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Veröffentlicht am 19.04.2026

Tod auf Hohenzollern

Tod auf Hohenzollern
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Bei diesem Krimi nimmt uns die Autorin mit auf eine geschichtliche Reise. Wem ist die Burg Hohenzollern denn nicht bekannt? Wolfgang Kramer ist Schlossmeister auf Burg Hohenzollern, praktisch Mädchen ...

Bei diesem Krimi nimmt uns die Autorin mit auf eine geschichtliche Reise. Wem ist die Burg Hohenzollern denn nicht bekannt? Wolfgang Kramer ist Schlossmeister auf Burg Hohenzollern, praktisch Mädchen für alles. Dies ist sein Traumberuf, denn auch schon sein Großvater war auf der Burg beschäftigt und Wolfgangs Tochter Hannah arbeitet im Burglokal. Bei seinem täglichen Rundgang findet Wolfgang einen Toten in der St. Michaelskapelle. Es ist de Wachmann Basti, zugleich einer der besten Freunde des Schlossmeistert. Es wird von einem Unfall ausgegangen, da Basti dem Alkohol sehr zugesprochen hat. Aber Wolfgang glaubt an einen Mord. Als der Bastis Unterlagen durchsichtet, stößt er auf einige Ungereimtheiten und nun fängt er mit seiner Tochter zu recherchieren an. Es kommen so einige Personen in Frage, mit denen Basti in letzter Zeit nicht klar kam und mit seiner rüden Art oft aneckte. Bis zum Schluß ist dem Leser nicht klar, wer es auf den Wachmann abgesehen hat und dann verschwindet auch noch die beste Freundin von Hannah: Clara ist verschwunden. Ein Suchen und Rätselraten beginnt und als uns dann der Täter offenbart wird, ist man mehr als überrascht und sehr erstaunt. Yvette Eckstein hat das Geheimnis bis zum Schluß bewahrt. Mir gefällt sehr gut, dass das Buch verschiedene Facetten hat. Neben dem kriminalistischen Geschehen erfahren wir auch etwas übr die Geschichte der Hohenzollern, was sehr gut dargestellt ist und in einem Anhang sehr gut erklärt wird. Und dann ist da auch noch Wolfgangs Familie. Die drei flüggen Töchter, die Ehefrau nimmt wieder einen Job an und dann die demente Schwiegermutter, die man nicht alleine lassen kann. Alltägliches Geschehen bei den Normalos. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin hier aus dem Herzen geschrieben hat und viel Zeit im Schatten der Burg verbracht hat. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, die Kapitel sind kurz und die Spannung wird unterbrochen und angehalten durch alltäglich Ereignisse. Dies ist wieder ein mehr als gelungenes Buch. Das Cove zeigt die Burg Hohenzollern im dichten Nebel, wodurch nur die Turmspitzen zu sehen sind.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Monkey

Monkey
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Ein Thriller, der in den 70iger Jahren des letzten Jahrhundert spielt. Der Schriftsteller Milton Grower lebt von seinen Tantiemen aus seinem letzten Buch, das ein Volltreffer war in Arizona in dem beschaulichen ...

Ein Thriller, der in den 70iger Jahren des letzten Jahrhundert spielt. Der Schriftsteller Milton Grower lebt von seinen Tantiemen aus seinem letzten Buch, das ein Volltreffer war in Arizona in dem beschaulichen Städchen Flagsraff. Als er neue Nachbarn bekommt, ist er der festen Überzeugung, dass dieses Paar die Monroe und John F. Kennedy sind. Die beiden haben die gleichen Geburtsdaten. Der Tod von Monroe und Kennedy war nur inszeniert, die beiden leben noch und haben sich eine neue Idendität zugelegt. Er nimmt Kontakt auf, sie befreunden sich und Milton meint immer mehr Gemeinsamkeiten mit der Schauspielerin und dem Poliker festzustellen, Zudem hat sich eine junge Studentin an Milon herangemacht und auch sie hilft ihm nach Anzeichen zu suchen. Doch dann gerät Milton selbst in große Gefahr. Er wird vom FBI, CIA, der Maffia und mexikanisch/kubanischen Banden verfolgt, auch sie wollen mehr über Monroe/Kennedy erfahren und deren Geheimnis aufdecken. Milton hat dadurch auf sich aufmerksam gemacht, da er über das Überleben von Monroe und Kennedy einen neuen Roman schreibt. Das Buch ist derart interessant, zuweilen glaubt der Leser selbst an die Mystik des Überlebens. Das Ende des Buches ist so glaubhaft und doch so unwahrscheinlich, man weiß selbst nicht mehr, was man denken soll. Der Autor versteht gekonnt Wirklichkeit mit Fiktion verschmelzen zu lassen. Oft bringt er in die Kapiteln Musiker und deren Hits mit ein, die damals gespielt wurden und in den Charts ihren Platz hatten. oder aber auch die damaligen Politiker. Wir kommen in die Glitzerwelt von Las Vegas, besuchen Los Angeles und kommen in schmierige Kneipen in Mexiko. Jens Feuerriegel ist ein Meister des Verwirrspiels, seine Romane lassen das Geschehen in uns wie in einem Film vorbeiziehen. Spannend, interessant, gefährlich, weltoffen und skurill. Ein gelesenes Abenteuer. Noch bemerken möchte ich, dass der Autor seinen Büchern Tiernamen als Titel gibt. Das erste Buch "PIGS" und dieser Thriller "MONKEY". 240 Seiten auf der Überholspur, bei dem der Leser fast das Atmen vergißt.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

