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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

Fesselnd

We Who Will Die
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Für mich war dies das erste Buch der Autorin und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich das unglaublich detailreiche Worldbuilding. Die Welt ...

Für mich war dies das erste Buch der Autorin und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich das unglaublich detailreiche Worldbuilding. Die Welt wirkt lebendig, düster und komplex, mit klaren Machtstrukturen, Intrigen und einer spannenden Hierarchie zwischen Vampiren und den sogenannten Sigillengezeichneten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch fällt es leicht, in die Geschichte einzutauchen und mitzufiebern. Die Beschreibungen sind bildhaft, ohne zu überladen zu wirken, und die Handlung schreitet zügig voran. Gerade die Kampfszenen sind intensiv dargestellt, während ruhigere Momente genug Raum für Emotionen lassen.

Auch die Figuren haben mir gut gefallen. Arvelle ist eine starke und zugleich authentische Protagonistin. Sie handelt mutig, aber nicht unüberlegt, und ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, da sie stark von ihrer Vergangenheit und ihrer Liebe zu ihrer Familie geprägt sind. Besonders positiv ist, dass sie nicht übermächtig wirkt, sondern immer wieder an ihre Grenzen stößt. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet, da viele von ihnen zunächst undurchschaubar bleiben und sich erst nach und nach ihre wahren Absichten zeigen.

Für mich ist das Buch besonders interessant durch die gelungene Kombination aus düsterer Fantasy, Gladiatoren-Setting und Vampir-Thematik. Dazu kommen Intrigen, Verrat und eine emotionale Liebesgeschichte, die sich stimmig in die Handlung einfügt. Diese Mischung hebt das Buch von vielen anderen Romantasy-Geschichten ab. Mit den vielen Namen und dem Magiesystem hätte ich mir nur ein Glossar gewünscht, damit ich auch beim nächsten Teil mich noch an alles erinnern kann.

Die Sprecherin des Hörbuches war ein perfect match und das die Welt zum Leben erweckt. Ich konnte direkt abtauchen!


Fazit:
Ein spannendes, emotionales und düsteres Fantasybuch mit starken Figuren, einer packenden Handlung und einer faszinierenden Welt. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die Romantasy mit viel Spannung, Intrigen und intensiven Charakterentwicklungen mögen.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Düsterer Gothic Novel

Mein zärtlicher Schatten
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Mit „Mein zärtlicher Schatten“ liefert Johanna van Veen eine eindringliche, düstere und zugleich überraschend einfühlsame Gothic Novel, die sich deutlich von klassischen Genrevertretern abhebt. Für viele ...

Mit „Mein zärtlicher Schatten“ liefert Johanna van Veen eine eindringliche, düstere und zugleich überraschend einfühlsame Gothic Novel, die sich deutlich von klassischen Genrevertretern abhebt. Für viele dürfte es der erste Kontakt mit dem Neo-Gothic sein, und genau dieser Einstieg bleibt nachhaltig im Gedächtnis.



Im Zentrum steht Roos, die seit ihrer Kindheit von einem Geist begleitet wird. Was zunächst wie ein klassisches übernatürliches Motiv erscheint, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Erzählung über Einsamkeit, Abhängigkeit, psychische Belastungen und die fragile Grenze zwischen Realität und Fantasie. Besonders stark ist dabei die Darstellung von Roos’ Innenwelt: Ihre Gedanken wirken so lebendig und greifbar, dass man sich beim Lesen fühlt, als würde man direkt in ihrem Kopf mitreisen.



Der Roman lebt weniger von plötzlichen Schockmomenten als vielmehr von einer langsam wachsenden, unterschwelligen Spannung. Diese „kriechende“ Atmosphäre zieht sich konsequent durch das gesamte Buch und sorgt für ein anhaltendes Gefühl von Unbehagen, im besten Sinne. Der bildhafte, teils poetische Schreibstil verstärkt diesen Effekt zusätzlich, auch wenn einzelne Passagen aufgrund ihrer Tiefe und Verschachtelung mehr Aufmerksamkeit erfordern.



