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Veröffentlicht am 11.03.2024

Ein etwas anderer Zirkus.

Sparks
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„Die Nacht war still, als sie so beieinanderlagen. Manchmal geschehen die gewalttätigsten Dinge in aller Stille.“

Oh man. Dieses Buch. Das war ein Ritt der Gefühle.

Leichte Storyspoiler, aber hoffentlich ...

„Die Nacht war still, als sie so beieinanderlagen. Manchmal geschehen die gewalttätigsten Dinge in aller Stille.“

Oh man. Dieses Buch. Das war ein Ritt der Gefühle.

Leichte Storyspoiler, aber hoffentlich nichts, was jemandem viel vorwegnimmt, aber ansonsten wäre es schwer zu rezensieren, wenn man gar nicht auf die Themen eingeht.

Es ist hauptsächlich aus zwei Perspektiven geschrieben, einerseits von der Hauptperson Rin, die meisten Kapitel sind aus ihrer Sicht und wie sie ihren Zirkus leitet und die anderen aus Edwards Sicht und seinem Machtaufstieg.
Man taucht in die Geschichte eines Zirkuses ein, den Rin mit ihren Freunden nach dem 1. WW gegründet hat und ein paar Jahre vor dem 2. spielt, der auch eine sehr große Rolle für die Story sein wird.
Es geht um die Bindungen zwischen der Charaktere und vor allem auch um Rins Trauma aus der Vergangenheit bevor sie diesen Zirkus gegründet hat. Außerdem um Menschen, die während des 1. WW ganz besondere Fähigkeiten bekommen haben und Rin diese für ihren Zirkus rekrutiert, wenn sie denn mitmachen wollen.

Rin ist ein komplizierter Charakter, ich glaube man sollte sie noch nicht mal groß mögen, aber ihren Weg zeigen, ihre Flaws, die unglaubliche Manipulation, die sie durchmachen musste und wie sie nach und nach mit Hilfe ihres Zirkuses Heilung erfährt. Manche Szenen waren unglaublich brutal und taten so weh zu lesen, vorallem die mit dem Circus King und was Männer mit zuviel Macht alles anstellen können um Frauen gefügig zu machen. Unglaubliche erschreckend, aber auch so real.

Man konnte der Story sehr gut folgen, auch den Zeitsprüngen, da auch viel in der Vergangenheit von Rin spielte und man bei sowas schnell durcheinanderkommt, das ging hier aber ohne Probleme! Ich glaube die Vergangenheitskapitel waren mit meine liebsten, da sie so verdammt viele Gefühle in mir hinterlassen haben, soviele Emotionen, soviel Wut und ich glaube, wenn ein Buch sowas auslöst, hat es alles richtig gemacht.

Manchmal konnte ich einige Handlungen von Charakteren wenig nachvollziehen, allen voran Jo, auch wenn man da viel auf ihr Alter schieben kann und leider kamen Mauve und Odette oft ein wenig zu kurz, obwohl sie recht häufig präsent waren, hätte gerne ein wenig mehr Insight in diese Charaktere gehabt, da sie an sich sehr interessant waren.

Auch viel Liebe für die queere representation in dem Buch :) Immer sehr, sehr wichtig, generell fand ich das Buch sehr divers. Auch wie mit den verschiedenen Traumata umgegangen ist, mochte ich sehr.

Was mir ein klein wenig gefehlt hat, war das Verständnis warum Rin das was sie macht im Zirkus machen musste, also an sich nice, aber irgendwie war das so ein großer Aspekt des Buches, aber ich konnte nicht ganz nachvollziehen was Rin genau dazu bewegt hat, selbst mit dem Vergangenheitsinsight nicht.

Das Ende hat mich ein wenig traurig zurückgelassen, aber hat schon ganz gut gepasst. Bin auf jedenfall gewillt noch weitere Bücher von JR Dawson zu lesen :)

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Veröffentlicht am 26.02.2024

Von Geheimverstecken und Dosenfutter.

The Fort
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Okay, habe soeben The Fort beendet und man, das war was sehr angenehmes für Zwischendurch, genau das, was ich gerade gebraucht habe.

Das Cover ist sehr schlicht, aber hat mich trotzdem sehr angesprochen, ...

Okay, habe soeben The Fort beendet und man, das war was sehr angenehmes für Zwischendurch, genau das, was ich gerade gebraucht habe.

Das Cover ist sehr schlicht, aber hat mich trotzdem sehr angesprochen, mag das Blau da sehr.
Die ganze Premisse von einem geheimen Fort in einem Wald, den ein paar Teenager zufällig finden und zu ihrem Geheimversteck machen, von dem sie keinem was erzählen dürfen, vor allem keinen Mädchen und Erwachsenen, ist immer ein cutes konzept, was natürlich danach schreit sehr schnell aufgehoben zu werden.

