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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2026

Konnte meine Erwartungen nur zum Teil erfüllen, daher 3,5 Sterne

Die Unternehmerin von Amsterdam
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Purmerend, Niederlande, 1892: Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt Lydia Oorthuys Unterlagen, die darauf hindeuten, dass dieser eine Käsefabrik gründen wollte. Da Lydia ihr Leben sinnvoller verbringen möchte ...

Purmerend, Niederlande, 1892: Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt Lydia Oorthuys Unterlagen, die darauf hindeuten, dass dieser eine Käsefabrik gründen wollte. Da Lydia ihr Leben sinnvoller verbringen möchte als das, was ihrem Stand und ihrem Geschlecht von der Gesellschaft vorgegeben wird, greift sie diese Idee auf. Als Frau kann sie allerdings kein Unternehmen gründen, sie braucht einen Mann an ihrer Seite, zumindest als Gesellschafter, und so spricht sie den Bauern Huib Minnes an, den ihr Vater schon als Betriebsleiter eingeplant hatte. Huib dachte schon immer sehr fortschrittlich und hat auch schon als einer der wenigen eine Milchzentrifuge angeschafft, so dass sie sich einig werden und in Purmerend eine Käsefabrik gründen.

Nach einem Zeitsprung tritt 1913 Lydias Tochter Nora in den Vordergrund, die übereilt eine Heirat eingeht, die Ehe entwickelt sich aber nicht so, wie erwartet. Mit ihrem Mann lebt Nora in Belgien, als 1914 der erste Weltkrieg beginnt.

Der Titel des Romans hatte mich in die Irre geführt, ich erwartete einen ganz anderen Roman, in dem es vor allem darum geht, dass eine Frau Unternehmerin wird, mit den Herausforderung und Problemen, die damit einhergehen, gerade auch zur damaligen Zeit. Tatsächlich war das nur der kleinere Teil der Geschichte. Lydia steht weniger als die Hälfte des Romans im Mittelpunkt, danach wechselt es auf ihre Tochter, die so gar nichts mit der Fabrik am Hut hat. Während mir Lydia sofort sympathisch war, mochte ich Nora mit ihrem Standesdünkel deutlich weniger, was sich zum Glück im Laufe der Geschichte zum Positiveren entwickelt hat.

Der Roman war insgesamt eine echte Herausforderung für mich. Zunächst sehr langatmig, konnte er mich dann, als es mit der Fabrik konkreter wurde, fesseln. Nach dem Zeitsprung hat die Fabrik kaum noch eine Bedeutung für die Geschichte, sie dreht sich vor allem um Nora und ihre Liebesgeschichte, was mich wieder langweilte. Der erste Weltkrieg war für Belgien eine Katastrophe, und Nora muss ihr Leben anpassen, was wieder zu einer interessanteren Wendung führt. So war die Geschichte für mich ein Auf und Ab, mal hatte ich kaum noch Lust weiterzulesen, dann wieder war es interessant und spannend. Gut gefallen haben mir der feministische Aspekt, der sowohl bei Lydia als auch bei Nora eine Rolle spielt, sowie der historische Hintergrund.

Interessant ist auch das Nachwort der Autorin, dem man unter anderem entnehmen kann, wie viele handelnde Charaktere tatsächlich historisch belegt sind, das waren mehr, als ich erwartet hatte, und so wurden Teile des Romans rückwirkend noch ein Stück spannender für mich. Irritiert haben mich im Nachwort Verweise auf das Cover, die das niederländische betrafen und nicht auf das deutsche zutrafen, ich finde, das hätte der Verlag anpassen müssen. Den Originaltitel einfach ins Deutsche zu übersetzen, nämlich Die Käsefabrik, hätte zudem besser gepasst. Im Anhang findet sich auch ein Quellenverzeichnis.

