschollenen Freundin und schlittert von einer ...

Mit „Broken Prince“ geht Anya Omahs „Northern-Royals“-Dilogie nahtlos ins spannende Finale über. Noch immer ist Protagonistin Sofia auf der Suche nach ihrer verschollenen Freundin und schlittert von einer Gefahr in die nächste. Dabei ist es nicht gerade hilfreich, dass ihre Gefühle für Kronprinz Maximilian immer stärker werden …

Was für ein unterhaltsamer Abschluss einer spannenden Dilogie rund um die Royals von Skonien. In diesem Band mochte ich Sofia lieber als im ersten und fand überhaupt, dass einem die Charaktere nochmal richtig ans Herz gewachsen sind. Stichwort Oma Edda! Die Handlung hat mich dagegen etwas weniger überzeugen können. Gerade die Auflösung zum Verschwinden von Sofias Freundin fand ich schwierig, aber ich konnte einiges verzeihen, weil die Story spannend geschrieben ist und der Unterhaltungswert trotz Schwächen gegeben ist.

Anya Omahs Schreibstil ist wieder schön flüssig und eingängig und konnte die Spannung gut transportieren. Wobei zu meiner eigenen Begeisterung vor allem die großartigen Sprecher Chantal Busse und Vincent Fallow beigetragen haben. Beide haben tolle Stimmen, lesen klar, gut betont und lebhaft. Es war eine Freude, ihnen dabei zuzuhören! Ein insgesamt hörenswertes Hörbuch, das nicht perfekt ist, aber gut unterhält.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Vielschichtig und komplex 🌓 🚀

Frau im Mond
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Der Einstieg ins Buch fiel mir ehrlicherweise nicht ganz leicht und obwohl ich ein Fan von großen Familiensagas bin, konnte mich „Frau im Mond“ letztlich nicht komplett überzeugen und mitreißen. Wir folgen ...

Der Einstieg ins Buch fiel mir ehrlicherweise nicht ganz leicht und obwohl ich ein Fan von großen Familiensagas bin, konnte mich „Frau im Mond“ letztlich nicht komplett überzeugen und mitreißen. Wir folgen hier den Zwillingsschwestern Lilit und Lina auf den Spuren ihrer Vergangenheit. Ihre Großmutter wanderte einst, nachdem sie einen Krieg überlebte, in Kanada ein. Verknüpft ist das Ganze mit einem historischen Ereignis, bei dem die Libanese Rocket Society eine erfolgreiche Weltraumrakete zündete. Man merkt, hier besteht eine komplexe Verbindung.

Genauso komplex wird auch die Handlung mithilfe unterschiedlicher Zeitebenen und Perspektiven erzählt. Dadurch tat ich mich schwer, mich auf die Geschichte emotional einzulassen. Die Figuren blieben mir leider größtenteils fremd. Erst ab der Hälfte hatte ich ganz gut ins Buch hineingefunden, was vor allem an Jodie Ahlborns sehr angenehmen Stimme und Sprechweise lag. Das Hörbuch ist qualitativ nämlich sehr gut gesprochen und erzählt. Ahlborn haucht ihr dort Leben ein, wo es mir im Schreibstil fehlte. Insgesamt handelt es sich um einen anspruchsvollen Roman, der zum genauen Zuhören einlädt.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Zwischen Macht, Magie und dunkler Versuchung

Spiel des Lügners
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Als freche Diebin ist Lola St. James mit allen Wassern gewaschen. Obwohl sie ein pikantes Geheimnis um ihre Herkunft hütet, nimmt sie unerschrocken an einem magischen Turnier im Casino des Lügners teil, ...

Als freche Diebin ist Lola St. James mit allen Wassern gewaschen. Obwohl sie ein pikantes Geheimnis um ihre Herkunft hütet, nimmt sie unerschrocken an einem magischen Turnier im Casino des Lügners teil, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Womit sie nicht gerechnet hat, sind Versuchung, Intrigen und Zauber, mit denen sie folgenschwer in Berührung kommt …

Mit „Spiel des Lügners“ starten wir in Jessica S. Olsons Schattenbrüder-Dilogie. Ich brauchte ein paar Kapitel, um in der Geschichte anzukommen und muss vorweg sagen, dass ich das Magie-System sehr komplex und bis zum Ende schwer zu verstehen fand. Auch das Worldbuilding hätte deutlich ausgefeilter sein können, um Zusammenhänge verständlicher zu machen. Interessant und spannend war hingegen die Dynamik zwischen den Figuren, denn Lola findet sich in einem knisternden Love Triangle wieder, das ihre charakterliche Entwicklung vorantreibt.

Ich mochte Lolas Badass-Manier und ihre vorlaute Art. Auch die Handlung bietet spannende Ansätze, die aber insgesamt noch besser ausgearbeitet hätte sein können. Olsons Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, er hat mich unterhaltsam durch die Geschichte transportiert, auch wenn hier und da kleine Logiklücken den Lesefluss gestört haben. Einige Fragen bleiben offen, da hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht, obwohl diese neugierig auf Band 2 machen sollen, waren mir die losen Enden doch etwas zu zahlreich.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Opulente Romantasy mit kleinen Schwächen

Kiss of the Nightingale
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Alles, was Cleodora geblieben ist, sind ihre kranke Schwester und die bankrotte Schneiderei ihrer Eltern. Aus der Not heraus, begeht sie einen folgenschweren Diebstahl und wird prompt von einer geheimnisvollen, ...

Alles, was Cleodora geblieben ist, sind ihre kranke Schwester und die bankrotte Schneiderei ihrer Eltern. Aus der Not heraus, begeht sie einen folgenschweren Diebstahl und wird prompt von einer geheimnisvollen, einschüchternden Madame erwischt. Diese bietet ihr ein unglaubliches Arrangement an: Cleo wird zur gefeierten Opernsängerin, darf in Saus und Braus leben, doch dafür muss sie für Madame Dahlia zur Diebin werden …

Wie schön kann ein Buch sein? Das zauberhafte Cover von „Kiss of the Nightingale“ hat mich wie magisch angezogen und magisch ist auch die Geschichte. Mir hat besonders das opulente französische Setting gefallen voller berauschender Musik und glanzvoller Atmosphäre, wenn auch das Worldbuilding von Autorin Adi Denner noch etwas mehr liebevolle Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte. Ihr flüssiger, abwechslungsreicher Schreibstil konnte inhaltlich viel für mich retten.

Gesprochen wird das Hörbuch von der angenehmen wie lebhaften Stimme von Johanna Zehendner. Ich mag ihren leicht rauchigen Tonfall und die authentische Betonung. Dadurch erwachten Cleo und die anderen Figuren für mich realistisch zum Leben. Cleo fand ich durchaus interessant und sympathisch und ihre Charakterentwicklung war spürbar. In der Handlung fielen mir kleinere Längen und Schwächen auf, aber die Grundidee gefiel mir gut und die Spannung konnte größtenteils gehalten werden. Ein solides Debüt der Autorin.

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