Besonders hervorzuheben ist die sensible Auseinandersetzung mit Themen wie psychischen Erkrankungen, Trauma und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Das Buch eröffnet neue Perspektiven darauf, wie Realität wahrgenommen wird und welche Verantwortung das Umfeld im Umgang mit Betroffenen trägt. Dabei bleibt die Geschichte stets respektvoll und vermeidet vereinfachende Darstellungen.



Auch die Nebenfiguren sind überzeugend gezeichnet: vielschichtig, teils widersprüchlich und mit eigenen, oft tragischen Hintergründen. Gerade diese Ambivalenz macht sie authentisch und fügt sich nahtlos in die düstere Gesamtstimmung ein.



Ein kleiner Wermutstropfen ist das eher gemächliche Erzähltempo. Wer eine actionreiche Handlung erwartet, könnte hier an seine Grenzen stoßen. Stattdessen liegt der Fokus klar auf Atmosphäre, Charakterentwicklung und psychologischer Tiefe.



Fazit:

„Mein zärtlicher Schatten“ ist ein intensiver, atmosphärischer Roman, der sich leise entfaltet und lange nachhallt. Eine ungewöhnliche Mischung aus Gothic, Mystery und psychologischer Erzählkunst, die unter die Haut geht. Besonders empfehlenswert für Leser*innen, die sich auf langsame Spannung, düstere Themen und komplexe Figuren einlassen möchten.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Flucht, Kampf, Zerstörung und Heilung

Wassermann
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Im Mittelpunkt steht Luk, der vor sich selbst und seiner Situation in Deutschland flieht. Der Tod seiner Mutter, familiäre Konflikte und die Frage nach der eigenen Identität begleiten ihn auf seinem Weg ...

Im Mittelpunkt steht Luk, der vor sich selbst und seiner Situation in Deutschland flieht. Der Tod seiner Mutter, familiäre Konflikte und die Frage nach der eigenen Identität begleiten ihn auf seinem Weg nach Barcelona und später weiter. Dabei fühlt sich seine Reise weniger wie ein klares Ziel an, sondern eher wie ein ständiges Weiterziehen/ weglaufen und immer auf der Suche, ohne wirklich anzukommen.

Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Er ist klar, stellenweise poetisch und gleichzeitig sehr nahbar. Anfangs war er etwas abgehackt, man findet allerdings schnell in die Geschichte rein. Oft wirkt es fast so, als würde der Autor direkt mit einem sprechen.

Die Gedanken und Gefühle von Luk sind intensiv und authentisch dargestellt, auch wenn sie manchmal etwas sprunghaft oder wirr wirken, was aber gut zu seiner inneren Zerrissenheit passt. Besonders gefallen hat mir, dass er so reflektiert hat.

Inhaltlich geht es um das Erwachsenwerden, Verantwortung und die Frage, ob man vor seinen Problemen davonlaufen kann. Auch Themen wie Liebe, Verlust und politische Unruhen fließen mit ein.

Ich konnte Luk auf seiner Reise gut begleiten und seine Entwicklung nachvollziehen, auch wenn nicht jede Entscheidung für mich greifbar war.

Insgesamt ist „Wassermann“ ein ruhiger, tiefgründiger Roman, der weniger durch große Spannung, sondern vielmehr durch seine Sprache und Emotionen überzeugt und noch lange nachwirkt. Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen und das Buch lässt mich seitdem nicht mehr los. Ein wirklich gelungenes Debüt!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Sarkasmus, Selbstzweifel und schonungslose Ehrlichkeit

Half His Age
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Der Einblick ins teenager Leben.



Waldo ist ein teenie wie kein anderer, und doch erkennt man sich selbst wieder in ihr.

Der Sarkasmus, das Online frust Shopping, und die unbeholfenheit des nicht erwachsen ...

Der Einblick ins teenager Leben.



Waldo ist ein teenie wie kein anderer, und doch erkennt man sich selbst wieder in ihr.

Der Sarkasmus, das Online frust Shopping, und die unbeholfenheit des nicht erwachsen seins.