Der Roman konnte mich nicht durchgehend überzeugen, im Gegenteil, er erfüllte meine Erwartungen nur zum Teil. Immer wieder hatte ich wenig Lust weiter zu lesen, um dann wieder gefesselt zu sein. Ein Pluspunkt ist die gute Recherche.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Erster Band einer Kinderbuchreihe

Starminster - Stadt in den Wolken
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Die elfjährige Astrid hat ihr ganzes bisheriges Leben im Rhabarberschuppen verbracht, wo sie ihre Mutter versteckt gehalten hat. Eines Tages bekommt sie Besuch von einer Frau mit Flügeln, die ihr eröffnet, ...

Die elfjährige Astrid hat ihr ganzes bisheriges Leben im Rhabarberschuppen verbracht, wo sie ihre Mutter versteckt gehalten hat. Eines Tages bekommt sie Besuch von einer Frau mit Flügeln, die ihr eröffnet, dass sie eine Librae ist, und sie mit in eine Stadt in den Wolken über London nehmen möchte.

Der Roman ist der Start in eine Reihe für Kinder ab 11 Jahren. Ich finde die Idee recht originell, dass es Menschen gibt, denen Flügel wachsen, und zwar Flügel die denen der verschiedenen Vogelarten gleichen, so dass sie als Adler, Buchfink, Schwan und so weiter bezeichnet werden, und die Eigenschaften dieser Vögel haben sollen. Im Anhang gibt es eine Auflistung der Vogelarten, deren Flügel man in diesem Buch trifft. Die Flügel lassen sich einziehen, so dass manche der Librae in London arbeiten, alle wohnen aber im sogenannten Überlondon, wo sie frei fliegen können, und durch ein magisches Netz unsichtbar bleiben.

Kinder haben zunächst keine Flügel, sie kommen erst mit der Pubertät zum Vorschein. In Überlondon gehen die Librae-Kinder in die Starminster-Schule, wo sie auch Fliegen lernen, zuerst theoretisch, nachdem sie flügge geworden sind, also ihre Flügel bekommen haben, auch praktisch.
Astrid hat zunächst noch keine Flügel, sie findet schnell eine Freundin, und lernt auch einige der anderen Kinder näher kennen. Als jemand, der nicht in Überlondon aufgewachsen ist, ist für sie alles neu, so dass sie es zusammen mit den Leser:innen erkunden kann. Schnell fragt man sich auch, warum Astrids Mutter sie verborgen hielt, und ob sie wusste, dass sie eine Librae ist.

Natürlich wäre ein reines in die Schule gehen und auf die Flügel warten, etwas langweilig gewesen, und so stellt sich Astrid manche darüber hinausgehende Frage, denn nicht alles scheint richtig in Überlondon zu sein. Und tatsächlich gibt es etwas nicht ungefährliches zu entdecken, und die Geschichte nimmt einen spannenden, aber auch ziemlich grausamen Verlauf. Für sensible Kinder könnte das etwas zu heftig sein.

Astrid mag man schnell, sie ist ein aufgewecktes Kind, das sich auch einzubringen weiß. Ihre Freundschaft zu Penelope, genannt Pent, und auch zu anderen Kindern wirkt authentisch und ist schön mit mitzuerleben. Dass sie die Dinge nicht hinnimmt, sondern hinterfragt, spricht auch für sie. Auch andere Charaktere sind gut gezeichnet, manche wirken eher überzogen, wie der Rektor der Schule, Ferguson Finifugal.

Auch das Worldbuilding gefällt mir gut, man hat schnell ein Bild von Überlondon vor Augen, und wer hätte nicht gerne Flügel und könnte fliegen? Dass das Fliegenkönnen nicht vom Himmel fällt, sondern man es erst richtig lernen muss, gefällt mir für ein Kinderbuch auch gut. Durch die verschiedenen Flügelarten lernt man zusätzlich verschiedene Vogelarten kennen, das regt auch zum Weiterrecherchieren ein.