The JourneyDie Reise meines Lebens

The Journey. Die Reise meines Lebens
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Ein großartiges Buch, das viele Bereiche unseres Lebens umfaßt. Carina fällt in ein tiefes Loch, als ihre Beziehung nach zehn Jahren in die Brüche geht und sie auch noch ihre Arbeit verliert. Zuerst erfaßt ...

Ein großartiges Buch, das viele Bereiche unseres Lebens umfaßt. Carina fällt in ein tiefes Loch, als ihre Beziehung nach zehn Jahren in die Brüche geht und sie auch noch ihre Arbeit verliert. Zuerst erfaßt sie eine tiefe Depression, doch dann findet sie einen Artikel über Neuseeland, in dem eine Mitarbeiterin für eine größere Farm gesucht wird. Ihr bleibt noch ein balbes Jahr Zeit und so beschließt sie, Berlin zu verlassen und zu reisen. Ihr erstes Ziel ist Bali, traumhaft, sie lernt neue Menschen kennen, befaßt sich mit der Religion der Balinesen, fliegt weiter nach Indien, unterrichtet in einer Schule in den Slums, verliebt sich, findet ihren inneren Frieden. Doch in Neuseeland geht alles schief, der Job klappt nicht und ihre Sehnsucht nach Indien wird immer größer. Der Roman beruht auf Tatsachen, die Autorin hat diese Reise wirklich gemacht. Es bleibt dem Leser überlassen zu entscheiden, was hier Realität oder Fiktion ist, denn in dem Buch werden die Personen geschützt. Die Reise wird so bunt und authentisch dargestellt, man spürt die Gerüche Indiens, die klare und frische Luft Neuseelands, Die Begegnungen mit den verschiedensten Menschen wird sehr interessant und weltoffen geschildert. Man spürt die Zerrissenheit, die Trauer und den Schmerz der Protagonistin. Der Roman ist spirituell, esoterische und religiös angehaucht, aber gerade dadurch findet Carina ihre innere Zufriedenheit, verliert ihre Verlassensängste und ihre Bindungsunfähigkeit. Ihre Sinnsuche befriedigt sie mit Meditation und Yoga, sie vertraut dem Karma letztendlich mit guten Gedanken. Dieses Buch zeigt uns auf, dass immer wieder Hoffnung besteht, dass nach jedem Tief ein Hoch kommt und wir unsere Komfortzone verlassen müssen, um Klarheit und innere Ruhe zu finden. Das Cover zeigt eine Frau auf einem Berg, die befreiend ihre Arme ausbreitet. Beim Lesen bekommt man Fernweh nach diesen Ländern.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Die dunkle Seite der Schokolade

Die dunkle Seite der Schokolade
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Ein Buch, das uns einiges zu bieten hat und uns in die Welt der Schokolade führt und beim Lesen uns ungeheuere Lust auf Schokolade macht. Serafine Montalin nimmt eine neue Stelle als Ermittlerin in einem ...

