Tödliche Bienenstiche
Tödliches Déjà-vuIn der Provence verschwinden auf rätselhafte Weise die Bienen. Selbst der Lavendelgarten von Commissaire Campanard bleibt leer. Es ist unerklärlich. Die exzentrische Bioimkerin Monique Gaillard kämpft ...
In der Provence verschwinden auf rätselhafte Weise die Bienen. Selbst der Lavendelgarten von Commissaire Campanard bleibt leer. Es ist unerklärlich. Die exzentrische Bioimkerin Monique Gaillard kämpft um ihre Lieblinge und schlägt Alarm, beschuldigt ständig Unbekannte ohne Beweise und stört das öffentliche Leben in Grasse. Campanard ist fasziniert von ihrer ungewöhnlichen Nähe zu den Bienen. Ohne Schutzkleidung können sich die Bienen auf ihr niederlassen, ohne dass sie gestochen wird. Doch kurz darauf wird sie mit Stichen ihrer eigenen Bienen tot aufgefunden. Für Commissaire Campanard wirkt das wie eine Wiederholung eines alten, ungeklärten Falls.
"Tödliches Déjà-Vu ist Band 3 der Reihe rund um Commissaire Campanard. Man muss die Vorgänger nicht zwingend kennen, doch wie bei den meisten Reihen empiehlt es sich die vorherigen Bände zu kennen, denn die Figuren entwickeln sich von Band zu Band weiter.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt – Olivier, Linda und Campanard. Das sorgt für Abwechslung, hält die Spannung und verleiht zusätzlich Tiefe. Der Kriminalfall selbst überzeugt mit einem stimmigen Spannungsbogen. Der ungewöhnliche Tod durch Bienenstiche wirft sofort Fragen auf, wie und warum es dazu kommen konnte.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, leicht und stellenweise herrlich humorvoll. Die Spannung wird mit kleinen humoristischen Momenten aufgelockert, ohne dass die Ernsthaftigkeit des Falls verloren geht. Insbesondere die Hauptfigur Campanard sorgt immer wieder für einen Schmunzler. Mit seiner warmherzigen und leicht schrulligen Art bleibt er sofort im Gedächtnis. Er ist eine dieser Figuren, an die man sich noch lange erinnert. Es hat einfach etwas Menschliches.
Die Charaktere kennt man bereits aus den Vorgängerbänden, dennoch erfährt man immer wieder Neues über ihre Vergangenheit. Kleine Geheimnisse, alte Wunden, rätselhafte Andeutungen. Das macht sie authentisch, menschlich und greifbar. Besonders Olivier, der zuvor eher blass blieb, bekommt in diesem Band deutlich mehr Kontur.
Durch die bildhaften Beschreibungen wirken die Szenen so lebendig und man das Provence-Flair fast spürt. Lavendelduft, warme Luft, mediterrane Farben, die Orte - alles entsteht vor dem inneren Auge. Diese tolle Atmosphäre und Kulisse trägt die Handlung.
Mein Fazit:
Ein atmosphärischer Provence‑Krimi mit Humor, Herz und einem ungewöhnlichen Fall. Besonders Campanard bleibt mit seiner warmherzigen Art im Gedächtnis, während der ungewöhnliche Fall bis zum Schluss fesselt. Auf jeden Fall perfekt für Zwischendurch und sehr lesenswert.