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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Leider ist der Funke nicht übergesprungen

Spellcaster
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Manchmal gibt es Bücher, bei denen das Grundgerüst eigentlich vielversprechend wirkt, die Umsetzung dann aber leider an der Oberfläche hängen bleibt. Paisleys Weg an das renommierte College fühlte sich ...

Manchmal gibt es Bücher, bei denen das Grundgerüst eigentlich vielversprechend wirkt, die Umsetzung dann aber leider an der Oberfläche hängen bleibt. Paisleys Weg an das renommierte College fühlte sich für mich leider weniger nach einer magischen Entdeckung und mehr nach einer Aneinanderreihung von Momenten an, die letztlich nirgendwo hinführten. Dass sie als Hexe auf ihre Kräfte wartet, während ihre gefühlt unzähligen Geschwister bereits fest in dieser Welt verankert sind, hätte spannend sein können, verlor sich aber in zu viel familiärem Trubel.
​Ein großer Knackpunkt war für mich die Beziehung zu Logan. Obwohl die Feindschaft zwischen den beiden erklärt wird, blieb sie für mich rein rational und emotional nicht greifbar. Wenn die Chemie nur auf dem Papier existiert, fällt es schwer, mitzufiebern. Hinzu kam eine Jugendsprache, die in meinen Augen deplatziert wirkte und dem Ganzen einen fast parodistischen Beigeschmack verlieh, was mich immer wieder aus der Geschichte geworfen hat.
​Auch die Nebencharaktere, wie die überdrehten besten Freundinnen, konnten die fehlende Tiefe nicht ausgleichen. Man wird in Freundschaften hineingeworfen, die sich noch gar nicht entwickeln durften, was das gesamte Gefüge etwas künstlich wirken lässt. Insgesamt blieb das Weatherstone College für mich leider hinter seinen Möglichkeiten zurück und konnte mich trotz des interessanten Settings nicht mitreißen.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Hab mir mehr versprochen

House of Blight
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Die angekündigten Gothic-Elemente haben mich neugierig auf diese Geschichte gemacht und der Schreibstil hält glücklicherweise, was die Optik verspricht: Er ist atmosphärisch und trägt die düstere Grundstimmung ...

Die angekündigten Gothic-Elemente haben mich neugierig auf diese Geschichte gemacht und der Schreibstil hält glücklicherweise, was die Optik verspricht: Er ist atmosphärisch und trägt die düstere Grundstimmung sicher durch die Seiten. Dennoch blieb bei mir eine gewisse Distanz bestehen.
​Obwohl das Setting auf dem Anwesen der Ferngloves viel Potenzial bietet, konnte mich die Handlung nicht vollends in ihren Bann ziehen. Vor allem der Funke bei Orin ( ich hab es mir gewünscht ) wollte nicht recht überspringen, was es schwer machte, die emotionale Verbindung zu ihm aufrechtzuerhalten. Es ist ein Buch, das optisch und stilistisch überzeugt, mich aber inhaltlich leider nicht so tief greifen konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

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