Die Potsdam-Konferenz
Schwestern des brennenden Himmels"Schwestern des brennenden Himmels" ist der neue historische Roman von Hanna Caspian. Er spielt direkt nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Berlin und hat als Hintergrund die Potsdamer Konferenz, in der ...
"Schwestern des brennenden Himmels" ist der neue historische Roman von Hanna Caspian. Er spielt direkt nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Berlin und hat als Hintergrund die Potsdamer Konferenz, in der sich Churchill, Truman und Stalin über das Schicksal der Stadt Berlin und Deutschlands einigen sollen. Zu welchem Ergebnis sie geführt hat, nämlich zu einem geteilten Deutschland, dürfte allen Lesenden bekannt sein.
Ann Miller ist die Hauptprotagonistin. Als Mitglied des britischen Teams ist sie für die Betreuung von Winston Churchill und seiner Tochter zuständig und soll für deren Wohlfühlfaktor sorgen. Ann hat ein Geheimnis, das weder die Briten noch ihre Kolleginnen und schon gar nicht der GI Jackson erfahren dürfen, in den sie sich verliebt hat. Sie will im russisch besetzten Potsdam ihre Verwandten aufspüren, allen voran ihre Cousine Charlie, in deren Schuld sie sich fühlt.
Man merkt Hanna Caspian in diesem Roman an, dass sie Politikwissenschaftlerin ist. Sie versteht es, den Lesenden Geschichte näher zu bringen und sie in die damalige Zeit zu versetzen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch das Miterleben menschlicher Schicksale während und nach dem Krieg und aus verschiedenen Sichtweisen. Sie schildert sehr bildhaft, das Leben in den zerstörten Städten Berlin und Potsdam und die Beschreibung der Besatzungsmächte erweckt Geschichte und das damit verbundene Leid mit Leben. Einmal angefangen konnte ich den Roman nicht mehr weglegen. Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Ann und Jackson zeigt die Konflikte der verschiedenen Nationen auf, ohne dabei kitschig zu wirken.
Ein empfehlenswertes Buch, über Täter, Opfer und Politik nicht nur für politisch Interessierte! 4,5 Sterne für diesen Roman, aufgerundet auf 5!