Fand die ganzen Perspektiven sehr wundervoll und jeder der Jungs war auch unglaublich anders und hatte seinen ganz eigenen Charakter und eigene Probleme und ich mochte sehr wie der Autor mit den Problemen umgegangen ist, da war sehr viel wichtiges dabei und vor allem auch wie die Jungs untereinander damit umgegangen sind, war super schön. So eine tiefe Freundschaft.

Musste bei dem Schreibstil sehr oft lachen, so locker und flockig war der! Hat richtig, richtig Spaß gemacht, was auch für eine sehr tolle Übersetzung spricht, wäre mir so gar nicht aufgefallen, dass die Orignalsprache da natürlich englisch ist.

Das Pacing war auch sehr angenehm, nicht zu langsam, aber auch nicht zu schnell und man kam sehr gut mit. Hauptsächlich war die Story eh eher auf die Charakter bezogen als auf alles andere und das hat hier fantastisch gepasst, natürlich gab es auch trotzdem Action!

Mir wurde der Autor sehr schmackhaft gemacht und ich werde mir definitiv noch etwas von ihm durchlesen, hat sehr viel Spaß gemacht und ich hab' einiges über Freundschaft mitgenommen :)

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Abenteuer eines Nachtmahrs

Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy
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Okay, ehrlich gesagt musste ich das Buch vor allem wegen der Thematik haben, der Erlkönig hat seit unserer DnD Campaign einfach einen besonderen Platz in meinem Herzen (auch wenn er der big bad villain ...

Okay, ehrlich gesagt musste ich das Buch vor allem wegen der Thematik haben, der Erlkönig hat seit unserer DnD Campaign einfach einen besonderen Platz in meinem Herzen (auch wenn er der big bad villain war) und ich kann mich nicht erinnern jemals einen Roman mit dem Thema gelesen zu haben.

Letty ist im Kindesalter mit ihrer Mum nach Nottingham gezogen, da diese nach einer sehr unschönen Trennung direkt einen Job im Ausland angenommen hat, um neu anzufangen,
Letty, die nichtmal Englisch kann, war alles anderes als begeistert aus der Eifel wegzuziehen, aber schon bald kommt sie ein kleiner Junge nachts besuchen, der ihr die Angst nimmt, der ihr bester Freund wird, ihr alles beibringt und sie in die sagenumwobene andere Welt, Annwn bringt, eine Parallelwelt, in der alle möglichen Kreaturen hausen. Will selbst ist ein Nachtmahr, Sohn des Erlkönigs.
Mit der Zeit wird auch Letty – trotz ihrer Menschdaseins, miteingespannt und arbeitet als Spionin für den Erlkönig, alles unter der Fassade, dass sie die Braut des Prinzens ist, um sich Zugang zu den anderen Höfen zu verschaffen. Es dauert nicht lange bis die beiden auf etwas stoßen, dass Annwn sehr gefährlich werden kann.
Letty ist ein wenig anders als erwartet, sie muss öfter von Will gerettet werden, hat aber ihren eigenen Kopf und bringt sich schnell in Gefahr, aber ist auch so unglaublich gefesselt von Annwn und so verliebt in alles, was damit zutun hat. Das hat mich ein wenig gecharmed, auch wenn sie das schnell ein wenig naiv gemacht hat.

Will ist definitiv mein Favorit <3 Konnte seinen Struggle sehr gut nachvollziehen und man leidet da schon mit. Best boi. Liebe aber auch wie er Letty oft ärgert, das ist eine sehr süße Dynamik. Er ist sehr chaos haha. Mochte auch seine Schwestern, nur die Freunde von Letty waren leider sehr flach.

Die Welt an sich find ich spannend, auch wenn ich fast nicht glauben kann, dass die Menschen die am weitentwickelsten intellektuell seien sollen. Bei den ganzen coolen Kreaturen?? Und manche haben jetzt auch gar nicht so gewirkt, finde aber den Ansatz interessant, dass nur die Menschen kreativ sind und deswegen Letty sehr wertvoll für den Erlkönig ist. Finde aber man hätte noch mehr ausbauen und erklären können und ich hätte gerne viel mehr von den anderen Reichen gesehen und von den ganzen Kreaturen. Aber da haben wir ja hoffentlich auch noch mehr Möglichkeit im nächsten Band.

Habe manchmal ein wenig das Gefühl gehabt, dass man merkt, dass eine ältere Person ein Jugendbuch schreibt, aber das war schon okay. :)

Hätte allerdings auf die HP Referenz verzichten können, das ist absolut nicht mehr zeitgemäß bei dem was da aktuell/ seit Jahren abgeht, deswegen hier leider was Abzug.

Bin auf jedenfall nach dem Ende sehr gespannt auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Mögen die Spiele beginnen

The Ordeals
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Mir ist aufgefallen, dass aktuell irgendwie Bücher mit magischen Spielen wieder voll IN sind, aber hey, ich liebe sowas immer, wenn es gut gemacht ist. Und um in eine besonderen magische Schule zu kommen ...