Die Geschichte an sich empfand ich manchmal etwas aufgesetzt. Was spannend sein sollte, war für mich nicht immer ganz logisch, ich hätte mir in dem Zusammenhang auch etwas weniger Grausames gewünscht, gerade für einen ersten Band, in dem man erst einmal die Welt erkunden möchte. So hat mich die Geschichte vor allem gegen Ende wieder etwas verloren.

Der erste Band der Kinderbuchreihe führt eine interessante Welt innerhalb unserer Welt ein, die Protagonistin und einige andere Charaktere haben mir gut gefallen, nur die Geschichte hätte ich mir gerade in einem ersten Band etwas weniger heftig gewünscht, ich hätte gerne erst einmal die Welt zusammen mit der Protagonistin erkundet, ohne dass es gleich allzu gefährlich wird.

Veröffentlicht am 17.12.2025

Die wilde Buchbranche

Yellowface
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Athena Liu und Juniper Hayward kennen sich seit dem ersten Semester ihres Studiums, und haben beide davon geträumt, eine erfolgreiche Schriftstellerin zu werden. Für Athena ging dieser Traum in Erfüllung, ...

Athena Liu und Juniper Hayward kennen sich seit dem ersten Semester ihres Studiums, und haben beide davon geträumt, eine erfolgreiche Schriftstellerin zu werden. Für Athena ging dieser Traum in Erfüllung, während Junipers Debüt keinerlei Aufsehen erregte. Als Athena in Junipers Gegenwart stirbt, nimmt diese deren neuestes Manuskript mit, überarbeitet es, gibt es als ihr Werk aus, und hat endlich den Erfolg, den sie sich gewünscht hat. Doch Erfolg gebiert auch Neider, wie Juniper eigentlich wissen sollte.

Der Roman wird in Ich-Form komplett aus Junipers Perspektive erzählt. Ich stelle mir vor, dass es gar nicht einfach gewesen sein kann, das zu schreiben. Denn Juniper ist nicht die sympathischste Protagonistin, und sie weiß sich ihre Tat, das Manuskript einer anderen als ihr eigenes auszugeben, gut schönzureden.

Doch der Roman handelt nicht nur davon, denn er nimmt sich die gesamte Buchbranche vor, inklusive der Kritiker:innen. Wie man am Titel schon erkennen kann, steht außerdem die amerikanisch-chinesische Community mit im Fokus, denn Athena Liu war chinesischstämmig, während Juniper weiß ist. Brisanterweise handelt der Roman, den sie nach Athenas Manuskript veröffentlicht von den chinesischen Arbeitern, die im ersten Weltkrieg die Allierten unterstützten, und deren Rassismuserfahrungen. So wird Juniper unter anderem unterstellt, über Erfahrungen mit Rassismus gar nicht authentisch erzählen zu können.

Wie ich schon erwähnte, ist Juniper nicht gerade sympathisch. Trotzdem drückte ich ihr mehr als einmal die Daumen, das hat die Autorin gut hinbekommen, liegt aber womöglich auch daran, dass es auch sonst so gut wie keinen sympathischen Charakter gibt. Sympathien hatte ich am ehesten für Athenas Mutter.

Nachdem mich „Babel“ fasziniert hatte, war ich sehr gespannt auf den nächsten Roman der Autorin. „Yellowface“ ist ganz anders, vor allem gibt es hier keine phantastische Komponente, auch wenn es gegen Ende fast so scheint, als wäre es anders. Aber auch dieser Roman hat mich gefesselt, auf andere Weise zwar, aber ich war mehr als gespannt, wie es sich am Ende auflösen würde. Leider fand ich den Roman gegen Ende zu überzogen, auch wegen dieses möglichen phantastischen Einbezuges, den ich kein bisschen ernst nehmen konnte. Insgesamt fand ich den Roman auch etwas zu langatmig, und das, obwohl er keine 400 Seiten hat. Etwas geraffter hätte er mich sicher mehr überzeugt.