Ein Buch, das uns einiges zu bieten hat und uns in die Welt der Schokolade führt und beim Lesen uns ungeheuere Lust auf Schokolade macht. Serafine Montalin nimmt eine neue Stelle als Ermittlerin in einem großen Schokoladenkonzern an mit dem Hintergedanken, den Mörder ihres Vaters zu finden, der hier vor 15 Jahren seinen Tod fand. Schon bald merkt sie, dass hier einige Unstimmigkeiten herrschen, ein Übernahme um die Firma Grison findet statt, deren Inhaberin Serafine seit ihrer Jugend kennt, da sie in der Jugend mit deren Sohn befreundet war. Frau von Vilan mochte Serafine aus Gründen nicht, die in der Person von Serafines Vater lagen. Die beiden großen schweizerischen Schokoladenfirmen streiten sich um das Rezept einer Neuerfindung, die pinke Schokolade, der Anmeldung des Patents. Viele Personen von Cacao Best verhalten sich sehr reserviert, besonders der Geschäftsführer scheint etwas zu verheimlichen. Doch als dann noch ein Unglück geschieht, gerät Serafine selbst in Verdacht. In diesem Buch werden sehr viele Themen angeschnitten und auch behandelt: Firmenspionage, Urheberrechte, Sklaverei, die koloniale Vergangenheit, Rassendiskriminierung, dunkle, familiäre Geheimnisse und nicht zuletzt Mord. Diese Geschehnisse ziehen sich durch das ganze Buch und machen es dadurch sehr interessant und ungemein spannend. Man merkt, dass hier sehr umfangreich über die Schokolade und deren Entstehung recherchiert wurde, man bekommt dadurch sehr viel Wissen geliefert. Ich konnte dadurch nur profitieren. Man sieht auch, dass die Autorin selbst Juristin ist, denn hier wird wirklich im Fachjargon gearbeitet. Dina Casparis hat wieder ein wirklich großartiges Werk herausgebracht, nach der Mode hat sie sich diesmal der Schokolade zugewandt. Das Cver ist auch sehr gekonnt ausgewählt. Am oberen Rand ist der Teil einer Schokolade abgebildet, sieht zum Reinbeißen echt aus, am unteren Rand sieht man die Schweizer Berge. Ein Lesegenuß pur.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

The Artist

The Artist
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Allein das Cover, ein Gemälde aus blühendem Lavendel, ist sehr anziehend für das Auge. Wir sind im Jahr 1920. Der berühmte Maler Tartuffe hat sich vor 30 Jahren aus dem pulsierenden Paris in ein altes ...

Allein das Cover, ein Gemälde aus blühendem Lavendel, ist sehr anziehend für das Auge. Wir sind im Jahr 1920. Der berühmte Maler Tartuffe hat sich vor 30 Jahren aus dem pulsierenden Paris in ein altes Bauernhaus in der Provence zurückgezogen. Hier lebt er mit seiner 27jährigen Nichte Ettie, die für ihn Haushälterin ist, seine Malutensilien pflegt und auch mit seinen Wutausbrüchen umzugehen weiß. Für sie ist das Leben ein alltäglicher Trott, bis der junger Journalist Joseph in die Einsamkeit kommt, der den exzentrischen Maler interviewen will. Joseph und Ettie verbringen viel Zeit miteinander, Joseph sitzt Tartuffe Modell und aus ein paar Tagen wird ein ganzer Sommer, der das Leben aller Drei durcheinander bringt und es zu einem unschönen Ende kommt. Das Buch liest sich wie ein abstraktes Gemälde, bei dem man Schicht für Schicht abträgt und immer neue Ansichten entstehen. Die Autorin beschreibt die Provence in ihrer ganzen Schönheit, die flirrende Hitze, die ausgetrockneten Wiesen und Felder, der Duft der Blumen und Kräuter. Man sieht das alte Bauernhaus mit seinen schiefen Wänden und das Atelier bildlich vor sich. Die Sprache ist sehr poetisch, man spürt die Spannungen zwischen den Personen. Diese traumhafte Geschichte ist fiktiv, aber es sind auch reelle Personen mit eingeschlossen, wie. z.B. Van Gogh, Cezanne, Peggy Guggenheim. Nach und nach erfährt man die ganze tragische Geschichte um Ettie. Das Buch gibt uns im Prolog Einblick in das Jahr 1957 und endet auch im letzten Kapitel 1957. Ich habe mich in dem Buch verloren, solche Schönheit und Präsens, nur schwer habe ich es wieder aus der Hand gelegt und bin noch gedanklich immer im Kreise der Malerei.

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