Mir ist aufgefallen, dass aktuell irgendwie Bücher mit magischen Spielen wieder voll IN sind, aber hey, ich liebe sowas immer, wenn es gut gemacht ist. Und um in eine besonderen magische Schule zu kommen monatelang an magischen Turnieren teilnehmen zu müssen, ist schon ein wenig cool.

Gerade in The Ordeals war dies zusätzlich mit einem Murder Mystery gekoppelt und eine Fantasy / Murder Mystery Kombination ist definitiv was, was ich gut finde.

Sophia DeWinter hatte es nie leicht im Leben, ihre Eltern hat sie nie kennengelernt und sie ist bei ihrem Onkel aufgewachsen, den alle nur den Sammler nennen, zusammen mit einer älteren Dame, Dolly. Sie wurde schon früh drauf getrimmt Aufgaben für den Sammler erledigen zu müssen, auch sehr gefährliche und hat nie eine Schule besucht.
Dinge passieren und sie hatte schon seit ner Weile geplant sich aus den Fängend es Sammlers zu befreien, der sie über ein Armband orten kann – die Schule Killmarth verfügt über einen magischen Schutz, der jegliche äußerliche Magie zerstört und somit auch das zerstören könnte, das sie an den Sammler bindet.

Natürlich findet sie den Weg dorthin und muss nun diese tödlichen Spiele bestreiten. Und natürlich darf hier der Love Interest auch nicht fehlen, der mysteriöse Alden Locke.

Also das Rad neu erfunden hat das Buch jetzt nicht, aber ich fands schon ganz unterhaltsam und hatte eine gute Zeit damit und das ist immer das, was ich mir von einem Buch verspreche. Auf die Love Story hätte ich, wie so oft, verzichten können und wäre da auch mit einer guten Freundschaft klar gekommen, aber das verkauft sich natürlich leider nicht so gut.

Das Magiesystem fand ich extrem interessant, das hatte total Potential, allerdings finde ich, dass dies an vielen Ecken und Enden nicht gut erklärt bzw. ausgearbeitet wurde und viel einfach „so wahr“, ohne dass man genau wusste warum und was die verschiedenen Charaktere nun genau machen können.

Storymäßig lief das alles recht fix ab und ich habe mich öfter gewundert, dass es doch mehr Kreaturen dort gibt, als ich zunächst angenommen hatte, aber ich hatte eine gute Zeit die verschiedenen Etappen der Spiele mitzuverfolgen, auch wenn ich die Nebencharaktere gerne noch ein wenig mehr kennnegelernt hätte.

Bin auf jedenfall angefixt und freue mich auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Trautes Heim, nicht ganz allein

Der Nachbar
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Das war tatsächlich mein erster Fitzek.
Natürlich ist mir der Name schon lange ein Begriff, aber ich lese sehr selten Psychothriller und vor allem dann noch welche, die so wild und unberechenbar sind ...

Das war tatsächlich mein erster Fitzek.
Natürlich ist mir der Name schon lange ein Begriff, aber ich lese sehr selten Psychothriller und vor allem dann noch welche, die so wild und unberechenbar sind eher selten.
Was aber nicht heißt, dass ich das generell nicht mal ändern sollte.

Es geht um Sarah, die Angst hat alleine zu bleiben, die immer auf denselben Typ Mann steht, was ihr schnell zum Verhängnis wird. An ihrer damaligen Ehe hat sie nach wie vor zu knabbern und zieht mit ihrer Tochter in eine neue Wohnung in Berlin.
Sie hat dort einen kleinen Kiosk und kommt frisch aus dem Urlaub, als plötzlich Dinge passieren, die sie sich nicht erklären kann und vielleicht ist ihre Wohnung nicht ganz so leer wie sie es dachte, vor allem als ihre Tochter dann auf eine Klassenfahrt muss.

Also das war wild. Es sind... extrem viele Dinge passiert, hab gehört es ist ruhiger als die sonstigen Fitzeks, aber oh man für mich ist da sehr viel passiert.

Ich fands unglaublich spannend mitzurätseln, ich hatte soviele Theorien wer es sein kann und warum und ich liebe es über sowas nachzudenken und eigentlich bin ich auch echt gut darin, aber hier bin ich tatsächlich nicht drauf gekommen!
Es kam auch von Plottwist zu Plottwist und immer, wenn man dachte, ah okay so ist das jetzt passiert, kam dann noch einer oben drauf. Manchmal vielleicht ein wenig zu viel und manche Entscheidungen einiger Charaktere konnte ich auch nicht immer komplett nachvollziehen bzw. kamen nicht so durchdacht rüber, aber ich war trotzdem ganz gut unterhalten.

Sarah fand ich als Protagonistin super, bei ihr kam man echt gut mit und hat sich selbst sehr gegruselt vor den ganzen Dingen, die ihr passiert sind und echt gehofft, dass sie endlich mal eine Pause bekommt, aber neeeein. Ihre beste Freundin mochte ich auch bis zu einem Zeitpunkt, genauso wie einen speziellen Polizisten!

Brauche jetzt nicht jede Woche einen neuen Fitzek, aber so ab und an kann man sich das echt mal gönnen.

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