„Yellowface“ ist ganz anders als „Babel“, was ich sehr interessant finde, auch in Bezug auf die weiteren Romane der Autorin. Leider ist er etwas zu langatmig geraten, und erschien mir gegen Ende zu überzogen. Gut gelungen ist der Autorin, mir die eher unsympathische Protagonistin doch auf gewisse Weise nahezubringen, so dass ich öfter mit ihr mitfühlen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 13.10.2025

Sehr komplex

Die Spur der Vertrauten
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Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der jeder Mensch einen sogenannten Instinkt hat, dem er vollkommen unterworfen ist. Dieser Instinkt hat eine bestimmte Reichweite, innerhalb der du deinen Instinkt ...

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der jeder Mensch einen sogenannten Instinkt hat, dem er vollkommen unterworfen ist. Dieser Instinkt hat eine bestimmte Reichweite, innerhalb der du deinen Instinkt ausführen musst. Nehmen wir an, dein Instinkt ist Reparieren, und deine Reichweite 5 m, dann musst du alles, was in diesem Umkreis um dich herum kaputt geht, reparieren, ob du willst, oder nicht, du kannst deinem Instinkt nicht entkommen. Du kannst ihn aber auch nicht ewig umgehen, denn wenn du ihn längere Zeit nicht ausführst, bekommt dir das gesundheitlich nicht. Alles, was getan wird, dient dabei dem Wir, Individualiät ist verpönt.

In dieser Welt leben die Charaktere dieses Romans. Einige von ihnen lernt man näher kennen, vor allem die drei Protagonist:innen. Claire ist eine sogenannte Vertraute, der dazugehörige Instinkt ist zuhören. Da meistens jemand um einen herum redet, ist es den Vertrauten gestattet, Kopfhörer zu tragen, um sich zu schützen. Claire trägt aber auch ein Geheimnis in sich, das sehr gefährlich werden könnte.

Goliath ist ein Schützer, ein sehr gefährlicher Instinkt, denn der Schutz der anderen ist wichtiger als der eigene, und so hat Goliath bereits Extremitäten verloren. Als eines Tages mehrere Schüler verschiedener Schulen spurlos verschwinden, sieht er seine Chance, einen oder mehrere zu finden und dadurch deren Leben zu retten, was ihm einen Platz im Turm der Erhabenen sichern würde, das er schon lange anstrebt. Dabei trifft er auf Claire, und die beiden tun sich für die Suche zusammen.

Über den dritten Protagonisten möchte ich wenig sagen. Sein erster Auftritt hat mich die Luft anhalten lassen.

Neben den Perspektiven dieser Drei gibt es noch weitere, die allerdings oft nur ein oder zwei Kapitel ausmachen. Nicht nur die der drei Protagonist:innen werden in Ich-Form erzählt, aber nicht alle.

Die Geschichte ist sehr komplex, zunächst hat man viele Fragen, manche werden nach und nach beantwortet, manche bleiben auch am Ende offen. Für mich ergab sich die Spannung in der ersten Hälfte des Romans vor allem aus diesen Fragen, und ich habe fleißig spekuliert. In der zweiten Hälfte hat mich der Roman etwas verloren, ich mochte die Entwicklung nicht so recht. Es gab weitere, neue Fragen, und manches erschien mir mittlerweile nicht mehr so ganz logisch. Auch mit dem Ende habe ich etwas gehadert, nicht nur, weil nicht alle Fragen beantwortet wurden, sondern auch, wie die Geschichte sich entwickelte. Andererseits bietet es, wie auch der Rest des Romans einiges zum Nachdenken, was ich im Grunde gut finde. So war ich am Ende eher zwiegespalten.

Ob der Roman, wie angegeben, ab 14 gelesen werden sollte, bin ich wegen der Komplexität und des Themas nicht sicher. Geübten Leser:innen in dem Alter kann man es vielleicht schon zutrauen, ansonsten würde ich zu einem späteren Alter raten. Auch für Erwachsene ist der Roman eine gewisse Herausforderung.