Jenette McCurdy erzählt hier eine Geschichte die nicht nur intensive ist, sondern auch lustig. Man schwingt zwischen schmunzeln, Lachen und Besorgnis.



Die Darstellung der Dysfunktionalen Beziehungen zieht Empathie und Sympathie in einem hoch. Von Waldos Mutter zu ihrer besten Freundin. Die Art wie Jenette hier die Realität eines armen, einsamen Mädchens zeigt sich in Lust, wut und Träumereien die einem fast schon unangenehm fühlen lassen.



Es ist unglaublich leicht in das Buch reinzukommen und der Humor packt einen sofort. Waldo is nicht nur ein teenager, sie ist ein selbstironischer Spiegel der Gesellschaft in der Frauen nur immer gut genug sind wenn sie intensiv sich selbst kleiner machen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Geheimdienst, Machtpolitik und ein brisanter Wettlauf um Einfluss

Dunkelmann
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Mit Dunkelmann legen Lars Findsen und Jacob Weinreich einen hochaktuellen und spannungsgeladenen Thriller vor. Der politische Thriller verbindet reale geopolitische Konflikte mit rasanter Agentenhandlung ...

Mit Dunkelmann legen Lars Findsen und Jacob Weinreich einen hochaktuellen und spannungsgeladenen Thriller vor. Der politische Thriller verbindet reale geopolitische Konflikte mit rasanter Agentenhandlung und sorgt so für eine äußerst brisante Atmosphäre. Besonders da einer der Autoren selbst Erfahrungen als Chef des dänischen Geheimdienstes mitbringt, die die ganze Geschichte noch realer wirken lässt.

Im Mittelpunkt stehen die Geheimdienstmitarbeiter Maja Birk und Daniel Hartmann. Während Daniel als Analyst eine verdächtige Unstimmigkeit bei der Einreise einer chinesischen Delegation entdeckt, wird Maja mit den Ermittlungen betraut. Schnell wird klar, dass sich hinter der falschen Identität eines Delegationsmitglieds ein gefährliches politisches Komplott verbergen könnte. Die Situation eskaliert zunehmend, und Majas Recherchen bringen nicht nur die Wahrheit ans Licht, sondern auch sie selbst und Menschen in ihrem Umfeld in große Gefahr.

Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert und führt von einem riskanten Einsatz in der Türkei von Maja, über Ermittlungen in Dänemark bis hin zu einem dramatischen Finale in Grönland. Besonders spannend ist dabei der politische Hintergrund, denn die Machtinteressen rund um Rohstoffe, strategische Gebiete und die chinesische „Neue Seidenstraße“ verleihen der Handlung eine beunruhigende Nähe zur Realität.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd, sodass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Die relativ vielen Kapitel (100 Kapitel auf 500 Seiten) waren sehr gut gesetzt, da durch die ständigen Perspektivwechsel die Geschichte permanent spannend geblieben ist. Allerdings muss man umso mehr bei der Sache bleiben, da besonders am Anfang viele Charaktere und deren Situationen vorgestellt werden und es mit den Perspektivwechsel dann doch etwas schwierig sein könnte bei jedem weiteren Wechsel sich wieder in die Situation einzufinden. Da ich das Buch an einem Tag gelesen habe, war das kein Problem, wenn man vor hat es über längere Zeit zu lesen sollte man sich anfangs vielleicht Stichpunkte machen.

Auch die Figuren sind gelungen gezeichnet. Maja und Daniel wirken authentisch und menschlich, da neben der gefährlichen Geheimdienstarbeit auch ihr Privatleben immer wieder eine Rolle spielt. Der Kontrast zu einem relativ geregelten „normalen“ Privatleben mit Beziehungsproblemen und ihrem gefährlichen und unplanbarem Beruf macht das Buch erstrecht interessant. Zudem sind die Nebenfiguren sehr gelungen und sorgen für mehr Abwechslung und Spannung.

Fazit:
Ein rasanter, politisch brisanter Agententhriller, der Realität und Fiktion geschickt miteinander verbindet und mit Spannung, Aktualität und glaubwürdigen Figuren überzeugt

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