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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2026

Gute Idee, aber nicht ganz überzeugend

Bachelorette Party
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Der Klappentext von Bachelorette Party klang genau nach einem Thriller, der mich eigentlich total abholen müsste. Eine abgelegene Insel, eine Junggesellinnenfeier und dazu ein dunkles Geheimnis aus der ...

Der Klappentext von Bachelorette Party klang genau nach einem Thriller, der mich eigentlich total abholen müsste. Eine abgelegene Insel, eine Junggesellinnenfeier und dazu ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Das Setting konnte mich auch direkt überzeugen und hat auf jeden Fall zur Atmosphäre beigetragen.

Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart rund um die Bachelorette Party und einmal mit Blick auf das, was Jahre zuvor auf der Insel passiert ist. Grundsätzlich mag ich so etwas sehr, hier war es für mich aber stellenweise eher verwirrend als spannend. Es gibt einige Figuren und nicht alle blieben für mich wirklich greifbar. Dadurch fiel es mir schwer, eine richtige Bindung aufzubauen oder bei allen Entwicklungen wirklich mitzugehen.

Trotzdem ließ sich das Buch schnell lesen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man flott vorankommt und gerade im letzten Teil zieht die Spannung auch deutlich an. Ich wollte dann schon wissen, wie alles zusammenhängt und wie die Auflösung aussieht. Manche Wendungen waren für mich allerdings recht früh absehbar, wodurch der große Überraschungseffekt ein wenig ausgeblieben ist.

Was mir insgesamt gefehlt hat, war etwas mehr Tiefe bei den Charakteren. Vieles wirkte eher funktional für den Plot, sodass mich einige Ereignisse nicht so mitgenommen haben, wie sie es vielleicht hätten tun sollen. Die Grundidee fand ich aber gut und auch das düstere Inselsetting konnte einiges auffangen.

Am Ende sind es für mich 3 von 5 Sternen. Ein solider Thriller mit spannender Ausgangslage, der mich gut unterhalten hat, aber nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Süß für zwischendurch

Riding The High
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Ich habe Riding The High gelesen, ohne die ersten beiden Bände der Reihe zu kennen, und bin trotzdem gut in die Geschichte reingekommen. Die Bücher lassen sich nämlich problemlos unabhängig voneinander ...

Ich habe Riding The High gelesen, ohne die ersten beiden Bände der Reihe zu kennen, und bin trotzdem gut in die Geschichte reingekommen. Die Bücher lassen sich nämlich problemlos unabhängig voneinander lesen. Nach diesem Band haben es Teil eins und zwei auf meine Wunschliste geschafft, weil mir das Setting der Silver Pines Ranch-Reihe grundsätzlich gut gefallen hat.

Wir haben es anders gemacht als die anderen. Auf unsere Art. Und ich will gar nichts dran ändern. - S. 422

Die Geschichte rund um Cole und Ginger klang für mich eigentlich nach einer Romance, die genau meinen Geschmack treffen könnte. Small-Town-Vibes, spontane Ehe und eine gemeinsame Vorgeschichte bringen viel Potenzial mit. Beim Lesen hat mich das Ganze dann aber leider nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, sodass man schnell durch das Buch kommt. Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Vor allem konnte ich keine richtige Bindung zu Cole und Ginger aufbauen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihre Geschichte eher von außen beobachte, statt wirklich mit ihnen mitzufühlen. Auch die Beziehung der beiden konnte mich nicht richtig überzeugen. Zwar ist da von Anfang an eine gemeinsame Vorgeschichte spürbar, aber für mich ist der Funke nie ganz übergesprungen. Ich habe weder die emotionale Tiefe noch diese besondere Spannung zwischen ihnen gefühlt. Die romantischen Momente haben mich daher nicht so erreicht, wie ich es mir gewünscht hätte.