Der Roman ist sehr komplex und daher nicht immer einfach zu lesen, nach und nach werden die Hintergründe klarer, doch alle Fragen sind am Ende nicht gelöst. Ich finde das nicht schlimm, denn ich habe sowieso von Anfang bis Ende viel über das Geschehen nachdenken müssen. Dennoch war ich am Ende zwiegespalten, die Entwicklung des Romans in der zweiten Hälfte mochte ich nicht ganz so gerne, während ich in der ersten Hälfte sehr begeistert war. Ich empfehle den Roman auf Grund der Komplexität und des Themas eher für erwachsene Leser:innen, sowie sich auf ihn einzulassen.

Veröffentlicht am 04.10.2025

Nicht ganz so gut wie die Vorgängerbände, aber dennoch lesenswert

Verschworen
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Elmas kleine Tochter Adda ist nun sieben Monate alt, und so gibt Elma den Staffelstab der Elternzeit an Sævar weiter, und tritt ihren Dienst auf dem Polizeirevier in Akranes wieder an. Direkt der erste ...

Elmas kleine Tochter Adda ist nun sieben Monate alt, und so gibt Elma den Staffelstab der Elternzeit an Sævar weiter, und tritt ihren Dienst auf dem Polizeirevier in Akranes wieder an. Direkt der erste Fall ist herausfordernd. Ein Mann wird in seinem Bett erstochen, an die Wand wurde ein Satz aus einem Kirchenlied geschrieben. Relativ schnell ergeben die Ermittlungen eine Verdächtige, doch diese ist spurlos verschwunden. Wurde sie vielleicht doch auch ein Opfer?

Wie von der Reihe gewohnt, gibt es auch hier neben dem aktuellen Geschehen Rückblicke in die Vergangenheit, allerdings dieses Mal größtenteils nur wenige Wochen zurück. Interessanterweise werden diese zunächst aus der Perspektive des Toten, später aus der Perspektive einer anderen Person erzählt.

Auch die Geschehnisse der Gegenwart werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, aus Sicht der Ermittlerin Elma und deren Vorgesetzten Hörður, aber auch aus Sicht verschiedener Personen, die in einem engeren Verhältnis zu Þorgeir, dem Ermordeten, standen. So lernt man einige Charaktere gut kennen, und fängt an, sich selbst Gedanken zu machen, was geschehen sein könnte..

Parallel zu den offiziellen Ermittlungen stellt Sævar eigene Untersuchungen an. Er und Elma haben sich erst kürzlich ein Haus gekauft, die vorherigen Eigentümer hatten mehrere Kisten zurückgelassen, in einer davon findet Sævar Unterlagen, in denen auch der Tote erwähnt wird. Sævar kann sich vorstellen, dass diese Licht in das Motiv der Tat bringen könnten.

So ergibt sich nach und nach ein Blick auf die Ereignisse, die letztlich zum Mord führten. Auch in diesem Fall gibt es wieder Wendungen, die zunächst nicht offensichtlich sind, manches davon hatte ich aber schon erwartet. Am Ende wird der Fall natürlich aufgelöst, es gibt aber dennoch eine Art Cliffhanger, der Elma und Sævar persönlich betrifft. Darauf wird hoffentlich im nächsten Band zurückgegriffen werden.

Ich bin ein Fan der Reihe, doch dieser fünfte Band hat mich nicht ganz erreichen können. Hin und wieder fand ich das Ganze etwas unrealistisch. Nach wie vor punktet der Roman mit seiner Atmosphäre und dem Islandfeeling, sowie mit den Charaktern. Neben einer Karte Islands und einem näheren Ausschnitt um Akranes, gibt es noch ein Personenregister. Beides habe ich nicht unbedingt benötigt, ist aber ein netter Bonus.

Der fünfte Band der Reihe punktet wieder mit seiner Atmosphäre und den Charakteren, hat mir aber nicht ganz so gefallen wie die Vorgänger, manches erschien mir etwas unrealistisch.