Sehr guter Roman!
Lass uns tanzen, Fräulein LenaNordfriesland, 1946: Der Krieg ist vorbei, doch der Schrecken sitzt tief und die Wunden heilen sehr langsam. Viele wünschen sich einfach nur dass, was hinter ihnen liegt, vergessen zu können, damit sie ...
Nordfriesland, 1946: Der Krieg ist vorbei, doch der Schrecken sitzt tief und die Wunden heilen sehr langsam. Viele wünschen sich einfach nur dass, was hinter ihnen liegt, vergessen zu können, damit sie neu anfangen können. Doch wie kann man all die Gräueltaten einfach vergessen und so weiter machen, als wäre nie etwas geschehen?
Mit diesen Gefühlen hadert auch die junge Lena Buth, die zusammen mit ihrer jüngeren Schwester fliehen und sich nun, fernab der Heimat, ein neues Leben in Niebüll aufbauen muss. Schmerzlichst vermisst sie ihre Mutter und ältere Schwester, die noch immer in einem Flüchtlingslager in Dänemark sind. Wie gerne würde sie die beiden zu sich holen!
Einzig die wöchentlichen Spaziergänge mit ihrem guten Freund Rainer bringen etwas Freude in ihren tristen Alltag. Heimlich hofft sie auf mehr als nur Freundschaft, doch diese Gefühle erwidert er scheinbar nicht. Oder liegt es vielleicht an den Gerüchten, die weniger Wohlgesinnte über Lena verbreiten? Glaubt er die verletzenden Verleumdungen über sie etwa?
Als dann Erwin, ein Freund von Rainer, aus dem Krieg zurückkehrt, kommt es zu einer weiteren Wende... ob diese gut oder schlecht ist und welche Rolle Rainers Schwager Joachim in allem spielt, tja, das müsst ihr selbst herausfinden...
Ein wirklich gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Es handelt sich hier bereits um den 2. Band und obwohl ich den Vorgängerband nicht gelesen habe, kam ich gut zurecht. Ich denke allerdings, dass es sicher nicht schadet, zuerst den 1. Teil gelesen zu haben.
Die Autorin hat einen flüssigen, sehr angenehmen Schreibstil und versteht es, den Leser direkt mit hinein in die Geschichte zu nehmen.
Klare Leseempfehlung!