»Ich verspreche es. Du und ich, Cole, was könnte da schiefgehen?« - S. 103

Was mir dagegen gefallen hat, war das Setting rund um Silver Pines. Man merkt, dass hinter der Reihe eine größere Welt mit wiederkehrenden Figuren steckt und genau das hat neugierig auf die anderen Bände gemacht. Auch die Nebenfiguren haben dafür gesorgt, dass sich die Geschichte nicht komplett leer angefühlt hat. Deshalb haben Band eins und zwei nach diesem Buch trotzdem ihren Weg auf meine Wunschliste gefunden.

Ganz gleich, was in meinem Leben geschieht, ganz gleich, welchen Herausforderungen ich mich stellen muss, die sanften Hügel in Silver Pines und Sugarland Mountain schenken mir Frieden und Bodenständigkeit. So etwas findet man nirgendwo sonst. - S. 115

Insgesamt war es für mich eine Romance mit guter Ausgangsidee, die mich in der Umsetzung aber emotional nicht überzeugen konnte. Es ist also ein süßes Buch für zwischendurch, aber leider kein Highlight. Deshalb sind es am Ende 3 von 5 Sternen geworden.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Ehrlich, aber nicht ganz greifbar

Alt genug
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Ich war neugierig auf dieses Buch, vor allem wegen der Themen rund ums Älterwerden und die Lebensmitte. Der Einstieg fiel mir leicht, da sich der Schreibstil sehr angenehm lesen lässt und typisch für Ildikó ...

Ich war neugierig auf dieses Buch, vor allem wegen der Themen rund ums Älterwerden und die Lebensmitte. Der Einstieg fiel mir leicht, da sich der Schreibstil sehr angenehm lesen lässt und typisch für Ildikó von Kürthy ist. Er wirkt persönlich, direkt und immer wieder selbstironisch, wodurch man schnell durch die Seiten kommt.

Inhaltlich beschäftigt sich das Buch mit vielen Gedanken rund um das Leben, das Älterwerden, gesellschaftliche Erwartungen und die eigenen Zweifel. Es sind Themen, in denen man sich teilweise wiedererkennen kann und die durchaus zum Nachdenken anregen. Gerade diese Mischung aus humorvollen Beobachtungen und ernsteren Momenten hat mir grundsätzlich gut gefallen.

Trotzdem hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, dass vieles nur angerissen wird. Es werden viele Themen angesprochen, aber selten wirklich vertieft. Dadurch blieb für mich einiges eher oberflächlich und ich hätte mir gewünscht, dass manche Gedanken mehr Raum bekommen. So springt das Buch relativ schnell von einem Thema zum nächsten, ohne dass sich etwas richtig entfalten kann.

Auch emotional hat mich das Buch nicht vollständig erreicht. Obwohl es persönliche Einblicke gibt, konnte ich nicht immer eine richtige Verbindung dazu aufbauen. Es bleibt stellenweise etwas distanziert, obwohl eigentlich viel Potenzial für mehr Tiefe vorhanden gewesen wäre.

Insgesamt ist es ein gut lesbares Buch mit wichtigen und aktuellen Themen, das zum Nachdenken anregt, mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Für mich sind es daher 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Guter Start mit Luft nach oben

Nightweaver
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Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, vor allem wegen der Mischung aus Piraten, Magie und Romantasy. Die Idee klang richtig gut und auch der Einstieg konnte mich zunächst ...

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, vor allem wegen der Mischung aus Piraten, Magie und Romantasy. Die Idee klang richtig gut und auch der Einstieg konnte mich zunächst neugierig machen. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, aber es konnte mich leider nicht so sehr packen, wie ich es mir erhofft hatte.

Im Mittelpunkt steht Aster, die ihr ganzes Leben als Piratin auf See verbracht hat, bis sich ihr Leben plötzlich komplett verändert und sie gezwungen ist, in einer Welt zu leben, die sie immer als feindlich betrachtet hat. Besonders spannend fand ich die Grundidee rund um die Nightweavers und die Geheimnisse, die sich nach und nach entfalten. Man merkt, dass hier noch viel Potenzial für die Folgebände aufgebaut wird.

Was mich allerdings etwas enttäuscht hat, war der geringe Fokus auf das Piraten Setting. Gerade dieser Aspekt hatte mich am meisten angesprochen, spielte aber letztendlich nur eine kleinere Rolle. Stattdessen verlagert sich die Handlung schnell an Land, was sich anders angefühlt hat, als ich es erwartet hatte.

Auch die Charaktere konnten mich emotional nicht vollständig erreichen. Aster war interessant, aber ich habe mich ihr nicht wirklich nahe gefühlt, und auch die Nebencharaktere blieben für mich teilweise etwas blass. Dadurch haben mich einige Entwicklungen weniger berührt, als sie es vermutlich sollten. Die romantischen Elemente waren vorhanden, konnten mich aber ebenfalls nicht komplett überzeugen.

Trotzdem hatte das Buch seine starken Momente, besonders gegen Ende nimmt die Geschichte nochmal an Fahrt auf und macht neugierig darauf, wie es weitergeht. Die Welt und die Grundidee haben definitiv Potenzial, auch wenn mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen konnte.

Insgesamt ein solider Auftakt mit einer spannenden Idee und viel Raum für Entwicklung, der mich gut unterhalten hat, aber emotional nicht komplett mitreißen konnte.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Schonungslos und ehrlich

Die schönste Version
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Ich war unsicher, ob ich dem Buch zwei oder drei Sterne geben soll. Letztendlich habe ich mich für drei Sterne entschieden, vor allem wegen des Schreibstils. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen und ...

Ich war unsicher, ob ich dem Buch zwei oder drei Sterne geben soll. Letztendlich habe ich mich für drei Sterne entschieden, vor allem wegen des Schreibstils. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen und habe das Buch in kurzer Zeit gelesen, auch wenn es emotional keine leichte Lektüre war.

Keine Narbe wird bleiben. So schlimm war es dann vielleicht doch nicht? - S. 46

Die Geschichte begleitet Jella durch verschiedene Phasen ihres Lebens und zeigt dabei auch ihre Beziehung zu Yannick. Besonders eindrücklich wird dargestellt, wie sich toxische Dynamiken entwickeln und wie schleichend sich Grenzen verschieben. Es ist erschreckend realistisch und genau das macht es gleichzeitig so belastend zu lesen. Von außen erkennt man vieles sehr klar, während Jella selbst immer tiefer in diese Dynamik hineingezogen wird.

Irgendwie verschammen die Tage, bestanden so viel aus Yannick und Jella und so wenig aus all dem anderem. - S. 230

Was mir ebenfalls aufgefallen ist, sind die Zeitsprünge in ihre Vergangenheit und die besondere Erzählweise. Dialoge werden nicht mit klassischen Anführungszeichen gekennzeichnet, sondern fließen direkt in den Text ein. Das kann beim Lesen zunächst ungewohnt und stellenweise verwirrend sein, mir persönlich hat es aber gut gefallen, weil es die Gedanken und Erinnerungen sehr unmittelbar wirken lässt.

Wer bist du eigentlich?, frage ich mein blasses, mit Dampf verhangenes Spiegelbild. Was willst du? - S. 172


Weniger gefallen hat mir die sehr vulgäre und explizite Sprache. Ich verstehe, dass sie bewusst eingesetzt wird und zur Rohheit der Geschichte passt, dennoch hat sie mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Manche Formulierungen wirkten auf mich eher störend als unterstützend für die Geschichte.

Trotz meiner Kritikpunkte ist es ein Buch, das wichtige Themen anspricht und sehr schonungslos zeigt, wie komplex und widersprüchlich solche Erfahrungen sein können. Es ist keine leichte Lektüre, sondern eine, die nachwirkt und zum Nachdenken anregt.

Ich will es teilen, dieses Mal, eine Hand in meiner, und die Gedanken aus meinem Kopf holen, in die Welt setzen, ihnen Raum geben, sie real werden lassen. - S. 120

Für mich war es stilistisch stark und schnell zu lesen, emotional hat mich die Geschichte trotz der starken Themen aber nicht vollständig abgeholt. Daher gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

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